• Moin,

    Da ich schon eine Weile mitlese, und von dem Umgang in diesem Forum beeindruckt bin... Meine Vorstellung


    Ich bin 51,hab gerade einen, eigentlich guten, aber schlecht bezahlten Job hingeschmissen und bin auf der Suche.. Nicht nur, nach einem Job, auch nach einer Möglichkeit, die Freiheit zu leben, die ich will, die ich brauche.


    Seid über 3 Jahren plane ich das Projekt Wohnmobil. Mir war schnell klar, es muss mindestens ein 7.5t Koffer werden um komfortabel auf Reisen leben zu können. So mit viel Wasser für Waschmaschine, Spülmaschine,Dusche, mit Heimkino etc... Und dann machte ich mit meinem Fiesta eine 2wöchige Reise, die all das in Frage gestellt hat. Ohne Kühlbox, nur ein einfacher Umbau mit einer 3teiligen OS-Platte, einer Matratze und ein paar improvisieren Vorhängen.



    Wieder zu Hause, war ich schnell in der Bubble, der amerikanischen Stealth-Stepvan Videos. Ohne Fenster, ohne Wassertank, ohne Nasszelle. Aber auch bei nur 4,30m mit einem guten Raumgefühl. Ob ich dauerhaft auf Fenster Verzichten will (kann) , wird sich zeigen, insgesamt bin ich aber Feuer und Flamme einen Iveco Postkoffer, als Low-Budget Stealth Camper auszubauen. Womöglich noch in diesem Jahr.


    Ich werde euch die Tage mal meine Ideen zur Diskussion vorstellen.


    Bis dahin....

  • Hi und willkommen im Forum!


    Stealth Camper im Postkoffer? So unauffällig sind die nun auch nicht. Ein weißer Ducato fällt da weniger auf. Aber ich würde sowas nicht ohne Fenster haben wollen. Aber da hat jeder andere Vorstellungen.

    Gruß, Holger


  • Willkommen hier,


    ja der Umgang ist in diesem Forum deutlich angenehmer als in manchen anderen.


    Dann lass mal deine Ideen sehen. Ich bin mir sicher, dass Du einiges an Feedback bekommen wirst.


    Ich persönlich würde nur ungerne auf Fenster und Licht dauerhaft verzichten wollen. Eine Idee das Ganze "Stealth-Style" zu bekommen wären evtl. Rolläden wie bei einem Feuerwehrauto (die meisten werden irgendeinen Werkstattwagen vermuten, allerdings wiegen die auch einiges.


    Viele Grüße


    Thorsten

  • Hallo und willkommen Namenloser Neuling.


    Zwischen deiner Wunschvorstellung und deiner Erfahrung liegen ja gleich mehrere Welten.


    Wie schon geschrieben wurde wollte auch ich nicht auf Fenster verzichten - es kann schon sehr unangenehm werden wenn verdächtige Geräusche ums Fahrzeug sind und man absolut keine Chance hat nachzusehen was da los ist ohne die Türen zu öffnen.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Vielleicht schwarzer Van mit folierten schwarzen Fenstern, wo man von innen noch rausschauen kann?

    Man braucht dann aber vernünftige Lüftungsmöglichkeiten, mindestens 1-2 Dachluken.

    Gruß, Holger


  • Nun wollen wir nicht gleich übertreiben. Mein Transit-Kastenwagen mit Kombiverglasung war dem Wunsch schon sehr nahe.

    Kombiverglasung: War ab Werk ein 5 Sitzer. Hatte nur in der Schiebetür und der gegenüber ein Fenster verbaut. Die zwei Scheiben in den Hecktüren habe ich getönt.

    Der Wagen hatte keine Lüftungsgitter oder Außensteckdosen die ihn als Camper verraten hatte. Wir standen oft frei, auch an Plätzen und Stränden wo Camper verboten waren.

    Auf einem Wohnmobil-Treffen hat jemand im vorbeilaufen gesagt: "Oh, der ist ja ausgebaut."


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Wenn man in den Süden fährt braucht man auf jeden Fall die Möglichkeit einer wirksamen Durchlüftung, sont bekommt man nachts die eingestrahlte Hitze nicht raus und schläft dann schlecht.

    Eine Querlüftung über mindestens zwei gegenüberliegende ausreichend große Öffnungen ist dafür am besten. Normal große Dachluken alleine sind weniger wirksam.


    Der ständige Kontrollblick von innen nach draußen, natürlich in alle Richtungen, wird stark überbewertet, sprich ist unnötig. Tut Dir doch keiner was.


    Sepp

  • Ja genau, der Plan ist eine größere Dachluke über dem Bett und eine Luke mit Ventilator über der Küche. Die Türen sind ja zum lüften auch noch da..


    Ich bin mir tatsächlich auch unsicher ob es eine gute Idee ist. Ich werde, zumindest in der Dämmung alle Vorbereitungen treffen um ggf schnell ein Fenster nachzurüsten

  • Naja, wenn du mit Armaflex / Kaliflex / Aeroflex dämmst, dann brauchst du eigentlich bei der Dämmung und beim Wandaufbau nichts beachten.
    Das Weichdämmaterial - Selbstklebend - kann ich bei Kasten und vielen Rundungen auch nur empfehlen! Die Mehrkosten holst du durch die Zeit für die Arbeiten locker wieder rein.
    Und Statt 1x40mm würde ich eher 2x20mm nehmen, damit kannst du Selbstklebend die Stöße überkleben.
    Beim Kasten kannst du dich auch direkt von der "Idealen" Dämmung verabschieden - aber du kommst immerhin schon in eine passable Nähe einer guten Dämmung.
    Was dich bei offener Fahrerkabine veraten könnte, wäre beschlagene Frontscheiben. Das wird unweigerlich passieren - egal wie gut du lüften könntest.

    Schiebetür / Kastenwagen mit getönten Scheiben würde ich vermutlich schon nehmen. Mein Schwager hat ein Hyundai H1 Fensterbus als "Stealthcamper" umgebaut. Die Scheiben die zuviel waren wurden einfach "überbaut".
    Licht im Innenraum macht viel aus - damit du dich nicht wie eine Maus im Käfg fühlst. Fahrzeuge wie Caddy usw wären auch eine Option.
    Aber auf Luxus brauchst du bei so einem Camper ja auch nicht verzichten... Wasserversorgung etc kann man alles so verbauen, dass man es von außen nicht sieht.

    Was ich immer einplanen würde ist ne kleine WC-Zeile. Ich hab in beiden Fahrzeugen keine (mehr) - mir Fehlt es. Klar kommt man immer dran Vorbei, aber jetzt mit Kind warte ich nur an den Tag, wann er ne Wurst in die Pfanne legt. Darum wäre mit eine TTT schon echt lieb. Und so kannst du diese Zeile auch mit einer Nasswanne auskleiden und dich mal "nasser" Waschen. Oder eben nasse Regensachen aufhängen (das fehlt mir auch)

    Viel Spaß bei den Projekt!

  • Es bleibt dann also nur ein Fahrzeug mit einer Trennwand, damit das Fahrerhaus "unverdächtig" aussieht.

    Gruß, Holger



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  • Es bleibt dann also nur ein Fahrzeug mit einer Trennwand, damit das Fahrerhaus "unverdächtig" aussieht.

    bei mir waren es schwarze Vorhänge. Das natürlich außen, innen ein nettes Decor. Zwei Lagen Stoff isolieren auch nicht schlecht.

    Das Bett war mit dem Kopfteil im Bereich der vorderen Sitze. Quer lüften war mit den vorderen Fenstern gut möglich. Zum Schutz wurden Hundegitter in die Fenster geklemmt.

    New item by Peter Trunner
    photos.app.goo.gl


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Ahoi,

    der Plan ist eine größere Dachluke über dem Bett und eine Luke mit Ventilator über der Küche

    ich bin ja der festen Überzeugung das jeder (der aus welchem Grund auch immer Interesse an Reisemobilen hat) sobald eine Dachluke oder Solarpanel nicht so unsichtbar verbaut ist das man es im vorbeigehen nicht sehen kann weiß das es sich um ein, wie auch immer geartetes, Freizeitmobil handelt. Stealth/unauffällig ist dementsprechend in meinen Augen eine Wunschvorstellung die nur sehr selten aufgeht.


    Soll jetzt natürlich nicht heißen das du unbedingt alles an Klimbim dran bauen sollst das du finden kannst, nur ist das etwas das gerne übersehen wird.

    Bedingt durch die Trennung von Schlaf- und Aufenthaltsraum habe ich selbst aber auch nur eine Dachluke an der eigentlichen Kabine über dem Bett. Die Hitze wieder aus der Kiste raus zu kriegen kann tatsächlich, wenn garkeine weitere Möglichkeit für die Querlüftung vorhanden ist Anspruchsvoll werden, wenn du zum Fahrerhaus offen hast, oder die Paketkoffer-Schiebetür noch drin hast kannst du da aber auch recht gut mit Hilfe der Dachluke Stoßlüften (funktioniert bei mir mit der Tür auch).


    Ich hatte ein paar Monate einen Nachbarn der einen Sprinter Kasten ausgebaut hatte, dem hat man von außen, da keine aufbauenden Dachluken oder Solarpanels vorhanden waren wirklich überhaupt nicht angesehen das es defacto ein Wohnmobil war. Er hatte auch noch die Firmenbeklebung vom vorherigen Besitzer (Schreinerbetrieb) drauf, die das ganze theoretisch noch unauffälliger macht, wobei sich da die Frage stellen lässt ob ein Handwerkerfahrzeug mit tendenziell teurem Werkzeug drin nicht sogar ein attraktiveres Ziel für Langfinger sein könnte (das war der Grund weshalb er den Wagen unauffällig gehalten hat).


    Gruß

    Sven

  • "Gewässerschutz" oder sowas ist auch eine gute Tarnung :)

    Oben drauf einen schicken Dachträger mit Riffelblechblenden an den Seiten, schon sieht man den Solarkram und die Dachluken nicht mehr. Vielleicht noch ne Dummyleiter oben drauf.... ;)

    Gruß, Holger


  • Moin,


    mal meine Meinung zu der ganzen „Stealth“-Geschichte:

    „Stealth“,also Tarnung, hat immer auch etwas mit der Umgebung zu tun. Und ist bezüglich eines Reisefahrzeugs fast immer sinnfrei.

    Wir sind hier ja nicht in USA, wo alles etwas größer und weiter ist. Ein Postkoffer ist hier nie „Stealth“ und fällt immer auf. Es sei denn er steht im Gewerbegebiet. Und da braucht es eigentlich keine „Stealth“, denn da kümmert es meist eh keinen, wenn man da mit dem Wohnmobil steht. Zumal die wenigsten im Gewerbegebiet stehen möchten.


    Ich hatte letzte Nacht einen (fast) wirklichen Stealthcamper neben mir. Es war ein Vito ohne Fenster, auf dem dann auch noch Handwerkerwerbung stand. Einzig das recht schlanke Markiesengehäuse und die Außensteckdose verrieten ihn äußerlich bei genauem Hinsehen als Camper.

    Und morgens kam dann noch ein Ford Kastenwagen mit tiefschwarz folierten Fenstern längst, der auch nicht direkt als Camper zu identifizieren gewesen wäre.

    Doch wo sind solche Fahrzeuge denn wirklich getarnt und unauffällig? - Im urbanen Gebiet. Mit einem solchen Fahrzeug kann man sich mitten in eine Stadt oder in einen Ort stellen und ist relativ unauffällig. (Wenn dann bei der Handwerkerwerbung die Sprache zur jeweiligen Region gehört). Mit einem solchen Fahrzeug kann man ggf. auch mitten in der Stadt in einem Parkhaus auf der obersten Ebene schlafen o. ä.


    Aber wer will schon ständig mit dem Camper nur innerhalb von Städten stehen?


    Aber außerhalb von Ortschaften bzw. für den schön einsamen Platz irgendwo am See oder in den Bergen, wo wir alle von träumen, bringt einem solch ein „Stealth“-Camper nichts. Weil er da eigentlich völlig deplatziert ist.

    Wie standen gestern auf einem kleinen Parkplatz an genau so einem kleinen See. Und es war wohl jedem klar, dass der Vito dort steht, weil jemand drin schläft.

    Heute Abend auf Stellplatzsuche habe ich auch wieder zwei Fahrzeuge gesehen, die man auf den ersten Blick nicht als Camper erkennen würde. Aber allein die Orte wo sie standen und wie sie geparkt waren verrieten sofort, dass es sich um Reisefahrzeuge handelte. Denn warum sollte auch sonst ein (auswärtiges bzw. ausländisches) Auto abends mitten in der Pampa parken?

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Gut erkannt Krabbe!

    Da gibt es nur 2 Möglichkeiten, entweder die Tarnung wechseln oder sich entscheidend wo es einem am wichtigsten ist...

    Für "freies Gelände" würde sich in Orange als Farbe anbieten oder auch "Bauleitung" oder ähnliches. Meine Idee war ja Kabelbau, WKA Wartung etc. Aber die Solarzellen verraten einen Natürlich...

    Unauffälliger als eine Weiße Wand ist man aber immer noch...

  • Hallo,


    ich verstehe diese ganze "Tarnerei" sowieso nicht.

    Man darf die Polizei und auch sonstige Bevölkerung nicht für dumm verkaufen und die Langfinger welche es auf Camper abgesehen haben erst recht nicht.

    Was ist denn so schlimm wenn man sieht das es ein Wohnfahrzeug ist????

    In den meisten Fällen von Begegnungen sind diese freundlich. Wenn man sich nicht gleich pissig gibt kann man sogar von der Polizei oder anderen Ordnungshütern gute Tips zum geduldeten Übernachten bekommen - so zumindest meine Erfahrung.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Ich muss wohl ein Missverständnis aufklären..


    Ich plane mein Auto nicht wegen der 'unsichtbarkeit' ohne Fenster! (wenngleich ein DHL Fahrzeug im urbanen Raum kaum auffallen dürfte) sondern vorerst um die Kosten klein zu halten und so erste Erfahrungen zu machen. Die Amerikanischen Stealth Vans waren nur Inspiration für einen minimalistischen Ausbau.

    Ich werde auch auf Preiswerte Materialien zurückgreifen, gerne secondhand und Vorhandenes. Ich hoffe so unter 10k,besser noch unter 8k inkl Fahrzeug zu bleiben. (ja das ist eine Herausforderung) Solar und LiFePo4 werde ich skalierbar gestalten und mit dem Nötigsten beginnen. Vieleicht stelle ich ja dann doch fest, dass ich eine Spülmaschine will, aber auf eine Sat-Anlage verzichten kann ;) und falls später doch Fenster reinsollen bin ich vorbereitet.

  • Uff, die unter 8t inklusive Fahrzeug klingt nach Dauerbaustelle!

    Okay, wenn du deinen Stundenlohn auf 1,50€ ansetzt und du gerne bastelst, aber mit Wohnmobilbau hat das nicht viel zu tun.

    Ich bin gespannt und verfolge die Geschichte.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.


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