Beiträge von Krabbe

    Hallo und willkommen hier.


    Wie Holger schon schrieb, ist das Pickup-Wohnkabineforum noch eine Anlaufstelle.


    Wie meine Vorschreiber aber auch schreiben: 500 kg Zuladung sind bei einer Wohnkabine auf einem PU deutlich zu wenig. Auflastung aber auch kein Allheilmittel, da Auflastungen meist auch nur in geringen Grenzen sinnvoll sind. Auch wenn es auf dem Markt teils deutlich mehr gibt.

    Dazu empfehle ich dann bei googel die Suchbegriffe Pickup und Rahmenbruch einzugeben.

    Wobei man hinsichtlich der Reiseziele auch berücksichtigen kann, dass schwefelarmer Diesel und AdBlue immer weiter Verbreitung finden.


    Ich vermute in spätestens Jahren müssen wir uns die Gedanken kaum noch machen.

    Hallo Dieter und willkommen hier bei den Verrückten.


    Ja, ich denke mit Deinem ersten Eindruck über dieses Forum liegst Du nicht ganz verkehrt.

    Natürlich prallen in den Diskussionen hier auch immer wieder verschiedene Ideen, Erfahrungen und Ansätze aufeinander udn manchmal laufen Threads auch in eine andere Richtung, als ursprünglich gedacht. So ist es nun mal in Foren.

    Aber alles in allem hast Du hier ein durchaus hohes Maß an Expertise und viele User, die wirklich aus der Erfahrung teils mehrerer Ausbauten schreiben.


    Ich schließe mich Holger mit seiner ersten Einschätzung schon mal an: Das wird schwer ...


    Die von Dir getroffene Materialauswahl ist eher ungewöhnlich, wie oder aus welchem Grund bist Du auf die Idee mit dem massiven Holzrahmen und der Verkleidung mit Alu-Dibond und4 mm Sperrholz gekommen?


    Aufgrund des Holzrahmens vermute ich, dass Du versierter Heimwerker bis, der gut mit Holz umgehen kann, aber z. B. kein Metaller? (Die meisten, die solche Rahmenkonstruktionen bauen, bauen Metallrahmen ...)


    Ich denke, der Rahmen ist schonmal sehr (zu) stabil und schwer. Dazu kommen sehr schwere Wände.

    Das ist überdimensioniert.

    Wenn Du wirklich eine tragenden Rahmenkonstruktion verwenden willst, dann kannst Du Die Wandbeplankungen dünner und leichter lassen, da diese dann keine großartige Festigkeit mehr haben muss bzw. keine tragenden Elemente sind.

    Du könntest solch einen Rahmen also außen mit dünnem Alu oder GfK beplanken. Innen könntest Du dünnes Holz nehmen.

    Problem könnte dabei (insbesondere bei Alu außen) die Feuchtigkeit werden. Das Thema „Dampfbremse“ und „Isolierung“ überlasse ich aber lieber dem User Picco.


    Wenn Du mit entsprechend dicken Wandbeplankungen arbeitest, kannst Du auch einen dünneren Rahme nehmen (oder auf einen Rahmen ganz verzichten), da die Wände schon in sich stabil genug sind. Denn dann hättest Du quasi eine Sandwichwand.

    Wenn Holz sein soll, dann könntest Du so auch aus 4 mm Multiplex außen und innen und dazwischen 30 mm Styrodur bauen. (Außen dann mit Bootslack versiegeln).

    Bei der Konstruktion könntest Du auf ein Traggerüst verzichten (bis oben einen umlaufenden Ring, für das Dach).


    Wenn Du die Kabine auch im Herbst /Winter verwenden willst, würde ich als Boden nicht nur eine Siebdruckplatte bauen, sondern da auch Isolierung vorsehen. Fußkalte Kabinen sind auf Dauer nicht so toll.


    Ansonsten empfehle ich Dir den aktuellen Thread von Picco, („Ich bau mir eine CH-konforme PickUp Wohnkabine“) dort den Anfang am 2008, wo er den Bau seiner ersten (PopUp-)Kabine beschreibt. Die wurde zwar wegen externer Ursachen nie vollendet (Die Gründe findet man auch im Thread), hat aber vermutlich einige interessante Ansätze für Dich.

    Wenn die Tanks unterm Fahrzeug sind, würden die mich auch nicht interessieren.


    Wenn sie Dich trotzdem stören würde ich es unter dem Fahrzeug einfach mit Unterbodenschutz probieren. Einer auf Wachsbasis sollte auch auf PE einigermaßen halten, denke ich.

    allerdings schaue ich eher rein ob der Platz an dem ich gerade gelandet bin eingetragen ist und wenn ja wie und danach wird entschieden ob ich weiter fahre. Also mehr um Standplätze auszuschließen.

    Ja, die Vorgehensweise wird leider immer nötiger.

    In Norwegen musste ich aber feststellen, dass dies in einigen Teilen im Fjordland garnicht mehr möglich ist, da eigentlich jeder nur irgendwie geeignete Platz, auf den man einen Campingbus stellen kann, schon in der App als Übernachtungsplatz aufgeführt ist.

    Unnötig zu schreiben, dass einige der dort angepriesenen Plätze zu der Kategorie gehören, wo für mich der gesunde Menschenverstand das Übernachten verbietet, oder auch Plätze, wo ich aufgrund der Umgebung nicht übernachten würde.

    Bezüglich Selbstbau und Geld sparen:


    Meine Meinung: Wenn man all die Stunden, die man (bei einem vernünftigen Ausbau) in den Selbst(aus)bau gesteckt einen Nebenjob für den Mindestlohn bei der Burgerschmiede um die Ecke angenommen hätte, dann könnte man sich im Regelfall ein vergleichbares Serienfahrzeug kaufen und hätte noch Geld über.

    Das Ganze hat mit Corona wenig zu tun und der Trend ist doch schon seit Jahren zu erkennen.


    Es fing an mit der Einstellung vieler Wohnmobilfahrer: „Ich fahre ja ein Wohnmobil und keinen Wohnwagen, brauche auch die ganze Infrastruktur eines Campingplatzes nicht- Warum soll ich dann dafür zahlen.“

    Dann kam eine Reiseführer-Reihe, die das „Freie Stehen“ offensiv propagandierte und suggerierte, dass man überall problemlos stehen darf. Was leider bei vielen Leser eine entsprechende Einstellung und Handlungsweise hervorrief: „Da steht, dass man hier Übernachten darf, also mache ich das auch“. Und das Schilder „Camping verboten“ ignoriert werden können, weil man ja nicht campt. Das der Aufsteller der Schilder diesen Unterschied so vermutlich nicht macht, wird bewusst ignoriert. Die Konsequenzen waren und sind absehbar gewesen.


    Dazu kam dann in den letzten Jahren immer mehr die Idee bzw. das (vermeindliche) Ideal des „Freistehens“ oder „Wildcampens“ als Idee der Unabhängigkeit. Oft noch angetrieben oder geweckt durch die Werbung der Fahrzeughersteller. Denn schaut Euch die einschlägige Werbung doch mal an. Da steht das Fahrzeug immer irgendwo einsam in den Bergen oder an einem See. Natürlich gerne mit Tisch und Stühlen draußen.


    Die Sozialen Medien (und der „Vanlife-Teend“ tun ihr übriges dazu, denn einer postet ein tolles Bild eines unberührten Stellplatzes und alle anderen versuchen es nachzumachen oder zu übertreffen. Das viele Bilder nur eine Sache der Perspektive sind und falsche Erwartungen schüren kommt dazu.


    Ein weiterer Faktor ist die Zahl der Freizeitfahrzeuge, die einfach zu hoch ist. Und wie schon geschrieben wurde, Besitzer mit dem fehlenden Gespür für Stellen, die geeignet zur Übernachtung sind. Im letzten Norwegenurlaub sind mir sehr vermehrt Schilder aufgefallen, die das Campen oder Übernachten verbieten. Und das an Stellen, wo sich die Frage des Stehens oder Übernachten mit etwas Nachdenken für einen normal Denkenden eh nicht Stellen dürfte. Und jedes Schild steht da bestimmt nicht ohne Ursache. Kleine Auswahl: Einzelne Parkbucht am Fjord an einem Steg eines (gewerblichen) Fischerboots; ausgeschilderte Haltebuch einer Single-Track-Road; gepflegtes Rasenstück eines erkennbaren Privatgrundstücks, was vom Rest des Grundstücks nur durch einen Felsbrocken „abgeteilt“ war; Zufahrt zu einer privaten Hütte im Fjell; ...


    Dazu kommt ein Verhalten, was nicht besonders zuträglich für den Ruf der Wohnmobilisten ist. Sehr gerne genommen sind da m. E. die großen Pfützen durch offene Abwassertanks. Am besten auf asphaltierten Parkplätzen.p


    Ich wünsche mir auch sehr die Zeit von vor 30 Jahren zurück, wo es deutlich weniger Wohnmobile und Verbote gab. Wo das alles noch hinführt, will ich mir nicht vorstellen, gerade bei Verstärkung des Booms, der nun gerade stattfindet.


    Aber wir dürfen auch nicht vergessen, wir alle sind Teil des Problems.

    Hallo Norbert und willkommen im Forum.


    Bei der Frage nach dem Koffer musst Du einige Dinge unterscheiden. Ich vermute, Du sprichst von einem Gebrauchtfahrzeug, was Du umbauen willst?

    Wie Holger und Christopher schon schreiben musst Du bei Gebrauchtfahrzeugen schon mal unterscheiden, was es für ein Fahrzeug / Koffer ist. Da gibt es unterschiede.


    Natürlich ist ein Gebrauchtfahrzeug mit Kofferaufbau auf den ersten Blick interessant, doch ist man da auf das vorhandene Fahrzeugangebot eingeschränkt und die Koffer sind nun mal nicht auf Wohnzwecke optimiert.

    Die erste Frage, die ich mir daher stellen würde, ist die, ob es nicht statt dessen finanziell auch ein gebrauchtes Fahrgestell mit eine individuell gefertigten Leerkabine sein kann. Wenn das handwerkliche Geschick und der Platz da ist, ist das finanzielle überschaubar. Und dann hat man einen Koffer, der von den Maßen genau so ist, wie man es wünscht und der vernünftig isoliert ist.


    Wegen des Gewichts:

    Wenn ich 5t zul. Gesamtmasse, Koffer mit Ladebordwand und 1,5 t Zuladung lese, fange ich schon an zu stutze.

    Verlass Dich nie auf Angaben, sondern nur auf das, was Du gewogen hast.

    Wenn ich dann noch 300 l Wasser und Motorrad lese, dann kann ich Dir schon sagen, dass Du vom Gewicht recht genau rechnen solltest.

    Und die Bedeutung der Achslasten nicht vergessen.

    Machbar wird es sein, aber nicht ganz so locker.


    Hast Du schon Wohnmobilerfahrung?

    Sehr viele Leute unterschätzen m. M. auch sehr, was man so an Gewicht für die Wohnmobilausstattung zusammen bekommt. Ich habe mal alles gewogen, was im alten Wohnmobil so immer dabei war: Campingtisch und -stühle, Geschirr, Besteck, etwas Werkzeug und der ganze „Kleinkram“, da kam ich fast auf 150 kg!

    Je kälter es ist, desto länger braucht das Sika zum durchhärten. Wenn es gestern 10 Grad waren, dann war es die Nacht vermutlich deutlich weniger und das Sika ist in der Nacht nicht weiter ausgehärtet. Das ist auch nicht schlimm, dass härtet dann weiter aus, wenn es wieder wärmer wird.


    Du musst dem Zeug Zeit geben zum aushärten. Gerade, wenn es eine „ordentliche Raupe“ war. Schau Dir in den techniwchen Unterlagen mal an wie lange es braucht, bis 1 mm bei optimaler Temperatur und Luftfeuchtigkeit durchgehärtet ist.

    ebenso werden wir die Plane auf dem Dach durch ein festes Dach ersetzen.

    Wie Planendach? Ich hatte es so verstanden, dass es ein kompletter Alukoffer ist.

    Wenn nun zusätzlich zur Heckwand noch ein Dach montieren musst, dann würde ich gleich den ganzen Aufbau runter schmeißen (evtl. die Bodenplatte behalten) und einen komplett Aufbau aus Sandwichplatten drauf setzen. Das geht vermutlich schneller und Du hast einen Koffer „aus einem Guß“. Ansonsten musst Du Dir Gedanken machen, wie Du Dach und Rückwand dauerhaft dicht mit den Alu-Seitenwänden verbindest etc.

    Wieviel hält das aus, wenn alle Möbel nur an der Spanplatte kleben, die an der Dämmung klebt, die am Alu klebt?

    Wenn es vernünftig verklebt ist genau so viel, wie eine Sandwichplatte.

    Denn das ist ja auch nichts anderes.

    Gäbe es an einem Frischekoffer irgendeinen Nachteil, den ich nun nutzen kann, um meine kognitive Dissonanz zu reduzieren?

    Kommt drauf an, was damit vorher gefahren wurde.

    Beliebt sind Kühlkoffer für Blumen.


    Wenn Frischfleisch oder Schlachtabfälle damit gefahren wurden kann es evtl. etwas müffeln.

    bei kaltem Wetter eng kleben

    Ich würde eher bei warmen Wetter eng kleben.


    Denn das Alu dehnt sich ja eher mehr aus, als der Dämmstoff.

    Dazu den Dämmstoff ggf. vorher kühler lagern (z. B. im Keller) und den Koffer in die Sonne stellen.

    Dann sollte der Koffer etwas „gedehnt“ und der Dämmstoff etwas „geschrumpft“ sein.


    Jetzt mal rein aus der Theorie heraus.

    Unterdruck hat halt den Vorteil dass dann gleichmässig von Aussen und von Innen gedrückt wird, das Alu also nicht nach aussen gedrückt wird.

    Unterdruck saugen ist nur bei einem geschlossenen Kasten nicht ganz so einfach, wie bei einer einzelnen Platte. ;)

    Ja, das sollte auch passen sofern die Platten untereinander auch verklebt sind.

    Platten mit Stufenfalz nehmen und die Kanten mit Alu-Klebeband verschließen.

    Die Platten untereinander natürlich am Besten auch verkleben, damit es nicht quitscht.

    Ich würde im Alukoffer auch nicht mit Holzlattung und Armaflex arbeiten.

    Sondern Isolierstoffplatten verkleben (muss m. E. nicht mit Unterdruck sein, sondern kann auch mittels Holzplatte und Spreizstangen an die Wand gepresst werden) und da drauf dann die Sperrholzplatten geklebt.


    An die vollflächig verklebten Sperrholzplatten können dann die Möbel geklebt werden.


    Picco

    Wenn man Alukaschierte PU-Platten, wie z. B. Kingspan nimmt, hätte man dann nicht eine annehmbare Dampfbremse?

    Nachgefragt, der Ausschitt ist zu groß ausgefallen, die gekauften Fenster decken das Loch nicht ab. Der Nächste schreibt: Eingeklebtes Fenster undicht, wie bekomme ich das wieder ausgebaut.

    Ja, natürlich können Fehler passieren. Sind aber vermeidbar.

    Den richtigen Fensterausschnitt sollte man schon hinbekommen.

    Und das man Seitz-Fenster nicht einklebt, sondern mit Dekalin steht IMHO auch in der Anleitung.


    Aber mir ging es auch weniger um das Geld, was das sondern eher um die Möglichkeit die Position noch anpassen zu können.


    Es hat halt alles immer seine Vor- und Nachteile.

    Es soll ja auch Leute geben, die bauen allen selber und andere lassen sich das ganze Wohnmobil bauen.

    *duckundweg* ;)