Beiträge von SeppR

    Wenn man in den Süden fährt braucht man auf jeden Fall die Möglichkeit einer wirksamen Durchlüftung, sont bekommt man nachts die eingestrahlte Hitze nicht raus und schläft dann schlecht.

    Eine Querlüftung über mindestens zwei gegenüberliegende ausreichend große Öffnungen ist dafür am besten. Normal große Dachluken alleine sind weniger wirksam.


    Der ständige Kontrollblick von innen nach draußen, natürlich in alle Richtungen, wird stark überbewertet, sprich ist unnötig. Tut Dir doch keiner was.


    Sepp

    Hallo Ede (Edith?)


    Darf ich einmal spekulieren, warum ihr 4 MTBs dabei habt?


    Ihr fahrt aktiv MTB-Rennen und nutzt dafür je ein extrem spezialisiertes und damit sehr teures MTB, welches man nicht auf dem Fahrradträger transportieren will.


    Aber die beiden anderen MTBs, also die Trainingsräder könnte man doch außen transportieren. Tut zwar weh, aber würde das Fahrzeug deutlich kürzer und wendiger machen.


    Reine Spekulation von mir, ich weiß.


    Sepp

    Halten wir einmal fest: ein einigermaßen normaler WoMo Aufbau mit diesem MAN TGE unter 3,5 Tonnen geht nicht - basta.


    Also entweder anderes Fahrzeug oder Minimal-Campingeinrichtung.


    Ein Beispiel für einen sehr spartanischen Wohnaufbau, der sich aber für seine Nutzer absolut bewährt hat: Kasbah

    Oliver, ein Schweizer, der unbedingt unter 3,5 Tonnen bleiben musste, hat seinen Innenausbau so umgestzt: Die vordere Hälfte des Innenraums bildet ein queresDoppelbett auf einem Sockel. Unter diesem Sockel die Fahrradgarage und zum Wohnraum hin eine Reihe Euroboxen, die den Stauraum bilden. Eine PortaPotti ist da drin enthalten. Ich würde ja lieber eine TTT nehmen, braucht kein Wasser.

    Die hintere Hälfte ist leer und hat Platz für einen Klapptisch und zwei Klappstühle. Zum Teewasserkochen gibt es einen Sockel über der Heckküche. Schon sehr spartanisch.

    Küche innen gibt es nicht, diese ist unter einer großen Heckklappe außen. Bei einigermaßen erträglichen Temperaturen ist diese Außenküche aber urgemütlich.


    Das Fahrgestell wiegt etwa 2500, die Kabine ca. 400kg, bleiben 600 für Personen, Wasser, Räder, Technik, "Möbel", Küche. So geht es!


    Kasbah - public
    Diese Website wird durch die Web-Community zur Förderung von Fernreisemobilen auf der Basis von Bremach-4x4-Fahrzeugen unterhalten als Wissensbasis und zum…
    www.bremach-reisemobile.org


    Ich fahre das gleiche Fahrgestell, habe aber einen üblichen WoMo-Aufbau und wiege etwa 4,3 Tonnen.


    Sepp

    Okay Thomas, dann eben 0,8 mm.


    Meine Ormocar GfK-Platten sind 12 Jahre alt und haben halt 1,5 mm. Damals war 1,3 mm untere Grenze, Waben gab es noch nicht im Angebot.


    Ich wollte ja nur wssen, ob die Carbonplatten große Gewichtsvorteile haben. Splittervorteile haben sie offenbar nicht und ob eine defekte Carbonplatte ebenso einfach zu reparieren ist wie GfK weiß ich auch nicht.


    Velleicht weiß der Erbauer der Kabine Michi darüber etwas.


    Sepp

    Hallo Michi


    Ein tolles Projekt erfolgreich abgeschlossen. Gratulation.


    Eins würde mich aber interessieren: Wie hoch ist der Gewichtsvorteil durch Verwendung von Deinen Carbonschichten statt GfK 1,5mm ?


    Wird dieses Plattenmaterial die Zukunft für Wohnmobile werden?


    Schöne Grüße


    Sepp

    Hallo Björn


    Neben der Suche nach einem Leerkabinenhersteller gibt es auch den Selbstbau. Ist keine Raketentechnik. Aber um ein perfektes Äußeres zu erreichen muss man schon einige Erfahrung und Grundausstattungen haben.


    Ich habe vor 11 Jahren meine Kabine aus GfK-Sandwich selber zusammengeklebt. Ohne eigene Erfahrung und besonderes Werkzeug. Und vor allem ohne den Anspruch auf äußere Perfektion. Und so ist die Kabine auch geworden: haltbar und dicht bis heute aber aussen rum sehr pfuschig. Oberfläche und Lackierung meine ich damit. Aber das hat auch sein Gutes: Für Diebe schaut die Kabine nicht teuer und nicht lohnend zum Einbruch aus.


    Wer auf makelloses Äußeres Wert legt sollte schon eine Firma mit Erfahrung beauftragen.Dazu muss man zur Zeit 2 Jahre warten. Isso.


    Sepp

    Das Sandwich könnte man doch selber bauen. Styrodur aus dem Baumarkt als Kern. wo es die GfK-Platten gibt, weiß ich aber nicht und selber welche laminieren ist nur möglich, wenn man angerichtet ist und sowas schon mal gemacht hat. Wenn GfK ausfällt geht ja auch Aluminium, das gibt es wenigsten überall. Um Öffnungen zu verschließen halte ich das sogar für besser: Styrodurplatte bündig mit Aussen und Innenwand einkleben und sowohl aussen als auch innen ein dünnes Blech überlappend darüber. Einen hohen Pressdruck braucht man nicht, eingespreizte Dachlatten oder ähnliches genügt.


    Kleber ist Körapur 90, also ein zweikomponentiger PU-Kleber mit 90 Minuten (eher weniger) Verarbeitungszeit.


    Sepp

    Entscheidende Frage: Wofür willst Du die Aufnahmen verwenden?


    Wenn es um die Dokumentation von Verkehrsunfällen geht sollte es die beste Dash-Kamera sein, die es gibt. Sie sollte auch das Nummernschild des Gegners erkennen lassen, meine ich. Meine eigene dashcam für 120 Euro kann das nicht ausreichend gut. Aber aus Kostengründen habe ich bisher nicht aufgerüstet zu diesem Teil hier:


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    Sepp

    Hallo Hundswolf


    Dein Projekt erinnert mich ein wenig an meine Ausbauphase vor 10 Jahren. Ich hatte allerdings einen 4-Tonnen Bremach als Basis. Aber sonst wie bei mir: Der Weg ist das Ziel. Und mein launiger TÜV-Prüfer hat das wohl auch erkannt und sagte zu mir: Nicht wahr, Sie tun auch lieber basteln am Auto als damit verreisen.


    Aber nun ein paar Ideen für Dich, das ist ja das Thema.


    Zum Fahrzeug will ich nichts sagen, wäre mir ja sowieso zu groß mit dem alten 3-er Führerschein. Und der Verbrauch ist auch nicht zukunftsfähig. Wer weiß, wie lange man damit noch fahren darf bzw. kann.


    Aber zwei Dinge habe ich im Laufe der Jahre nachgerüstet, obwohl ich anfangs dachte, das sei eines Offroaders nicht würdig: Eine moderne Markise und eine TrockenTrennToilette.
    Die Markise ist nicht nur gegen Sonne sondern auch gegen Regen sehr nützlich. Da nehme ich dann in Kauf, dass der Schwerpunkt des Fahrzeuges höher wird und man in engen Gassen aufpassen muss, dass man nicht anstößt. Ein wirksamer Astabweiser vor der Markise hat diese schon 2-3 mal gerettet.


    Und seit ich die fiese PortaPotti durch eine TTT mit Urintank unten ausserhalb der Wohnkabine ersetzt habe wird diese auch gerne genutzt. Männer brauchen das für das kleine Geschäft ja nicht wirklich. Aber wenn das Teil da ist und so gut funktioniert gewöhnt sich auch der Mann Manieren an. Letztes Jahr hatte ich in Piemont eine Lebensmittelvergiftung. Der Brechdurchfall dauerte zwar nur exakt 24 Stunden, war aber echt heftig. Das ging mit der TTT super. Mit der ausrangierten PortaPotti wäre das eine nicht auszudenkende Schweinerei gewesen.


    Noch etwas: Ich heize und koche mit Gas aus einen Gastank unterflur. Die Gasprüfungen alle 2 Jahre werden immer teurer und dann und wann ist auch etwas defekt. Heute würde ich auf fest eingebautes Gas verzichten: Dieselheizung und Kartuschen-Gaskocher wäre heute mein Weg. Einen Spirituskocher habe ich neulich im Wagen eines Freundes kennen gelernt. Dafür braucht man Geduld. Viel Geduld - nicht mein Ding.


    Soviel erst mal mein Beitrag zur Ideensammlung. Für Dich heute zwar noch viel zu früh, aber als Planungsgrundlage schon vorab zu bedenken


    Schöne Grüße und Basteln bis zum Umfallen


    Sepp

    Zur Frage des Standpunktes wie oben zitiert fällt mir die berühmte Episode ein:


    Ein älteres Ehepaar fährt auf der Autobahn und hört im Radio die Warnung: "Achtung, es kommt ihnen ein Fahrzeug auf Ihrer Spur entgegen!"
    Darauf der Fahrer: "Was? Ein Fahrzeug? Nein! Hunderte!"


    Sepp

    Hallo Wolfgang


    Das Thema ist wichtig und meines Wissens haben recht wenige Camper eine lüftergesteuerte Zwangslüftung.


    Meine 3 Seitenfenster kann und will ich nicht öffnen, lüften kann ich nur über das Hochdach. Wenn es aber kalt ist will ich dieses nicht öffnen. Deshalb ist eine Querlüftung von Anfang an in Betrieb und funktionierte ganz gut. Damit kann ich auch den Hund mal einige Zeit im verschlossenen WoMo zurücklassen.


    Vor kurzem bin ich auf den TTT-Zug aufgesprungen. Also bisherige PortPotti zu TrockenTrennToilette umgebaut. Der schwache Lüfter, der für Trockenheit in der Toilette sorgt saugt über einen Luftzugang frische Luft an und erfüllt damit gleich zwei Funktionen: geringe Zwangslüftung des Wohnraumes und Entlüftung der TTT.


    Sepp

    Den Punkt mit der Zündsicherung halte ich schon für ein wichtiges Argument.


    Erstens rechtlich, damit er im Innenraum betrieben werden darf. Können tut man das natürlich auch ohne Sicherung.
    Und Zweitens technisch, weil es auch Sinn macht, diese Sicherung zu haben, die den Kocher um nur 20-30 Euro verteuert.
    Die Aussagen, dieser oder jener Kocher wäre sehr sehr, ja sogar extrem windstabil kann man sich doch ins Haar schmieren. Irgendwann bläst die Windböe auch dessen Flamme aus.


    Alles andere wurde schon erwähnt. Ich selber nutze den Kocher von Campinggas, der natürlich nochmal um 20 Euro teurer ist als der Typ, der oben verlinkt ist. Das Teil kannte ich halt nicht.


    Apropos Gasart: Propangas hat einen wesentlich höheren Druck bei üblicher Umwelttemperatur und braucht druckfestere Flaschen. Die dünnen Kartuschen haben meines Wissens immer Butan oder fast nur Butan mit höchstens wenig Propan, unabhängig von der Herstellerfirme.


    Sepp

    Mobilix schreibt von einer weißlichen Paste, die sein Reifenprofi zwischen Alufelge und eiserner Auflagefläche gibt, damit das Rad wieder abgeht.
    Weiß jemand von Euch, was das für eine Paste sein könnte?


    Nun ist die Verbindung Alu/Eisen je sehr korrosionsanfällig wegen der Unterschiede in der elektrochemischen Spannungsreihe. Da sehe ich eine Antikorrosionspaste ja ein.


    Ich habe aber das Problem mit Eisen/Eisen, also Stahlfelge zu Radträger. Die bleiben an meinem 4-Tonner nach Lösen der Radmuttern immer noch so fest, dass ich einen schweren Hammer oder einen dicken Stein brauche, um das Rad abzuschlagen. 5kg Hammer, nicht 1kg. So ein Ding habe ich auf Reisen nicht dabei und schwere Steine findet man auch nicht überall. Deshalb suche ich nach einem Mittel gegen festbacken. Fett ist nicht gut, das habe ich hier gelernt und verstanden. Aber was dann ? Feinster Sand?


    Sepp

    Wireless muss nicht schlecht sein.
    Garmin hat für die neueren Nüvi-Geräte die BC30 Rückfahrkamera. Ich nutze sie mit einem Garmin Camper 660. Umschaltzeit keine 5 Sekunden, aber gestoppt habe ich die Zeit noch nicht.
    Das Kamerabild ist nicht schlecht, klar sind Profisysteme besser. Aber besser als mein vorheriges System aus 100 Euro Rückfahrkamera und 40 Euro Spiegelmonitor emfinde ich das Garmin schon.
    Und von wegen Fremdeinstrahlungen - das war vielleicht noch alte Technologie. Ich hatte so etwas mit der BC30 noch nie. Seit August 16 in Betrieb.


    zur Spiegelkamera:
    Mein relativ kleines Womo bietet Innenrückspiegel durch das Heckfenster. Zur Verkehrsbeobachtung hinten das absolurt beste System, wichtiger als die beiden Außenspiegel. Aber dann ist ein Spiegelmonitor manchmal schwierig. Speziell wenn helles Licht hinten reinkommt wird der schwache Monitor überstrahlt und man kann Details schlecht erkennen. Wenn man den Spiegelmonitor dreht, wird das Rückfahrbild im Monitor besser, dafür ist das Heckfenster aus dem Bild.


    Für große WoMo´s ohne Heckfenster kann man an die Stelle des Spiegels auch einen hochwertigen Monitor postieren. Das wird dann sicher viel besser.


    Sepp

    Bin gerade eben auf diesen Faden gestoßen. Mit vielen Worten und manchen interessanten Details wir ein wenig mehr Licht in das Dunkel gebracht.


    Aber wesentlich sind die Bemerkungen von steff66: Es geht im Wohnmobilsektor nicht um langfristige Optimierung sondern um Überdimensionierung, damit im worst case auch noch Energie da ist.


    Wir werden also nicht auf 10% Batteriekapazität verzichten, auch wenn das beim Durchrechnen möglich erscheint.


    Ich definiere einmal meinen theoretischen worst case: Ich stehe mehrere Tage an einem Traumplatz ohne Landstrom und will da noch ein paar Tage bleiben. Allerdings ist mein Stromverbrauch deutlich höher als die Solarzellen liefern können. Hier helfen mir dann die Daten der LiFePo: Ich kann sie tiefer entladen und wenn die definitive Entladegrenze näher kommt kann ich mit einer kürzeren Zeit des Motorlaufenlassens mehr Ladung für die nächsten Tage in die Lithiums pumpen, als es bei Blei möglich wäre.


    Ich werde bestimmt auf LiFeYPo umsteigen, wenn meine Bleidinger endlich mal den Geist aufgeben. Darauf warte ich aber schon länger und nichts tut sich.


    Sepp

    Nochmal zur Garmin BC 30 Rückfahrkamera.


    Heute hat mich SeppB mit seinem Hilux besucht und ich konnte live sehen, wie die BC 30 funktioniert. Da bin ich schon begeistert. Das Bild auf dem Nüvi-Bildschirm ist schon professionell und erheblich besser, als bei meiner bisherigen Anlage, einer 100 Euro Rückfahrkamera von Conrad und einem 50 Euro Spiegelbildschirm aus der Bucht. Beides eben Billigteile aus China.
    Ich habe vor ein paar Jahren ein ähnlich gutes Rückfahrbild in einer professionellen Anlage der Firma Axion in einem RTW (Rettungstransportwagen) gesehen. Da ist schon ein gewaltiger Unterschied in Helligkeit und Farbkontrast. Das wundert mich auch nicht, fährt es sich doch in einem teuren 5-er BMW auch erheblich besser als in einem KIA Kleinwagen.


    Die Einschaltverzögerung ist unerheblich und die Einstreusignale benachbarter Sender sollen weg sein. Jedenfalls hatte SeppB vorher eine andere Funkkamera mit genau den geschilderten Nachbarsender-Problemen. Nun bekommt er mit der neuen BC 30 keine Störungen mehr rein.


    Wermutstropfen ist der Preis. Wenn das nicht wäre, hätte ich schon längst den 5-er BMW.


    SeppR