Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhänger

  • Hallo liebe Forumsmitglieder!


    Nach längerer Zeit des „heimlichen Mitlesens“ halte ich es nun für notwendig mich hier bei euch anzumelden, um nachfragen und mitdiskutieren zu können.


    Zu aller erst „Hut ab“ für das was ihr hier so alles auf die Beine bzw. Räder stellt.
    Als ich vor ca. 1 Jahr durch Zufall auf dieses Forum gestoßen bin, war der Rest des Abends gelaufen – ich hab mich gefühlt 1 x quer durch alle Beiträge geklickt! :D


    Zu meiner Person:
    Mein Name ist Holger, ich bin 45 Jahre alt, wohne mit meiner 4-köpfigen Familie in Nürnberg, und bin gelernter Stahlbauschlosser. Inzwischen arbeite ich im Büro, und habe u.a. mit CAD zu tun.


    Warum ich hier bin:
    Hm – vielleicht bin ich auch schnell wieder weg, weil ihr mir gute Gründe nennt, das das was ich so grob vorhabe nicht - oder schlecht realisierbar ist, oder viel zu aufwändig, oder zu teuer, oder was auch immer. :o


    Also jetzt aber…:
    Wir waren früher eigentlich immer im Urlaub oder an Wochenende beim Campen.
    Als wir noch keine Kinder hatten, zumeist in unserem VW T3, und dann T4 Multivan, später im Zelt. Inzwischen liegt uns das zelten nicht mehr so. Ein richtiges Bett, richtige Wände, eine nahegelegene Pipimöglichkeit, uvm. sind die Gründe, warum wir nur noch manchmal 1 – 2 Nächte irgendwo zelten. Ansonsten urlauben wir nur noch in Ferienwohnung oder –Haus.
    Beim campen ist man aber doch irgendwie direkter in der Natur, und auch die Lage vieler C-Plätze ist so reizvoll, das für mich irgendwann nahe lag über einen Wohnwagen nachzudenken. Der Rest der Familie ist nur bedingt begeistert davon, sich wieder auf so kleinen Raum zu beschränken. So plane ich die Kinder – 12 und 15 Jahre alt – ganz einfach und dreist nicht mehr in meine langfristige Vision mit ein…
    Ach so ja, ich bin leidenschaftlicher Angler. Daher würde ich mein Projekt auch gerne öfter mal für 1 – 3 Gewässerübernachtungen nutzen…



    Da die Preise für 20 – 30 Jahre Wohnwägen meiner Auffassung nach unangemessen hoch sind (die Nachfrage ist offenbar groß), und man sich mit so einer gebrauchten Pappschachtel auch noch oft ne Menge Arbeit einkauft, UND weil ich generell gerne und oft „was gscheids“ bastle, reifte die Idee nach einem Eigenbau.
    Außerdem ist mir der Umgang mit Sikaflex nicht ganz fremd. In meinem früheren Arbeitsleben haben wir damit sozusagen „halbe Straßenbahn-Waggonteile“ zusammengeklebt…


    Mein Plan:
    Ein Plattform-Anhänger, Zweiachser, mit ca. 1500 kg oder mehr zul.Gesgew., universell nutzbar, und darauf eine Absetz-Kabine.


    Absetzkabine deshalb:
    Man kann den Hänger auch anderweitig nutzen.
    Weniger bis gar keine Schwierigkeiten mit TÜV – da die Kabine „Ladung“ ist.
    (Ich hoffe das hab ich hier so einigermaßen richtig aufgeschnappt?!?)
    Ich kann die Kabine länger mal auf unserem Freizeit-Grundstück abstellen.
    Außerdem glaube ich das ich die Kosten und Gewerke so besser im Griff habe,
    und nicht zuletzt weil man so eine Kiste später mal eventuell einfacher auf einer Fahrzeug-Pritsche montieren könnte….
    Vielleicht auch noch zur Erklärung : Ich plane keine Weltreise oder sowas, ich habe kein Budget extra dafür, ich habe keinen Fertigstellungstermin, ich möchte möglichst viel selber machen, und es soll wie gesagt „was gscheids“ sein.
    Ich weiß, was gscheids ist meist aus gutem Grund auch teuer, aber vielleicht findet sich ja ein Kompromiss?!


    Mein bisheriger Planungsfortschritt:
    Ich gucke in einschlägigen Gebraucht-Börsen immer mal nach reparaturbedürftigen Pferde-Anhängern, Autotransportanhängern, usw. Doppelachse fänd ich gut, weil ich glaube weniger Gefahr zu laufen in einer Wiese einzusinken, und weil die meisten rund 2000 kg zul.Gesgew. haben.
    Dann brauche ich mir bei der Kabine nicht ganz so viele Gedanken wg. des Gewichts machen…
    Auf so ein Fahrgestell würde ich mir dann - möglichst als Hochlader-Ausführung - nen Hilfsrahmen schweißen. Evtl. mit steckbaren Bordwänden, damit ich den Hänger wirklich vielseitig nutzen kann.
    Zur Nutzung der Kabine würde ich diese mit 4 Kurbelstützen auf Fixpunkte auf dem Hilfsrahmen runterkurbeln, und dann mit dem Hänger verzurren wollen.
    Zudem hab ich mir immer wieder mal Entwürfe gezeichnet, die einen Mix aus meinen Vorstellungen und Standard-Grundrissen kleiner Wohnwägen darstellen.


    Meine Ansprüche an die „Wohnsituation“ :
    Ich möchte zwei Einzelbetten in Längsrichtung! Das unterscheidet meine Vorstellungen schon mal von vielen „Platzspar-Grundrissen“. Aber auch hier schlagen persönliche Erfahrungen aus meinem früheren Camper-Leben durch: Es nervt mich nachts übereinander drüber krabbeln zu müssen, um mal zu müssen. Außerdem soll das 2.te Bett auch gerne meinem Sohn, oder einem schnarchenden Angelkumpel zugute kommen…
    Dann eben ein Klo für´s leichte Geschäft zur Not, ein Kühlschrank, Kochgelegenheit (die man vielleicht als Einheit gleich rausnehmen und rausstellen kann?!?) und natürlich Ablageplatz.
    Auf der Messe „Freizeit&Garten“, die ich neulich in Nürnberg besucht habe, gab es einen „Klein-Wohnwagen“ mit Hubdach, der einen solchen Grundriß hatte.


    Als Außenabmessungen hab ich mir mal so 210 x 380 x 210 cm vorgenommen. Abzüglich Wandstärke inkl. Isolierung von rundherum 4 – 5 cm sollten die Innenabmessungen gut für alles das reichen was ich mir vorgenommen habe.


    Aber jetzt – im meiner Ansicht nach entscheidenden Teil wo es um die Auslegung der Kabine selbst geht, bin ich mir überhaupt nicht mehr sicher!


    Ursprünglich mal hab ich gedacht mir einen Quader aus L-Stahl als Rahmen zu schweißen,
    und den dann ringsum mit so Sandwichpaneelen auszukleiden, die man z.B. zum Bau von Lagerhallen/Räumen,… verwendet.
    Aber gerade fürs Dach hab ich da meine Bedenken die Stöße dauerhaft dicht zu kriegen!?


    Nun lese ich oft von Siebdruckplatten. Da könnte ich u.U. sogar etwas günstiger rankommen.
    Aber Siebdruckplatten bestehen nun mal aus Holz, und ich bin Metaller,… :roll:
    Es ist nicht ganz leicht für mich glauben zu sollen das das – außer zur Innenverlegung - dauerhaft halten soll…


    Ausreichend viele, große Fenster und evtl. ein bis zwei Dachluken fänd ich auch toll. Außerdem eine „breite“ Tür (>70 cm). Ich bin zwar nicht breiter als andere Menschen, aber normale Wohnwagentüren finde ich schon etwas grenzwertig.
    So könnte man ggf. auch mal ein Fahrrad in die Wohnkabine stellen, und sich vielleicht die Serviceklappen von außen sparen!?


    Aber wie gesagt, Hauptproblem an meinen „Plan“ ist das ich derzeit nicht weiß wie die Grundkonstruktion der Kabine aussehen soll!?!


    Auch ne Überlegung:
    Aluminium-L-Profile, 80 x 80 x 6 mm, und diese mittels 24 Knotenblechen zu einem geschraubten Außenrahmen zusammenfügen. Dann von innen mit Sikaflex dünne Alubleche reinkleben, dann isolieren und dann z.B. mit Sperrholz verkleiden.
    Das Dach würde ich allerdings abkanten lassen, und über den Rahmen überlappen lassen…


    Allerdings müsste man bei solch einer Konstruktion schauen wie man die Lasten an den vier Kurbelstützen-Lagern verteilt kriegt. Gleiches gilt für die Verzurrpunkte die die Kabine zum Anhänger hin verbinden sollen.


    Mit GFK, und laminieren usw. hab ich mich bisher noch überhaupt nicht befasst bzw. beschäftigt. Hierbei scheitere ich beim Lesen schon an den Fachbegriffen. Unter anderem deswegen konnte ich mich für so eine Variante bislang noch am allerwenigsten begeistern…


    Hier im Forum liest man häufiger das man eine solche Kabine aus GFK-Sandwichplatten dann am besten gleich komplett kauft, sich also auf Maß anfertigen lässt. Vielleicht wäre das die – vom Aufwand her – einfachste Lösung. Wenn ich es aber richtig sehe ist man dann aber auch erst mal auf einen Schlag einen 5-stelligen Betrag los…


    Hat jemand von Euch so eine Anhänger-Wohnkabine-Kombi schon mal geplant / realisiert? Vielleicht habe ich ja einen guten Bericht über ein solches Projekt glatt übersehen?!
    Ich würde mich freuen wenn ihr ein paar gute Tipps für mich habt.


    Gruß


    Holger

  • Hallo Holger


    Erstmal Willkommen im Forum


    Möglichkeiten gibts verschiedene .


    Schau mal nach Kühlkoffer z.B. bei ebay kleinanzeigen.
    Da werden manchmal welche verkauft die auf Sprinter und Co drauf waren .


    Andererseits so ein quadratischer Koffer aus Gfk Sandwich nach Maß
    bauen lassen kostet zwar , aber auch nicht die Welt .
    Da brauchts dann keine Metallrahmen mehr , das Ding ist stabil genug für die nächsten Jahrzehnte .


    Wenn du beim Selbstbau die Teile nicht günstig bekommst dann sparst du nicht viel .


    Auf alle Fälle würde ich bei einer wechselweisen Nutzung auf Anhänger bzw. Kleintransporter
    einen Wechselrahmen vorsehen .
    Als Beispiel schau dir mal das Wechselsystem von Bimobil an .
    Das ist ein Metallrahmen mit konischer Führung .
    Das Auf und Absetzen ist in wenigen Minuten erledigt .


    Holzbau geht auch .
    Im Forum wurden wunderbare Kabinen gebaut .


    Ich würde außen 6,5 mm Siebdruck mit 30/40 mm PU Schaum und innen 4 mm Sperrholz zum Sandwich verkleben .
    An den Ecken und Kanten Holzverstärkungen mit einarbeiten .
    Diese dann zum Koffer verkleben und verschrauben .
    Die Holzaußenhaut dann mit Polyura oder ähnlichen beschichten .
    So eine Sandwichkabine ist genauso stabil wie eine aus Gfk.
    Fenster und Türen kannst du dann praktisch überall einbauen .
    ( vielleicht nicht gerade ganz an den Ecken )


    Egal aus welchen Material :
    Die Bodenplatte muß auf alle Fälle verstärkt werden durch Einlagen aus Holz oder Alu ,
    da hier die Kräfte eingeleitet werden .


    Noch was : die Kurbel - Stützen nur am Metall-Zwischenrahmen befestigen /einstecken .
    Nicht an der Kabine , da haben schon genug Hersteller mehr als große Probleme.


    Achte auf alle Fälle aufs Gewicht .
    So ein Koffer ausgebaut kann schnell auf 800 bis 1000 kg kommen .
    Der 2 t Hänger packt das ,der Kleintransporter ist bei dem Gewicht schon an der Grenze
    ( Personen , Wasser ,Gas und Gerödel kommt ja auch noch dazu )


    Gruß Rudi

    Gruß Rudi

    Einmal editiert, zuletzt von Rudi ()

  • guggstu vielleicht hier fürs Erste um Anregungen zu bekommen:
    http://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?f=17&t=8002
    Für dich wahrscheinlich zu klein (155x250 Grundfläche), ich habe mir die Masse eines VWBus T3 als Vergleichs-Massstab genommen. Aber nach dem gleichen Prinzip kann man auch deine Masse Realisieren.
    Kurbeln kannst du dir sparen bei einem Einachser, da kippst du den Hänger mit dem Stützrad um die Kabinenstützen vorne und hinten rein und rauszunehmen. Spart Arbeit und Gewicht.
    Ich habe nur ein "Doppelbett" (Die Kiddies sind schon ausgezogen), aber eine zweite Ebene ist unter dem Aufstelldach ohne weiteres möglich (wie bei den VW-Bussen halt).
    Wenn du einen Hochlader als Anhänger hast, dann ist der Bau auch sehr viel einfacher als wenn du Radkästen berücksichtigen musst.

  • Hallo Namensfetter :D willkommen im Forum.


    Du willst einen Doppelachser, 1500kg, fast 4m lang. Wenn du das selbst bauen willst, wird das mit dem Gewicht aber eng.
    Was hast du denn für ein Zugfahrzeug? Das Teil muss ja auch mal von der feuchten Wiese runter ;)
    Das mit dem absetzen kostet zusätzlich Gewicht, Aufwand und Einschränkungen was Grundriss und Ein/Anbauten angeht. Kauf dir lieber noch einen extra Anhänger für Gartenkram oder sows.
    Ich würde an deiner Stelle wirklich besser nach einem Wohnwgen schauen. Da bekommst du was für 2-3 T€, in schöner für 5T€. Dafür kannst du nimmer was Gscheits bauen.


    Da könnte man z.B was raus machen: http://suchen.mobile.de/fahrze…xPrice=5000&pageNumber=14

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
    all.jpg

  • Hallo Holger,


    letztendlich brauchst Du eine selbsttragende Konstruktion. D.h. Du möchtest Deine Wohnkiste mit einem Kran/Stapler/Kurbelstützen auf den Anhänger heben, ohne daß sich die Kabine verbiegt oder gar zusammenbricht.
    Zweiter Gesichtspunkt ist die Isolierung, braucht man sie oder nicht. Ich behaupte mal, daß wenn man in den Monaten November, Dezember, Januar, Februar, März nicht zum Campen faährt, braucht man keine tolle Isolierung.


    Stahl würde ich nicht verwenden da zu schwer und rostanfällig.


    Wenn Du auch Möbel einbaust, dann kann man die so einbauen, daß sie die Hülle versteifen. Dann würde eine einfache Holzkonstruktion ausreichen, z.B.
    Bodenplatte aus 18mm Multiplex oder Siebdruck
    Seitenwände und Dach (nicht begehbar) aus 15mm Multiplex.
    Die Multiplexplatten kannst Du stumpf miteinander verleimen und spaxen. Dann um das ganze eine Lage GFK.


    Bei Siebdruck mußt Du die Platten mit Epoxy verkleben und die Kanten z.B. mit umlaufenen aluwinkeln versehen, die mit Sikaflex 252 aufgeklebt werden. Mit Sikaflex 252 kann man auch die Stöße zwischen den Aluwinkeln verfugen.


    Viel Spaß beim Planen,
    Ronny

  • Hallo zusammen, und danke für den netten Empfang!
    Ich hatte inzwischen hier fleißig weitergelesen, aber mit dem antworten wollte/musste ich warten bis ich Zeit und vor allem wieder ne vernünftige Tastatur vor der Nase hatte... :D


    Der "Wolperdinger" gefällt mir richtig gut. So ähnlich habe ich mir das vorgestellt.


    Klar bekommt man für 3-5T€ auch schon einigermaßen vernünftige Wohnwägen.
    Es ist auch nicht auszuschließen, das wenn mir in nächster Zeit ein solcher begegnet, ich dann evtl. doch zuschlage.
    Ich habe aber keine Lust wie hier vorgeschlagen, mir einen in dem Preissegment zu kaufen, um ihn dann erst nach meinen Wünschen umzubauen.
    Dafür habe ich zuwenig Vertrauen in eine 30 Jahre alte Gewicht- UND Preisoptimierte Basis...


    Wegen der Bauart der Kabine gibt es ja scheinbar wirklich unzählige Möglichkeiten - und auch offenbar kein "richtig oder falsch"!?!


    Ich denke daher das es am besten ist erst mal mit der Basis, also dem Anhänger, anzufangen und dann erst konkret zu entscheiden.
    Auch da habe ich ja meine Vorstellungen. Ich möchte z.B. nicht einen völlig intakten Pferde- oder Autotransporter, oder sonstwas bis auf den Grundrahmen niederreißen
    um ihn neu aufzubauen. Da wollte ich mal auf eine gute Gelegenheit warten. Damit bin ich aber offensichtlich nicht der einzige, denn Fahrgestelle werden sehr selten angeboten. 8)


    So, Pause zu Ende, bis demnächst...


    Gruß


    Holger

    • Offizieller Beitrag

    Hi Holger,


    dann schaue doch einmal auf der HP unseres Mitglieds TOSCH, der hat sich im Laufe der Zeit u.a. auf das Recycling verunfallter Wohnwagen etc. eingelassen. Da gibt's jede Menge Anhänger-Fahrgestelle ;) Und auch wiederverwendbare Wohnwagenausstattung!


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    03.-05.09.2021: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (04.-07.06.2021): Weinfest fällt aus

    vierter Sept.-Samstag (25.09.2021): Weinprobe in den Weinbergen


    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Nabend zusammen,
    seit meinem letzten Post ist einige Zeit vergangen, was nicht heißt das ich meine Vision aufgegeben habe. :D
    Ich hab nur gemacht was ich angekündigt hatte:
    Einige "normale" Wohnwagen angeschaut, was meine bisherigen Erfahrungen in dieser Richtung weiter bestätigt hat...
    Nach Anhänger-Wracks gesucht, was wirklich schwierig ist,
    und hier fleißig gelesen!
    Was manchmal gar nicht so einfach zu verstehen war, weil hier - besonders was den Umgang mit GFK, "Polyura" usw. angeht - für
    mich vieles kaum zu verstehen ist, weil ich mit derartigen Materialien schlichtweg NULL Ahnung habe!?! 8)


    Von wegen sinngemäß:
    "... mach ne Konstruktion aus Siebdruckplatten, und dann ne Lage GFK drüber..." Hä? Bis zur Siebdruckplatte komm ich noch mit,
    aber dann?!? Kann mir vielleicht jemand nen Tipp geben wo ein solches Verfahren beschrieben wird?


    So ein Aufbau klingt für mich nämlich ganz gut:
    Ein feuerverzinkter Grundrahmen (Hohlprofile 80x40mm), dann Siebdruckplatten, und dann ... :)


    Denn nun könnte in Kürze der Startschuss fallen:
    Wahrscheinlich schau ich dieses WE einen abgewrackten Pferdetrailer an. Doppelachse, 1800 kg. Mal sehen.


    Ich habe mir bisher immer gesagt : Wenn ich nen geeigneten Hänger für schmales Geld bekomme, dann zieh ich´s durch!
    Also mal sehen, wenn ich ihn kaufe, dann bau ich auch die Kabine...


    Bin selber gespannt! :lol:


    Gruß


    Holger

  • Zitat von Multivan

    So ein Aufbau klingt für mich nämlich ganz gut:
    Ein feuerverzinkter Grundrahmen (Hohlprofile 80x40mm), dann Siebdruckplatten, und dann ... :)




    Holger


    Willst du dir nen Bunker bauen, ich nehm ( wenn ich endlich mal daheim bin ) 60x60x3, 60x30x3 und für die Austeifung uns Regalbau 30x30x3 aber in ALU

    En Gruas


    Peter


    Dodge Ram 1995 Long bed, 2500, Cummins

  • ...Anhängerbauer, was der Dir für ein neues feuervezinktes Fahrgestell berechnen würde....


    Wenn du einen Kabinenboden mit einem Hilfsrahmen drin baust, also die Kiste selbsttragend, dann hat er mit dem Fahrgestell wenig Mühe. Aber auch zu Kabinenbauweisen sollte der Dir Hilfestellung geben können...Auf jeden Fall solltest Du auch schon ein paar konkretere Vorstellungen zu den Abmessungen und zum Gewicht haben.


    Als Ergebnis hast du eine dauerhaltbare und ohne zusätzliche Arbeiten sofort startbereite Basis....das sollte auch etwas zusätzliches Geld wert sein...


    Einmal Abschleppen während der Fahrt vermieden, schon hast Du die extra ausgegbenen Kosten wieder raus...

  • Zitat von mrmomba

    Uuuund?


    Ich hab ihn gekauft!!! :mrgreen:
    Für einen Moment war ich zwar etwas unsicher (bzw. bin ich noch) weil ich mich mit dem vorhandenen Papierkram nicht so
    ganz auskenne, aber je länger ich mir das Fahrgestell angesehen habe, desto überzeugter war ich, das dies die Basis für mein
    "Projekt" werden soll.
    Es war einmal ein tschechischer Pferdeanhänger, Fabrikat "VOP Prelouc" bzw. "Vojensky CSFR". So ganz schlau werde ich aus den Dokumenten noch nicht. Jedenfalls wurde er im März 1992 in die BRD eingebürgert, und erhielt dann offenbar eine Betriebserlaubnis nach §21 für Anhänger (für Tiere zu Sportzwecken).


    Diese Betriebserlaubnis, die "Unbedenklichkeitsbescheinigung" des Zollamts nach der Überführung, die Bedienungsanleitung (in tschechisch) und 2, 3 TÜV-Berichte aus den 90er Jahren liegen mir vor. Sonst allerdings nichts!?! :(


    Seltsamerweise konnte ich im WWW nichts aussagekräftiges über den Hersteller finden. Außer irgendwelche Verweise auf Militär-Ausrüstung. FZ-Brief sowie Abmeldebesch. fehlt auch. Der Verkäufer hat mir jedoch erklärt das dafür in so einem Fall (grünes Kennzeichen) nur die ABE da ist!? Wir hatten das vor Ort sogar noch am Handy "gegoogelt" und er scheint recht zu haben (hoffe ich jedenfalls :shock: !)


    Na egal, das sind schon mal die ersten Fragen, die ich vor Baubeginn abklären muß, bevor ich ne böse Überraschung erlebe...
    Reichen die vorhandenen Dokumente, um ihn hier als Mehrzweck-Anhänger zuzulassen?!


    Technisch dürfte ich da (hoffentlich erstmal) verschont bleiben. Verbaut sind eine Knott-Auflaufeinrichtung KF20, und 2 sehr solide
    Knott-Achsen mit je 1000kg. Auf einer Achse kann man noch ganz leicht die Aufschrift "bis 100 km/h" erkennen, was mir die Hoffnung macht später die 100 km/h-Zulassung erlangen zu können. Die Naben laufen relativ frei, man hört glaub ich in den Bremstrommeln nur leicht den Flugrost schleifen. Die verzinkten Teile sind in einem dem Alter entsprechend sehr guten Zustand, der Rest hat natürlich etwas Rost.
    Die Reifen sind allerdings Schrott.


    Wenn alles passt bzw. geklärt ist, soll wie gesagt eine Plattform drauf. Falls es ein Tieflader wird,
    wahrsch. mit den Maßen 1,60 x ca. 3,60 m, falls doch Hochlader, dann am liebsten 2,10 x 3,80 m.
    Da oben drauf dann steckbare Bordwände, oder eben alternativ die Absetzkabine, mit meinen bisherigen
    Wunschabmessungen 2,10 x 3,80 x 2,0 m Höhe.


    Ihr meint Stahlprofilgrundrahmen aus 80x40 ist zu viel?!? Kann sein.
    Ich könnte mir auch Alu vorstellen, dann aber verschraubt, und nicht verschweißt. Bei letzterem habe ich schon
    zu oft Dauerbrüche gesehen, außerdem ist Aluschweißen nicht meine Stärke...


    Gruß


    Holger

  • Du kannst versuchen, das grüne Kennzeichen beizubehalten. Ich weiß nicht genau wie das läuft, aber es geht steuerbefreit, wenn er nachweislich für ein Hobby genutzt wird, wo man den Anhänger braucht um diesen Auszuführen - z.B. Reidsport, Motorcross, Autorennen etc.
    Andernseits sind die steuern nun auch nicht der GAU.
    Müsste da nicht irgendwo eine aufgepoppte Plakette sein - anhand derer du alle Infos ablesen kannst?

  • Hallo zusammen,
    ich wollte mich nur mal „zwischenmelden“ und damit deutlich machen das ich mein „Projekt“ durchaus noch verfolge – wenn auch leider nicht in dem Tempo das mir ursprünglich vorschwebte… :oops:
    Nachdem ich das besagte Fahrgestell gekauft hatte, bin ich mit den Papieren die ich habe mal zum TÜV, und hab dem netten Ing. an der Empfangstheke mal kurz mein Vorhaben umrissen.
    (Zumindest den Part mit „Plattform-Universalanhänger mit Steckbaren Bordwänden…“) Von der Absetzkabine habe ich erst mal noch nichts erwähnt,
    soll diese ja auch später mal nur Ladung sein, doch wie gesagt, so weit bin ich leider noch lange nicht…
    Der TÜV-Mann meinte das das soweit alles kein Problem sein dürfte. Ich soll mal Fotos von Auflaufeinrichtung und den Bremstrommeln machen, das sie nach den entsprechenden „Bremsberechnungen“ (oder so ähnlich) suchen können.
    Wenn in deren Datenbank was passendes zu finden ist, und ich mich an die gesetzl. Rahmenbedingungen halte, soll es wie gesagt alles durchaus machbar sein…
    Die entsprechenden Typenschilder / Nummern auf den Teilen (alles Knott) hab ich gefunden, lesbar abfotografiert, und könnte bzw. müsste damit so langsam mal wieder zum TÜV…


    Dazu gleich meine erste Frage in die Runde: Das erste Gespräch dort war ja nur eher eine grobe Beratung.
    Bekommt man wenn man konkret werden will irgendwann eine „Akte“, „Auftragsnummer“ oder was weiß ich, damit vielleicht Ansprechpartner & bereits Besprochenes schriftlich festgehalten werden?
    Na ja wie gesagt, ich müsste mal wieder hin, da kann ich sowas ja erfragen…


    So ganz untätig war ich das letzte halbe Jahr aber auch nicht. Der Hänger hat inzwischen neue Reifen, neue Bremszüge und 4 Stoßdämpfer.
    Gekauft aber noch nicht verbaut sind Kabelbaum, Beleuchtung, Manschette für Auflaufeinrichtung, Halter für Unterlegkeile, Kotflügel und Reflektoren.
    Außerdem hab ich mir ein Buch über „Anhängerbau“ besorgt, wo eigentlich alles drin steht was man so braucht…


    Auch der Grundrahmen der Plattform existiert bereits. Dieser besteht aus Rechteckhohlprofil 100 x 50 mm, Außenabmessungen 3600 x 1750 mm. Dieser wird an den vorhandenen
    Aufnahmebohrungen (zwischen den Rädern, also als „Tieflader“) 10 x mit dem Fahrgestell verschraubt. Die Laschen hierfür, div. Verstrebungen,
    sowie die Befestigungslaschen des Siebdruckplattenbodens sind fast komplett fertig.
    Ich muß mir noch überlegen wo bzw. wie ich Bohrungen/Ösen für spätere Zurrpunkte mache.


    Für die steckbaren Bordwände (und auch für etwaige später hinzukommende Motorradhalter, Bootsauflager, die Absetzkabine, oder was sonst rein theoretisch noch kommen könnte,
    möchte ich außen am Rahmen einige jeweils 90 mm lange 40 x 40 mm Hohlprofilstücke senkrecht anschweißen.
    Das wiederum wollte ich wirklich erst nach Klärung beim TÜV machen, da im Handbuch was von „…keine abstehenden, kantigen Teile/Konturen…“ steht!?!
    Allerdings würden diese bei mir nicht annähernd an die Gesamtbreite (voraussichtlich 2150 mm zw. den Kotflügelaußenkanten) heranreichen…?!?


    Anschließend muß ich den ganzen Schweißverzug noch ein wenig Flammrichten, und dann hoffen das mir mein Bekannter den ganzen Rahmen mal auf seinen LKW packt und zum Feuerverzinker fährt.


    Dann erst kann ich die ganze Kiste endgültig zusammenbauen, Boden & Beleuchtung dran, Bremsen einstellen (wird auch spannend) und dann hoffentlich auf eigenen Achsen zum TÜV….


    Ja und dann:
    Dann mach ich mich an die Kabine, die möglichst als „Ladung“ gelten soll. Ich habe glaube ich inzwischen mal irgendwo gelesen welche Bedingungen erfüllt sein müssen (Befestigung am Fz. oder so?!) weiß es aber nicht mehr so genau.
    Ich muß mir dringend angewöhnen solche Infos irgendwie zu sammeln und abzuspeichern!!!
    Und obwohl ich hier nun seit einiger Zeit mitlese, bin ich letztlich immer noch unschlüssig aus welchem Material die Kabine nun sein soll….
    Aber mal vorab: Wenn´s Ladung ist, dann muß ich doch bezüglich Fenster, Tür, usw. eigentlich keinerlei Prüfzeichen oder sowas beachten?!?
    Theoretisch könnte ich mir da doch nen Kachelofen reinstellen, oder?! :mrgreen:


    Ich werde in nächster Zeit mal meine Vorstellungen konkretisieren und Euch das ganze mal unterbreiten…


    Viele Grüße


    Holger

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