Kühlkoffer-Kriterien

  • Hallo ihr erfahreneren WoMo / Expeditionskofferbauer:


    Ich habe ein vergleichsweise günstiges mündliches Angebot für eine Kabine eines Kühlkofferanbieters erhalten. Der Hersteller sagte mir zu:
    * Sandwich 2mm GFK, 55 mm Isolierung, 2mm GFK
    * alle Vebindungen innen und außen mit GFK-Winkeln verstärkt (geklebt)


    Der Hersteller fertigt nach eigenen Angaben ca. 600 Kühlkoffer pro Jahr.


    Ich frage mich, bzw. besser euch:
    Was kann ein Hersteller einsparen, dass die Qualität eines Kühlkoffers reduziert?
    Im Klartext:
    Worauf muss ich bei Vertragsabschluß achten?


    Besten Dank für Eure Hinweise.


    Detlef

  • Ergänzend sollte ich darauf hinweisen, dass ich beabsichtige den Koffer auf einen MB 1017 A (4x4) zu bauen.


    Dieser soll uns dann bis Fernost und bringen und danach auch das Potential haben eine komplette Amerikadurchquerung und Afrikaumrundung durchzustehen.


    Detlef

  • Hallo Detlef,
    ich zur Zeit dabei, mir einen Koffer aus zu bauen. Meiner Meinung nach solltest Du zu einem Kofferhersteller gehen, der überwiegend Wohnmobilkoffer herstellt.Dort bekommst Du auch jede Menge Tipps.
    Ich hab meinen Koffer bei Ormoncar gekauft. Ein gutes Angebot hatte ich auch von MABU, die Lieferzeit dort passte aber nicht.
    Viele Grüße aus dem Chiemgau
    Werner

  • Hallo Detlef,


    die in Ausicht stehenden Reisen sind sicherlich nicht unbedingt die Toren, die ein normaler Kühlkoffer so hinter sich bringt. Hier würde ich mich auch an einen WOMO-Kofferbauer wenden, der Erfahrung in diesem Gebeit (Expeditionskabinen) hat. Hier kommt es sicherlich auf die Verbindung der Platten untereinander an als auch auf die Art der Befestigung auf dem Fahrgestell (Dreipunkt-Lagerung etc.). Das sind alles Techniken, die sicherlich keine Zauberei darstellen, aber Erfahrung vorraussetzen. Wer will schon in Afrika mit Rissen in der Kabine setehen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo Detlef,


    ich glaube nicht das der Kühlkoffer so gut ist. Die im LKW-Bereich verwendeten Koffer sind meißt schwerer als die der Wohnkabinen Hersteller.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Danke für Eure Empfehlungen.


    Hat jemand eigene Erfahrungen mit Kühlkoffer auf 4x4-Lkw?
    Idealerweise sogar eine Vergleichsmöglichkeit zu einem Koffer eines Wohnmobilherstellers?


    Wieviel wiegt ein Kühlkoffer mehr?
    Habe ich weniger Festigkeit als bei einem Koffer eines Wohnmobilherstellers?


    Welches sind die entscheidenden Kriterien für die Festigkeit eines Koffers?
    * Plattendiche?
    * Verklebung(smaterial)?
    * GFK-Winkel (Schenkellänge)?


    Danke für weitere technische Daten und Erfahrungen.

  • Hallo


    Es ist schlecht zwei Threads zu ein und demselben Thema zu eröffnen.


    Natürlich sind die LKW Koffer etwas schwerer, sie bestehen ja auch aus dickeren Wänden, ein 25mm Womo Aufbau hält aber auch nix aus, ein 80mm Kühlkoffer schon.
    Vergiß die Expeditionskabine-Hersteller wenn Du nicht mindestens ein 5 stelliges Bankkonto hast.
    Hol Dir mal ein Angebot von genannten Kabinenherstellern ein, dann erledigt sich einige Deiner Fragen.


    Es gibt nicht ganz viele Plattenhersteller in Deutschland und Umgebung, also ist die Basis schon mal gleich. Die Winkel aufkleben und evtl. vernieten ist nicht die größte Kunst.


    Warum soll ein Fahrzeugbauer der 600 Kühlkoffer im Jahr baut weniger Erfahrung haben als ein WOMO-Kofferbauer. Die Belastung des Koffers dürfte bei einem 40-Tonner der hängende Schweinehälften transportiert weitaus größer sein als bei jeglicher Geländefahrt.


    Die Wahl der Kabinenlagerung sollte schon sehr gut überlegt sein. Das ist aber mit entsprechenden Profilen auch kein Problem. Denn auch hier sind die Hersteller die gleichen.


    Bei einem MB 1017 sollte die Unterkonstruktion mit selbsttragenden Aluprofilen auf dem steifen Leiterrahmen kein Problem sein.


    Welcher Hersteller hat denn das Angebot gemacht?



    Gruß Andreas

  • Hi,


    Frieder Spieß aus dem forum http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de hat einen Koffer von einem Kühlkofferhersteller und keine Probleme damit. Er hat dort den Forennamen "1017A", vielleicht willst du ihn ja dort mal ansprechen.
    Auch sonst kenne zwei weitere, die z. B. von einem belgischen Kühlkoffer-Hersteller Teile drauf haben. Dito ohne Probs.


    Die Erfahrung für den Kofferbau haben die auf jeden Fall, ob da dann noch ein paar Türen reinkommen oder Fenster ist dabei nebensächlich!!


    Wo es dann bei denen eher mangelt, ist die Kofferlagerung! Denn die Kühlfahrzeuge sind SELTENST offroad unterwegs! :lol: Aber da findest du einiges hier und natürlich oben in dem Forum - was du denen vorlegen kannst, sozusagen als Bauschablone.

  • Zitat von Joe

    Hi,
    Denn die Kühlfahrzeuge sind SELTENST offroad unterwegs! :lol:


    südlich Marokko wäre das schon die fata morgana in 2. Potenz :lol:
    nicht nur Wasser sondern eismann oder bofrost zwischen den Dünen...

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Vielleicht ist ja das Ergebnis meiner Entscheidung für andere Forumsmitglieder auch interessant.


    Kofferhersteller ORMOCAR.


    Ähnlich beim Preis wie die Kühlkofferhersteller, hat aber den Vorteil, dass ich weitere Gewerke dort machen lassen kann oder vielleicht auch den einen oder anderen Tipp bekomme. Außerdem liegen bei Ormo langjährige spezielle Erfahrungen zu Expeditionsmobilen vor.


    Fenster, Klappen Türen und Bad inkl. Toilette habe ich gleich mit beauftragt.


    Habe nachträglich festgestellt, dass u. U. der Kühlkofferhersteller zu dicke Wände gemacht hätte, was zu Problemen beim Einbau von Seitzfenstern geführt hätte.


    Lkw bei Ormo angeliefert 26.1.08
    Zugesagter Lefertermin Ende März, spätestens 1. Aprilwoche.
    Mal sehen, was hier nach Fertigstellung für ein Smily landet.

    Einmal editiert, zuletzt von kroening ()

  • Zitat von kroening

    Zugesagter Lefertermin Ende März, spätestens 1. Aprilwoche.
    Mal sehen, was hier nach Fertigstellung für ein Smily landet.


    Das mit dem Liefertermin würde ich nicht so eng sehen, kann auch schon mal etwas länger dauern. War jedenfalls bei mir so, dass sich das alles etwas gezogen hat. :roll:
    Aber bekommen habe ich letztendlich genau das was ich wollte 8)


    herby

    Probier's mal mit Gemütlichkeit

  • Zitat von kroening


    Habe nachträglich festgestellt, dass u. U. der Kühlkofferhersteller zu dicke Wände gemacht hätte, was zu Problemen beim Einbau von Seitzfenstern geführt hätte.


    Wenn Du aber in Gegenden fährst, in denen Du die ohnehin nicht üppige Isolation von 55mm benötigst, wäre es dumm, die Isolationsstärke an der Stärke der Seitz-Fenster zu bemessen. Zumal diese Camping-Dinger vielleicht bestenfalls zweite Wahl sein sollten.
    Einen Einbaurahmen zu bauen für Fenster, die nur für geringere Wandstärken geeignet sind, sollte zudem kein Problem sein.
    Aber Du hast Deine Entscheidung bereits getroffen, daher ist es ohnehin "zu spät". Und Du wirst ganz sicher, das kann ich Dir aus meiner Erfahrung sagen, sicher noch einige Entscheidungen tätigen, die sich im Nachhinein als eher suboptimal herausstellen werden. Irgendwie muß man ja auch finanzielle Möglichkeiten und höchste Ansprüche unter einen Hut bekommen..


    Gruß,
    Björn

  • Zitat von paulikxp

    Wenn Du aber in Gegenden fährst, in denen Du die ohnehin nicht üppige Isolation von 55mm benötigst


    so negativ sollte man es vielleicht nicht stehen lassen -
    55mm Isolation ist m.E. schon eine dankbare Isolationsdicke - zumindest gibt es keinen der bekannten Expeditionsmobilbauer, der eine dickere Variante im Normalprogramm hat...

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • na dann schau Dir in ein paar Jahren mal das Fahrgestell (Blechteile des Fahrerhauses) genau an. A-Säulen sind besonders dankbare Opfer ...

  • bitte nicht vergessen: so lange man im Winter heizt und im Sommer kühlt,
    ist ne dicke Isolation Spitze. Ist aber eine Runterkühlung im Sommer nicht
    gewährleistet, bekommt man Abends die gespeicherte Wärme kaum mehr
    raus, trotz langem Lüften! Ich rede aus Erfahrung!
    http://www.wohnbus.ch/marktplatz/ott

  • Zitat von setrine

    bitte nicht vergessen: so lange man im Winter heizt und im Sommer kühlt,
    ist ne dicke Isolation Spitze. Ist aber eine Runterkühlung im Sommer nicht
    gewährleistet, bekommt man Abends die gespeicherte Wärme kaum mehr
    raus, trotz langem Lüften!


    Der Meinung bin ich auch ... gegen die Kälte im Winter kann man einfach anheizen, aber kühlen im Sommer ist schwieriger, vor allem, wenn man keine Klima-Anlage an Bord hat oder keinen Landstrom. Darum ist unsere Isolierung nur 30mm dick, was natürlich gleichzeitig auch etwas Innenraum bringt ... :D

    Gruß Peter

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