Dampfsperre ja oder nein....

  • Das ist halt Forum. Eine Frage und zig Antworten. Wichtig ist zu unterscheiden was Smalltalk und was Fachwissen oder Erfahrungswerte ist. Und war doch es eine schöne "Diskussion".


    Gruß Nunmachmal, der morgen wieder auf Achse ist.

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Das ist halt Forum. Eine Frage und zig Antworten. Wichtig ist zu unterscheiden was Smalltalk und was Fachwissen oder Erfahrungswerte ist. Und war doch es eine schöne "Diskussion".


    Gruß Nunmachmal, der morgen wieder auf Achse ist.

    Das ist genau richtig!


    Nur jetzt daraus die richtige Entscheidung treffen.....


    Demnach müsste ich den Koffer von innen sauber versiegeln um hoffentlich Ruhe zu haben.


    Besten Gruß

    Holger

  • Nur jetzt daraus die richtige Entscheidung treffen.....

    Hallo,


    Nun gut - einen hab ich noch! :whistling:


    Die Ideale Lösung und wahrscheinlich nicht zu toppen:


    Innen eine Instalationsebene die man mit dämmen kann, dann eine Dampfbremse, keine Sperre, dann die Dämmung aus Holzfaserdämmplatte und außen eine hinterlüftete Vorhangfassade.


    Das ist auch mein Traum beim Womo, nur leider viel zu dick. Obwohl, bei guter Materialauswahl sollte man mit 100mm Wandstärke auskommen. Vielleicht mach ich das beim nächsten Womobau.8)


    Alles Gute


    Anton

    Wir brauchen dringend ein paar Verrückte - seht euch doch mal um, wo uns die Vernüftigen hingebracht haben!

    Einmal editiert, zuletzt von Anton ()

  • baut BUMO nicht so ähnlich?

    Guten Morgen,


    wer ist BUMO? Hab ich auch noch nicht gehört. :?:


    Schönen Sonntag


    Anton

    Wir brauchen dringend ein paar Verrückte - seht euch doch mal um, wo uns die Vernüftigen hingebracht haben!

  • Servus ,

    bevor du jetzt kiloweise Epoxyharz auf die wunderschöne glatte Holzoberfläche streichst und dich freust wie tief die ganze Chemie in das wunderschön gemaserte Holz einzieht solltest Du Dich vielleicht noch einmal ganz kurz fragen , ob Du wirklich den Charm der 60er Jahre mit der berühmt genarbten Glasfasertapete möchtest .

    Nebenbei bemerkt ist Epoxyharz auch nur dann eine Dampfsperre , wenn a l l e Holzstöße oder Ritzen penibel verspachtelt sind damit Du eine wirklich durchgehende Epoxyfläche bekommst . Die sieht natürlich auch gut aus wenn sie in vielen Schichten gefüllert und geschliffen wird und mit Hochglanzlack versiegelt wird . Das ist dann ein Dampfdichter high end Koffer , kann durchaus chic und trendy sein... aber du wolltest ja nur die Epoxynasen flach schleifen und Glasfaser-Tapete drauf - wenn da auch noch Latexfarbe drüber kommt ist es in dem kleinen Raum wirklich medizinisch steril , zumindest so lange bis die ganzen Lösungsmittel ausgedünstet ist und das dauert bei dem Multi-Chemie-Aufbau...

    Das Problem bei all den (Pseudo-) Dampfdichten Sandwich-Innenschichten ist leider , daß Feuchtigkeit trotz aller Vorkehrungen doch immer wieder eine nicht hundertprozentig abgedichtete Schraube findet und jede Nacht eine unscheinbare Menge Wasser in die Konstruktion findet - aber keinen Ausweg mehr .

    Ich habe aus dem Grund alle Sandwiche nach unten offen gelassen bzw ein Abflußloch durch den Fußboden belassen , damit die Feuchtigkeit irgendwann den Ausweg nach unten , draußen findet .

    viel Spaß beim Planen und Realisieren .

    Gruß

    Ralf

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Wenn ich hier mir das so durch lese muss ich doch staunen , warum muss man alles mit chemie und kunststoffen zu Pflastern??

    Warum nicht auf natürliche weise ??

    Ja das wird nicht leicht und die leichteste art sein, aber wenn ich mich da drin auch mal 24 std am Stück auf halten will brauchts da sicher keine Chemie im innen raum.

    Aber hier geht es ja um die Dampfbremse oder auch nicht , also lasst euch nicht stören eure Boxen innen so hermetisch ab zu dichten wie es nur geht , ob wohl das wohl sicher nie 100% funktioniert.

  • Hoi zämä


    ...also lasst euch nicht stören eure Boxen innen so hermetisch ab zu dichten wie es nur geht , ob wohl das wohl sicher nie 100% funktioniert.

    Der Satz kommt mir etwas polemisch rüber, was hier nicht gerne gesehen wird.


    Was in einem Womo kaum 100% funktioniert ist eine Dampfsperre, eine Dampfbremse kann schon funktionieren.


    Nur so am Rande: Auch bei 'natürlichen' Wandaufbauten ist es so dass der Dampf so stark zurückgehalten werden muss dass er bei der vorgesehenen Benutzung nicht oder, wenn die Wand innert nützlicher Frist wieder austrocknen kann, kaum in der Wand kondensiert.


    Um das zu erreichen muss innen ein höherer Dampfdiffusionswiderstand sein als aussen.


    Wenn das nicht so ist wird es bei entsprechenden Temperaturen Kondenswasser in der Wand geben, das ist schlicht Fakt!


    Es gibt auch im Womobau Möglichkeiten einen Dampfdiffusionsoffenen Aufbau zu machen, da muss aber auch alles stimmen.
    Das geht nicht wenn aussen z.B. Blech oder GFK grossflächig dicht verklebt ist oder wie hier von aussen nach innen PU Lack, 2 Lagen Glasgewebe 200gr/ qm mit Epoxydharz auflaminiert und 6 mm wasserfest verleimtes Sperrholz ist, denn das hat einen recht hohen Dampfdiffusionswiderstand.


    Es geht z.B. wie es der Schatzmeister bei seiner Zirbenbox macht, nämlich mit einer Holzplatte innen, dann die mit Isolation aus Filz oder Schafwolle ausgefachte Tragstruktur, eine Hinterlüftungsebene und als Aussenhaut gespannter Stoff.
    Das funktioniert und ist natürlich!


    Aber wie gesagt, das funktioniert nicht wenn aussen eine Dampfbremse in Form von PU-Lack, Epoxydharz usw ist. Erst recht nicht wenn aussen eine Dampfsperre wie Blech ist.

  • Ja entschuldigt vielmals wenn das so rüber gekommen ist , nur ihr müsst mal euere Buchstaben auch von dem Standpunkt durch Lesen.

    Es wird die Eierlegende Wollmilchsau gesucht die es sicher nicht gibt, warum muss das neueste immer das Beste sein?


    Warum kann was schon Jahrzehnte funktioniert nicht weiter funktionieren?


    Wenn etwas nicht Faulen soll macht man es aus Stahl und lackiert es , wenn das nicht von Dauerhaftigkeit reicht nimmt man Alu (was aber zu viel Kältebrücke ist) oder Edelstahl was aber zu Schwer wird.

    Es ist immer eine Abwägung , So schön und gut auch Kabinen wie Omocar zb sind die Kosten halt auch mal richtig Geld.


    Nur ich würde mich zb in so einem Kunststoffbunker nicht Wohl Fühlen, den gelüftet werden muss immer sonst bekommt man die Feuchtigkeit nicht aus der Box.


    Bei meinem Projekt muss ich nun nicht Wirklich aufs Gewicht achten, ich hab den Vorteil des Führerscheines, aber auch hier muss ich eben doch darauf achten den Weniger Gewicht gleich weniger Verbrauch.


    Klar ein 3,5 to würde es auch tun , nur muss ich eben mit 2 Motorrädern dann einen Anhänger hinter ziehen das will ich nun auch nicht .


    Ich denke halt das zb ein gut durchlüfteter beheizbarer Zwischenboden hier viele Probleme löst , einmal die versteckte Feuchte die man da unten raus bekommt , dann eben der Komfort wenn es Kühl oder gar kalt ist eines beheizten Bodens was sehr angenehm ist und auch deutlich zum Wohnklima bei trägt.

    Zudem kann selbst im Winter nichts einfrieren, und da stellt sich mir die Frage wer wohnt 365 Tage im Jahr in seinem Ausbau??


    Das sind nicht viele ,und wenn werden die meist in die wärmeren Gefilde Fahren wo Feuchtigkeit mit das geringste Problem ist.


    Auch der Wandaufbau wird bei mir Holz sein darunter ein natürlicher Dämmstoff wie pavatex zb darüber eine Sperrholzplatte die nur mit Leinöl getränkt wird somit ist diese auch Abwaschbar und doch Durchlässig.


    Es ist halt immer der eigene Anspruch was man haben will.


    Dem einem reicht ein Sprinter ,Ducato VW Bus vom Platz her , der nächste braucht unbedingt einen 4x4 mir wären 6 qm zu wenig Platz , da bin ich nicht minimalistisch genug.


    Ich hatte einen Selbst gebauten Wohnwagen wo das Gestell der Kabine aus Lärchenholz war da war nie etwas durch gefault.

  • Es wird die Eierlegende Wollmilchsau gesucht...

    Was ja auch legitim ist, oder?

    ...die es sicher nicht gibt

    Richtig. Aber das streben danach für sich selber so nah wie möglich an die eierlegende Wollmilchsau heran zu kommen ist meines Erachtens eines der (wenigen) Schlüsselpunkte warum man überhaupt einen Eigenbau in Erwägung ziehen sollte.

    warum muss das neueste immer das Beste sein?


    Warum kann was schon Jahrzehnte funktioniert nicht weiter funktionieren?

    Wenn alle so denken würden, würden die Menschheit immer noch in Höhlen wohnen und frieren da sich noch nie jemand getraut hat Feuer in die Höhle zu nehmen...aber da glaube ich bist du auf dem Holzweg. Denn hier wird nicht das neuste auf Gedeih und Verderb propagiert und als das Nonplusultra propagiert. Hier wurden einfach verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt und Erfahrungen ausgetauscht darüber was funktionierten kann und was zu Problemen führen *kann*. Ob man sich für Holz und natürliche Materialien entscheidet (wie du) oder für GFK, CFK oder sonstige neumodischeren Materialien ist dann jedem selber überlassen. Man sollte sich einfach dessen bewusst sein dass jedes Material per se schon eigene Vor- und Nachteile hat, dabei aber nicht ausser Acht lassen dass je nach Kombination dieser Materiealien in gewissen Konstellation wie und wo die Mobilie eingesetzt werden soll mehr oder weniger Probleme auftreten können.

    Hier wurde von Profis ihre Einschätzungen weitergegeben und verschiedene User, die zum Teil Jahrzehntelangen Erfahrungen im bauen von Mobilien haben, mitgeteilt was bei ihnen in der Praxis funktioniert. Dass es dem OP die Materiealwahl nicht unbedingt vereinfacht ist klar. Da muss er für sich herausfiltern welche Tips und Erfahrungswerte am bessten zu seinem Einsatzprofil passen. Das mag mühsam erscheinen, trotzdem finde ich dass es nicht schadet sich mit dieser Thematik vorgängig auseinander zu setzen denn das wird sich langfristig auszahlen. Es gibt im Netz genug dokumentierte Fälle von Wasserschäden welche im Nachhinein (zum Teil für viel Geld) korrigiert werden mussten, zum Teil weil eben die grundlegensten physikalischen Gesetze missachtet wurden.

    und da stellt sich mir die Frage wer wohnt 365 Tage im Jahr in seinem Ausbau??


    Das sind nicht viele ,und wenn werden die meist in die wärmeren Gefilde Fahren wo Feuchtigkeit mit das geringste Problem ist.

    Klar kann man die zu erwartenden Probleme minimieren oder gar umgehen wenn man an einem der aufgeführten Parameter schraubt. Also man fährt in wärmere Gefielde, wohnt nicht die ganze Zeit drin usw... Es nützt halt genau demjenigen der genau den Materialmix der bei genau seinem Nutzungsprofil nicht oder nur suboptimal funktioniert im Nachhinein nur nichts wenn alle anderen es anders machen.

    Nur ich würde mich zb in so einem Kunststoffbunker nicht Wohl Fühlen, den gelüftet werden muss immer sonst bekommt man die Feuchtigkeit nicht aus der Box.

    Es ist absolut legitim dass du mit einem Kunststoffbunker nichts anfangen kannst. Andererseits denke ich dass bei jedem Koffer, egal wie der Aufbau ist, wesentlich mehr als daheim in der grossen Wohnung lüften muss. Bei einem unbehandeltem Bauwagen aus Holz (kein Sperrholz!) wo es an allen Ecken reinzieht (um ein Extremstbeispiel am anderen Ende vom Spektrum zu nehmen) mag das ja wesentlich weniger als bei meinem kleinen Kunststoffbunker sein, aber auch da wirst du nicht um vermehrtem Lüften herum kommen. Und auch ein Kunststoffbunker kann mehr oder weniger wohnlich gestaltet werden. Das wird gerade bei den Selbstbauern ganz wie die jeweiligen Nutzer es für sich für richtig halten von ganz schlicht bis hin zum Excess praktiziert.

    Also ich persönlich ziehe ich es vor in meinem Kunststoffbunker bei -23 Grad in Skandinavien zu übernachten. Nicht dass es mit dem Bauwagen nicht ginge, aber die Gleichung zwischen weniger Feuchtigkeit und Mehrverbrauch an Heizenergie würde meinem Autarkie-Bedürfniss diametral engegen wirken...da mache ich lieber ein paar mal mehr die Fenster auf, aber wie schreibst du so schön:

    Es ist halt immer der eigene Anspruch was man haben will.


    Gruss

    Urs

    In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

  • Dann hat man die Eierlegendewollmilchsau und stellt fest, ich bin Veganer!


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • :D8)


    Ist aber dann auch kein Problem: Die Eier werden ausgebrütet und die daraus schlüpfenden kleinen Wollmilchferkel werden die Milch trinken und in selbst gelismete Wollmilchsauwollenrollkragenpullover warm gehalten ;)

    In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

  • Hallo,


    ohhh, was habe ich da nur angerichtet.....?


    Eine brauchbare Antwort bzw. die Lösung habe ich aus all den Kommentaren nicht für mich finden können.


    Mir wäre es auch lieber wenn es möglich wäre es innen nicht mit Epoxydharz zu beschichten.


    Die Lösung die Innenwand unten im Doppelboden zu belüften hört sich gut an, nur wie soll es umgesetzt werden? Wird Feuchtigkeit den Weg nach unten finden und dort trocknen? Was macht die Feuchtigkeit auf dem Weg nach unten? Fängt das Sperrholz innen an zu schimmeln?


    Das wir das Fahrzeug immer kräftig lüften müssen ist uns vollkommen klar. Ganz besonders in der kalten Jahreszeit wenn wir damit unterwegs sind.


    Der Koffer soll ja nicht ewig halten, aber für die nächsten 20 Jahre wäre es wünschenswert.


    Ich werde mir noch einmal alles genau durchlesen was hier geschrieben wurde.


    Nur das Glasgewebetapete den Charme der 60er wiederspiegelt kann ich nicht bestätigen.

    Es wird heute noch ganz aktuell im Bereich stark beanspruchten Bereichen, in Bürobereihen usw. eingesetzt. Es gibt da inzwischen sehr, sehr viele Stukturen die man auswählen kann. Wir haben in unserem Haus teilweise an den Decken ein recht feines Gittermuster was sehr gut aussieht .


    Alles Geschmacksache denke ich und darüber sollte nicht gestritten werden.


    Bin gespannt ob hier jemand nicht nur alles infrage stellt sondern auch eine gute Lösung beschreiben kann.


    Besten Gruß

    Holge

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