Tür Nasszelle - Material und Verriegelung

  • Moin,

    ich beginne mich so langsam um die Tür für die Nasszelle zu kümmern.

    In meinem letzten Womo hatte ich eine 15 oder 19mm Birke multiplex Tür: teuer, schwer und nicht wirklich verwindungssteif.

    Nun suche ich ein deutlich leichteres Material. Irgendwas mit Wabenstruktur oder so?

    Auf jeden Fall soll sie aufgesetzt werden. Es sollte ein Material sein, in dem ich ohne zu viel Nerv auch die Scharniere und die Verriegelung befestigen kann.

    Ich würde Klavierband als Scharnier nehmen, damit auf der Seite möglicher Verzug schon mal minimiert wird.

    Die Türverriegelung wird wohl nicht wieder aus dem Womobereich sein; Türklinke und Verriegelung (immerhin mit Stange nach oben und unten) waren auch flötig.


    Habt ihr Tipps zu Material und Verriegelung bzw. wie würdet ihr das lösen?

    Wenn ich hier Tröts dazu übersehen habe, bitte ich um Nachsicht. Geschaut habe ich :).


    Gruß


    Michael

  • Ich weis jetzt nicht auswendig, wie Du dem restlichen Möbelbau machst. Aber die Tür kannst Du z. B. als Sandwich bauen, innen eine dünne Styrodurplatte.

    Klavierband kann man daran auch gut verkleben.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Ich habe es mir leicht gemacht und Profilholztüren von z.B. Hornbach verwendet.

    Link zu Hornbach

    Die sind tatsächlich leicht und haben bei allen Vergleichen gut abgeschnitten.

    Passt natürlich nicht in einen Designer-Ausbau.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Bei mir ist es ein Rahmen aus 2x12 mm (war gerade noch da...) Multiplex Birke ( 15 oder 18 mm einfach ginge bestimmt auch) geworden. Rahmenbreite ca 8 cm. Innen dann eine Nut gefräst und einen beidseitigen Spiegel aus Acrylglas als Füllung eingesetzt. Frau ist begeistert. An den 24 mm Rahmendicke kannst Du alles als Scharnier ansetzen.

    Das Camping Türschloss vom Campingbedarf mit Riegel mittig, oben und unten habe ich nach zweimaligem Schrotten (jeweils innerhalb von 8 Wochen) auch geflötet (tolles Wort!!). Jetzt habe ich wie bei den Schränken und Schubladen einen robusten Pushlock. Schließt halt nur mittig, aber das geht.

    Gruß vom Niederrhein
    Michael

  • Ich weis jetzt nicht auswendig, wie Du dem restlichen Möbelbau machst. Aber die Tür kannst Du z. B. als Sandwich bauen, innen eine dünne Styrodurplatte.

    So in der Art hatte ich mir das auch überlegt. Würdest du dann rundum eine Art Rahmen aus Multiplexleisten kleben, um Verschraubungs - und Stoßsichere Kanten zu haben? Und dann außen mit GfK - Laminieren?

    Suche auf jeden Fall auch noch nach der besten Möglichkeit leichte Platten mit möglichst Wasserdichter Oberfläche für Tür und Zwischenwand zu bauen.

    Grüße

    Tim

  • Hallo Tim,


    Ich hatte bei der alten Kabine nur einen Holzrahmen mit Ausfachungen, auf den ich außen 4 mm Multiplex und innen 1,5 mm GfK geklebt hatte.

    Die Scharniere hatte ich da auch eingeklebt.


    Wenn ich jetzt eine Tür als Sandwich bauen würde, dann würde ich vermutlich außen wieder dünnes Holz und innen je nach dem, wie ich bauen wollte, entweder Holz mit Kunststofffurnier, HPL-Platte, GfK oder. etwas in der Art bauen.

    Die Kanten würde ich passend zum Rest des Ausbaus ausführen, entweder mit Holzleisten, dann ggf. diese auch als Rahmen ausgeführt, oder nur als aufgeklebte Umleimer.

    Die Scharniere würde ich bei so einer Konstruktion immer nur einlassen und einkleben und nicht verschrauben.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Moin,

    danke - das ist ja schon mal was zum Nachdenken (im wahrsten Sinne des Wortes).

    Die Möbel sind zu großen Teilen aus Birke multiplex - aber ein ausgefächerter Rahmen würde die Tür ja schon mal ordentlich leichter machen. Von innen käme entweder das PVC drauf das auch in der Nasszelle verklebt ist, oder ich nehme Glasfasertapete (mit Latexfarbe und Versiegelung). Ein Duschvorhang wird noch kommen und eh das meiste Wasser gleich nach unten ablenken.

    Laminieren will ich nix. Scharniere verschraube ich. Ich bin zwar "baueitel", aber so weit geht es bei mir nicht, dass ich einlasse oder verklebe.

    Noch Ideen zur Verriegelung?


    Gruß


    Michael

  • Servus,


    also ich habe die Badwände komplett aus Sandwichmaterial (22mm) und die Tür wird auch daraus.

    (Die Platten habe ich fertig zu Hause aber noch nicht verbaut).


    Als Anschlag für die Tür habe ich mit Z-Profil aus Aluminium bestellt und als Scharnier ein Edelstahlklavierband.

    Habe leider noch keine Bilder aber wenns soweit ist, stelle ich dir ein.


    Als Grif/Öffner weiß ich tatsächlich auch noch nicht was ich nehme.....

  • ... und wie befestigst du das Klavierband an der Sandwichplatte?

    Was mich beim Klavierband immer stört, man kann nichts mehr nachstellen wenn sich mal was verzieht.

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
    all.jpg

  • Also ich hab mir für den Bau der Nasszelle Gfk-Sandwichplatten mit einer Stärke von 18mm besorgt. Die Tür schneide ich dann aus. Weiters ein U-Einfassprofil aus Alu für den Ausschnitt und für das Türblatt ein Tür-Anschlagprofil. Und natürlich 3 Stück Türschanier.

    Material ist zuhause aber noch nicht verbaut.


    schöne Grüße Martin

  • Ich klebe die Aluwinkel und Profile an die Sandwichplatten und verschraube oder verniete das Klavierband damit.


    An der Tür selber werd ich das vermutlich verkleben und Nieten. Hat bislang immer gut geklappt.

  • Moin,

    ich habe die erste Runde des Türbaus hinter mir, bin aber noch nicht zufrieden.

    Maße der Tür ungefähr 65cm x 195cm.

    Ich habe mir aus Birke Multiplex (21mm) entsprechend 4 Rahmenstücke (10cm breit) sägen lassen. Dazu zwei Platten (Industriesperrholz) 3mm mit den angegebenen Türmaßen.

    Arbeit:

    1. Erste Platte auf den Boden.

    2. Rahmen aus Birke Multikplex aufgeklebt (Ponal Express), über Nacht mit Pflastersteinen beschwert.

    3. PU-Platte 20mm eingeklebt.

    4. Zweite Platte aufgeklebt und verschraubt.


    Die Schrauben wird man später nicht sehen, da die Tür wie auch die Wände im Ausbau mit Glasfasertapete belegt werden.

    Heute morgen stelle ich zu meiner Verwunderung fest, dass die Tür in Längsrichtung verzogen ist.

    Ich hoffe zwar, dass das Stangenscharnier bzw die Befestigung an Tür und Rahmen das noch ein wenig gerade ziehen kann, aber glücklich bin ich nicht.

    Die erste Maßnahme ist jetzt (siehe Bild)


    der Versuch, durch Gewichte in die andere Richtung zu biegen.

    Grundsätzlich: Was habe ich falsch gemacht?

    Optionen?

    Ich überlege gerade, mir ein Aluprofil biegen zu lassen, dass ich als Rahmen rundherum verwende. Ich weiß aber nicht, ob das die Tür begradigen kann. Schwer ist die Tür eh schon, da war ich etwas überrascht. Vielleicht hätten auch 5 cm Breite gereicht, und vielleicht sollte ich einen zweiten Versuch wagen.

    Ideen eurerseits?


    Gruß

    Michael


    Gruß


    Michael

  • Da Du erst eine Seite aufgeleimt hast und dann erst die Andere, zieht sich das schon krumm. Außerdem wenn Du sie einseitig Tapezierst wird sie auch auf dieser Seite hol also krumm.

    Gruß Klaus

  • Moin,

    siehst du eine Chance das ich es so (Bild!) wieder gerade bekomme?

    Tapezieren würde ich von beiden Seiten.

    Gruß

    Michael

  • Schwer zu sagen, Wie krumm ist sie denn? Wenn es nicht zu viel ist runde Seite nach außen und das Schloss in die Mitte, dann klappert sie nicht und hat immer etwas Spannung. Vielleicht die hole Seite etwas anfeuchten.

    Übrigens meine ist gerade aber reagiert auf Klimaveränderung, sie wird dann auch rund und nach 1-2 Tagen wieder gerade.

    Holz arbeitet halt immer im Gegensatz zu uns. :)

    Gruß Klaus

  • Übrigens meine ist gerade aber reagiert auf Klimaveränderung, sie wird dann auch rund und nach 1-2 Tagen wieder gerade.

    Das ist bei meiner Nasszellentüre auch so. Sie ist sozusagen unser Feuchtemesser.

    Je nach Wetterlage steht sie etwas ab oder liegt flächig an.

    Da geht es aber um ein paar Millimeter nicht um Welten.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Moin,

    ich habe gestern die erste Seite tapeziert. Bliebt verzogen und wirkt recht stabil und nicht so, als ob ich die Tür durch ein Schloß gerade bekomme.

    Das Klavierband ist da. Ich könnte eine Probeverschraubung machen und die Tür im Carport an einen Pfosten schrauben und mal schauen wie es ist.

    Gerade geht die Tendenz aber eher in "Lehrgeld bezahlen" und noch mal neu. Dann könnte ich die Birke multiplex Rahmenteile auch von 10 auf 5 cm reduzieren.

    Holzbock: Beide Seiten gleichzeitig verleimen?

    Ersatzweise kümmere ich mich (erstmal nur gedanklich) noch um ein U-Profil Alu für die Längsseiten - das müsste aber auch recht stabil sein um die Krümmung zu begradigen schätze ich.


    Gruß


    Michael

  • Hoi
    Alleine durch unterschiedliche Temperaturen und damit unterschiedlichen Luftfeuchten wird sich Holz immer wölben. Das ist schon bei meiner Wohnungstüre so. Sonst Metall oder Kunststoff nehmen.

    Grüsse Willy
    _______________________________________________________
    in dubio prosecco ;) mens sana in campari soda ;)

  • Grundsätzlich: Was habe ich falsch gemacht?

    Optionen?

    Ich überlege gerade, mir ein Aluprofil biegen zu lassen, dass ich als Rahmen rundherum verwende. Ich weiß aber nicht, ob das die Tür begradigen kann. Schwer ist die Tür eh schon, da war ich etwas überrascht. Vielleicht hätten auch 5 cm Breite gereicht, und vielleicht sollte ich einen zweiten Versuch wagen.

    Ideen eurerseits?

    Hallo


    zunächst: 5 oder gar 10cm breite Streifen sind viel zu breit. Mach lieber einen neuen Versuch, den auch mit Aluprofilen wird die Tür wahrscheinlich nicht gerade. Oder das Profil wird so unweiss, das Du gleich eine Haustür einbauen kannst.


    Hier mal der Aufbau unsere Badezimmertür: 5mm Sperrholz, dazwischen 3cm breite Streifen aus 12mm Sperrholz. Auf die Breite von ca. 55cm 1xlinks, 1xrechts, 2 dazwischen. Steht wie ne eins und wird nicht krumm! Und leicht ist das auch.


    Angeschlagen ist die Tür mit 5 Scharnieren 30x 60mm. (30 aufgeklappt) Stangenscharnier geht natürlich auch wenn es eh schon gekauft ist. Als Schloß haben wir ein Drehstangenschloß das normaler weise an eine Schranktür gehört. Das verriegelt in der Mitte, oben und unten. Innen und außen ist ein Drehknopf aus Messing.


    Hier ein Link zu so einem Drehstangenschloß https://www.haefele.de/de/prod…ductListSize=499&PDP=true


    Die gibt es auch mit einem 8mm Dorn damit man Drehknöpfe anbringen kann. https://www.haefele.de/de/prod…0000004b0002b18300050023/


    Die Tür sollte auf jeden Fall komplett beidseitig verleimt werden. Wenn man keine Presse hat: Stabile Platte auf den (ebenen) Boden, eine stabile Platte auf die Tür und richtig gut beschweren. Da braucht es schon ein paar Kilo. Zum Fixieren der Leistchen kann man kleine Nägelchen einschlagen, damit das Ganze beim Leimen nicht verruscht.


    Viel Erfolg


    Anton

    Wir brauchen dringend ein paar Verrückte - seht euch doch mal um, wo uns die Vernüftigen hingebracht haben!

  • Hast Du die runde Seite Tapeziert? Die Pu Platten nicht leimen nur einlegen und alles auf einmal verleimen. Die Leisten nicht so Breit max. 50mm. Aber wie geschrieben auch wenn sie erst gerade ist kann sie arbeiten.

    Gruß Klaus

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