"Wassersystem a la Drucksprühgerät"

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine vielleicht etwas dumme Frage und zwar frage ich mich, warum man so gut wie keine Lösungen ähnlich zu einem Drucksprühgerät findet, um Wasser im Wohnmobil einfach und ohne elektrischen Aufwand zu pumpen und auch unter Druck zur Verfügung zu halten für den Zeitpunkt, wenn man den Wasserhahn öffnet. Ich kann mir folgende Erklärungen vorstellen:


    1. Ich habe es bisher einfach übersehen. Ich habe zwar kleinere Systeme z.B. für mobile Außenduschen und feste Installationen in alten amerikanischen Campern gefunden, aber mir geht es um einen festen und zeitgemäßen Einbau.


    2. Es ist technisch aufwändiger oder anfälliger, z.B. wegen Lecks im Luft- bzw. Wasser-Teil. Aber im Gegensatz zum Einsatz einer "normalen" Druckwasserpumpe (evtl. auch noch mit Akkumulatortank) stelle ich mir eigentlich naiv gesehen gar nicht so einen großen technischen Unterschied vor.


    3. Bequemlichkeit, denn es würde ja eigentlich nur einen Vorteil bringen, wenn man auf eine elektrische Wasserpumpe verzichtet, was viele wohl nicht wollen.


    Wie seht ihr das, die ihr schon mehr Erfahrung damit habt?


    Gruß,
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    du müßtest ja in diesem Fall das Gesamtsystem einschließlich Wassertank unter Druck setzen (wie bei der Sprühflasche) oder aber einen kleineren Zwischentank mit Rückschlagventil dazwischenschalten, der sich selbst aber wieder mittels Schwerkraft selbst befüllen muss. Ohne Zwischentank wäre die Tankbefüllseite wohl das Haupt-Dichtungsproblem.
    Das halte ich insgesamt schon für erheblich aufwändiger als ein einfaches Tauchpumpensystem.......und wahrscheinlich nicht billiger.

    Gruß vom Niederrhein
    Michael

  • Wo siehst Du den Vorteil darin auf eine (im Regelfall sehr pflegeleichten und störungsunanfälligen) Wasserpumpe zu verzichten?


    Bei einem „Drucksprüher“ müsstest Du ständig nachpumpen. Andererseits stände Dein Wassersystem ständig unter Druck.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)


  • Wo siehst Du den Vorteil darin auf eine (im Regelfall sehr pflegeleichten und störungsunanfälligen) Wasserpumpe zu verzichten?


    Die Frage war nicht ganz ernst gemeint, weil ich annehme, dass es schon Gründe gibt, warum es das heute nicht mehr wirklich gibt. Aber andererseits klingt die Idee auch gar nicht so kompliziert für mich.

  • Ich wollte in meinem Transit ohne Wasserpumpe auskommen und habe die Wassertanks im Heck unterm Dach montiert. Duschen ging bei vollen Kanistern, aber wenn man die Handbrause zum Haarewaschen hoch hob versiegte das Wasser. Habe dann eine Druckpumpe nachgerüstet.


    Gruß Nunmachmal, 63.810105,11.569761

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Wievil kg hast du da unter's Dach hängen? Du fährst ja nicht ins Gelände (hast ja ne Waschmaschine statt 4x4*, SCNR :wink: ) aber ist so schwappendes Wasser so hoch oben und so weit hinten nicht auch beim Fahren auf der Strasse sehr nachteilig?



    (*PS: In den letzten 2 Wochen bin ich froh gewesen dass ich auf 4x4, Untersetzung und Bodenfreiheit statt Waschmaschine gesetzt habe, aber so sind die Ansprüche zum Glück unterschiedlich...)


    Gruss
    Urs

    In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...


  • War im alten Transit den du auch noch kennst.
    Insgesamt 4x 19 Liter, leicht zum ausbauen und reinigen.
    In Finnland waren die Straßen teilweise schlechter. Hier in Norwegen wird gerade die E6, Nordkap-Rennstrecke, neu ausgebaut. Teilweise finde ich noch alte Brücken und Tunnels von damals. Und jetzt dann auf die Insel auch kein Problem.


    Gruß Nunmachmal, 63.810076,11.569833

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Hallo,
    ich halte das mit dem vorherigen Druckaufbau auch eher für schlecht realisierbar.


    Ich baue mir für meine Anhänger-Absetzkiste gerade einen herausnehmbaren "Küchenblock".
    Aufgrund dessen wollte ich auch keine elektr. Pumpe verwenden, und habe mir eine Fußpumpe
    aus dem Bootsbedarf zugelegt, siehe Fotos.
    Ist natürlich nur Kaltwasser, aber dafür recht simpel und hoffentlich relativ "unstöranfällig"!?! :D


    Mit ein wenig Gefühl und Übung lässt sich der Wasserdruck/-Strahl eigentlich ganz gut regulieren.
    Zum Hände waschen oder Teekessel füllen taugt mir das...


    Hintergrund war eben das ich so die gesamte Einheit einfach nehmen und ins Freie stellen kann,
    falls wir wirklich mal im Hochsommer ein langes Wochenende irgendwo stehen....


    Gruß


    Holger

  • Moin Multivan,
    die Pumpen kenne ich gut aus diversen Segelbooten, die funktioniert gut und hält lange. Unbequem finde ich deinen Einbau, man fuchtelt dann mit dem Fuß im Schrank herum. Auf den meisten Booten schaut das Pedal vorne aus dem Schrank hervor, das ist viel bequemer zu bedienen.
    MfG
    N.

  • Hallo,
    ich verstehe deine Kritik, aber in meinem Fall war diese Einbaulange so sogar durchaus beabsichtigt:


    Ich hatte vorher natürlich etwas rumprobiert und dabei (für mich zumindest) festgestellt das wenn
    ich da meinen Fuß reinstelle das ergonomisch gut passt, weil der Küchenblock 450 mm tief ist, und
    man so stehend schön locker leicht aus dem Fußgelenk pumpen kann.


    Der Schrankboden auf dem die Pumpe befestigt ist, ist ungefähr 40 - 50 mm höher als der Fußboden.
    Wenn ich das Pußpedal hätte herausragen lassen, wäre der Höhenunterschied zur Ferse relativ unbequem gewesen.
    Habs wie gesagt ausprobiert. Natürlich hätte man dies wenn man will z.B. durch Neigung der Pumpe auch konstruktiv anders lösen können.


    Weitere Argumente:
    Ich möchte den Küchenblock wenn ich Lust habe auch kurzerhand ins Freie stellen können.
    Hier würde zum einen das herausragende Pedal den Weg durch die doch recht schmale Caravantür erschweren,
    und zum anderen würde die ganze Küche durch die Pumpbewegungen leicht zu kippeln anfangen wenn der
    ganze Block im Gelände nicht ganz sauber aufsteht. Immerhin ist das ganze doppelt so hoch wie tief!
    So stabilisiert man das Gebilde sogar durch den drinstehenden Fuß.
    Das sieht vielleicht wirklich etwas unpraktisch aus, ist es aber tatsächlich überhaupt nicht.


    Gruß


    Holger

  • Hallo


    coole Idee mit der Fußpumpe! Das spart viel Wasser, ähnlich wie ein Fußschalter.


    Bleibt das Wasser in dem System oder muß man im Gebrauch zunächst etwas Pumpen weil die Schläuche leer laufen?


    VG


    Anton

    Wir brauchen dringend ein paar Verrückte - seht euch doch mal um, wo uns die Vernüftigen hingebracht haben!

  • Äh, da muß ich jetzt glatt mal kurz in mich gehen, und nachdenken, ich hatte zuletzt irgendwann im Herbst gefußpumpt. :?
    Ich bin mir aber zu 80% sicher das das Wasser in der Leitung verbleibt?! Doch ja, müsste so sein.


    Falls ich mich irre geht es aber dennoch sehr schnell, Das Wasser läuft auf jeden Fall nicht komplett in den
    Frischwasserkanister zurück, eine gewisse Wassersäule bleibt stehen. Wenn dann sind es vielleicht zwei,
    maximal drei Pumphübe, dann spritzts! Das System ist ja auch sehr minimalistisch. Max. 1m Schlauch zur Pumpe,
    und nochmal 1 m bis das Wasser oben raus kommt.


    Derzeit ist das Ganze wegen der Frostgefahr (fast) komplett entleert,
    sonst würde ich gleich mal eben kurz vor die Tür gehen und es ausprobieren. :D
    "Fast" schreibe ich deshalb, weil man die Pumpe so eingebaut nicht 100%ig entleren kann.
    Es schnörchelt immer noch hörbar etwas Restwasser drin drum.
    Das könnte bei starkem Frost natürlich nicht ganz ungefährlich sein....


    Die Pumpe macht für mich nen soliden Eindruck, und die Membran ist relativ groß.
    Der Schlauch ist glaube ich InnenDm 12 mm, mein Edelstahl-"Wasserhahn" 9 mm, das gibt ordentlich Druck!


    Gruß
    Holger

  • Stromlos.....


    Ist ein bissl unmodern, machbar ist es aber.


    Wenn man das konsequent baut, hat man einen Lanz Bulldog mit Karbidlampen als Zugwagen (angelassen wird da bekanntlich mit einer Lötlampe zur Vorwärmung und mit dem Lenkrad als Anlasser auf die Kurbelwelle aufgesteckt, an dem man per Hand drehen muss....), kocht auf einem holzbefeuerten Kanonenofen, Warmwasser wird in einem schwarz lackierten Blechkasten auf dem Dach erzeugt, auch das Normalwasser wird per Gefälle aus einem Tank über dem Kleiderschrank gezapft und gebadet wird im See oder Bach nebenan.


    Nachteil: Winterbetrieb eher weniger komfortabel....hihi....

  • Falls ich mich irre geht es aber dennoch sehr schnell, Das Wasser läuft auf jeden Fall nicht komplett in den
    Frischwasserkanister zurück, eine gewisse Wassersäule bleibt stehen.


    Und das Problem kann man mit einem Rückschlagventil dann auch noch umgehen, welcher direkt vor dem Tank sitzt.
    Die Idee hatte ich mir vom Hartwig abgeschaut.
    In der Eriba ist es so, dass das Wasser, was einmal den Tank verlassen hat, nicht mehr zurück fließt.
    Will ich es leer haben, dann zieh ich den Schlauch ab.

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