Beiträge von thomueller1

    Ja, die Sache mit dem Festbett habe ich ja schon lang eingesehen. Vielleicht sollte ich nochmal dazu schreiben, dass es erstmal für eine Person dauerhaft (und 1-2 Gäste auf Reisen) ausgelegt wird. Da wäre es nun egal, an welcher Wand das eine Festbett steht. Quer hätte den kleinen Vorteil, dass der Raum nicht so lang und schmal wird.


    Danke für eure Kommentare zur Höhe. Da finde ich eine Lösung. Es wird nicht mehr als 1m Luft über dem Bett werden, aber wohl auch nicht weniger als 50cm. ;) Wahrscheinlich wird es der Einfachheit halber (zumindest anfangs) auch nicht beweglich montiert.


    Noch eine andere Frage: Würdet ihr die Hohlräume unter dem Koffer zwischen seinen Trägern mit Dämmmaterial ausfüllen, sodass dieses quasi den Raum zwischen den Holzbohlen der Pritsche und dem noch ungedämmten Boden des Koffers komplett füllt? Vorteil wäre die eventuell bessere Dämmung (wobei die Träger Wärmebrücken sind). Nachteil wäre eventuell die schlechte Belüftung der Holzbohlen und eindringende Feuchtigkeit, die das Holz auf Dauer schädigt.

    Ja, das war noch nicht ausgeklügelt. Das wird ein Kompromiss aus Höhe vom Stauraum und Höhe vom Bettraum. Wenn ich für den Stauraum 1m Höhe reserviere, bleibt der andere Meter für das Bett übrig. Abzüglich der Höhe vom Bett wäre dann 60-70cm Luft über dem Bett. Die Küche und Rückenlehnen werden wohl im 90cm hoch. Darauf sollte man das Bett eventuell ausziehen können. Macht das so Sinn oder sollte man den Stauraum höher lassen (z. B. für ein Fahrrad)?


    Die Fensterfrage ist nicht die Nebensächlichkeit on top, sondern wesentlicher Bestandteil der Grundrissplanung. Deine gesamte Atmosphäre in der Wohnkabine hängt davon ab. Und wie Du auf Deine letzte Schlussfolgerung kommst, erschließt sich mir auch nicht so ganz. Aber mach mal, so wie ich das lese, bist Du Dir ja schon ziemlich abschließend im Klaren über Deinen Aufbau.


    Ja, so wie´s aussieht, machst Du das mit Säge und Flex. Andere machen´s mit dem Zeichenwerkzeug.


    Wer denkt denn hier an Säge und Flex, wenn man auch mit Vorschlaghammer, Brecheisen und, falls nötig, Dynamit optimieren kann? :wink: Vielleicht ist es auch einfach das falsche Forum für mich.

    Ja genau. Zuerst kümmere ich mich um das Wesentliche und dann um das Angenehme bzw. den Luxus. Es wird ja auch oft geschrieben, dass man am ersten Grundriss meistens noch nachträglich optimieren muss. Da wäre ich ja dumm, wenn ich schon ganz am Anfang weitere Löcher in den guten Koffer mache, wo es doch schon alle nötigen Öffnungen (sogar auch für Landstrom und Wasser) gibt.

    Da hast du recht. Aber die Fenster werde ich eher nicht ausbauen, weil sie echt gut aussehen (doppelt verglast, 2 verschiedene Rollos,...). Ich kann mir gut vorstellen, später noch Fenster an den senkrechten Wänden einzubauen. Aber das ist jetzt noch nicht akut.

    Hier nun ein paar Ansichten meines Entwurfs. Zuerst eine Draufsicht in 2D:




    Links ist hinten am Koffer, rechts entsprechend vorn. Blau zeigt das Bad (Toilette und Dusche). Dunkelgrau ist die Küche. Rot die Sitzgruppe und gelb das Festbett (für eine Person fest, für zwei Personen zum ausziehen). Hellgrau sind von innen zugängliche Schränke. Unter dem Bett und noch etwas weiter vorn befindet sich der von außen zugängliche Stauraum.


    Dann 3D Ansichten rotierend von hinten rechts über vorn rechts, dann links bis nach hinten links:

    Ja, wahrscheinlich ist das der einzige Weg. Nachteil ist, dass man von innen alles gut erreicht, was man hoffentlich nicht oft erreichen muss. ;)


    Auf eine Dusche möchte ich nicht verzichten. Die 4 Fenster befindet sich am Anfang und Ende des größeren Raumes. Unter die hinteren Fenster könnte ich auf der einen Seite Toilette und Dusche und auf der anderen Seite die Küche unterbringen. Direkt neben der Tür sind nur 30cm Platz für einen Hochschrank, dann beginnen die Fenster. Das sollte aber bestimmt so genutzt werden. Vor den Toilettenraum könnte ein weiterer Hochschrank. Auf der anderen Seite besser nicht, da sonst das Licht vom Küchenfenster auch nicht weit kommt. Unter die vorderen Fenster kommt eine Sitzgruppe mit einer 2m Bank auf der Küchenseite, welches auch als Bett genutzt werden könnte. Über den Stauraum käme dann ein Alkoven mit dem Festbett. Also recht ähnlich zu dem, was du gezeichnet hast. Für Tanks muss ich dann den Platz in der Sitzgruppe reservieren und vielleicht ist für die elektrische Technik (Akkus, Wechselrichter,...) unter der Küche Platz (oder im Stauraum vorn).

    Hallo Tobi und Chris,


    Danke für eure Hinweise auf die Lenzpumpen. Der Weg ist relativ klar und mehr oder weniger alternativlos.


    Meine Frage bezog sich mehr auf die Position der Tanks im Koffer. Eigentlich würde ich sie ja gern möglichst weit hinten unterbringen, aber nun ist der Stauraum vorn...


    Gruß,
    Thomas


    Zu deiner Fußbodenisolierung: ich habe halt die Erfahrung gemacht, bis 4cm Isolierung im Bulli, oder die 2,5cm in der eriba, das die Kälte eh durchbrechen wird.


    Ich muss noch genau nachmessen, aber der Rahmen unter dem Boden, der Dämmplatten aufnehmen könnte, ist eher im Bereich 5-10cm stark. Vielleicht sieht man das auch ein bisschen auf dem ersten Bild.



    Darum habe ich bei der Eriba eine 230V Folienheizung unter das PVC gelegt und bin fast zu 100% zufrieden. Die Folienheizung befindet sich auch ausschließlich im Laufbereiche, ich nenne es auch bewusst nicht Fußbodenheizung. Der maximale Verbrauch liegt bei 0,25kwH bei 100% Heizungsbetrieb in der Stunde. Ich habe das Modell mit 80W der Meter. 2,5M habe ich verbaut. (25cmx50cm sogar vor dem Lokus) 50W habe habe ich einfach drauf geschlagen .
    Das einzige was ich an diesen Konzept ändern würde,ich würde in Zukunft zwischen PVC und Folienheizung noch eine dünne Sperrholzplatte legen.
    Lustigerweise reicht die Heizung sogar, sobald der Boden Durchwärmt ist, um den Wohnwagen bis zu einem bestimmten Grad warm zu halten. ( Hubdach, einfach Verglasung)
    Würde ich je nach Reiseziel und Urlaubsart auf jedenfalls einer dickeren Isolierung vorziehen. Und Kosten bei der Anschaffung sind auch eher ein Witz.


    Das klingt gar nicht ganz so schlecht. Hast du einen Link für mich? Aber will man wirklich elektrisch heizen?



    Was ich mir gerade noch nicht vorstellen kann ist der aktuelle Schnitt der Kabine. Bei meinen 3,7M x 2,0M habe ich mir ordentlich den Kopf zermattert, und festzustellen, das der Original Aufbau leider einfache viel zu Durchdacht war, so das mein Problem nur noch die effiziente Unterbringen des WC Raums war, das hat aber gut geklappt.
    Dusche gibt es jedoch nicht.


    Ich verstehe nicht ganz, was du damit sagen willst. Vielleicht habe ich meinen Koffer auch unverständlich beschrieben. Zweiter Versuch: Es gibt zwei Räume, vorn 1m lang mal 2,16m breit mit jeweils einer Tür auf jeder Seite, die aber nur 1,5m hoch sind, und hinten ca. 4m lang mal 2,16m breit mit 4 Fenstern in den Dachschrägen und einer Eingangstür hinten in der Mitte. Es ist denkbar, die beiden Räume (teilweise) zu Vereinen, aber die vorderen Türen eignen sich eher als Stauraumklappen als als Eingang.

    Hallo zusammen,


    ich komme noch einmal (hoffentlich das letzte Mal) auf die Frage nach dem Grundriss zurueck, da nun bei mir die finale Entscheidung zum Koffer auf meinem Saurer 6DM gefallen ist:






    (Übrigens: Die Restriktionen bezüglich der Dateigröße sind schon beeindruckend altmodisch :lol:)


    Als nächstes werde ich den Koffer auf der Pritsche befestigen, und zwar vermutlich auf dem gleichen Weg, wie er mit vier Schrauben auf dem Anhänger befestigt war. Das sieht relativ gut machbar aus. Den Zwischenraum zwischen den Trägern im Boden will ich noch mit Dämmmaterial (z.B. Styrodur, welches im Gegensatz zu Styropor weniger Wasser aufnimmt) ausfüllen, weil der Boden ansonsten im Gegensatz zu Wänden und Dach noch überhaupt nicht gedämmt ist. Ich hoffe, dass das trotz Wärmebrücken der Träger nicht ganz unsinnvoll ist. Eventuell gibt es höhenmäßig auch noch Platz für eine dünne Dämmschicht innen.


    Parallel dazu muss ich mir neu Gedanken zum Grundriss vom Ausbau machen, weil die Eingangstür jetzt hinten ist. Vorn auf beiden Seiten gibt es auch zwei ca. 1m breite und 1,5m hohe Türen zu einem abgetrennten Bereich von 1m Länge, in dem sich mal der Generator befunden hat. Der hintere Bereich ist ca. 4m lang, 2,16m breit und in der Mitte fast 2m hoch. Ich weiß, dass einige eine von den vorderen Türen als Eingang umfunktionieren und die hintere gar nicht mehr benutzen. Das überzeugt mich bisher nicht so wirklich, weil es im Originalzustand schon zwei tolle "Stauraumklappen" und eine Eingangstür mit passender Treppe gibt. Das Problem ist nur, dass der Stauraum damit vorn ist, was unter Gewichtsaspekten weniger optimal ist. Deshalb würde ich gern hier fragen, ob jemand Gedanken dazu hat. Meine aktuelle Idee wäre, links und rechts von der Tür hinten Bad und Küche unterzubringen. Dahinter gäbe es Platz für eine Sitzgruppe und ganz vorn für ein Querbett, welches teils in dem oberen Bereich des Stauraums sein könnte. Wassertanks, die ich am liebsten alle im Koffer unterbringen möchte, müsste man dann vielleicht in der Sitzgruppe (und/oder unter der Küche bzw. Toilette) verstauen.


    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,


    entschuldigt bitte, wenn ich nochmal auf dieses Thema zurück komme. Und zwar habe ich mir überlegt, wie ich die Idee von den nach unten über die Pritsche überstehenden Aufbau mit möglichst einfachen Mitteln umsetzen könnte. Ich trau der Sache bei dieser Befestigungsart mit Holz nicht so ganz, muss ich gestehen. Aber mit einem Metallrahmen am Rand der Pritsche, in den ich dann den Holzkoffer stellen und befestigen (schrauben, kleben, ...) würde, könnte ich mir vorstellen, dass es klappt. Hier sind 3 Ansichten meiner Vorstellung:








    In rot sieht man den Boden der Pritsche und den seitlichen Rahmen unter der Pritsche, der ziemlich stabil wirkt. In blau ist ein L-Profil gezeigt, welches auf der Pritsche aufliegt und bei abgenommenen Laden seitlich (und hinten) ca 7cm übersteht. So kann ich die Breite der Pritsche von 236cm auf 250cm verbreitern. Dieses Profil nimmt dann später den Koffer auf. In hellbraun darunter befindet sich ein weiteres L-Profil, welches fest mit dem blauen Profil verbunden (verklebt, verschraubt, vernietet, ...) ist. Dieses Profil liegt seitlich und hinten außen am Boden der Pritsche an und bewirkt, dass der Aufbau horizontal nicht verrutschen kann. Damit sich der Koffer auch nicht nach oben (und nicht nach hinten) bewegen kann, wird das hellbraune Profil über einen Abstandshalter in grau an der Pritsche verschraubt.


    Damit man sich das vielleicht noch etwas besser vorstellen kann, sind hier noch zwei Fotos von einer Ecke der Pritsche:






    Die Scharniere der Laden müssten entfernt werden. Die frei werdenden Löcher stehen dann für die Verschraubung des hellbraunen Profils an der Pritsche zur Verfügung.


    Mir ist bewusst, dass der Koffer so starr mit der Pritsche verbunden wäre, die wiederum starr mit dem Fahrzeugrahmen verbunden ist, und dass das keine gute Sache bei Verwindungen ist. Ich würde allerdings nicht sofort das harte Gelände damit austesten sondern es langsamer angehen. Falls es Probleme mit der Verwindung gäbe, ließe sich wohl eine Federlagerung der Pritsche relativ einfach nachrüsten.


    Versteht ihr halbwegs, wie ich das meine? Was haltet ihr davon?


    Gruß,
    Thomas


    Wo siehst Du den Vorteil darin auf eine (im Regelfall sehr pflegeleichten und störungsunanfälligen) Wasserpumpe zu verzichten?


    Die Frage war nicht ganz ernst gemeint, weil ich annehme, dass es schon Gründe gibt, warum es das heute nicht mehr wirklich gibt. Aber andererseits klingt die Idee auch gar nicht so kompliziert für mich.

    Hallo zusammen,


    ich habe eine vielleicht etwas dumme Frage und zwar frage ich mich, warum man so gut wie keine Lösungen ähnlich zu einem Drucksprühgerät findet, um Wasser im Wohnmobil einfach und ohne elektrischen Aufwand zu pumpen und auch unter Druck zur Verfügung zu halten für den Zeitpunkt, wenn man den Wasserhahn öffnet. Ich kann mir folgende Erklärungen vorstellen:


    1. Ich habe es bisher einfach übersehen. Ich habe zwar kleinere Systeme z.B. für mobile Außenduschen und feste Installationen in alten amerikanischen Campern gefunden, aber mir geht es um einen festen und zeitgemäßen Einbau.


    2. Es ist technisch aufwändiger oder anfälliger, z.B. wegen Lecks im Luft- bzw. Wasser-Teil. Aber im Gegensatz zum Einsatz einer "normalen" Druckwasserpumpe (evtl. auch noch mit Akkumulatortank) stelle ich mir eigentlich naiv gesehen gar nicht so einen großen technischen Unterschied vor.


    3. Bequemlichkeit, denn es würde ja eigentlich nur einen Vorteil bringen, wenn man auf eine elektrische Wasserpumpe verzichtet, was viele wohl nicht wollen.


    Wie seht ihr das, die ihr schon mehr Erfahrung damit habt?


    Gruß,
    Thomas

    Hallo Urs,



    Davon kannst Du ausgehen. Zitat aus der Verkehrsregelverordnung, Artikel 73: Die Ladung darf mehrspurige Motorfahrzeuge und Anhänger seitlich nicht überragen. Zitat ende.
    Da steht explizit Fahrzeug und nicht Ladebrücke. Zu 99.9% dürfte das daher keine Probleme bereiten. Sollten die 0.1% eintreffen und du gerätst an einem übereifrigen Schroter der meint es dürfe nicht über die Ladebrücke hinausragen kannst du ihm ja ohne gross zu diskutieren mal den Paragraphen der oben genannten Verordnung vor die Füsse werfen :shock::wink:


    Danke! Damit ist das Thema wohl abschließend behandelt.



    Ist das ein ex Schweizer-Armee-Fahrzeug? An so einem Saurer geht ja nie was Kaputt (böse Zungen behaupten Saurer existiere deswegen nicht mehr), aber für den Fall der Fälle, wie sieht es mit Ersatzteilen aus? Sind die noch problemlos erhältlich?


    Ja, der Saurer kommt aus der Schweiz und wurde bei der Armee offensichtlich vorbildlich gepflegt. Ich habe ihn aber bei einem freundlichen Händler gekauft. Ich hoffe, dass du mit der Qualität recht hast und dass ich eher wenige (teure) Ersatzteile brauche. Verschleißteile soll es auch von Zulieferern geben und vieles andere gibt es bei einem Händler in der Schweiz, der die Reste von der Armee übernommen hat. Wegen dem Monopol sind die Preise da aber scheinbar nicht besonders attraktiv. Mittlerweile habe ich auch schon netten Kontakt zu weiteren Saurer-Besitzern bekommen. Ich denke, dass das schon irgendwie klappen wird. Und wenn nicht: die Saurer sind vergleichsweise günstig. Man kann also nicht zu viel verlieren.


    Gruß,
    Thomas

    Hallo Krabbe, alle,



    Ich denke, dass es in diese Richtung geht. Entschuldige aber trotzdem mein Misstrauen, welches auch daher kommt, dass du fast der einzige bist, der das "so locker" sieht. Von anderen Seiten bekomme ich gesagt, dass es viel massiver befestigt und ausgestaltet werden muss. Gibt es da außer dem 143€-Dokument vielleicht etwas verbindliches zum Nachlesen, was du empfehlen kannst für jemanden wie mich, der nicht die Bescheinigung für den gewerblichen Gütertransport gemacht hat. (Das soll jetzt nicht nach Problemen mit Textverständnis klingen. Ein allgemeines technisches Verständnis ist durchaus vorhanden und Formeln bereiten mir auch keine Probleme. ;-) ).


    Was ist eigentlich bezüglich der Verschraubung wegen den Vibrationen und Stößen während der Fahrt zu beachten?



    Bei dem Baujahr würde ich mich hinsichtlich der Ladungssicherung im übrigen nicht ohne nachzurechnen auf die vordere Ladeflächenbegrenzung verlassen. Müsste aber auch erst mal nachschauen, ob es zu der Zeit schon entsprechende Fetsigkeitsanforderungen in den einschlägigen Normen für LKW-Ladeflächen gab.


    Bei dem Saurer ist alles vergleichsweise massiv gebaut. Da könnte man bestimmt auch schwerere Dinge am Blech der Karosserie befestigen. ;-)


    Gruß,
    Thomas

    Hallo Holger,



    Wenn die Rungen abnehmbar sind, dann würde ich ein vergleichbares Profil in die Kabine integrieren, so dass es nach nunten übersteht und die gleichen Befestigungspunkte der Rungen ab Fahrzeug nutzen kann.


    ja, das wäre wohl auch eine Möglichkeit. Aber auch dann müsste ich die Längsverbindungen dort unterbrechen. Ich glaube, dass ich eher dafür sogen muss, dass alle Kanten möglichst durchgehende Verstrebungen haben. Wenn mit Rungen, dann auch mit Laden. Das wäre eine Möglichkeit, wenn ich eine gute Idee hätte, wie man den Koffer darüber dann verbreitern könnte. Eine Stufe nach außen in der Wand ist sicher machbar, aber muss gut durchdacht sein, damit die Stabilität nicht leidet.


    Gruß,
    Thomas

    Hallo Krabbe, Anton, ThomasFF, holger4x4,


    Ich bin echt begeistert von den vielen Erklärungen und Tipps! Hier sind meine gesammelten Kommentare und Rückfragen zur Art der Befestigung:



    Eine Wohnkabine ist im Vergleich zu „richtiger“ Ladung ja eher leicht.


    Ja und nein. Mit Holz (und vielleicht auch mangels Erfahrung und Optimierungen) wird das wohl schon im Bereich von mindestens 2-3t für den ausgebauten, reisefertigen enden. Nur um Missverständnisse zu vermeiden und weil ich teilweise überrascht bin, wie wenig Sicherung ausreichen soll, möchte ich nochmal konkret nachfragen, ob ihr die Maße von 5m Länge und 2,20m Höhe (bei 2,50m Breite) bedacht habt. Das ist ungefähr doppelt so groß wie eine Absetzkabine für einen Pickup.



    Wenn Du den Koffer seitlich eh etwas überstehen lassen willst, dann ist die Sache eigentlich sehr simpel:
    Zunächst solltest Du den Koffer auf eine Ladungssicherungsmatte (bzw. Pads) stellen. So hast Du schon einen Großteil der erforderlichen Ladungssicherungskräfte.
    Da Du den Koffer eh seitlich überstehen lassen willst verpasst Du ihm unten längst nur ein Winkelprofil (oder bei Gewichtsproblemen mehrere kürzere Winkel), die seitlich gegen den Pritschenrahmen anliegen. Damit hast Du dann seitlich schon mal die erforderlichen Kräfte aufgenommen.


    Ich sehe da zwei Möglichkeiten:


    1. Die Bretter der "Außenfassade" vertikal anbringen und nach unten überstehen lassen. Das hätte wahrscheinlich auch noch Vorteile in Richtung Abführen von Feuchtigkeit/Regen.
    2. Den oben gezeigten Koffer auf Kanthölzer stellen, die teils am Koffer unten und Teils auf der Pritsche festgeschraubt sind und für eine seitliche Führung sorgen. Was meint ihr, wie hoch solche Kanthölzer sein müssten? Muss das Hartholz sein oder geht "normales" KVH?


    Wahrscheinlich wäre eine Kombination von beidem sinnvoll.


    Die Antirutschmatten sind sicher sinnvoll. Allerdings möchte ich den Koffer ungern mit der ganzen Grundfläche auf die Pritsche stellen. Da sammelt sich doch dann bestimmt Wasser, welches besonders das Holz der Pritsche zerstört, oder? Da wären mir die Kanthölzer von oben lieber, die man vielleicht immer mal "einfach" austauschen könnte.



    Nun fehlt nur noch die Ladungssicherung nach vorn und hinten. Hierzu kannst Du nun z. B. an die oben genannten seitlichen Winkel vorn und hinten Anschlagpunkte vorsehen, in die Du den Koffer z. B. unterhalb der Pritsche nach vorn und hinten mit einem Spanngurte sicherst.


    Die Pritsche hat nach vorn eine Begrenzung, die sich nicht abnehmen lässt. Damit ist nur noch nach hinten abzusichern.



    Wenn Dir mein oben geschriebenes nicht ganz klar wird, dann komm mit dem LKW rum und ich erklär Dir, wie ich es meine bzw. wir können eine andere VDI 2700 konforme Lösung suchen.


    Danke für das Angebot. Ich denke, dass ich zu dem fertigen Konzept erst einmal hier eine Zeichnung diskutieren werde. Vielleicht komme ich danach aber doch einmal auf dich zurück.



    willst Du die Kabinenwände außen aus Profilbrettern bauen oder aus Sperrholz bzw. Siebdruck? Wenn Du aus Sperrholz / Siebdruck baust, wird das Ding so steif, das Du keinen zusätzlichen Stahlrahmen brauchst. Höchstens einen Rahmen in der bzw. unter der Bodenplatte.


    Ich möchte außen ca. 20mm starke Fasebretter aus sibirischer Lärche oder Douglasie und innen etwas dünnere Bretter aus Fichte/Tanne verwenden. Das Ständerwerk soll 6-8cm stark werden und aus KVH (Fichte?) gebaut werden. Weil ich keine Platten verwenden möchte, muss ich wohl auch schräge Kanthölzer im Ständerwerk vorsehen. Für Boden und Decke möchte ich aber Platten (ganz unten und ganz oben Siebdruck wegen der Feuchtigkeit, innen etwas günstigeres) verwenden. Dazwischen wieder das Ständerwerk (keine Ahnung, ob man das da auch so bezeichnet) mit Dämmung.



    Es ist ja auch eine Frage des Einsatzes. Willst Du Gelände fahren, und sei es auch nur zum Spaß, oder soll es ein schlechtwegetaugliches Reisemobil werden?


    Die Verwindung scheint beim Saurer 6DM nicht zu groß zu sein. Deshalb, und weil ich kein hartes Gelände anstrebe, mache ich mir darum nicht die größten Sorgen.



    Wie ist denn deine Pritsche gelagert?


    Der Zwischenrahmen (aus Aluminium) ist fest montiert. Die Längsträger sind relativ flach. Darüber sind U-Profile quer zur Fahrtrichtung, die stabiler aus nötig aussehen.



    Ich würde die Befestigung recht einfach machen, indem ich den Boden mit der Pritsche "verzahne". Auf den Pritschenboden kommen Kanthölzer, unter den Kabinenboden gleichartige Hölzer, die in das Muster auf der Pritsche passen. Das Muster würde ich so machen, dass die Kabine auf Rollbrettern (oder ganz vornehm auf im Kabinenboden versenkbar angebrachten Rollen) nach vorn geschoben werden kann und nach Absenken an ihrer Position fixiert wird. Wie so ein Muster aussehen kann, würde ich Dir lieber über mail bzw telefonisch erklären, schick mir, wenn Du die Erläuterungen brauchst, die Kontaktdaten (email-Addy bzw Tel.Nr.) über PN.


    Das klingt spannend, vielleicht auch schon etwas zu kompliziert gemessen an meinen handwerklichen Fähigkeiten. Aber ich schicke dir einmal meine Kontaktdaten. Eine Skizze könnte da tatsächlich helfen, es besser zu verstehen.



    Dazu bieten sich Wantenspanner aus dem Bootsbereich an, mit denen die Masten auf Seglern festgemacht werden. Schon rel. kleine haben eine Zugkraft von mehreren Tonnen. 4 Schraub-Ösen an den Kabinenecken und 4 auf der Pritsche reichen aus. Ein Stückchen Drahtseil mit zwei Endöffnungen könnte zur Verlängerung dienen, es sei denn, Du machst Befestigungen, in die der Wantenspanner direkt eingehängt werden kann, sowas kann man u.U. auch im Bootshandel kaufen.


    Die Wantenspanner kann man mit einem Kreuzschlitzschraubendreher und passendem Maulschlüssel je nach Größe zwischen 12 und 17 mm leicht von Hand festziehen oder lösen, so dass die Voraussetzung "mit Bordmitteln lösbar" erfüllt wäre. Gegenüber dem Zurrgurt sind die Wantenspanner weniger auffällig und kommen optisch schöner und unauffälliger daher.


    Das klingt zuerst als die beste Lösung, aber ich habe keine gute Idee, wo man diese am LKW befestigt und auch im Holzrahmen des Koffers hat man ja nicht so ideale "Angriffspunkte". Seitlich (wie auf vielen Bildern von LKWs mit Shelter zu sehen) mag ich sie nicht, weil sie ja zur Breite zählen und doch einigen Platz verschenken würden.



    Man kann aber auch eine Schraubbefestigung durch den Pritschboden konstruieren... 3 M12 bis M16 Bolzen und entsprechende Muttern, auf einer Grobblechplatte aufgeschweißt, die unter dem Pritschenboden angeschraubt wird, reichen da locker aus, weil sie ja nur das Hochspringen der Kabine durch extreme Fahrbedingungen verhindern müssen... die eigentliche Festigkeit der Verbindung wird ja durch das Lattenmuster auf Pritsche und unter der Kabine erzeugt. Die Verschaubungen kann man in der Kabine leicht in einem Bett- oder Sitzgrupppenkasten o.ä. verstecken.


    Das klingt für mich nach der Lösung, für die ich mich entscheiden sollte und ergänzt sich ja sehr gut mit dem, was Krabbe und Anton schon geschrieben haben. Die Metallplatten ließen sich auch irgendwie zwischen die U-Profile des Rahmens klemmen und sollten so eine stabile Befestigung ermöglichen. Dumme Frage: würde so eine Befestigung auch nur hinten reichen, damit sich der Koffer vorn bei Verwindung etwas abheben kann? Vielleicht wäre es noch besser, wenn man die Befestigung jeweils in den Mitten der vier Seiten anbringen würde.



    Da wurden auch die Ladebordwände abmontiert, und die Kabine hatte passende Gegenstücke die auf die Scharniere gepasst haben. Da wurde dann je ein Splint oder sowas reingeschoben und damit war die Kabine auf der Ladefläche befestigt.


    Ich glaube, dass das bei mir nicht geht, weil das keine Scharniere sind, sondern nur rundliche Vertiefungen, in die man die Laden von oben hinein stellen kann. Sie werden dann von den Verzurrösen in Position gehalten.



    Wie ist das denn für die jährliche TÜV Abnahme, oder überhaupt, willst du die Kabine zwischendurch mal abnehmen? Und wenn ja, dann wie? Mit Kran, Stapler, oder eigenen Stützen?
    Wenn du eine sehr paßgenaue Zentrierung baust, dann wird das aufsetzen etwas schwieriger. Aber wenn das nur eine gesetzeskonforme Lösung sein muss und sonst nie abgesetzt wird, ist das ja egal.


    Ich denke nicht, dass ich den Koffer ohne triftigen Grund abnehmen würde. Die Lösung muss also eher theoretische funktionieren. Ich weiß nicht, inwiefern der TÜV mich bei einer Prüfung zu einer "Demonstration" zwingen könnte. Vielleicht könnte er nicht fordern, dass ich sie abnehme, aber er könnte behaupten, dass sie z.B. nicht stabil genug ist, um ohne Pritsche auskommen zu können. Als "Beweis" bliebe mir dann vielleicht nur das Demonstrieren? Ich plane zwei Vierkantrohre aus Stahl oder Aluminium quer im Boden, für die ich mir später dann noch Kurbelstützen besorgen könnte. Solang ich die nicht habe, könnte man dem TÜV wohl auch erzählen, dass man den Koffer an den Rohren hochheben kann?



    P.S.: was ist eigentlich mit den Rungen an den Ecken und in der Mitte? Sind die abnehmbar, oder muss die Kabine dazwischen? Vielleicht kann man die Aufnahmen auch zur Fixierung der Kabine nehmen.


    Die sind abnehmbar. Nur die vordere Begrenzungsfläche bleibt. Ich denke, dass ich diese nicht zur Befestigung einplanen sollte, weil ich dann vielleicht auf die Idee käme, dafür "Einbuchtungen" in den Seitenwänden vorzusehen, die wahrscheinlich mehr Stabilitätsverlust als Gewinn bei einer sicheren Befestigung bringen.


    Gruß,
    Thomas

    Vielen Dank fuer eure ausfuehrlichen Antworten! Die lese ich mir spaeter im Detail durch und komme bei Fragen auf euch zurueck.


    Nur zu der Sache mir der Breite noch einmal: Mein LKW-Fahrgestell ist 2,50m breit und so ist das auch in den Papieren eingetragen. Das ist schon durch das Fahrgestell so gegeben und wurde vom TÜV-Pruefer an der Stossstange nachgemessen. Die Flaeche der Pritsche hat zwischen den Laden eine Breite von 2,35m und die Laden tragen dann noch zusaetzlich ca. 15cm zur Breite bei. Diese 15cm fallen weg, wenn ich die Laden entferne, was ich auch vorhabe. Das aendert aber nichts daran, dass das Fahrgestell dann immer noch 2,50m breit ist. Darf ich dann davon ausgehen, dass ich auch einen 2,50m breiten Koffer als Ladung darauf durch die Schweiz spazieren fahren duerfte?


    Gruss,
    Thomas