...als Pensionist, wie die Österreicher so nett sagen. Ich könnte, wenn ich wollte...und wir haben das ja nach unserer vorgezogenen Altersfreizeit von 61 bis 69 Jahren Lebensalter auch gemacht.... 2 Monate im Frühjahr und zwei Monate im Herbst....
Europa hat uns ausgereicht, der Wagemut wurde durch ein ganz nüchternes Kalkül überlagert, wobei durch Beurteilung der politischen und sozialen Verhältnisse in den Zielländern einiges sofort ausgesondert war. Z.B. Schwarzafrika mit den Straßenverhältnissen, mit den Gefahren der Tropenkrankheiten usw. schied aus. Ok, man kann durch Verhalten und Vorsorge, durch Fahrzeugauswahl und Prophylaxe einiges auf ein vernünftiges und überschaubares Maß bringen, aber das wäre echte Arbeit gewesen und wir verbinden mit unseren Reisen ein gewisses Maß an Bequemlichkeit und Komfort. Es blieben Europa, USA/Can und mit Abstrichen Australien und Neuseeland. Aber da kam das Geld ins Spiel, denn man muss das Mobil über einige tausend km über See transportieren. Bei Defekten hat man in USA und Austr. natürlich das Problem der Ersatzteilversorgung. Aber auch das könnte man mit was Geld und Arbeit auf ein überschaubares Risiko herabbekommen.
Wenn man die Sprache einbezieht....Englisch, französisch kein Problem...aber Russland ohne Sprache? Nicht unser Ding und wir waren zu faul, um eine slawischer Sprache mit anderen Grundwurzeln und dem cyrillischen Alphabet neu zu lernen mit über 60....hihi.....und dann im Sommer die Mücken in bestimmten Gegenden von Russland und ggf auch Skandinavien....
Also haben wir uns auf Frankreich und Katalonien konzentriert, nachdem wir herausbekommen hatten, wieviel schönes und auch abenteuerliches man im klein klein, also der intensiven Erforschung von Regionen man erleben kann, zumal dabei die Reisen fast kostennneutral blieben. Essen muss man überall und Sprit, Maut und CP - Kosten wurden weitgehend durch die Einsparungen im Betrieb der heimatlichen Hütte finanziert...Heizung und Warmwasser in größeren Mengen (Duschen jeden Tag, Whirlpool, Sauna und Gartenschwimmbecken), weil wir immer außerhalb der Saison unterwegs waren. Hihi... die Überwinterung in Katalonien im Winter 2013/14 hat uns ne Stromrückzahlung von fast 2.400 € gebracht.....
Und jetzt, nachdem wir uns im neuen Heim eingerichtet und auch im Winter viel bessere Verhältnisse vorgefunden haben, ist der Impuls für Fernreisen noch geringer geworden.
Also Leute, Ihr seid ja nicht unbedingt wie wir...aber im Prinzip gilt, wenn ihr echtes Fernweh habt...lebt es aus, solange Ihr jung und antriebsstark seid und schiebts nicht auf die Zeit nach der Pensionierung raus. Dann habt Ihr zwar die Zeit, aber vielleicht nicht mehr die Lust...wobei Ausnahmen die Regel bestätigen......