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  1. womobox & Leerkabinen-Forum
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  4. Leerkabine: Absetzkabinen und Festaufbauten

Leerkabinenkauf

  • Rafael
  • 11. Oktober 2026 um 20:45
  • Rafael
    Frisch-dabei
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    • 11. Oktober 2026 um 20:45
    • #1

    Hej,
    kann uns jemand ein paar Tipps geben was beim Leerkabinenkauf (möglichst geringes Gewicht wobei es auch bezahlbar sein muß) zu beachten ist. Ich denke an a) Materialien b) Wandstärken c) Hersteller d) sonstiges?
    von den Maßen stellen wir uns eine Kabine (Basisfahrzeug Sprinter) mit 3,6 m lang, 2,1 M breit und 2 m hoch (Außenmasse), eine kompakte Kabine, da wir immer zu zweit unterwegs sind.

    Dabei ist es für uns wichtig, dass der Hersteller sich mit uns auch auseinandersetzt und uns Tipps gibt bzw. die richtigen Fragen stellt, da wir keine Erfahrung damit haben, wir wissen nur sehr genau wie wir die Kabine eingeteilt und ausgestattet haben wollen.

  • holger4x4
    womobox-Guru
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    • 11. Oktober 2026 um 22:03
    • #2

    Hi,

    bei dem was ihr plant, sollte die Kabine um die 400-450kg wiegen. Das entspricht in etwa unserer Kabine. Das Ziel war unter 3,5to und unter 6m zu bleiben, was uns gelungen ist.

    Aufbau der Sandwichplatten außen ist 0,8mm High-Impact GFK, 3mm Wabenplatte für zusätzliche Stabilität, 37mm PU Kern und 0,8mm GFK innen.

    Gruß, Holger

  • willy
    womobox-Halbgott
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    • 12. Oktober 2026 um 13:51
    • #3

    Hoi

    Mein Vorschlag:
    Aufbau der Sandwichplatten außen ist 0,8mm High-Impact GFK, 10mm PET 150 bis 200 für zusätzliche Stabilität (Begehbar, Knien usw.), 30mm PET 50 bis 70 Kern und 0,8mm GFK innen.

    Wabenplatten machen das GFK schwer, nicht das Wabenflies selbst, sondern das Harz darin. Zumindest bei Vakuuminfusion.

    Der Richtwert bei Wabenplatten liegt bei ca. 450 bis 500 Gramm Harz pro Millimeter Materialdicke pro m²:

    • Coretech PM / Soric XF 2 mm: ca. 0,9 bis 1,1 kg/m² Harzaufnahme
    • Coretech PM 3 mm: ca. 1,3 bis 1,5 kg/m² Harzaufnahme

    Bei Verklebung ist es kaum ein Unterschied zu der 10mm PET 200 Schicht (die den Druck auch sehr gut (oder noch besser) verteilt).

    Der Bodenbelag als "Verteiler":

    1. Niemand läuft direkt auf dem nackten GFK-Laminat. Auf die Verbundplatte kommt im Ausbau fast immer noch ein Bodenbelag:
      • Mit Klick-Vinyl, Kork oder 3–4 mm Sperrholz/Nutzschicht: Diese Schicht verteilt die Punktlasten bereits hervorragend über die Fläche. In Kombination mit einem solchen Belag reicht selbst für "Rumpelfüße" PET 150 vollkommen aus.
      • Mit reinem PVC-Belag / LVT (weich): Hier drückt sich der Punkt direkt durch das GFK ins Substrat. Dafür ist PET 200 die bessere Wahl gegen bleibende Abdrücke von Stuhl- oder Tischbeinen.

    Grüsse Willy
    _______________________________________________________
    in dubio prosecco ;) mens sana in campari soda ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von willy (12. Oktober 2026 um 14:03)

  • Rafael
    Frisch-dabei
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    • 12. Oktober 2026 um 21:53
    • #4

    Holger und Willy,

    Vielen Dank für Eure wertvollen Tipps!!
    Sorry für die laienhafte Frage : welche Wandstärke soll ich nehmen (Boden, Wände, Decke ) ? Danke!!

  • mrmomba
    womobox-Guru
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    • 12. Oktober 2026 um 22:59
    • #5

    Hi,


    Kommt drauf an ob du im Sommer nach Südspanien willst oder im Winter in die Landmasse mach Schweden oder Finnland.

    Im großen und ganzen wird ca. 30-40mm genommen. Wichtig (für mich) ist auch, dass der Boden an kalten Tagen warm bleibt. Das geht nur mit aktiver Erwärmung.


    willy danke für deine Infos! Wo bekomme ich diese Platten theoretisch im Verbund her?

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    Es Grüßt: MrMombatou
    ----

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  • willy
    womobox-Halbgott
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    Kanton Zürich
    • 13. Oktober 2026 um 06:28
    • #6
    Zitat von mrmomba

    willy danke für deine Infos! Wo bekomme ich diese Platten theoretisch im Verbund her?

    Hoi Mrmomba

    Bei https://timeout.de gibt es den Schaum. Verkleben oder mit Epoxy muss man wohl Selber.
    Oder siehe bei: youtube.com und youtube.com und olma-overland.de/leerkabine

    Grüsse Willy
    _______________________________________________________
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  • holger4x4
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    • 13. Oktober 2026 um 13:26
    • #7

    Ich hab Wände 40 und Boden 50mm. Wände 30mm macht wegen der Isolationswirkung nur wenig Unterschied, für die Stabilität der Platten aber schon. Auch vom gewicht macht es nicht viel Unterschied, daher wird allgemein von den meisten Herstellern 40mm empfohlen als "Standardlösung". Mehr macht nur Sinn, wenn man in extreme Klimaregionen für längere Zeiten fahren will. Koffer für große LKW werden dann gerne in 50-60mm gebaut, aber das ist eine andere Liga.

    Gruß, Holger

  • Urlaubär
    womobox-Halbgott
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    • 13. Oktober 2026 um 22:27
    • #8

    Selbst meine Kabine mit 20mm in den Klappwänden und 30mm an den festen Wänden, ist mit 750 Watt Heizwürfel sehr schnell sehr warm. Die Dicke ist maßgeblich für Wasser Kondensation. Da ist aber das größte Problem die Kältebrücken. Und 30mm kriegst du nur noch mit roher Gewalt kaputt.

  • mrmomba
    womobox-Guru
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    nein
    • 13. Oktober 2026 um 22:57
    • #9
    Zitat von Urlaubär

    Selbst meine Kabine mit 20mm in den Klappwänden und 30mm an den festen Wänden, ist mit 750 Watt Heizwürfel sehr schnell sehr warm. Die Dicke ist maßgeblich für Wasser Kondensation. Da ist aber das größte Problem die Kältebrücken. Und 30mm kriegst du nur noch mit roher Gewalt kaputt.

    Guter Hinweis mir der Heizleistung: eriba Triton bj 74. Mit 19 und 25mm ***flex Isolation hat bei 4 Lebewesen LOOOOOCKER ein 500W Heitwürfel gereicht. (Mit Thermostat weil dauerhaft an war kacke) Hier Rede ich von Temperatur unter 10 Grad + etwas Fußbodenheizung. Leistung weiß ich nicht mehr. Glaube 80W Meter. Also 160W Summe, ebenfalls auf 19° geregelt und nicht dauerhaft an. Dach war aufgestellt. Dauerhaft an bei 800W-900W(Dieselheizung ) hieß Fenster auf und trotzdem noch schwitzen und nicht schlafen können. Jeweils immer mit aufgestellten Hochdach

    5596-9c1f21f7b8c7fa5e47e4297fb7f4dc44cd25032b.webp

    Es Grüßt: MrMombatou
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  • nunmachmal
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    • 14. Oktober 2026 um 10:01
    • #10
    Zitat von Urlaubär

    Und 30mm kriegst du nur noch mit roher Gewalt kaputt.

    Das ist leichtsinnig behauptet. In diesem Fall entscheidet die Stärke des GFK.

    Ich habe 30mm verbaut, aber aus Gewichtsgründen (4kg/m²) nur 1mm Deckschicht. In das Material kann man Dellen reingucken.

    Der Koffer hat jedoch bisher trotz oft hoher Belastung gehalten. Im Bereich der Dachterrasse wurde zusätzlich 4mm Sperrholz plus abermals 1mm GFK verarbeitet.


    Gruß Nunmachmal, 🏰

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • world_is_waiting
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    • 18. Oktober 2026 um 08:37
    • #11

    Wenn es leicht sein soll, würde ich auch zu 30mm Wandstärke tendieren, die Stabilität reicht aus , auch Kleinserienhersteller sind damit gut unterwegs.

    Ich gehe mal davon aus, dass jemand, der bauen lassen will, nicht selber mit dem herstellen von Platten beginnen will, deshalb helfen Tipps in diese Richtung wohl nicht. Frage: Was muss ich mir unter "high Impact" GFK vorstellen? Klingt nach Marketing.

    Da die Frage nach konkreten Anbietern war: ich weiß, dass sich Peter Kuhn von Ormocar zuletzt auch aus Eigeninteresse mit 3,5-T-Leichtbau beschäftigt hat, wenn es wirklich extrem leicht sein soll und gutes Budget da ist, wäre Velvet Composite mal ein Gespräch wert, der ist neu am Markt aber sehr umtriebig und hat kluge Ideen. Der würde aber nur die Kabine bauen.

    Für Leichtfahrzeuge ist es immer wichtig, ganzheitlich zu planen, denn die Kabine ist nur ein Teil des Spiels. Ich weise da mal ganz uneigennützig auf mein Buch hin, darin findet sich eine Auflistung aller relevanten Bauteile und Gewichte – das kann ggf hilfreich sein.

    Ahoi'
    Martin

  • Rafael
    Frisch-dabei
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    Ebenau
    Wohnkabine
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    • 19. Oktober 2026 um 08:28
    • #12

    Danke Martin, ormocar Jan ich schon ins Auge gefasst. Was hältst du von der kabinenschmiede? Bzw soll’s auch einen guten Anbieter in Polen geben der sich in D Leerkabinen vertreibt, kennst Du den auch?
    Schönen Tag!

  • world_is_waiting
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    • 19. Oktober 2026 um 13:52
    • #13

    Klar, es gibt noch eine Vielzahl anderer Betriebe, jeder hat seine Daseinsberechtigung. Hervorgehoben habe ich nur den einen Betrieb, weil mir dessen persönliche Beschäftigung mit Leichtbau aktuell bekannt war. Am Ende kochen alle nur mit Wasser und wer "echten" Leichtbau will, stößt bei den dort angebotenen Materialien immer an Grenzen.

    Martin

  • holger4x4
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    Bergisches Land
    • 19. Oktober 2026 um 14:02
    • #14
    Zitat von world_is_waiting

    Was muss ich mir unter "high Impact" GFK vorstellen? Klingt nach Marketing.

    Ja vielleicht ist das Marketing von Ormocar :) ... das high impact GFK ist GFK-Kreuzgewebe statt dem üblichen chaotisch angeordneten gepressten Glasfasermatten und soll deshalb stabiler sein und dann gehen auch dünnere Wandstärken.

    Gruß, Holger

  • Phil
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    selbst gebaut
    • 19. Oktober 2026 um 15:39
    • #15

    Mein Kabinenbausatz stammt von NomadCampers. Bis auf Kleinigkeiten hat alles reibungslos geklappt.

    Bezüglich Kabinenschmiede: schau mal diesen Thread an: RE: Sandwichplatten trocknen - immer noch Wasser im neuen Aufbau

    Kann natürlich ein Einzelfall sein.


    Grüße Phil

  • Holledauer
    womobox-Spezialist
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    Wolnzach
    Wohnkabine
    selbst gebaut
    • 20. Oktober 2026 um 09:33
    • #16

    ich habe meine Kabine als Leerkabine bei der Kabinenschmiede bauen lassen. Beginnend mit einem aussagefähigen und detaillierten Angebot bis zur pünktlichen Auslieferung der Kabine inkl. kleineren Änderungen meinerseits nach Vertragsabschluss kann ich nur Gutes berichten.

    Die Kabine ist seit 05/2024 auf meinem Auto und hat neben zig Stunden Ausbau zwischenzeitlich 7 Wochen auf Reisen erlebt - ohne die geringsten Probleme. Wandaufbau nach Empfehlung Kabinenschmiede mit innen/außen 0,7/0,8 mm GFK, darunter eine 3,5 mm Lage Wabe und 37 mm Schaum. Das Dach hat 8 mm Wabe. Der Boden hat 49 mm Schaum und eine 6,5 mm Hartschaumschicht innen zur Druckverteilung.

    Bodenlänge der Kabine 270 cm, Alkoven + 140 cm, Höhe und Breite außen jeweils 208 cm. Gewicht der Leerkabine inkl. Tür waren 330 kg.

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