Grundriss-Idee: eure Meinungen?

  • Hallo zusammen,
    ich habe nun einige Zeit über Grundrissen gebrütet, die mein Projekt weiterbringen sollen. Ich habe mich (aus verschiedenen Gründen) darauf eingeschossen, einen 20'' Seecontainer auszubauen und möchte euch heute eine (von mehreren alternativen) Ideen für einen Grundriss vorstellen mit der Bitte, mir eure (konstruktiven) Gedanken hierzu mitzuteilen. Unten findet ihr den Grundriss in verschiedenen Schichten, so dass es euch leichter fallen mag, eine genauere Vorstellung zu gewinnen.

    Hier der Container, der Grundlage für meine Überlegungen war:


    Zur Grundidee:

    Ziel wäre es, 2 Wochen mit den Wasservorräten auszukommen (deswegen 650l Frischwasser); die 1,8kWp Photovoltaik auf dem Dach werfen hoffentlich genug Strom ab, um im Container ohne Gas zu kochen (und vielleicht auch die Heizung elektrisch zu betreiben? Ich liebäugele derzeit mit einer wasserbasierten Fußbodenheizung, die durch den Kühlkreislauf des Fahrzeugs unterstützt werden könnte). Die Anzahl der hierfür nötigen Akkus ist für mich noch ein großes Fragezeichen, wenngleich man das sicher berechnen könnte...

    Ich habe versucht, Frischwasser und Schwarzwasser auf der selben Seite zu verbauen, damit möglichst durch die Veränderung der Füllstände keine großen Gewichtsverlagerungen entstehen. Die Akkus und die mit Euroboxen bestückten Regale auf der Fahrerseite sollen das Gegengewicht zu den Tanks sein. Ein weiteres Ziel war, die Leitungslängen so kurz wie möglich zu halten und möglichst ohne Fäkalpumpe auszukommen, weswegen die Toilette direkt auf dem Schwarzwassertank sitzt.

    Auf der Fahrerseite habe ich keine Fenster vorgesehen, damit der Container von außen so weit wie möglich noch wie ein (Büro-)Container aussieht.

    Die originalen Portaltüren bleiben, innen folgen jedoch zwei doppelflüglige verglaste Türelemente, die bei geöffneten Portaltüren einen schönen Blick nach draußen ermöglichen. Eine eventuelle LBW dient sowohl als Abschluss des Fahrzeugs als auch als Klapp-Terrasse.






    Vielen Dank schon im Voraus für eure Gedanken!

    Schöne Grüße

    Michael

    Einmal editiert, zuletzt von Rookie (4. April 2024 um 21:05)

  • Hallo Michael,


    bevor man auf Deinen schon recht detaillierten Grundriss eingeht, ein paar Fragen vorab: wie sind die Innenmaße des Containers? Wo soll die Kabine eingesetzt werden und zu welchen Jahreszeiten Das hat erheblichen Einfluß auf die Dämmung und den somit netto zur Verfügung stehenden Raum sowie auf die Solarleistung. Unsere heimischen 15m² liefern im Juni fast 650kWh, im Dezember noch keine 30kWh...

    Und wie viele Personen sollen darin wohnen? Wir kommen beispielsweise mit 250l/Woche mit zwei Personen luxuriös hin.

    Ansonsten bedingen für mich die großen Portaltüren die Sitzecke direkt daran, so dass man von beiden Bänken die Aussicht genießen kann!


    Viele Grüße

    (ex-)Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    erstes Juni-WE (07.-10.06.2024): Weinfest - Stellplatz nicht nutzbar

    dritter Sept.-Samstag (21.09.2024): Weinprobe in den Weinbergen

    02.-04.05.2025: Leerkabinen-Treffen


    Stellplätze und V+E vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Hallo Wolfgang,

    vielen Dank für Deine schnelle Antwort und vielen Dank auch für die Nachfragen:

    Der Container soll ein Standard-Seecontainer sein, der ungedämmt folgende Innenmaße hat: (LxBxH) 5.898 x 2.352 x 2.390mm. Davon würde ich auf jeder Seite ca. 75mm für die Dämmung opfern, sodass eine lichte Breite von ca. 2,20m übrigbleibt. Die Kabine soll prinzipiell eine Ganzjahreskabine werden, die sich zunächst mal in Europa bewähren soll (aber halt von Norwegen bis Griechenland). Ich hoffe, dass das mit der Dämmung, die ich mir zurechtgelegt habe, zu machen ist (von innen: ca. 2cm Multiplex, darauf geklebt 4cm Styrodur, den restlichen Hohlraum zur Außenwand mit PU ausgeschäumt im Spritzschaum-Verfahren, damit erst gar keine Hohlräume mehr übrigbleiben).

    Das mit der Solarleistung ist mir bewusst (leider), deswegen hab ich aktuell auch eine Diesel-Heizung vorgesehen. Geplant hab ich für zwei Personen (deswegen auch das Bett mit 200x160cm), denn ob die Kids (dann, wenn ich mal fertig bin, bin ja noch in der Anfangsphase) noch mitfahren, ist mehr als unsicher. Also prinzipiell meine Frau und ich. Wenn ich Deine Wassermenge von oben als Maßstab nehme, scheinen mir die 650l Frischwasser ganz gut zu passen, denn ich hatte mir vorgestellt, dass 2 Wochen ohne nachzufüllen schon drin sein sollten. Vielleicht könnte ich den Frischwassertank auch noch ein bisschen kleiner dimensionieren.

    Das mit der Sitzecke ist tatsächlich so'n Thema, an dem ich lange rumüberlegt habe. Ich würde gerne die Funktionalität erhalten, dass ich beide (auch die verglasten Doppelflügeltüren) öffnen kann. Das schließt für mich aber irgendwie aus, dass die Sitzecke direkt daran anschließt. Dafür könnte ich mich an dem Ausblick bei abgesenktem Bett umso besser erfreuen. Bin aber damit aber noch nicht so glücklich. Falls die Regale für die Euroboxen nicht in der Zahl als Stauraum benötigt würden, könnte der freiwerdende Platz ja dann tatsächlich für eine umgeplante Sitzecke verwendet werden...


    Schöne Grüße

    Michael

  • Hallo Michael. Ich habe immer mit 10 Liter Wasser pro Kopf und Tag gerechnet. Damit kann man gut auskommen. Ja, es gibt Leute die aus irgend welchen Gründen mehr verbrauchen. Deine Dämmung halte ich für mehr als ausreichend.

    Dämmung wird sehr oft überbewertet. Wenn du warm willst, musst du heizen. Wenn du kalt willst, musst du kühlen. Wenn die die Kosten dafür zu hoch sind, musst du isolieren.

    Über den Rest habe ich mir keine Gedanken gemacht. Die persönlichen Vorlieben und tatsächlichen Einsätze sind mir nicht bekannt.

    Man muss halt aufpassen und unterscheiden: was man braucht, was man will, was man sich leisten kann.


    Gruß Nunmachmal, 🇲🇪 42.250656,18.897242

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Ich würde keine F2F Sitzgruppe sondern eine L-Sitzgruppe realisieren, mit der langen Seite an der Wand. Dann hast du einen besseren Ausblick und kannst auch bequem mal lümmeln. Außerdem hätten noch Gäste auf Beistellstühlen Platz.

    Die Wand mit den Euroboxen gefällt mir auch nicht so. Man könnte einen Teil davon hinter dem kurzen Schenkel der L-Sitzbank verstecken. Und mach nicht alle Boxen so groß, eine volle 40x30cm Kiste ist schon ganz schön schwer.

    Gruß, Holger

  • Hoi Michael

    Unabhängig vom Grundriss wirst Du mit dem angedachten Wandaufbau wohl nicht lange glücklich sein.

    Denn die Physik wird Dir bei kühlen Aussentemperaturen Wasser in die Wand einbringen, das Dir die Wand zerstören wird.

    Ich habe 2019 beruflich den Aufbau eines Containerdorfes in der Schweiz technisch begleitet, der Aufbau mit der Stahlwand aussen ist nicht einfach zu lösen. Damals hab ich folgenden Wandaufbau vorgeschlagen, der dann nicht konsequent umgesetzt wurde. Da es nur eine für 5 Jahre vorgesehene Zwischennutzung eines Areals war wars nicht so tragisch.

    Du willst Deinen Container aber wohl länger nutzen, odrr?

    Mein Vorschlag damals war: Bei jeder Sicke oben und unten ein Loch mit ca 40mm bohren und mit einem Insektenschutzgitter und einer Wassernase schützen, den Container entrosten und Rostschutz auftragen, dann PIR/PUR-Dämmung von innen aufkleben, so dass die Sicken frei bleiben.

    So ergibt sich eine Teilhinterlüftung der Dämmung, damit die in die Wand eintretende bzw. eindiffudierende Feuchtigkeit entweichen kann.

    Innen kannst Du dann entweder eine selbsttragende Holzverkleidung anbringen oder, wie ich es machen würde, eine wasserfeste 6-9mm Sperrholzplatte mit Körapur 666 und der Hilfe von Unterdruck auf die Dämmung kleben.

  • Hi

    du willst darin komplett wohnen, oder? Sieht so aus, und davon gehe ich jetzt mal aus. Dann sind die Anforderungen etwas anders, als für 2-3 Wochen Urlaub.

    Ich verbrauchte auch, wie Nunmachmal, unter 10L Wasser am Tag. Mit meinen 200L komme ich durchaus auch 4 Wochen aus. Den Wasserbedarf in Wohnmobilen kann man nicht mit dem Zuhause vergleichen. Man hat jede Menge Möglichkeiten ohne sich groß einzuschränken, weniger Wasser zu verbrauchen. Der Förderdruck ist im Wohnmobil lässt sich gut begrenzen und Wassersparperlatoren wirken Wunder. Das kann man ja schon in der Planung bedenken.

    1800W Solar zum heizen könnte klappen, wenn du auf eine Wärmepumpe setzt. Auf Konventionelle Art sicher nicht. Wärmepumpe verbraucht nur 20-25% Energie. Ich hab das vor längerem für meine 8,5qm berechnet und bin zum Ergebnis gekommen, ab 1200W Solar (und entsprechend viel Akku) wäre es möglich mit eine Wärmepumpe zu heizen. Ich habe auch schon 12V Wärmepumpen aus chinesischer Fertigung gesehen. Ich würde mir aber dann parallel noch eine Heizung einbauen, die ohne Strom läuft, falls du mal deinen ganzen Strom verheizt hast, der Strom aus einem anderen Grund ausfällt oder die Heizung kaputt ist. Zb einen Holzofen, oder einen Diesel Schiffsofen. Sicher ist sicher, denn im deutschen Winter ohne Heizung dastehen geht gar nicht. Du könntest auch Holz und Wärmepumpe 50:50 nutzen, dann hast du sicher kein Problem, dass dir der Strom zur Neige geht. Mit Holz heizen ist sehr gemütlich und entfeuchtet dir obendrein die Bude.

    Elektrisch kochen ist mit 1800W kein Problem, das geht bei mir mit 800W schon sehr gut. Trotzdem ist mir kochen mit Gas lieber, meine Kochplatte selten im Einsatz. Wenn man Gas nur zum kochen nutzt, hält es ewig. Ca 1kg im Monat.

    Zum Grundriss: Ich würde das etwas weniger verwinkelt bauen. Bei wenig Raum ist das Raumgefühl wichtig. Wenn du weniger Einbauten hast, die im Blickfeld stehen, wirkt es geräumiger. Sagen wir mal, bei der Planung eher Loft im Hinterkopf, als eine Wohnung mit Zimmern. Und ich würde den Schlafbereich komprimieren, Das Bett quer einbauen. Wenn du schläfst siehst du eh nichts von dem vielen Platz den das braucht. Dagegen wenn du wach bist, verzichtest du auf den Platz, den der Schlafbereich zu viel einnimmt. Bei der Planung sich vor Augen zu führen, wie viel nutze ich am Tag diesen Bereich überhaupt und wieviel Platz verdient es deshalb, ist ein vernünftiger Ansatzpunkt. Ich hab schon Aubauten gesehen, die auf 10qm unsinnig viel Platz der Nasszelle einräumen, oder sogar ein geräumiges Klo hatten.

    Einmal editiert, zuletzt von pseudopolis (5. April 2024 um 10:27)

  • Wärmepumpe: In dem Container macht eine normale Splitklima Sinn, damit kann man auch gut heizen. Und in der Blechbüchse macht im Sommer eine Klima auch Sinn. Dazu dann ein kleines Holzöfchen :thumbup:

    Gruß, Holger

  • Hab jetzt nur überflogen: ich würde im Innenraum fertige Sandwichpanele einbauen ...

    Damit kommst du schneller und sauberer zum Ziel.

    Mehr als 50cm würde ich nicht nehmen, denn die Wirkung der Isolation ist nicht linear zur dicke...

    Das heißt: eine Box in die Box ...

    Und wie picco schrieb die Hinterlüftung wählen, gerade in solchen Fragen ist er hier einer der Spezialisten - beruflichen gesehen

  • .......

    Mehr als 50cm würde ich nicht nehmen, denn die Wirkung der Isolation ist nicht linear zur dicke...

    ....

    Uff, Superisolation. Denke das 50mm reichen.😁


    Gruß Nunmachmal, 🇲🇪 42.250630,18.897277

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Moin Michael,

    wie schon geschrieben wurde: Leider kenne auch ich den geplanten Nutzen und die Idee hinter dem Konzept nicht. Daher ist die ein oder andere Sache recht unverständlich für mich und ich würde es anders bauen. Da ich Deine Ideen nicht nachvollziehen kann, kommt jetzt natürlich viel Kritik. Sorry schon mal dafür. Aber wenn das so für Dich Sinn macht, dann ist das ja auch ok. Dein Ausbau muss für Dich passen, nicht für mich.

    Zunächst mal zu dem Container in der Sonderform mit der einzelnen Tür vorn. Ich weiß nun nicht, ob es Container und LKW dafür schon gibt, aber für mich macht das wenig Sinn. Durch den benötigten Platz für den Eingangsbereich wird der LKW in meinen Augen nur unnötig lang.

    Auch ich mag Euroboxen zum lagern. Im Innenraum gefällt mir die Optik aber weniger und so viele würde ich dann auch nicht verbauen. Kleidung kann man meiner Meinung nach z. B. besser in einem Schrankfach aufbewahren.

    Ich vermute, die Idee mit den Fenstern nur auf einer Seite entspringt einem „Stealthcamper“-Gedanken? Das kann man meiner Meinung nach vergessen. Einen Stealthcamper kann es in der Realität nicht geben. Denn da spricht immer das Nutzungsverhalten gegen. Oder willst Du nur in Gewerbegebieten stehen?

    Die Anordnung des Hubbetts finde ich für mich auch unpraktisch. Mitten im Raum, um auf Toilette zu kommen muss man über die Kopfseite aussteigen? Und trotz großer Kabine keine Sitzmöglichkeit bei heruntergelassenem Bett?

    Die Sitzgruppe wäre mir auch zu eng. Und für mich sieht es danach aus, als wären die Rückenlehnen zu gerade, um gemütlich darin zu sitzen.

    Meiner Meinung nimmt die gesamte Nasszelle auch zu viel Platz ein, für die kurze Zeit, die man täglich darin verbringt.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Picco,

    ich hab über das Problem der Feuchtigkeit viel im Internet recherchiert (was natürlich nicht das Gleiche wie praktische Erfahrung ist) und die (teil-)hinterlüftete Dämmung ist was, was ich lange Zeit als gesetzt angenommen habe. Bis mir die Spritzisolierung mit PU-Schaum über den Weg gelaufen ist. Etwa wie bei dieser Firma angeboten: https://www.mk-ortschaum.de/referenzen/pol…ritzschaum-pur/

    Wenn der Abstand zwischen Styrodurplatte und Containerwand, inklusive der Sicke, komplett ausgespritzt würde, dürfte ja kein Hohlraum übrigbleiben, in dem sich Kondenswasser bilden könnte. Von der Innenseite müsste eine Dampfsperre ein Eindringen von Feuchtigkeit in die Dämmung verhindern können?

    Was meinst Du?

    Schöne Grüße

    Michael

  • Hi,

    vielen Dank für Deine Anregungen!

    1800W Solar zum heizen könnte klappen, wenn du auf eine Wärmepumpe setzt. Auf Konventionelle Art sicher nicht. Wärmepumpe verbraucht nur 20-25% Energie. Ich hab das vor längerem für meine 8,5qm berechnet und bin zum Ergebnis gekommen, ab 1200W Solar (und entsprechend viel Akku) wäre es möglich mit eine Wärmepumpe zu heizen. Ich habe auch schon 12V Wärmepumpen aus chinesischer Fertigung gesehen. Ich würde mir aber dann parallel noch eine Heizung einbauen, die ohne Strom läuft, falls du mal deinen ganzen Strom verheizt hast, der Strom aus einem anderen Grund ausfällt oder die Heizung kaputt ist. Zb einen Holzofen, oder einen Diesel Schiffsofen. Sicher ist sicher, denn im deutschen Winter ohne Heizung dastehen geht gar nicht. Du könntest auch Holz und Wärmepumpe 50:50 nutzen, dann hast du sicher kein Problem, dass dir der Strom zur Neige geht. Mit Holz heizen ist sehr gemütlich und entfeuchtet dir obendrein die Bude.

    Ich habe in meinem bisherigen Entwurf eine Dieselheizung vorgesehen, etwa Webasto Thermo Top Evo 5D. Mit einer Wärmepumpe (und damit energiesparend und vollelektrisch) heizen zu können hätte natürlich einen unwiderstehlichen Charme. Derartige Wärmepumpen habe ich leider noch nirgends gesehen. Hab allerdings auch nicht danach gesucht. ;) Die Dieselheizung könnte ja vielleicht als Backup bleiben...

    Elektrisch kochen ist mit 1800W kein Problem, das geht bei mir mit 800W schon sehr gut. Trotzdem ist mir kochen mit Gas lieber, meine Kochplatte selten im Einsatz. Wenn man Gas nur zum kochen nutzt, hält es ewig. Ca 1kg im Monat.

    Kann ich nachvollziehen. Ich bin halt von der Grundannahme ausgegangen, dass weniger verschiedenartige Systeme nebeneinander besser wären (--> so viel wie möglich mit Strom; Blissmobil macht das ja auch so)...

    Zum Grundriss: Ich würde das etwas weniger verwinkelt bauen. Bei wenig Raum ist das Raumgefühl wichtig. Wenn du weniger Einbauten hast, die im Blickfeld stehen, wirkt es geräumiger. Sagen wir mal, bei der Planung eher Loft im Hinterkopf, als eine Wohnung mit Zimmern. Und ich würde den Schlafbereich komprimieren, Das Bett quer einbauen. Wenn du schläfst siehst du eh nichts von dem vielen Platz den das braucht. Dagegen wenn du wach bist, verzichtest du auf den Platz, den der Schlafbereich zu viel einnimmt. Bei der Planung sich vor Augen zu führen, wie viel nutze ich am Tag diesen Bereich überhaupt und wieviel Platz verdient es deshalb, ist ein vernünftiger Ansatzpunkt. Ich hab schon Aubauten gesehen, die auf 10qm unsinnig viel Platz der Nasszelle einräumen, oder sogar ein geräumiges Klo hatten.

    Werde mal nochmal drüber nachdenken. Ich hatte in verschiedenen früheren Entwürfen da Bett tatsächlich quer eingebaut...


    Danke nochmal für die Anregungen!

    Schöne Grüße

    Michael

  • Hallo,

    erstmal vielen Dank für Deine Gedanken.

    Moin Michael,

    wie schon geschrieben wurde: Leider kenne auch ich den geplanten Nutzen und die Idee hinter dem Konzept nicht. Daher ist die ein oder andere Sache recht unverständlich für mich und ich würde es anders bauen. Da ich Deine Ideen nicht nachvollziehen kann, kommt jetzt natürlich viel Kritik. Sorry schon mal dafür. Aber wenn das so für Dich Sinn macht, dann ist das ja auch ok. Dein Ausbau muss für Dich passen, nicht für mich.

    Zunächst mal zu dem Container in der Sonderform mit der einzelnen Tür vorn. Ich weiß nun nicht, ob es Container und LKW dafür schon gibt, aber für mich macht das wenig Sinn. Durch den benötigten Platz für den Eingangsbereich wird der LKW in meinen Augen nur unnötig lang.

    Auch ich mag Euroboxen zum lagern. Im Innenraum gefällt mir die Optik aber weniger und so viele würde ich dann auch nicht verbauen. Kleidung kann man meiner Meinung nach z. B. besser in einem Schrankfach aufbewahren.

    Was in der Entwurfszeichnung fehlt sind die Türen, die die Schränke noch verschließen sollen. Auch hab ich bei den Regalen einfach "copy-paste" gemacht. Natürlich bieten sich herkömmliche Schränkchen manchmal eher an...

    Ich vermute, die Idee mit den Fenstern nur auf einer Seite entspringt einem „Stealthcamper“-Gedanken? Das kann man meiner Meinung nach vergessen. Einen Stealthcamper kann es in der Realität nicht geben. Denn da spricht immer das Nutzungsverhalten gegen. Oder willst Du nur in Gewerbegebieten stehen?

    Tatsächlich war der Gedanke, den Container auf diese Weise etwas "zu tarnen" Grund für das Fehlen von Fenstern auf der Fahrerseite. Vielen Dank für Deine Einschätzung. Diesen Gedanken fallen zu lassen, würde manchen blöden Kompromiss unnötig machen und an manchen Stellen eine Vereinfachung möglich machen. Werde ich bei meiner Überarbeitung miteinbeziehen...

    Die Anordnung des Hubbetts finde ich für mich auch unpraktisch. Mitten im Raum, um auf Toilette zu kommen muss man über die Kopfseite aussteigen? Und trotz großer Kabine keine Sitzmöglichkeit bei heruntergelassenem Bett?

    Die Sitzgruppe wäre mir auch zu eng. Und für mich sieht es danach aus, als wären die Rückenlehnen zu gerade, um gemütlich darin zu sitzen.

    Meiner Meinung nimmt die gesamte Nasszelle auch zu viel Platz ein, für die kurze Zeit, die man täglich darin verbringt.

    Zur Anordnung des Bettes und der Sitzgruppe habe ich pseudopolis oben schon geantwortet. Werde ich ebenfalls überarbeiten. Bin gespannt, was Du zum überarbeiteten Entwurf meinst.

    Schöne Grüße

    Michael

  • Hallo Holger,

    Ich würde keine F2F Sitzgruppe sondern eine L-Sitzgruppe realisieren, mit der langen Seite an der Wand. Dann hast du einen besseren Ausblick und kannst auch bequem mal lümmeln. Außerdem hätten noch Gäste auf Beistellstühlen Platz.Die Wand mit den Euroboxen gefällt mir auch nicht so. Man könnte einen Teil davon hinter dem kurzen Schenkel der L-Sitzbank verstecken. Und mach nicht alle Boxen so groß, eine volle 40x30cm Kiste ist schon ganz schön schwer.

    Gerne nehme ich Deinen Gedanken auf. Habe auch pseudopolis oben schon dazu geantwortet.

    Schöne Grüße

    Michael

  • Ich habe in meinem bisherigen Entwurf eine Dieselheizung vorgesehen, etwa Webasto Thermo Top Evo 5D. Mit einer Wärmepumpe (und damit energiesparend und vollelektrisch) heizen zu können hätte natürlich einen unwiderstehlichen Charme. Derartige Wärmepumpen habe ich leider noch nirgends gesehen. Hab allerdings auch nicht danach gesucht. ;) Die Dieselheizung könnte ja vielleicht als Backup bleiben...

    Eine Backup Heizung ist wirklich sinnvoll, wenn du drin wohnen willst. Solche Diesel-Luft-Heizungen wie die Webasto sind nicht wartungsfrei. Da hab ich eine Erfahrungsgeschichte: In meinem erstem Winter im Bus habe ich permanent mit meiner Planar als einzige Heizung geheizt. Kurz vor Weihnachten kam dann ein Ausfall. Ein Sensor defekt. Konnte ich selbst ermitteln, aber halt kurz vor den Weihnachtstagen. Das Ersatzteil war, trotz eigentlich sehr gutem Service bei Planar und sofortiger Verfügbarkeit, erst 2 Wochen später da. Eine Art "worst case" Szenario. Obendrein hatte ich mit der Planar ein Feuchtigkeitsproblem, bzw eine Diesel-Luft-Heizung kann nichts gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit ausrichten. Ich habe dann als Hauptheizung einen Refleks Diesel Schiffsofen eingebaut. Der braucht keinen Strom und entfeuchtet die Innenraumluft. Zudem ist der Aufbau einfach. Wartungen sind mit ein paar Handgriffen erledigt und man hat keine Verschleissteile. Noch wartungsfreier ist ein Holzofen und hat die selben Vorteile. Nachteil: der Brennstoff ist nicht überall verfügbar und nachts geht er irgendwann aus. Die Planar ist heute nur noch meine Backup Heizung, die ich benutze, wenn ich es per Knopfdruck schnell ein paar Grad wärmer haben will.

    Die Wärmepumpen die ich meinte sind Splitklima, wie der Holger es auch angesprochen hat. Ich hab das bei Aliexpress gesehen.

    Michael

  • Hoi zämä

    Wenn der Abstand zwischen Styrodurplatte und Containerwand, inklusive der Sicke, komplett ausgespritzt würde, dürfte ja kein Hohlraum übrigbleiben, in dem sich Kondenswasser bilden könnte.

    Der durch die Wand diffundierende Dampf benötigt keinen Hohlraum um zu kondensieren, der kann auch in den Gasbläschen der Dämmung kondensieren...was bei unter 0°C an jenem Ort dann zu Eis und dadurch zerstörten Bläschen führen kann.

    Von der Innenseite müsste eine Dampfsperre ein Eindringen von Feuchtigkeit in die Dämmung verhindern können?

    Genau! Da Du aussen eine Dampfsperre hast brauchst Du entweder aussen eine 'Zerstörung' der Dampfsperre (Löcher usw) oder innen eine wirklich dichte Dampfsperre, also Metall oder Glas. Kein Kunststoff ist physikalisch gesehen eine Dampfsperre, auch wenn die Normen was Anderes sagen, nur Metall und Glas sind echte Dampfsperren!
    Nur...wie macht man eine Dampfsperre, die in einem Wohnmobil dauerhaft beschädigungsfrei ihre Aufgabe erledigt?
    Ich wüsste nicht wie...meiner Meinung nach geht das nur in der Theorie.

    Derartige Wärmepumpen habe ich leider noch nirgends gesehen.

    Wärmepumpe ist ein anderes Wort für Geräte, die unter anderen Namen präsent sind:
    -Klimagerät
    -Kühlschrank
    -Secomat usw
    Eine umkehrbare 'Klimaanlage' (In Klammern weil eine Klimaanlage eigentlich was Anderes ist als in der Umgangssprache) kann auch heizen...ist dann halt meist eine Luftheizung.
    Gibts auch in Form vergleichbar mit Heizkörpern.

    Obendrein hatte ich mit der Planar ein Feuchtigkeitsproblem, bzw eine Diesel-Luft-Heizung kann nichts gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit ausrichten. Ich habe dann als Hauptheizung einen Refleks Diesel Schiffsofen eingebaut. Der braucht keinen Strom und entfeuchtet die Innenraumluft.

    Das mit dem Entfeuchten kann nur sein wenn auch Raumluft ausgewechselt wird, z.B. indem der Ofen Raumluft als Verbrennungsluft benutzt.
    Das kann (muss nicht) aber auch sehr gefährlich sein, vor allem wenn nicht genug Luft nachströmt.

    Bei einer Luftheizung mit Ventilator kann man auf der Saugseite einen Teil Aussenluft beimischen (muss man selber bauen, früher gabs mal fernbetätigte Umschaltklappen) und hat denselben Effekt ohne Gefahr eines Morgens aufzuwachen und zu bemerken dass man von CO oder CO2 umgebracht wurde.
    Und ja, ich kannte zwei Leute die so gestorben sind.

  • ...

    Obendrein hatte ich mit der Planar ein Feuchtigkeitsproblem, bzw eine Diesel-Luft-Heizung kann nichts gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit ausrichten. . ..

    Mehr Feuchtigkeit als mit Gas zu kochen kannst du nicht generieren. Die Diesel-Luft-Heizungen sollten eh immer "trockene" Außenluft ansaugen. Wird halt aus Bequemlichkeit oder Unwissen nicht gemacht.

    In meinem Sommermobil, mit dem meine Frau als erstes Polarlichter sehen wollte, arbeiten seit 5 Jahren zwei 2kw Diesel-Luft-Heizungen der Marke Planar fast störungsfrei. Natürlich saugt die Hauptheizung Außenluft an. Die Zweite benützt die selben Luftkanäle und so war mit 499€ garantiert das der Skandinavien Urlaub, oder irgend ein anderer,nicht wegen eines Heizungsausfall kippt.

    Normalerweise läuft nur eine Heizung und die Zweite liefert als Gebläse kühle Luft um die Temperatur der Fußbodenheizung besser zu steuern. Wenn es morgens unerwartet kalt ist, laufen kurzzeitig beide Heizungen. Dieses System mit zwei baugleichen Heizungen würde ich immerwieder anwenden.


    Gruß Nunmachmal, 🇲🇪 42.250667,18.897100

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Das mit dem Entfeuchten kann nur sein wenn auch Raumluft ausgewechselt wird, z.B. indem der Ofen Raumluft als Verbrennungsluft benutzt. Das kann (muss nicht) aber auch sehr gefährlich sein, vor allem wenn nicht genug Luft nachströmt.

    Genau. Ein Belüftungsgitter nach aussen habe ich natürlich eingebaut. Sollte man wirklich immer dazu schreiben, dass es sonst gefährlich ist.

    Picco: was würdest du von der Isolation mit selbstklebendem Armaflex halten? Ist doch der Klassiker für den Isolation von Kastenwägen. Wenn man eines der Konkurrenzprodukte nimmt und eine Möglichkeit findet, im Grosshandel einzukaufen, ist das für die grosse Fläche auch nicht mehr sooo teuer. Vor dem anbringen des Armaflex lackierte Dachlatten an die Wände des Containers kleben, und darauf dann die Innenwände. Aus welchem Material auch immer.

  • Kastenwagen werden ja meistens nicht dauerhaft bewohnt. Und dann sind da noch genug ungedämmte Fenster, an denen das Wasser kondensieren kann. Aber trotzdem kommt Feuchtigkeit in die Dämmung und es gibt Rost, Picco hat da mit seinem ersten Camper auch so seine Erfahrung gemacht!

    Gruß, Holger

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