Das aufklappbare Festdach ...

  • Moin,


    kennt jemand eigentlich dieses Prinzip:


    http://www.quickupcamper.com/open.html


    Nach den ersten Betrachten bin ich noch nicht wirklich schlau, wie das genau funktioniert.
    Kann man das Dach von innen aufrichten ?
    Wie dichtet sich die Verbindungsstelle der beiden Dachschalen im aufgestellten Zustand ab ?
    Wie schließt man die "Lücken" vorn und hinten ?
    Wie dämmt man das Dach ?


    Die Idee an sich finde ich ja goil, die genauen Ausführungsdetails erschließen sich mir leider noch nicht.


    Gruß
    Jens

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Ich würde vermuten, dass man das Teil von außen aufrichten muss. Am linken Teil meine ich einen Gasdruckdämpfer als Aufbauhilfe erkennen zu können.
    Die Abdichtung der beiden Hälften gegeneinander sehe ich nicht als Problem an. Da die linke Hälfte ja über die rechte Hälfte überlappt und die rechte Hälfte abschüssig ist bedarf es an der Stelle eigentlich keine großartige Dichtung, da eigentlich kein Wasser eindringen kann. Ich würde meinen, dass eine Dichtleiste innen an der linken Hälfte, gegen die die Aussenkannte der rechten Hälfte anschlägt, ausreichend ist.


    Bei Vorder- und Hinterteil vermute ich mal, dass die von Innen gegen die aufgestellten Dachteile geklappt werden. Da die beiden Dachteile vorn und hinten auch "überlappen" kann da auch kein Wasser eindringen, so dass hier auch einfache Dichtungen ausreichen müssten.
    Bei der Dämmung könnte ich mir vorstellen, dass die Außenteile alle aus einem dünnen Sandwich sind, allein schon, um ein wenig Stabilität in die Teile zu bekommen. Aber mehr als 10 mm Isolierung würde ich mal nicht vermuten.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Das klappbare Doppelhardtop! Eigentlich keine schlechte Idee.
    Aber was passiert beim nass Zusammenbau? Dann wird die obere Dachhälfte innen von der 2.unteren Dachhälfte außen nass. Das mufft dann den ganzen Tag vor sich hin, bis zum nächsten Aufbau.

    Gruß, Holger


  • Sieht für mich auch eher kompliziert aus, im Vergleich zum Nutzen. Gibt zwar 'ne tolle Standhöhe in der Mitte im Gibelbereich, aber wie schaut's mit Schlafen aus? Da ist doch eine Hubkabine, die auf der ganzen Fläche Höhe schafft schon praktischer.

  • Zitat

    Das mufft dann den ganzen Tag vor sich hin, bis zum nächsten Aufbau.


    Jo, genau wie bei allen anderen Faltdach / Hubdach oder Klappdach - Konstruktionen. ;)

    Gruß Ralf

  • Hallo zusammen,


    da kann ich Mangiari nur zustimmen. technisch sicherlich ein interessantes Projekt aber ob auch alles techisch Realisierbare so von Segen ist, kann man halt bezweifeln. Auch das von Krabbe angesprochene Zusammenlegen bei Regen halte ich für nicht so gut gelöst, da doch die Feuchtigkeit gefangen wird.


    Besten gruß


    HWK

  • Naja, ich fand die Idee halt erstmal ganz interessant 8)


    Ich tendiere inzwischen doch zum vorn angeschlagenen Hubdach, so wie z.B. bei Marcus Haase realisiert.



    Wenn man die Kabine lang genug bauen kann und der Drehpunkt weit vorne über dem Fahrerhaus liegen kann, ergibt sich auch ohne weitere Origami-kunststücke eine angenehme Höhe auf ausreichender Länge.


    Bescheiden bleibt dann leider nur der Zugang zur Kabine im zusammengeklapptem Zustand. Seitlich sind auch bei größerer Kabinenausführung nur Kriechtüren möglich und hinten muss man entweder immer hochschwenken oder sich durch zwei Wände mit Tür quälen.


    Gruß
    Jens

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Tja, das kannst Du drehen und wenden wie Du willst. :wink:


    Man braucht schon ein glasähnliche Oberfläche mit dem entsprechenden "Abstreifer" um bei nassen oder verschneiten Außenflächen
    annähernd trockene Wände beim Schließen einer solchen Lösung zu bekommen.


    Wäre mir ja auch noch lieber wie eine Lösung mit Stoffwänden.
    Aber wie alles, ist es auch eine Frage des Einsatzzweckes.


    Ich habe ja auch ein Hubdach, obendrein mit Stoffwänden.
    Nur ich muß es nicht unbedingt öffnen um darin zu wohnen.
    Bin "untergroß". :lol:


    Bei schlechtem Wetter, bleibt es halt zu und somit die Stoffwände trocken. ;)

    Gruß Ralf

  • Ich glaube, Krabbe hat die ursprüngliche Frage schon gut beantwortet - ich kann mir gut vorstellen, daß eine Kabine mit den beschriebenen Abdichtungen auskommen könnte.


    Was die Probleme mit dem Feuchtigkeitseinschluß beim Zusammenlegen der Kabine angeht, so sehe ich da bei dem Kippdachkonzept ebenfalls Probleme. Alles Wasser, was beim Zusammenlegen des Daches auf der inneren Schale verbleibt, hat keine Möglichkeit, abzutrocknen - entweder fängt es zwischen den Schalen an zu Schimmeln oder das Wasser läuft ins Fahrzeuginnere. Beide Alternativen sind wohl nur 'suboptimal'...


    Ich glaube da mehr an das Konzept von Söhnke's (und meiner) Hubdachkabine: hier kann Wasser, das an der Aussenwand der Innenschale haften bleibt, nach unten ablaufen. Außerdem kann - bei Abdichtung nur an der Oberkante der Unterschale - Luft in den Zwischenraum zwischen Innen- und Aussenschale gelangen und so zusätzlich trocknend wirken.


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    vierter Sept.-Samstag (24.09.2022): Weinprobe in den Weinbergen

    05.-07.05.2023: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (02.-05.06.2023): Weinfest (Stellplatz nicht nutzbar)

    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Hallo Wolfgang, Hallo Jens


    stimmt, bei unserer Kabine gibt es kein Problem mit den nassen Außenwänden. Aber auch nicht bei der von Jens gezeigten Haase Klappkabine, der Aufbau mit Bürstendichtung oben ist gleich.
    Das Einsteigen bei geschlossenem Dach ist bei beiden Konstruktionen dank des schrägen Überhangs kein Problem, man muß sich einmal Bücken und steht dann schon in der Kabine, im schrägen Überhang...
    Vorteil der Klappkabine ist ganz klar, man kommt ohne Hydraulik aus, Nachteil ist die Optik mit der schrägen Teilung und Stehhöhe nicht auf der ganzen Länge...


    Je weniger einzellne Teile klappen und abgedichtet werden müssen un so sicherer und einfacher wird der Dauergebrauch...


    Gruß Sönke

    Gruß Sönke


    HDJ 80 mit J4 Fahrerhaus und Hubkabine

  • Genau so hab ich das auch gedacht. Abdichtung einfach nur am oberen Rand des starren (unteren) Teils der Hubkabine, dann kann gar kein Wasser eingeschlossen werden. Und wo kein Wasser eingeschlossen ist, sondern Luft hinkommt, da muffelt auch nichts.


    Motorhauben sind ja auch nicht wasserdicht und trotzdem muffelt's nicht drin, weil das Wasser nach unten halt wieder rausläuft. Was anderes sind halt die typischen Hubdächer, bei denen die Stellwände nach innen gefaltet werden. Hier hat man logischerweise eingeschlossene Feuchtigkeit und dann gibt's auch Probleme wenn man feucht zusammenbaut.

  • Hallo,
    ich hatte mir auch mal auf meinen damaligen HZJ79 eine Aufstelldachkabine gebaut, bei dem die festen Seitenwände von innen hochklappen. Des bisserl Restnässe auf den Wänden (also die paar Tropfen) waren nie ein Problem, wenn man vor dem Zusammenklappen mit nem Scheibenwischer mal kurz aussen rum geht. Der Rest kann dan während der Fahrt bei leicht geöffneter Dachluke abtrocknen.


    Was ich mich allerdings frage ist, wie man den Spalt ausfüllt, der hinten entsteht, wenn man das Dach der Haase Kabine aufstellt. Denn die Unterkante des Aufstelldaches ist um einige cm länger als die Kabine selbst.


    Grüße,
    Ronny

  • Zitat von Ronny

    ich hatte mir auch mal auf meinen damaligen HZJ79 eine Aufstelldachkabine gebaut, bei dem die festen Seitenwände von innen hochklappen


    Hallo Ronny,


    wie genau hast du das denn realisiert ?


    Vorn angeschlagenes Aufstelldach mit Gasdruckfedern ?
    Seitenwände das Daches am Aufstelldach befestigt oder an den Seitenwänden den Kabine ? Wurden die Seitenwände also von unten hochgeklappt (an den Seitenwänden befestigt) oder von oben runtergelassen (am Dach befestigt) ?
    Wo war die Rückwand befestigt ?
    Wie dichtet man die kritischen Spalte zwischen Rückwand und Seitenwänden ab ?


    Gibt es Fotos dieser Konstruktion ?


    Wie man sieht, bin ich sehr neugierig hinsichtlich solcher Dachkonstruktionen :roll: .


    Gruß
    Jens

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Hallo Jens,
    das Dach war vorne angeschlagen. Die Seitenwände und die Rückwand am unteren Kabinenteil. Die Seitenwände waren somit dreieckig wobei sich die Spiten der beiden Dreiecke im zusammengeklapptem Zustand in der Mitte der Kabine trafen. Die Seitenwände waren ca. 3cm dick. Das Scharnier der Rückwand war 3cm höher gesetzt als das der Seitenwände. Somit musste man zuerst das Dach hochdrücken (Gasfeder unterstützt), dann die Rückwand hochklappen und dann die Seitenwände. Die Rückwand hatte rechts und links Aluwinkel, die um die hochgeklappten Seitenwände rumgingen und an denen eine Gummidichtung war.
    Problem waren aber die Scharniere, weils da bei Seitenwind das Wasser reingedrückt hat, besser wären da so Gummischarniere. Weiteres Problem war das Eigenleben des Daches aufgrund von Temperaturunterschieden, es bog sich mal mehr mal weniger, was das Hochklappen der Wände erschwerte.
    Wenn mir jetzt noch jemand sagt, wie man hier Fotos reinstellt, ohne Webspace zu haben, dann kann ich das gerne tun, ansonsten kann ich Dir Fotos per mail schicken.


    Grüße,
    Ronny

  • Hallo, Ronny,


    das mit dem Bilder einstellen ist ganz einfach: wenn Du einen Beitrag schreibst, siehst du auf der entsprechenden Eingabeseite zwei blaue Balken - einen oberen mit der Aufschrift 'Antwort schreiben' und einen unteren mit 'Attachment Kontrollzentrum'.
    Unter diesem unteren blauen Balken gibt es einen Button 'Attachment hinzufügen', wenn Du den anklickst, ändert sich die Eingabemaske und Du erhältst einen dritten blauen Balken 'Attachment hinzufügen'. Unter diesem wiederum findest Du zwei Felder, eins zum Eintragen des Dateinamens auf Deinem Rechner, eines mit der Möglichkeit einer Kommentareingabe. Danach auf den Button 'Attachment hinzufügen' neben dem Kommentarfeld klicken und das Bild wird auf die Forumsspace hochgeladen.


    Viel Erfolg beim Bildchenzeigen
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    vierter Sept.-Samstag (24.09.2022): Weinprobe in den Weinbergen

    05.-07.05.2023: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (02.-05.06.2023): Weinfest (Stellplatz nicht nutzbar)

    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Danke für die Bilder :D


    Ich glaube, das lohnt nicht mit den festen Wänden.
    Da kann man sich auch eine Winterverkleidung für die Stoffwände mitnehmen oder eine Außenüberlappung im hinteren Bereich konstruieren, die 80% der Stoffwände überdeckt und somit auch Sturmsicher wäre.


    Gruß
    Jens

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Hallo Jens,


    was hälst Du von diesem Hochdach?
    Das sollte auch auf anderen Fahrzeugen als einen Defender gebaut werden können.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

    2 Mal editiert, zuletzt von VWBusman ()

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