Neues Bauprojekt / Grundrissdiskussion Van mit Hochdach

  • Ist es ok, wenn Martin vom explorer hier Bilder von einem Entwurf postet, für eine Diskussion? 20

    1. Ist ok! (20) 100%
    2. Hmm, das ist mir zu werblich, bitte nicht. (0) 0%

    Moin in die Runde!


    Man kennt ja nicht jeden hier persönlich, deswegen stelle ich ein kurzes Hallo vornan: Ich bin Martin und arbeite als Redakteur beim explorer. Und als DIYer lese ich schon seit vielen vielen Jahren auch privat hier in diesem Forum mit.

    Nun habe ich ein neues Projekt vor der Nase und würde den Grundriss dazu gerne einmal hier zur Diskussion stellen, schließlich weiß ich, wie viel geballte Erfahrung hier liest und schreibt. Da das aber durch die Verknüpfung zum explorer ja nicht ganz privat ist – auch wenn ich den Wagen am Ende eigenhändig ausbaue – wollte ich hier vorab einmal kurz abchecken, ob das in Ordnung geht. Der Bauplan ist schon recht konkret und das dazugehörige Auto auch in den kommenden Wochen auf dem Hof, aber mich würde interessieren, ob ich wirklich an alles gedacht habe. Oder was sich noch besser machen ließe.

    Parallel ist dieses Thema "Wie finde ich zum perfekten Grundriss" auch ein Artikel im kommenden Heft und dies hier quasi der Link in die echte Welt.


    In diesem Sinne: ist es für euch ok, wenn ich hier mal Bilder vom Entwurf poste, für eine Diskussion, oder bitte eher nicht?


    Danke für das Feedback!


    Martin

  • Hallo Martin,


    da ich auch ein Abo habe bin ich jetzt doch sehr gespannt was Du uns hier vorstellst.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Hallo Martin,


    da ich euch auch bei utube folge, bin ich gespannt was als nächstes kommt!

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
    all.jpg

  • Merci!

    Dann will ich mal die Karte auf den Tisch legen.


    Kurze Projektbeschreibung: 6 Meter-Van mit 2,1 Meter Hochdach. 5,5Tonner.

    Anforderungen:

    - Vier-Jahreszeiten-tauglich, also alle Funktionen sollen im Innenraum verfügbar sein.
    - Vier Sitz- und Schlafplätze in je zwei Doppelbetten.
    - Leergewicht des Autos liegt bei 3,6t, fertiges Fahrzeug unbetankt soll unter 4,6 t bleiben.
    - Nasszelle mit Dusche
    - Stauraum innen mind. 1.100 Liter, das sind vier Reisetaschen + Handgepäck. Also unsere Foto- und Filmausrüstung..


    Idee:

    Wer länger in der Materie ist, erkennt Anleihen im James Cook / Sven Hedin. Nutzwertiges, aber kompaktes Auto, einziges großzügiges Element wird die Sitzgruppe sein, die auf Schiebetürhöhe liegt, der Panoramaklappe des kleinen Mannes. Im Zwei-Personen-Modus wird das Hubbett Hauptschlaffläche, bei voller Belegung wandelt sich die Sitzgruppe zum Bett. Das Bad ist als Durchgangsbad im Heck konzipiert, die meiste Zeit verschließt die 180-Grad-Tür den WC-Platz und der Blick bis ins Heck ist offen. Wird Klo oder Dusche gebraucht, schließt die Tür quer zur Fahrtrichtung. Das könnte handwerklich eine Baustelle werden, weil der Daily im H3-Hochdach sehr weich sein soll.



    größte Sorge:

    Technik platzieren. Sitzbank eintragen lassen. Platz für 150 Liter-Wassertank finden (gerne Unterflur, aber sehr verbaut, ist ein Euro 6-Auto).


    noch in der Skizzenphase:

    Ich überlege, den hinteren Teil auf ein Podest zu setzen für einen kleinen Doppelboden. Wird aber max 15.cm bringen. In der Sitzbank soll eine kleine Ausziehküche für die Sommerabende, aber vermutlich ist die Einstiegshöhe so hoch, dass man auf Kinnhöhe kochen würde. Ds bringt mich zu meinem unbekanntesten Problem:


    planen ohne Muster:

    Ich habe dieses Auto noch nie live gesehen bis vor einigen Monaten, als er an den Händler ausgeliefert wurde (und dort derzeit noch steht). Ich plane rein virtuell, was dazu führt, dass man gerade bei einem Van einige Stolperfallen übersieht oder ausblendet. Beispiel ist das Hubbett. Wie weit wird es nach vorne rücken können? Es bleibt also spannend.

    Nun aber die Skizzen vom Entwurf, ich freue mich über Eindrücke, Einschätzungen, Vorschläge, Kritik und vieles mehr!

    Martin



  • Hallo Martin,


    interessantes Konzept! Die Sitzgruppe ist natürlich nicht so besonders groß für 4 Personen. Vielleicht kann man die vordere Bank einfach über die volle Breite ziehen. Bleibt vorne die Doppelsitzbank? Dann ist ja eh kaum ein Durchgang möglich.

    Das mit der Auszugsküche sollte schon gehen. Der Boden ist ca bei 65-70cm, +30cm Auszug ist man bei 1m Arbeitshöhe.

    Wie breit ist denn das Hochdach im oberen Bereich? Das beschränkt ja die Breite des Hubbetts. Wiel soll das Bett geführt und fixiert werden?

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
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  • Hallo Martin,


    ganz spontan:

    Die „Ausziehküche“ aus der Sitzbank würde ich lassen. Damit nimmst Du Dir den kompletten Stauraum in der Bank.

    Ich würde eher die Küche noch etwas weiter nach vorn (in die Schiebetüröffnung hinein) verlängern. Dann kannst Du ggf. noch einen Klapptisch o. ä. daran anbringen, wo Du einen Außenkocher draufstellen kannst.


    Wenn Du schon Platzprobleme mit dem 150 l Wassertank Unterflur hast, wo soll der passende Grauwassertank hin?


    Bei der Technik stellt sich natürlich die Frage, was alles an Technik verbaut werden soll.

    Grundsätzlich sollte man beim Grundriss ja auch die Gewichtsverteilung etwas im Auge haben. Du hast die großen Stauräume in der Sitzbank auf der Fahrerseite. Da solltest Du schauen, was Du an Gewicht auf die andere Seite bekommst.


    Und wie sehen die Achslasten im Leerzustand aus?

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Nun, du hast zwar die Anleihen an vergangen Modellen aufgezeigt, aber im Grunde hast du eine Fast 1:1 Idee von Bresler Mobile verfolgt :-D


    Schau dir den mal an: https://www.bresler-mobile.de/junior-496-dk/Der Junior 496 ist mit deinem Schnitt sogar unter 5 Meter. Sprich, du hättest sogar noch einen Meter mehr.
    Das war für mich (weiß gar nicht, 2018?) auf der Caravanmesse Düdo ein wirklicher Kracher, was Ideen, Innovation und Grundriss anging, neben den 1000 Clones der anderen Herstellern.

    Natürlich war Bresler jetzt auch nicht der erste Erfinder dieses Grundrisses - es gab die Wingamms im Ducato Kasten schon um 198x mit ähnlichen Grundriss aber - nicht so komfortabel wie Bresler.
    ( wingamm: http://www.nonsolocamper.it/v/112/FIAT-DUCATO-14-WINGAMM )
    Gerade die Unterschiedlichen Höhen vom Bresler machen das Fahrzeug ausgesprochen Interessant.

    Möglicherweise kennst du diese Modelle als Reporter aus der Szene aber schon - dann tut es mir Leid - aber ggf. sind da ja auch ein paar tolle, neue Sachen dabei.

    Also zu den Ideen und Anregungen:
    - Ich finde dein Grundriss wirkt sehr beengt

    - für ein so kleines Fahrzeug planst du wirklich viel Lokusplatz ein, das ist für mich etwas "Überdimensioniert -

    aber die halt auch die Frage: Dedizierte Dusche oder Duschen im WC-Raum?

    - Evtl das Hubbett etwas schmaler, dafür da auch noch Hängeschränke hinbauen.
    Vermutlich eh am Einfachsten um die Mechanik zu verstecken und die Dachwölbung auszugleichen

    - Definitiv kann man mehrere "Ebenen" nutzen. Gerade beim H3 hast du Platz nach oben:
    Macht vielleicht auch das Verbauen der Duschtasse einfacher? (Abfluss nicht im Unterboden und Frostfrei - Theorie - keine Praktische Erfahrung)
    Ebenfalls kannst du den Unterboden/Zwischenboden auch mit beheizen: Nunmachmal hat das z.B. und ist Ganzjährig unterwegs. VWBusman hatte es? Das würde auch für
    eine kleine Ebene in der Sitzecke sprechen (Wie Bresler)

    - Küche in Schiebetürnähe hat zumindest den Vorteil - dass man das gekochte rausgeben kann. Mit Vorzelt hat man den Dunst halt im Vorzelt? (Theorie - habe nur
    Kartunschekocher und Koche damit im Vorzelt - verbraucht aber Unnötig viel freuen Platz :-( )


    Soweit meine Ideen .... Und Theorien

    Frage: Was heißt verbaut? Windabweiser usw?

  • Für mich fängt die Überlegung etwas früher an. Bin ich eher ein "draußen-Typ" der vor dem WoMo hockt oder bin ich der "Abgeschottete" der im WoMo hockt (möglichst mit deutschem Sat-TV auf einem Campingplatz in GRI oder SPA). Je nachdem ergeben sich komplett verschiedene Konzepte. Da ich eher der "draußen-Typ" bin, sind für mich folgende Dinge wichtig:


    Zugriff auf Kühlschrank von außen (um zu beladen oder um einfach jederzeit ein Bier holen zu können)


    Einfacher Zugriff auch auf Koch- und Grll-graffel von außen da nicht immer innen gekocht wird.


    Durch diese beiden Anforderungen fällt der Nassbereich als Durchgang im Eingang prinzipiell weg, muss woanders sein.


    Und wie steht es mit Feuerholz (ob unterwegs gesammelt oder von daheim mitgenommen), wohin damit? Ich habe es in einer Ikeatüte auf der Deichsel, innen macht es zu viel Dreck.


    Tisch und Stühle für draußen, wohin damit?

  • Hallo Martin,


    interessantes Konzept! Die Sitzgruppe ist natürlich nicht so besonders groß für 4 Personen. Vielleicht kann man die vordere Bank einfach über die volle Breite ziehen. Bleibt vorne die Doppelsitzbank? Dann ist ja eh kaum ein Durchgang möglich.

    Das mit der Auszugsküche sollte schon gehen. Der Boden ist ca bei 65-70cm, +30cm Auszug ist man bei 1m Arbeitshöhe.

    Wie breit ist denn das Hochdach im oberen Bereich? Das beschränkt ja die Breite des Hubbetts. Wiel soll das Bett geführt und fixiert werden?

    Bank über zumindest 2/3 der Breite ist angedacht, das fällt unter den Aspekt "muss ich sehen wenn der Wagen da ist", genauso wie die exakte breite des Bettes die ich derzeit auf 140 schätze. Vermutlich kommt ein Standard-Produkt aus dem Reisemobilzubehör zum Einsatz.
    Martin

  • Moin! Ja, Außenküche versus Stauraum ist ein starkes Argument. Es könnte auf einen Kompromiss hinauslaufen, also eine kurze, vielleicht 50 cm tiefe Schublade, mit einem Halter für ein Spülbecken und einem einflammigen Kocher.

    Gewichtsverteilung habe ich im Blick, den Kisten der Sitzbank steht der raumhohe Kleiderschrank hinten rechts gegenüber, bestenfalls ist die Elektrik darunter/davor untergebracht und der Wassertank hinter der Hinterachse. Achslasten sind in jede Richtung laut Prospekt unproblematisch, aber ich wiege beim ausbauen.
    Martin

  • Ahoi!
    Der kurze Bresler ist schon noch etwas anders, aber der Junior geht in die gleiche Richtung (https://www.bresler-mobile.de/junior-exclusiv/). Ich finde ihn etwas verbaut im hinteren Bereich, hoffe, etwas offener gestalten zu können. Aber wie du schon sagst, das Rad ist im Kern nicht neu, nur vielleicht etwas in Vergessenheit geraten. Ich hatte mal einen LT1 der auch ähnliche Elemente besaß.

    -Neben das Hubbett schränke oder zumindest Regale zu verbauen ist nicht uninteressant, das führt das Bett auch während der Fahrt. Ist notiert.
    -Doppelboden im Heck empfinde ich auch attraktiv wegen installationsebene, in der Sitzgruppe nicht, da hätte ich gern eine Ebene, um mal ein Fahrrad reinstellen zu können.
    - wenn ich die Küche auf die Beifahrerseite nehme, also in Richtung Schiebetür, steht man sich im Weg, das kenne ich von vielen 0815-vans. Ist nicht mein Fall. Muss also ein Fenster auf die Küchenseite.

    -verbaut: viele Komponenten und Teile und Tanks und Krams.

    Martin

  • Ja! Drinnen oder draußen ist DIE Frage. Die habe ich mir aber beantwortet, für mich ist der entscheidende Luxus eines Campers, Tür zu und Heizung anmachen zu können.

    - Zugriff auf Kühlschrank von außen: Ja, coole Sache, ordne ich aber in der Prioritätenliste bei mir weiter hinten ein (nicht so, die kleine Kühlbox während der Fahrt neben dem Fahrersitz ;-))

    - Nassbereich als Standard-Durchgang ist in meinen Augen auch nicht optimal, deshalb bleibt die Schiebetür der Haupteingang.

    - Feuerholz, Campingstühle usw. ist ein wunder Punkt. Tisch und Stuhl können in einen Doppelboden, Feuerholz müsste auf den Fahrradträger am Heck.

    Martin

  • Moin,

    ... die Sitzbank vorne quer, was spricht dagegen den Fahrer und Beifahrersitz drehbar zu machen ?

    Dann könnten doch ca 40cm hintenraus noch "verplant" werden.


    Soll es auch Stauraum über den Vordersitzen geben ?

    Evtl. kann das Hubbett noch 50cm nach vorne gesetzt werden.

    Den Abschluss der Unterkante vom Bett im hochgezogenen Zustand

    könnte dann der obere Scheibenrahmen sein - oder halt wenn´s Drehsitze gibt,

    das so tief setzen, dass ein "bequemes" Aufstehen vom Sitz möglich ist.


    ..... ich habe mir dann doch jetzt Deine Pläne angeschaut.... 8)

    Kannst Du da gerade stehen ?

    ....und das wird ja für die 2 die auf der Sitzecke schlafen wollen / sollen ganz schön eng

    nach oben....


    Planst Du noch ein Hubdach, und wenn´s nur 40cm sind, du gewinnst eine Menge mehr an

    Höhe- Dein Hubbett braucht nicht so tief abgesenkt werden und die Menschen

    die auf der Sitzecke Schlafen haben mehr Luft nach oben.


    Ich mit meinen 1,85 würde mich nicht wohl fühlen und würde immer geduckt unter dem hochgezogenen Bett durchgehen :/


    Grüsse vom Jörg


    Edite sagt . ich habe lange zum Schreiben gebraucht ^^

    .....vor 35 Jahren .............................Grüße vom Jörg

  • Hallo Martin,


    wie wäre es wenn Du die Sitzgruppe und die Küche tauschst?

    Also die Küche vor die Sitzgruppe hinter den Fahrersitz und dann noch gespiegelt so das sie wieder an die Sitzgruppe angeglichen ist.

    Für die Außenküche machst Du hinter den Beifahrersitz einen Schrank den Du nach außen hin aufklappen kannst und dann auf dem ausgeklappten Teil kochen kannst.


    Somit hättest Du die Sitzgruppe mittig im Fahrzeug wo sie auch besser für die Gewichtsverteilung wäre um darin

    die Wassertanks, Truma Combi D6E und andere Sachen zu installieren oder verräumen.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Odi

    Hat den Titel des Themas von „Neues Bauprojekt / Grundrissdiskussion“ zu „Neues Bauprojekt / Grundrissdiskussion Van mit Hochdach“ geändert.
  • Hi Christopher.

    Die Idee verstehe ich nicht.

    Rückt die Sitzgruppe nach hinten, verschwindet sie von der Schiebetür, also aus dem "Draußenwohn"-Umfeld. Sie rückt von einer Position mittig zwischen den Achsen voll über die Hinterachse und noch näher an das WC heran, blockiert auch den Zugang dorthin. Ich sähe darin keinen Gewinn, oder verstehe ich die Idee nur falsch?

    Martin

  • Nee, das würde ich auch nicht machen.


    Wenn der Sitzbereich vorne bleibt, warum dann nicht Drehsitze nutzen? Dann kann alles 60cm weiter nach vorne.

    Gibt es vorne Einzelsitze?

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
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  • Hallo Martin,


    nein, verstehst Du schon richtig.

    Die Nasszellentüre müsstest Du etwas aus der Mitte nehmen aber das sollte gehen.

    Wenn Du natürlich auf der Sitzgruppe sitzend durch die offene Schiebetüre ein Draußen Gefühl haben möchtest vergess meinen Vorschlag.


    Dann würde ich eher die Hüche in den Schiebetürbereich verlagern und eine von außen zu bedienende Schublade integrieren welche die Außenküche beinhaltet.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

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