Hoi! Mein MB Sprinter 308CDI w903 Kögel Postkoffer - DiveTruck

  • So.
    Nachdem ich jetzt schon mehr als 1 Jahr meine Koffer haben, kann ich mich auch mal anmelden ;)
    Natürlich weil ich diesmal eine konkrete Frage habe, aber alles der Reihe nach. Erstmal vorstellen.


    Ich habe mir relativ spontan einen Sprinter 308 CDI mit Kögel Aufbau gekauft. Runter hatte er leicht über 100k und war auf den ersten Blick relativ gut in Schuss (EZ 2003).
    Das Dach war etwas dicker (war wohl mal ein Wassereinbruch) und auch sonst löste sich das GFK etwas vom Schaum, was für mich aber kein Problem darstellte. Dafür war der Preis ziemlich ok (gekauft bei ex-postautos).


    Die Nutzung dürfte sich stark von den anderen hier unterscheiden :)


    Ich nutze ihn als Tauchauto. D.h. Ich lasse vieles drin.


    Aber ihr seid ja alle Bildgeil, also los gehts!


    Hier erstmal wie ich ihn gekauft habe



    Und dann gings auch schon rund.
    Als erstes habe ich den Boden im Laderaum versiegelt. Der sah noch Tip Top aus und das sollte auch so bleiben ;)


    Dann direkt mal die "Küche" verbaut. Im Prinzip nur ein Küchenschrank in den ich eine kleine 12V Spüle einschneide mit 10L Frisch und Abwasser und der kleine Ikea Kühlschrank kommt rein.
    Wie schon geschrieben: Tauchmobil, nicht Urlaubsmobil.


    Das Dach war zwar nicht undicht, sah aber für mein Verständnis echt scheisse aus. Also habe ich das Dach mal versiegelt.
    Mit diesem Zeug wurde das abgedichtet. Die Frau (promovierte Chemikerin) nannte es nach Studium der Inhaltsstoffe auch "flüssiger Krebs" - und ja, sie hats mir vorher gesagt. Vielen Dank dafür...


    Das Dach wurde erst grundiert (danach waren wir alle sehr lustig - war wohl viel Lösemittel drin) und dann die erste Lage aufgebracht. Dann ein Vlies reingedrückt und den Rest drauf.



    Jetzt nach über einem Jahr kann ich sagen: Gute Entscheidung. Das Zeug hält 1a. Hatte mich auch vorher bei der Firma mit einem Verfahrenstechniker unterhalten und meinem Dachdecker. Guter Kauf. Nicht billig, aber gut.


    Danach habe ich innen weiter gemacht und schonmal die Seitenkästen/Bänke gebaut. Die kamen dann aber zum folieren nochmal raus.


    Hier sieht man das folieren der Wände. Ich habe eine matte Exhibition Cal von Oracal genommen. Die lässt sich 1a verarbeiten und die habe ich eigentlich die Standardfolie für den Messebau weil die sich so genial großflächig aufziehen lässt. Ist aber nur für innen. Die 2 Wände und der Steg haben übrigens 20 Minuten gebraucht.



    Dann gings dann das Fenster oben. Das musste erstmal zu. Also Rahmen raus, Styropor rein, Blech drunter.


    Am nächsten Tag sah es dann so aus


    Ich habe das hängende Dach einfach mit einer Alu-Querstrebe gedrückt. Die ist nicht nur Deko, da gehen auch Kabel durch. Für ein Wohnmobil wäre sowas natürlich ein NoGo, bei mir ists aber ok.


    In einem unbeobachteten Moment war ich dann doch mutig genug zu schauen wo das knirschen herkommt (als wenn ich das nicht gewusst hätte - aber die Frau durfte es nicht sehen, habe ich ihr den Wagen doch als "quasi fertig - nix dran zu machen" verkauft)...


    Wie zu erwarten viel Rost, leider teilweise auch durch. Da ist dann 1-2 Tage arbeit drin. Einmals alles rausflexen, neu reinschweissen. Werde ich aber selber machen.


    In der Mitte war nur die Erhöhung böse rostig, aber wer braucht die schon. Einfach raus damit


    Bei den Trittkästen sah es dann schon anders aus, die wollte ich gerne behalten ;)
    Also einen Samstag ausgesucht an dem die Frau weg ist und los gings


    Die konnte ich quasi komplett rausschneiden und nachbauen


    Mitte war ok nach dem entfernen der Erhöhung. Da musste ich nur grob was entfernen und dann diese 4er Farbe druff hauen.


    Nach 6 harten Stunden sah es dann so aus:


    Hat sich gelohnt. Dann wurde der zweite Sitz montiert, da die beste Ehefrau von allen sich partout nicht mit dem Klappsitz anfreunden konnte ;)


    Anschließend wurde das ganze nach unten gedämmt (die Originalmatte wollte ich nicht bezahlen - 600 Euro für ne Fussmatte? NIEMALS)


    Und weil ich hiervon genug über hatte, kam erstmal ein "Teppich" vorne rein :)


    Dann gings erstmal hinten weiter.


    Joa.... und dann war hinten auch quasi auf einmal so ziemlich fertig...



    Aber was heisst schon fertig...
    Irgendwann wollte man dann natürlich mal übernachten. Also ein "Bett" nachgerüstet...
    Einfach ein Rollrost und 2 Latten. Darauf liegt eine Klapp-Schaumstoffmatratze. Tip Top und ist nicht im Weg, da dass vielleicht 3-4 mal im Jahr gebraucht wird.




    Was ich komplett vergessen habe ist die Elektrik. Ich habe hinten eine separate Batterie verbaut, die nicht an die Hauptbatterie angeschlossen ist. Da dran ist ein 3kW Spannungswandler. Zustätzlich habe ich eine Außensteckdose eingebaut damit ich von außen Strom zuführen kann. Ein Umschalter schaltet dann zwischen Batterie und Außenstrom um. Sobald Außenstrom anliegt lädt ein Ladegerät die Batterie auf.
    Zusätzlich habe ich, damit ich mir das Kabel spare, noch ein 50W PV Panel mit Laderegler eingebaut, damit die Batterie nicht leerrennt. Stelle ich einfach vorne rein wenn er steht. Ich habe einmal ein komplettes 12V und 230V Netz rundgezogen.


    In der Küche ist noch ein kleiner Kühlschrank verbaut sowie eine kleine Spüle mit 2 Wassertanks á 20L (Frisch / Abwasser) und Pumpe.




    Hier war dann das erste mal TÜV :)


    Und weil er den bestanden hat, gibts nächste Woche eine Rollenlackierung mit RAL 2024 (Graphitgrau).


    So siehts jetzt aus wenn wir wegfahren...



    Der ganze Ausbau ging bislang relativ flott... Ich würde sagen 4 Wochenenden und 1-2 Abende.



    Tja... und nun meine Frage. Ich habe hinten eine 50L 300bar Speicherflasche drin. Hat jemand eine bessere Idee die zu befestigen?


    Das jetzige hält, aber ist so Semi, da die Platten dort keine Holzverstärkung haben.

    4 Mal editiert, zuletzt von alex.nrw ()

  • Hi und willkommen im Forum.


    Grundsätzlich ist die Befestigung der Glasche mit dem Rudel Spanngurten ja ok.
    Ich würde nur die Anschlagpunkte dafür an Heck- oder Seitenwand machen.
    Einfach Airlinerschiene oder Nutschiene (aber mit breiter Basis) nehmen und an der Wand festkleben.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo,


    willkommen im Forum.


    Das nenn ich mal ein Zweckmobil 8) .


    Gut gelöst und ich denke für deine Anwendung eine tolle Basis.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Nun, du könntest ja oben über der Druckluftflasche ein Regalbrett einkleben und von oben eine Leiste drauf und vielleicht verschrauben oder ebenfalls zusätzlich Verkleben, damit bekommst du oben schon mal etwas Stabilität rein.
    Da es vermutlich überhaupt kein Spaß macht die Flasche zu heben, ist unten ein Regalbrett vermutlich keine gute Idee. Aber da könntest du dir dann zumindest ein Sockel reinsetzen und vollflächig an den Rändern und Boden verkleben. Damit ist unten auch eine Art von Führung für die Wand gegeben.
    Ich weiß jetzt nicht, wie viel Platz du links und rechts neben der Flasche hast, aber da könnte sich evtl. ein Brett mit einem Ausschnitt lohnen?
    Ähnlich wie bei alten Feuerwehrwagen - das ist wie ein C, welches an der Flasche anliegt. Habe leider gerade kein Bild zur Hand.


    PS: Jetzt fehlt nur noch eine Hochdruckluftpumpe in eurem Fahrzeug, gibts Benzinbetrieben :-D

  • Danke für die Anregungen!


    Die Flasche soll über Kopf fest montiert werden auf einer Art" U" aus Aluminium (10mm). Ventil nach unten weil ich dann besser zum Überströmen dran komme und meinen Atemluftkompressor dann einfach vors Heck rollen kann zum füllen. Dann braucht die erst in 9 Jahren wieder raus (wenn sie getüvt werden muss).


    Die Flasche wiegt übrigens ziemlich genau 100kg.


    Womit würdet ihr das einkleben? Irgendwas von Sika?


    Die Spanngurte haben leider den Nachteil dass sich die komplette Hiltischiene aus der Wand reisst wenn ich die fest anziehe (aktuell Poppnieten - das war ne selten blöde Idee)


    Ich hab sonst immer dieses "Klebt und Dicht" von Würth genommen, damit klebt mein "Model 1" quasi komplett zusammen :)



    Model 1:


  • „Kleb und Dicht“ ist ja, wie der Name schon sagt, ein Kleber, der auch Dichtstoff ist. Oder ein Dichtstoff, der auch klebt.
    Ähnlich wie Sika 221.


    Nimm dafür einen richtigen Kleber. Früher habe ich Sika 552 genommen, heute nehme ich meist MS-Ploymer-Klebstoffe.
    Da halt bei den technischen Daten auf eine hohe Fetsigkeit achten.


    Nieten sind bei so Zurrschiene eigentlich unsinnig, da die Kraft auf einem keinen Punkt eingeleitet wird. Beim flächigen verkleben wird die Kraft auf eine größere Fläche verteilt.


    Wenn Du die Flasche umgedreht da hinstellen willst, dann würde ich ein unten „Gestell“ bauen mit einem Loch, wo der Flaschenhals abgestützt wird und das Geestell im Boden und an den Wänden befestigen.
    Zusätzlich oben einen Halter, der dafür sorgt, dass die Flasche auch unten bleibt.
    Und dann die Spanngurte, zur eigentlichen Ladungssicherung.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Ich hab gerade mal bei Würth in der Chemieabteilung angerufen und mich beraten lassen. Die haben ja auch selbstgelabeltes Sikaflex.


    Dem Mann mein Problem geschildert und der meinte sofort:


    Der hier: https://eshop.wuerth.de/Scheib…023701&CampaignName=SR001


    Da war ich dann erstmal verwundert. Ich hatte einen mit 14N/mm² gefunden. Da meinte er "Ja, der geht auch, aber der ist zu hart. Der Scheibenkleber mit Primer hält 50% (4,5N/mm²) als der Sika 552".


    Ich solle mich von "Scheibenkleber" nicht irritieren lassen.


    Ist jetzt nicht viel billiger (normal 14 netto, ich kriege den jetzt für 8 netto + 1 tube gratis), aber vielleicht nen Versuch wert.

  • Körapur 140 müsste auch gehen. Kostet so um die 9€ + MwSt.
    Habe aber gerade nicht das Datenblatt zur Hand.
    Aber du bist ja schon bedient.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Das ist ein PU-Kleber. Der wird gehen.
    Vernünftige Klebevorbereitung vorausgesetzt.


    Wie schon geschrieben, ich verwende inzwischen lieber MS-Polymer-Klebstoffe. Da muss ich meist nicht zwingend primern.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Ich werde die Flasche jetzt mal so einbauen...



    Die hinteren Klötze werden an 3 Seiten verklebt und die vorderen schraube ich dann davor.


    Ich bin mal gespannt wie das hält :)

  • Hoi Alex und herzlich willkommen hier! :D


    Auch solche untypischen Ausbauten sind interessant und gehören hierhin!
    Danke dafür!
    Aber eine Bitte hätte ich an Dich: Könntest Du beim ersten Beitrag einen etwas aussagekräftigeren Titel einsetzen?
    'Hoi' ist zwar eine Grussform hier in der Schweiz, aber niemand wird diesen Beitrag je wiederfinden ohne aussagekräftigen Titel.
    Oder darf ich?

  • Hej Alex,
    ich verstehe nicht ganz, warum Du dir solche Umstände machen willst, um die Speicherflasche kopfüber zu befestigen. Nimm doch einfach einen 5 m langen Überströmschlauch, dann bist Du alle Sorgen los, Du kannst den Speicher von außen füllen und die Flaschen dann sowieso.
    Gruß,
    Mobilix

    Wenn der Hammer das einzige Werkzeug ist, wird jedes Problem zum Nagel...

  • Der Überströmschlauch ist nicht dass Problem. Der Füllschlauch vom Kompressor ist etwas kurz.
    Aber eigentlich könnte ich da auch mal nach nem längeren schauen, jetzt wo du es sagst. Vermeidet auch eventuelles Kondensat was ich mir in die Flaschen drücke...

  • Hallo Alex,

    wie heißt denn dein flüssiger Krebs?

    Ich habe das nämlich auch vor und bin auf MEM Waterstop gekommen. Und was war das für ein Vlies?

    Wie hast du das mit dem Silikon obendrauf gelöst?

    Würde mich sehr über ne Antwort freuen.


    Liebe Grüße Viola

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