Umstieg geplant, aber wohin?

  • Ahoi.
    Es ist keine zwei Stunden her, das die fünfwöchige Marokkotour zu Ende ging. Mit einem gutem und einem weniger gutem Fazit: War geil, aber das Auto passt nicht so recht, auch wenn ich es liebe.


    In klaren Worten: Zur Zeit fahre ich einen Lt 46 mit einer 4 Meter langen und sehr hohen Kabine 8Gesamthöhe Fhzg 3,3m). Gebaut als Kurierfahrzeug (Flensburger Koffer). Super solide, immens Platz, aber eben auch schwer und verhältnismäßig unflexibel. Allerdings auch kein Vergleich zu den 10-Meter-Geschossen der Franzosen, die die Küste dort im Dutzend belagern...


    Jedoch will ich in Zukunft mehr Pisten befahren, der anteil schlechter Straßen wird steigen und als Surfer stehe ich regelmäßig an irgendeinem einsamen Strand. Sprich, die Geländegängigkeit muss auch erhöht werden, mit Allrad und mehr BOdenfreiheit. Und nun gehen die Gedanken los. Das gesamte Fahrzeug in gute Hände geben? Den KOffer behalten und auf ein anderes Fahrgestell umsetzen? Den Koffer evt. radikal modifizieren (wegen Höhe v.a.) ?


    Ich weiß, ein Jeep mit Kabine ist mir zu klein, das habe ich mir bereits vor ORt in verschiedenen Variationen angeschaut. Auch muss das Fahrzeug halbwegs alltagstauglich bleiben. Deswegen lande ich bei der Idee, einen T4 mit ner Kabine zu kombinieren, ich weiß das ist hier im FOrum eine beliebte Lösung.


    Ich gebe zu, mehr Gedanken machte ich mir bislang nicht, außer das neben dem möglichen Erlös des bestehenden Fahrzeuges nicht viel Budget vorhanden sein wird. Deswegen würde ich mich einfach mal über ein paar Gedanken von verschiedenen Seiten freuen, von der Geländetauglichkeit bis hin zu anderen Knackpunkten (Gewicht z.B.) über die es wert ist, nachzudenken. Den Innenausbau werde ich wenn wieder selber in Angriff nehmen, ist bei Fahrzeug vier kein Problem mehr. Erster Gedanke zur Aufteilung wäre ein festes 1,4 Meter Bett zum querschlafen im ALkoven, evt, tw. ausklappbar, das auch einzelnutzung möglich, sowie eine 2+2-Sitzgruppe im Heck. Klassisch, finde ich funktioniert am besten.
    Sprich, eine Kofferlänge von 2,5 Meter + Alkoven könnte schon reichen ?!


    Freue mich über jeden Input !

  • Hast du schonmal über einen US-Pickup nachgedacht, mit einer fest aufgebauten Kabine ohne seitlichen Überstand. ? Die Teile sind im Moment nicht so teuer. Und mit Gasumbau fahren die sich auch preislich ganz attraktiv.
    Für wieviele Personen planst du?
    Bei 2 Personen reicht auch ein Japan Pickup.
    Vielleicht eine Kabine mit Aufstelldach, wegen dem niedrigeren Schwerpunkt und besserer Geländetauglichkeit.

    Gruß, Holger


  • moin holger,


    nein, ein jeep ist wie gesagt keine alternative, ich will mich nicht zu extrem spezialisieren. bei kommenden reisen, die durchaus auch mal gen asien gehen können, ist mir der komfort von stehhöhe, stauraum und festen einbauten wichtiger.


    martin

  • Holger: sehr schöne Kabine, die Du da verlinkt hast. Das könnte ja ein Monocoque-Aufbau sein. Sehr edel - würde sich (etwas modifiziert) gut auf meinem T5 machen...


    surferphotos: ich fahre jetzt seit 4 Monaten einen T5 DoKa 4motion mit 174PS - der Wagen macht echt Spaß! Bei den derzeitig verschneiten Staßen habe ich auch erstmals die Vorteile eines Allradantriebs auskosten können. So ein 4x4 hilft beim Vortrieb schon erheblich.
    Aaaaber: der T5 ist und bleibt ein Transporter mit verbesserter Traktion und kein Geländewagen. In unebenem Dünengelände würde der Wagen definitiv an seine Grenzen stoßen. Außerdem wiegt mein T5 knappe 2250 kg - abzüglich Pritsche dafür aber mit Kabine dürfte ich die 3t zulässiges Gesamtgewicht erreichen. Mit Urlaubsgepäck, Wasser und Passagieren wird das Gesamtgewicht in Richtung der magischen 3.5t-Grenze bewegen. Der Wagen muß entsprechend aufgelastet werden, aber ich bewege mich damit eigentlich ausserhalb des Bereiches, für den VW das Fahrwerk ausgelegt hat. Ob diese Überlastung und solches Gelände die Lebensdauer eines T5 unbeeinflußt läßt, wage ich sehr zu bezweifeln.
    Du hast zwar den T4 angesprochen, aber ich nehme an, daß sich meine T5-Einschätzungen auf den T4 übertragen lassen. Ein als Geländewagen geborenes Fahrzeug düfte da die bessere Wahl sein, allerdings haben die wahrscheinlich nicht die relative Zuladung wie ein T5, so daß gewichtsoptimierter Kabinenbau noch wichtiger wird.


    Auf der anderen Seite: auf einem T4/T5 hast Du einen relativ niedrigen Rahmen, so daß das Gesamtfahrzeug trotz voller Stehhöhe in der Kabine relativ niedrig bleiben kann. Wir werden in dieser Beziehung einen etwas anderen Weg gehen: die Urlaubskabine wird einen relativ hohen Alkoven bekommen, weil wir uns in Niedrigalkoven einfach nicht wohl fühlen. Die gewonnene Höhe werden wir für einen doppelten Boden nutzen, in dem die ganze Technik untergebracht wird, so daß wir einen niedrigen Schwerpunkt behalten.
    Die Länge unserer Kabine (auf der DoKa) wird etwa 2,75m werden, so daß der Hecküberhang die erlaubten 60% des Radstandes gut ausnutzt. So ein großer Hecküberhang hat natürlich den Nachteil, daß die Geländegängigkeit wieder eingeschränkt wird, aber wir werden mit dem Wagen wohl kaum jemals in 'richtiges' Gelände fahren, da ist das vertretbar.


    Ach ja: wir werden die Kabine als Absetzkabine auslegen, da wir auch in Länder mit Campingplatzzwang wollen und auch dort mobil bleiben wollen. Das hat natürlich zur Folge, daß die Fahrerhausrückwand nicht heruasgeschnitten werden kann. Da man aber in einer Einzelkabine einfach nicht bequem fahren kann, haben wir uns für die DoKa entschieden. Wenn wir zu zweit unterwegs sind, wird der Platz der zweiten Sitzreihe als Stauraum genutzt. Nebenbei ermöglicht die Doka einen längeren Alkoven, so daß man darin längs schlafen kann - unseres Erachtens ein ganz gravierender Vorteil!


    So, daß waren jetzt die Hintergrundüberlegungen zu unserem Kabinenbau - entnimm Dir davon, was Du brauchen kannst...


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    vierter Sept.-Samstag (24.09.2022): Weinprobe in den Weinbergen

    05.-07.05.2023: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (02.-05.06.2023): Weinfest (Stellplatz nicht nutzbar)

    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Moin Wolfgang,
    schon einmal vielen Dank, da ist viel interessantes dran.


    da ich immer transporter gefahren bin, passt mir der gedanke, bei dem system zu bleiben. für unsere dorfstraßen und feldwege habe ich einen passat syncro, kenne daher grob die grenzen. Klar ist Iglhaupt o.ä. ein anderes Kaliber, aber ich denke mit 16-Zoll-Reifen reicht der Freiraum für meine Zwecke.
    das eine einfachkabine unkomfortabler beim langstreckenfahren sein könnte ist ein interessanter punkt, zusammen mit dem längeren alkoven sogar SEHR interessant. Da ließe sich schon das Surfmaterial verstauen (klar, bretter nicht)
    eine absetzkabine tauchte kurz in meinen gedanken auf, weil als basis ja sowieso wohl eine gebrauchte pritsche angeschafft werden würde. und auf dem land ist diese auch druchaus mal einsetzbar. Kann man dein Projekt wo verfolgen, zwecks Details? Klingt spannend.


    Schönen Dank


    Martin

  • Zitat von surferphotos

    Kann man dein Projekt wo verfolgen, zwecks Details? Klingt spannend.

    Hi, Martin,


    nein, das Projekt kann man (noch) nicht verfolgen, da die Kabine nur ein Teil meines Gesamtprojektes darstellt: ich baue mir derzeit eine Alltags-Hubdachkabine, die die DoKa mit Kabine nicht größer macht als den Kastenwagen, in ausgefahrenem Zustand aber Stehhöhe hat. Erst wenn die Kabine fertig ist, will ich mit der oben beschriebenen Urlaubs-Alkovenkabine beginnen...


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

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  • Leerkabinen-Wolfgang hat folgendes geschrieben: "Die Länge unserer Kabine (auf der DoKa) wird etwa 2,75m werden, so daß der Hecküberhang die erlaubten 60% des Radstandes gut ausnutzt. "


    M.E. sind nur 43% erlaubt, auch in der Fahrgestellzeichnung vom T5 sind diese 43% erwähnt. Woher kommen die 60%? Treffen die zu, ergeben sich für mich ganz neue Überlegungen.


    Franzrichard

  • Hallo surferphoto,


    fahre seit 2002 so was ähnliches wie Du Dir vorstellst: T4 syncro mit festem Alkovenaufbau und Einzelkabine vorn. Nun knapp 180tkm gelaufen auch im Alltag genutzt.
    Die Erfahrung von Wolfgang habe ich aber nicht gemacht:
    bei 1,87 m Größe mit rel.langem Oberkörper sitze ich in der Fahrerhauskabine mit 2 Plätzen auch auf langen Strecken sehr bequem.
    Das Womo ist sehr wirtschaftlich im Betrieb und ich fahre es immer noch sehr gerne, manchmal auch recht flott.
    Mit dem link unten kannst Du es anschauen.

  • Hoi zämä

    Zitat von Alter Hans

    bei 1,87 m Größe mit rel.langem Oberkörper sitze ich in der Fahrerhauskabine mit 2 Plätzen auch auf langen Strecken sehr bequem.

    Beim T4 (bei einem Wohnungsumzug ) hatte ich (1,86m, mit rel. langen Armen und Beinen) die von Wolfgang beschriebenen Probleme...ich hatte echt Mühe mit der Sitzhaltung (zuhinterst und am Anschlag) und den Beinen...deutlich weniger Platz als im Frontlenker-Hiace!
    Probier's halt aus!


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  • hallo hans,
    ja, deinen bus habe ich schon mit interesse angeschaut, abgesehen vbon der raumaufteilung trifft das meinen plan schon recht gut, sogar das fahrtgebiet ;)

  • Hallo, Franzrichard,


    die 43% sind anscheinend eine Art 'max. empfohlener Hecküberhang' - die von mir befragten VW-ler in Hannover sagten mir jedenfalls, daß 60% auch möglich seien, allerdings dadurch die Hinterachslast übermäßig zunimmt (Hebelgesetz) und deshalb hier besonders auf die Einhaltung der zulässigen Hinterachslast geachtet werden müßte. Anbieter wie Robel mit dem D-620HD oder auch Bimobil mit dem VD280 nutzen diese Maximallänge aus.


    HelmutT4 fährt übrigens so eine Bimobilkabine auf einem T4 DoKa - vielleicht kannst Du ihn einmal ansprechen...


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

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  • Hallo surfer,


    wie schon geschrieben wurde hilft bei der Wahl Einzel- oder Doppelkabine nur Probesitzen.
    Ich fahre einen T4 mit Hochdach und Trennwand, was der Einzelkabine entspricht und komme mit meinen 1,92m nicht in Bedrängniss. Nutze den zur verfügung stehenden Platz aber auch voll aus.
    Was ich schon mal gesehen hatte was ein T4 mit einzelkabine und einerm Zeppelin-Shelter hinten drauf. Das was der kleine Shelter. Wen sowas vom Platz her reicht kann sich damit ein tolles Reisemobil bauen.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Hallo Martin,


    muß ergänzen, daß ich nicht die Seriensitze vorne verbaut habe.
    Ich habe ca 20 Jahre alte ISRI Lastwagensitze aus meinem ersten T3 verbaut-mit Armlehnen und Lordosenstütze. (Sie sind nach ca 800tkm noch sehr gut im Zustand-mit diversen verschlissenen Lammfellbezügen). So kann ich zu den Seriensitzen von VW nichts aussagen.
    T4 syncro ist natürlich kein regelrechter Geländewagen. Aber mindestens als Pritsche und Fahrgestell ist er auch für den Baustellenbetrieb ausgelegt.
    Ich habe beobachtet, daß viele Erdbaufirmen nach früherem Einsatz von z.B. Fiat, Ford, Renault nun in der Neuanschaffung wieder den T5 bevorzugen. Es werden dort viele Kilometer auf Erd"straßen" der Baustellen häufig gut überladen zurückgelegt. Das deutet doch auch auf eine gewisse Robustheit der VW hin die ich aus meinem Einsatz heraus unterstreichen würde.

  • Noch einmal zum Thema 'bequemes Sitzen in einer Einzelkabine': bein Problem bei diesen ist, daß ich die Lehne nicht weit zurück legen kann - ich fahre nämlich am entspanntesten in einer ziemlich liegenden Haltung, bei der zwangsweise sehr steilen Rückenlehne in einer Einzelkabine bekomme ich schnell Rückenschmerzen. Die Beifreiheit ist auch in einer Einzelkabine für mich ausreichend.


    Gruß
    Leerkabinen-Wolfgang

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  • Zitat von surferphotos

    ...das eine einfachkabine unkomfortabler beim langstreckenfahren sein könnte ist ein interessanter punkt, zusammen mit dem längeren alkoven sogar SEHR interessant. Da ließe sich schon das Surfmaterial verstauen (klar, bretter nicht)...

    Hallo Martin,
    gehe doch einfach mal zu einem Autohändler und mache eine Sitzprobe. Dann hast Du schon einen ersten Eindruck von den Platzverhältnissen. Die Doka NUR wewgen des langen Alkovens zu kaufen, wenn die Sitzposition auch bei der Einfachkabine passt, ist in meinen Augen eine Milchmädchenrechnung. Der Platz der hinteren Doka-Hälfte läßt sich in der (Wohn-)Kabine sinnvoller nutzen. Du hast mit Einfachkabine, je nach Auslegung, entweder ein kürzeres, handlicheres Fahrzeug oder eine größere (Wohn-)Kabine mit mehr Stauraum als die hintere Dokahälfte bietet. Wenn Du natürlich regelmaßig mit mehr als zwei Personen unterwegs bist, sieht das Ganze schon wieder anders aus!
    Gruß
    Herby

    Probier's mal mit Gemütlichkeit

  • Zitat von Balu

    ...Du hast mit Einfachkabine, je nach Auslegung, entweder ein kürzeres, handlicheres Fahrzeug oder eine größere (Wohn-)Kabine mit mehr Stauraum als die hintere Dokahälfte bietet. ...


    Was wahr ist ist wahr, und wenn es in der Einzelkabine an Raum für die schräger gelegte Rückenlehne mangelt oder man noch 5 cm Verstellbereich für den Fahrersitz braucht, wer hindert uns daran, den benötigten Streifen aus der Rückwand rauszuschneiden und mit einer Zarge aus Blech wieder dranzuschweißen? Hab ich schon zweimal gemacht, einmal im D 609 Kastenwagen in der Trennwand, da sogar mit Holz als Zarge (war ja Innenraum) und einmal bei einem Ural, da haben wir dem über die ganze Kabinenrückseite einen 20 cm "Buckel drangeschweißt, und hatten endlich Platz im Fahrerhaus. Das ist ja beim Ural für Zwerge gebaut....hihihi.....
    Wenn mans geschickt schneidet, kann man sogar die Original - Fenster drinlassen.....


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