Empfehlung gesucht: Kappsäge

  • Hallo,
    ich will mir nun doch kurzfristig eine Kappsäge anschaffen, und diesmal solls gleich was anständiges sein, ich will die nächsten Jahre Ruhe haben.


    Wärend des heutigen Besuches beim Werkzeughändler hier in Aachen habe ich mir mal eine blaue Bosch Maschine vorstellen lassen - allerdings wollte ich mir eigentlich Makita Sägen ansehen, die hatten sie aber nicht da. Auch eine Festool Maschine habe ich nur kurz am Preissschild genauer betrachtet.


    Nachdem ich aber nun gesehen habe, was ungefähr möglich ist, soll es eine Maschine mit Neigungsverstellung, wenns geht Beleuchtung und Laser sowie einer Zugvorrichtung werden. Im Baumarkt bin ich nur in Form von einer Metabo-Maschine fündig geworden, ansonsten nur China-Werkzeug - ich war aber auch nur zum Holzkaufen dort :) Metabo scheint aber nicht mehr das zu sein was es mal war...


    So steht am Ende tatsächlich eine Bosch Maschine zur Auswahl, die GCM 8 S Professional hat alles gewünschten Eigenschaften und liegt nach Liste im Budget von ca. 500 EUR.


    Ebenso habe ich, wie erwähnt, Makita ins Auge gefasst, aber hier scheint die kleine MLS100 keine Zugvorrichtung zu haben, auch auch bei der etwas größeren LS1040 habe ich das nicht gefunden. Erst die LS1013 hat anscheinend eine Zugvorrichtung, kostet aber über 700 EUR und die wollte ich nicht anlegen.


    Weiterhin stehen übrigens noch zur Anschaffung:
    - Eine Handkreissäge mit Schiene (Makita SP6000X1)
    - Ein Akkuschrauber LiIon
    - Eine Stichsäge


    Eine Tischkreissäge wollte ich mir wenn es geht ersparen, allerdings habe ich mir schon die Makita Flipper angeschaut. Von dieser wurde mir allerdings mit dem Verwendungszweck "Baukreissäge fürs Grobe" abgeraten.


    Soweit meine bisherigen Recherchen, was könnt Ihr mir sagen, vielleicht empfehlen - und brauch man diese Zugvorrichtung überhaupt? Sollte ich dran vielleicht sparen und doch noch eine Tischkreissäge anschaffen?


    Achja, es steht natürlich hauptsächlich der Möbelbau fürs Wohnmobil auf dem Programm.

  • Ich weiss nicht, ob so eine Kappsäge das richtige für den Womo Ausbau ist. Das Problem ist aus meiner Sicht die zu geringe Schnittiefe oder Länge.
    Ich habe eine Tischkreissäge von ALKO, schon ca 15 Jahre alt, mit 35(?)cm Sägeblatt, kugelgeführtem Schlitten mit Ausleger.
    Damit lassen sich Platten gut und winkelig sägen. Da ist die Schnittiefe mit dem Queranschlag schon auf ca 65cm begrenzt. Der Längsanschlag ist bei 33cm am Ende. Also bei Türen 40*100cm ist freihandsägen angesagt. Aber für`ne noch größere Maschine hatte ich auch keinen Platz,und kein Geld. Um die Möbelbauplatten zurechtzusägen brauche ich aber auch noch eine Handkreissäge und eine ordentliche Anschlagslatte. Man kriecht dann zwar auf dem Boden rum,aber das Ergebnis ist OK.


    Meine Empfehlung: Tischkreissäge + Handkreissäge (+ Stichsäge)
    Achte auf ordentlcih justierbare Anschläge und Führungen (Alu Profile und kein gebogenes Blech) und investiere in ordentliche Sägeblätter, z.B. Doopelhohlzahn für beschichtete Platten, kostet ca 65€


    Kappsägen sind meiner Meinung nach nur was für Leute die mit Leisten arbeiten, sowie Panele und Laminat. Da paßt das Format, schmale Bretter,aber lang, so dass sie auf einer Tischkreissäge nicht gut bewegt werden können.

    Gruß, Holger


  • Hallo Martin,


    bei unserem Ausbau habe ich auf eine Kappsäge nicht verzichten wollen, da doch häufiger Leisten und andere Kleinteile sägen mußte. Ich hatte hier die Elektra Beckum (noch ein altes stabile Mod.) verwendet. Die Hatte einen Längenauszug auf 35 cm, so dass auch Schubladenfronten damit gut gesägt werden konnten. Eine sinnvolle Investition ist auch das HM-Sägeblatt.


    Als Handkreissäge kommt fürmich nur noch die Tauchkreissäge von Festo in Frage. In Verbindung mit dem entsprechenden HM-Blatt konnte Holz, GFK und auch Alu super gesägt werden. Die Anschlagschiene ist hier für sauberes Arbeiten ein Muß und hat sich hier super bewährt. Eine Stichsäge (ebenfalls von Festo) hat dann die "Sägeparade" abgerundet.


    Als Akkuschrauber kann ich nur den Festo-Schrauber mit den entsprechenden Vorsätzen (z.B. Winkelgetriebe) und einem Schnellader empfehlen. Für die kleinen Schrauben hatte ich noch den Bosch Ixo zur Hand.


    Was sich noch lohnt ist ein Kompressor für Druckluft und eine Kartuschenpistole, damit man das Sika etc sauber applizieren kann. Ein Drucklufttacker hat dann bei den Polsterarbeiten für Erleichterung gesorgt. Die dazugehörige Spritzpistole hat dann für den gleichmäßigen Auftrag von OSMO Hartöl gesorgt.


    Schau mal bei Ebay nach, dort werden solche Werkzeuge auch in sehr gutem Zustand gehandelt.


    Besten Gruß


    HWK

  • Ich hab mir echt 'nen Wolf gesucht. Es gibt heute fast nur noch Mist,soMarke Brennholzsäge.
    Die hier ist so etwa das was ich meine und paßt zu deinem Budget: Link, könnte aber besser noch was größer sein.

    Gruß, Holger


    Einmal editiert, zuletzt von holger4x4 ()

  • Hallo zusammen,


    das hatte ich doch noch glatt vergessen:


    Die gekauften Holzplatten (Multiplex beidseitig funiert) habe ich beim Holzhändler für geringes Geld aufschneiden lassen, so dass dann Schnitte über 2 m dann erspart blieben und auf der Tafelsäge ist das beim Händler dann auf einen Bruchteil eines Milimeters zu erledigen. So war es dann auch möglich, Schränke usw. zügig und ohne Spalten zusammenzubauen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo!
    Weiß nicht, ob das jetzt unbedingt hierhergehört, aber


    Zitat von hwk

    Die gekauften Holzplatten (Multiplex beidseitig funiert)


    Mit was hast du die den furnieren lassen?
    Und was hast du dann mit den Stirnkanten gemacht? Umleimer?
    Die dünnen Umleimer mit dem Bügeleisen aufzubringen gefällt mir nicht so gut.
    Und für die Dickeren bräuchte man eine Anleimmaschine, welche mir zum Kaufen aber etwas zu teuer ist. Oder hast du da das Multiplex-Design lassen?
    Was gibt es da sonst noch für Möglichkeiten?


    Gruß Martin

  • Hallo Martin,


    die Holzplatten waren in unserem Fall mit "Buche gedämpft" funiert. Die Platten kann man fertig in den Abmessungen 250x125 cm kaufen. Die Dicke war 16mm und 19mm.


    Die Schnittkanten habe ich bei unserem Ausbau mit der Fräse leicht gerundet, kurz überschliffen und dann mit dem OSMO Hartöl endbehandelt. Durch die abwechselnde Lage der Holzschichten in den Multiplexplatten kam dann die Schichtstruktur (natürlich etwas verstärkt durch das Ölen) super raus. Uns hat es so gefallen.


    Bei den Kantenumleimern mit Schmelzkleber gibt es erhebliche Unterschiede. Im Fachhandel bekommt man eigentlich eine Qualität, die sich gut verarbeiten läßt und auch hält.


    Ich suche mal einen Satz Bilder von der Inneneinrichtung und hänge die dann mal hier rein.


    Besten gruß


    HWK

  • Hallo Rainer,


    ich versuche es noch! :oops::oops: Irgendwie will es nicht so wie ich will!


    Besten Gruß


    HWK


    P.S. Gibt es eventuell eine maximale Größe für die Dateien?

  • Danke für die Bilder! Sieht gut aus!
    Gutes Weitwinkelobjektiv auf deiner Kamera. :D


    Du hast vermtlich auch die "Buche gedämpft-Flächen" mit OSMO Hartöl behandelt?


    Kantenumleimer hast du demnach nirgends verwendet?


    Martin

  • Hallo Martin,


    Umleimer habe ich bei diesem Ausbau nicht verwendet; alle Oberflächen habe ich mit OSMO Hartöl in seidenmatt behandelt. Hierzu habe ich die Flächen jeweils dünn gespritzt und dann nach Trocknen des Öls kurz überschliffen und im letzten Gang dann mit einem Baumwoll-Lappen abgerieben.


    Kleinere Dellen etc. lassen sich durch einfaches Überschleifen und Nachölen wunderbar beheben.


    Besten Gruß


    HWK

  • Zitat von hwk


    Bei den Kantenumleimern mit Schmelzkleber gibt es erhebliche Unterschiede. Im Fachhandel bekommt man eigentlich eine Qualität, die sich gut verarbeiten läßt und auch hält.


    HWK


    Hallo Zusammen,


    ich habe alle Kanten mit Umleimer gebügelt. War ne menge Arbeit und hat sehr aufgehalten aber das Ergebniss ist super.
    Hier mal 2 Fotos.
    Mfg Dirk

  • In unserem Bauhaus in Würselen gibt es eine Kantenanleim-Maschine, da kann man für passables Geld selbst mitgebrachten Massivholzanleimer verarbeiten lassen. Und der Mann im Zuschnitt ist Wohnmobil-Selbstausbauer :)


    Nochmal zurück zu den Maschinen:
    Im Prinzip könnte ich auf eine Kappsäge verzichten, wenn ich eine Tischsäge mit Schiebeschlitten habe. Nur kann ich diese nicht aufgebaut stehen lassen sondern muss sie wegschliessen, die Kappsäge kann ich zumindest mit Schlossschrauben an der Werkbank festmachen oder auch leichter wegstellen.


    Andre hat mir im Allrad-LKW Forum schon gesagt, dass es kaum was empfehlenswerteres gibt als die Festo Säge in Verbindung mit dem Tisch und vielleicht noch die Schiene dazu. Dann bin ich zwar bei 1300 EUR, aber eine Handkreissäge mit Schiene und ein Sägetisch wird zusammen dasselbe kosten. Trotzdem muss ich doch hin und wieder nur "mal eben" eine Latte ablängen, und das muss eben einfach auch mal auf Gehrung gehen.


    Vielleicht schraube ich meine Ansprüche da ein wenig zurück und schaffe was einfaches an? Nur ein Baumarktgerät "Made in China" muss es echt nicht sein.

  • Zitat

    Nur ein Baumarktgerät "Made in China" muss es echt nicht sein.


    warum eigentlich nicht?
    Um gelegentlich ein paar Leisten zu kürzen, sollte die Qualität doch ausreichen.

    Gruß Ralf

  • Hallo .
    Billigteile made in China bergen diverse Risiken , insbesondere solche Geräte mit einem hohen Gefahrenpotential . Dazu gehören neben allen Elektrogeräten insbesondere Werkzeugmaschinen . Es sind doch wohl genügend Testergebnisse zugänglich , die dies eindrucksvoll belegen !
    Bei einer Kappsäge kommt es logischerweise besonders auf die Einhaltung der einstellbaren Winkel an . Man versuche mal . z.B. einen mit einer Schrottsäge auf Gehrung geschnittenen Bilderrahmen anzufertigen - dabei kommt meist auch nur Schrott heraus .
    Ich komme mit meiner Festo-Tauchsäge in Verbindung mit dem Schienensystem gut zurecht bei allen geraden und langen Schnitten . Zum Ablängen im rechten Winkel oder auf Gehrung ist eine Kappsäge wesentlich besser geeignet . Die Zugeinrichtung erweitert eigenlich nur den Arbeitbereich , macht die Säge aber auch anfälliger für Winkelfehler .

    Gruss ; Klaus

  • Hallo zusammen,


    cih kann KlauDa nur zustimmen. Sofern Martin halt die Festosäge mit dem Schienensystem und eventuell einen Tisch hat, ist er an der Stelle gut ausgestattet. Ein Kappsäge für Leiste etc würd ich mir immer anschaffen, nur halt dann nicht mit Auszug, der die Säge dann teuer macht. Die normalen Sägen schaffen auch ca. 6-8 X 12-18 cm, was ja wohl für die meisten Sachen voll ausreicht. Hier würde ich lieber etwas tiefer in die Tasche greifen, bevor ich mir "China-Müll" zulegen würde. Eine gut erhaltene Gebrauchte ist dann immer noch die bessere Wahl.


    Beim Blatt würde ich dann gar nicht mehr sparen, da es doch für die Schnittqualität die Hauptverantwortung trägt. vergleicht man dann die Preise eines guten Blattes mit den Preise für solch eine China-Säge, so ist schnell klar, dass an allen Ecken gespart worden ist.


    Wer einmal mit einer Tauschkreissäge von Festo u.ä. gearbeitet hat und dann auf eine billige Säge umsteigt, wer wird schnell merken, was ich meine.


    Besten Gruß


    HWK

  • Ich hatte mal eine Stichsäge des Fabrikats Fein, ein echt tolles Gerät, als Weihnachtsgeschenk von der kopfschüttelnden Oma, aber ehe ich die Vorzüge richtig auskosten konnte, wurde sie mir geklaut und ich hatte damals nicht das Geld, mir eine Neue zu kaufen.


    Das Fabrikat gibt es heute noch und wenn man richtig was gutes kaufen will, was man zur Not auch an die Enkel vererben kann, soll die dem Ruf bei den mir bekannten Handwerkern nach immer noch Spitze sein. Die haben auch noch andere Schneidwerkzeuge im Programm. Schau mal nach.


    Auf den Preis sollte man dabei nicht im Vergleich zu Bosch oder Metabo grün schauen.


    Übrigens, ist Euch schonmal aufgefallen, dass alle wirklich guten Werkzeughersteller mit "F" anfangen... Festo, Fein, Facon etc.....?

  • Zitat von Thomas Frizen-Fischer

    Übrigens, ist Euch schonmal aufgefallen, dass alle wirklich guten Werkzeughersteller mit "F" anfangen... Festo, Fein, Facon etc.....?

    F...Hilti ?!? :oops:

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    vierter Sept.-Samstag (24.09.2022): Weinprobe in den Weinbergen

    05.-07.05.2023: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (02.-05.06.2023): Weinfest (Stellplatz nicht nutzbar)

    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

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