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Flexible Solarmodule

  • Reisetommy
  • 27. August 2026 um 16:00
  • Reisetommy
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    selbst gebaut
    • 27. August 2026 um 16:00
    • #1

    Liebe Solaristen,

    für mein Kabinenprojekt hirne ich über die Solaranlage. An einem anderen Auto (Geländewagen, der auf Reisen mit Dachzelt gefahren wird) habe ich einfach zwei flexible Billigmodule direkt auf die Motorhaube geklebt – auf dem Dach hätten sie nicht so sehr viel Sinn. Das ist natürlich so ziemlich das schlechtestmögliche Szenario, weil sie nicht nur nicht hinterlüftet sind, sondern auch noch gut beheizt werden: Einmal von außen durch die Sonneneinstrahlung (das Auto ist leider zu allem Überfluss noch schwarz), einmal von innen vom Motor. – Grundsätzlich funktioniert das aber – wenngleich die verwertbare Leistung natürlich vergleichsweise mau ist, es ist ja auch nicht so viel Fläche. (Stört in diesem Fall nicht so; denn länger als einen Tag bleib ich eigentlich eh nie an einem Platz, und während der Fahrt hat die Lima den 100Ah-Lifepo4 eh ruckzuck wieder voll ...)

    Eigentlich würde ich bei meinem neuen Projekt die prinzipiell gleiche Lösung auch fürs Kabinendach wiederholen wollen. Und zwar am liebsten wieder direkt auf die Gfk-Sandwichplatten geklebt. – Allerdings würde ich diesmal hochwertigere Module nehmen, und zwar mit ETFE-Beschichtung, die zum einen langlebiger ist (meine Billigmodule werden immer wieder milchig, ich muss sie mindestens jährlich ganz böse mit Nitroverdünnung putzen) und zum zweiten auch schräg stehende Sonne besser einfängt. Und ich würde nicht unbedingt wieder Sikaflex zum Aufkleben nehmen – weil damit ein Wiederentfernen bzw Erneuern der Module faktisch ausgeschlossen ist. – Grund, warum ich das so haben will: die Dinger sind leicht; und geringes Gewicht spielt bei meinem Projekt eine zentrale Rolle

    Weil das Auto aber (im Rahmen seiner Abmessungen) "gebüschtauglich" sein soll, möchte ich die Panels keinesfalls mit ein paar Zentimeter Abstand anbringen, was ja eigentlich wünschenswert wäre. Da wabbeln sie herum, machen Windgeräusche und werden leicht heruntergerissen, wenn mal ein Ast etwas tiefer und solider war als vermutet. Was mir gefallen könnte, wäre die Anbringung auf eine dünne (<10 mm) elastische oder halbelastische Zwischenschicht, die man ggf. durchschneiden könnte, um die Dinger zu wechseln, falls nötig.

    So, lange Vorrede – jetzt die Frage(n):

    • Hat das schon mal jemand so gemacht? Wenn ja, mit welchem Material?
    • War das auch unter erschwerten Bedingungen haltbar?
    • Wie stark bricht bei solchen flexiblen ETFE-Modulen die Leistung zusammen, wenn sie gut warm werden (zB letztes Jahr in Mauretanien, Schattentemperatur max 56°, in der Sonne deutlich höher, schwarze Blechteile am Auto weit jenseits dessen, was man noch anfassen könnte)? Kommt da überhaupt noch was raus?
    • Und drohen dauerhaften Schäden an den Modulen, wenn sie mal so stark erhitzt wurden?

    Meine Idee ist halt: Ich habe auf der geplanten Alkovenkabine relativ viel Dachfläche zur Verfügung; es soll nur vorne mittig eine Dachhaube und weiter hinten einseitig ein Entlüfterdom draufkommen. Da kann ich doch einfach die Anzahl der Module erhöhen – und nehme die Leistungsreduzierung durch die nicht hinterlüftete Montage in Kauf – so lang sie noch halbwegs vertretbar ist. – Es ist mir bewusst, dass die flexiblen Module NIE den gleichen Output haben wie gute feste; aber starre Module kommen nicht in Frage, das bringt mir zu viel Gewicht gerade dorthin, wo ich es am wenigsten haben mag – zumal ja für starre Module in jedem Fall auch noch Konsolen und Träger und Gedöns nötig wäre – alles bleischwer. Und bevor ich ein oder zwei starre, schwere Dinger drauf nagle, leime ich lieber fünf oder sechs leichte drauf.

    Was haltet ihr davon – und hat jemand damit schon Erfahrungen?

    Dank und Gruß
    Tommy

  • holger4x4
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    • 27. August 2026 um 16:51
    • #2

    Ich kenne mehrere Leute die Ärger mit den flexiblen Modulen hatten, teils schon nach 1-2 Jahren kaputt. Und das waren nicht die billigsten Module. Einer hatte die auf Alubleche geklebt zur Unterlüftung, hat auch nicht bei der Lebensdauer geholfen.

    Wenn du die unbedingt willst, dann klebe die mit 3M-VHB Tape auf. Das bekommt man wieder los, wenn man da schräg dran ziehen kann, oder mit einem Schneidedraht durchtrennen. Mach dann die Verkabelung so, dass du durch einfaches Umstecken ein Modul aus der Schleife nehemen kannst falls es defekt ist.

    Ich hab ein großes Hausmodul auf dem Dach und 200W vorne über dem Fahrerhaus, läuft seit 5 Jahren ;)

    Gruß, Holger

  • Reisetommy
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    selbst gebaut
    • 27. August 2026 um 20:09
    • #3

    Hmm. Vielen Dank für Deine Einschätzung. – Was war denn da jeweils kaputt? Mechanisch? Oder hatte das was mit eventueller Überhitzung zu tun?
    Achja, und meine Billigheimer auf der Motorhaube tun seit Mai 2018 ihren Dienst. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten halt ... 🫤

    Ich hatte vor, jetzt die von ective zu nehmen. Die Idee mit dem Alublech runterkleben hatte ich auch schon. Fragt sich, wie ich dann die Alubleche aufs Gfk montiere ... Müssten ja dann auf irgendwelchen Stegen sitzen, damit's drunter durchwehen kann. Was mir daran nicht so gefällt: dann besteht die Gefahr, dass sich was vorn im Schlitz verfängt. Hab auch schon Videos gesehen, wo die Platten selber direkt auf Stege geklebt wurden, mit Sika oder Würth klebtn&dichtet (was ja nmW vom gleichen Hersteller kommt). Würde die Demontage erleichtern.

    Schaumermal, vielleicht kann jemand noch von mehr Erfahrungen berichten ...


    Gruß
    Tommy

  • holger4x4
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    • 27. August 2026 um 20:46
    • #4

    Was im Detail kaputt war weiss ich nicht. Keine Leistung mehr... Das Problem ist einfach: Da sind Silizium Wafer drin, die sind von Hause aus erst mal nicht wirklich flexibel und brechen dann irgendwann unter mechanischem Stress, der auch durch thermischen Stress ausgelöst werden kann. Das Gleiche gilt für die angeschweißten Verbindungsstreifen. Wenn dann noch Delamination dazu kommt und Feuchtigkeit eindringt, dann gehts noch schneller.

    Rahmenmodule haben Glas drauf und einen stabilen Rahmen, da ist der mechanische Stress deutlich geringer.

    Gruß, Holger

  • diekorks
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    • 27. August 2026 um 22:15
    • #5

    .... such mal bisschen hier im Forum, ich hab genug dazu geschrieben

    Gruß Ralf

  • Reisetommy
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    • 28. August 2026 um 01:48
    • #6
    Zitat von diekorks

    .... such mal bisschen hier im Forum, ich hab genug dazu geschrieben

    Gruß Ralf

    Hmm. Also gesucht hab ich schon allerlei hier. Zumindest die gezielte Suche nach flexible Solarp bringt nicht ganz so viel: 8 Einträge bis auf einen eher fragenfern.


    Wenn ich nur nach "flexible"suche, bekomme ich 670 Einträge, davon die meisten auch wieder irrelevant.

    Gib mir bitte mal einen Tipp, wonach ich suchen soll ...

    Herzlichen Dank

    Tommy

    PS: Bin beim Durchblättern auf einen Eintrag gestoßen, wo es um die flexiblem Sunman-Module (an anderer Stelle auch als Leichtmodule bezeichnet) geht. User André "Abweg" hat die wohl verwendet, einige andere haben es auch getan oder haben es vor. Sind ein bissel teurer als die ganz billigen, aber angeblich sehr haltbar. Gibt's dazu von ihm schon Erfahrungen?

  • Reisetommy
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    selbst gebaut
    • 28. August 2026 um 02:43
    • #7

    So, erstmal vielen Dank für Euren Input.

    Hab jetzt mal noch ein bisschen weiter gestöbert – und bin dabei wiederholt auf die flexiblen Sunman-Module gestoßen. Zwar waren häufig die links zu den Bezugsquellen fehlerhaft; bei einem Anbieter – der auch versendet – bin ich aber fündig geworden. Anscheinend ist es so, dass diese Module quasi der weiße Rabe sind, also der Ausnahmefall von der Regel; denn sie scheinen zu halten. Bin mehr oder weniger finster entschlossen, mir so eins an Land zu ziehen. Das sind an sich ja Module für aufs Haus; daher sind sie zum einen ziemlich groß (nur als 310 Wp mit Betriebsspannung 31V; Abmessungen 2009x885 mm); da würde gerade so ein einziges auf mein Kabinendach passen; und sie sind erschütternd günstig: Für eben jenes 310 Wp nehmen sie (für Hauseinbau) 150 Euro, macht mit MWSt 178,50. Das halte ich für tragbar, wenn die Dinger wirklich taugen.

    Haben willy und Abweg ihre denn inzwischen schon im Einsatz und können was dazu sagen?

    Gruß

    Tommy

  • Thomas135
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    • 28. August 2026 um 07:24
    • #8

    Morgen Tommy.

    Ich kann dazu auch noch was sagen - aber nicht unbedingt positiv...

    Ich hatte 5 Jahre so ein Sunman 310W auf den Dach. Elektrisch hat das gut funktioniert, wenn man halt weis dass das Derating aufgrund der Temperatur exakt so ist wie es Sunman angibt. Du bekommst also im Sommer wenn es wirklich heiß ist deutlich weniger als die 310W. (mir war das egal, ich habe nicht soo viele Verbraucher)
    Was allerdings der Tot des Systems war am Ende, war die Montage direkt auf dem Dach. Ich würde DRINGEND davon abraten!
    Es war so, dass aufgrund der Montage mit doppelseitigen Klebeband sich via Kapillareffekt Wasser unter das Panel gezogen hatte und dort immer stehen blieb. Auch im Sommer konnte das wohl fast nicht verdampfen. Das hat dann über die 5 Jahre das Lamiat der Kabine geschädigt und ich musste es letzten Winter reparieren.
    Insgesamt waren drei Kabinen betroffen die in der gleichen Zeit gebaut und auf die Sunman-Module geklebt waren. Alle hatten ein ähnliches Schadbild: das Wasser zog sich unter das Panel und hat dort mit Hilfe der extremen thermischen Beanspruchung (im Sommer habe ich mal in Richtung 90°C unter dem Panel gemessen!) wohl die Deckschicht des Sandwich mit Microrissen geschädigt. Dort ist dann über die Zeit Wasser rein diffundiert und hat sich durch die, zugegeben wenigen, Klebespalte der Platten gezogen. Bei mir geht es so weit, dass man sogar im Innenraum an der Decke Blasen erkennen kann. Bei den anderen Beiden Kabinen war es wohl nocht verherender.

    Also mein Tipp: wenn schon Sunman (die sind leicht und günstig, ja...) dann mache sie auch ein Blech und setzte das mindesens 10mm frei übers Dach dass kein Wasser sich rein ziehen kann und dort verbleibt.

    Aber noch etwas positives zum Schluss: die Sunman Module haben ja so eine strukturierte Oberfläsche, die sind nicht glatt. Das ergibt wohl eine Art Linse. Auf jeden Fall war das Modul im Winter bei schrägem Licht echt gut. Da hatte ich das Gefühl dass es mehr bringt als andere. Aber wie gesagt 'Gefühl'.

    So viel zu dem Thema. Ich habe das Modul jetzt duch ein Kundenspezifisches Glasmodul ersetzt und bin auch glücklich damit. Leider ein paar Kilo schwerer.

    VIele Grüße
    Thomas135

    P.S.: ein neues Sunman habe ich noch in der Garage glaube ich...

  • NissanHusky
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    • 28. August 2026 um 08:01
    • #9

    Hallo, auch auf Alu geklebt ist wohl keine gute Lösung. 2 m Alu dehnt sich im Jahresverlauf so um die 5mm.

  • Sebastian
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    • 28. August 2026 um 08:27
    • #10

    Moin, Alu geht vielleicht besser als du denkst. Ich habe gedacht, Siliziumsolarzellen und Kohlefaser passen gut zusammen wegen der fast gleichen thermischen Ausdehnung. Nix da, da ist soviel Kunststoff drin, dass sich meine aufgeklebten Module delaminieren und aufwölben, dabei Regenwasser aufsaugen und beim Abkühlen in die Kabelkanäle drücken.

    Viele Grüsse Sebastian

  • Abweg
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    • 28. August 2026 um 11:57
    • #11

    Hi Tommy,

    ich wollt dir schon die flexiblen Sunman Module empfehlen, aber der Link funktioniert nicht mehr und es wäre nicht der erste Hersteller/Lieferant der vom Markt verschwindet.

    Meine lagern leider immer noch im Keller, und werden ja auch auf einem Rahmen befestigt.

    Ich weiß nicht ob das richtig ist was ich mache, aber wenn ich´s lasse, werde ich es nie erfahren.

  • VWBusman
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    • 28. August 2026 um 13:10
    • #12

    Hallo,

    ich verwende seit nun gut 20Jahren die verschiedensten Module von https://www.solarswiss.de/.
    preislich bestimmt nicht auf Wühltischniveau aber qualitativ klasse.

    Gruß Christopher

  • Thomas135
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    • 28. August 2026 um 13:31
    • #13
    Zitat von VWBusman

    ich verwende seit nun gut 20Jahren die verschiedensten Module von https://www.solarswiss.de/.

    Ich habe jetzt auch ein Modul von Hr. Reimer als Nachfolger des Sunman. Das habe ich mir im Sondermaß nach dem alten Sunman machen lassen. Wie VWBusman sagt, nicht geschenkt, aber SEHR gute Qualität und sehr kompetente und nette Firma. Abegesehen vom Gewicht bereue ich überhaupt nicht dort gekauft zu haben.

  • VWBusman
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    • 28. August 2026 um 13:51
    • #14

    Hallo,

    Thomas, wir haben uns ja schon ein paar mal über die Module und deren Qualität unterhalten und kommen immer wieder auf den gleichen Nenner - Qualität hat seinen Preis , macht aber auch Freude.

    Meine flachen Module mit 95Wp sind mit etwas über 3Kg nicht zu schwer und somit habe ich gleich sechs Stück verbaut.

    Gruß Christopher

  • Reisetommy
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    Wohnkabine
    selbst gebaut
    • 28. August 2026 um 14:14
    • #15

    Vielen herzlichen Dank für all Eure Rückmeldungen! – Und einen dicken Extradank an Thomas135 für den ausführlichen Erfahrungsbericht!

    Tja, das ist ja wohl GANZ blöd gelaufen mit den direkt aufs Laminat geklebten Modulen bei Deinen Autos! Fiese Nummer, dass da Feuchtigkeit in die Sandwichpaneele eingedrungen ist. Darf ich fragen, woher die Sandwiches waren? (Ich werde wohl bei RST kaufen, die erschienen mir schon im Vorfeld sehr kompetent.) Eigentlich sollte die Laminat-Deckschicht doch diffusionsdicht sein ...

    Für mich heißt das: Die Module an sich funktionieren, nur die Montage war eher subotimal. – Genau diese Bedenken hätte ich eigentlich auch gehabt bei einer (nicht rundum ganz dichten) Verklebung mit Klebeband. Allerdings hätte ich zunächst nicht Wasser auf dem Schirm gehabt – was ja bei Dir das Fatale war – gedacht, sondern Staub/Sand: ich würde fürchten, dass der eindringt und dann Beulen zwischen Untergrund und Paneel bildet. Aber das Wasser ist natürlich offenbar noch übler ...

    Mein Plan ist daher, sie so in der Art zu verkleben, wie etwa Plentisolar (das war der Verkäufer, den ich gefunden hatte) das auf Hallendächern macht: also ohne druntergelegtes Alublech auf einzelne Stege von etwa 20 mm Höhe. Aluvierkantrohre 20x20x2 erscheinen mit praktikabel, sind nicht zu schwer und bringen gleichzeitig etwas Unterlüftung (und damit nebenher ein bisschen "Tropendacheffekt"). Könnte höchstens sein, dass das störende Windgeräusche verursacht ... In Fahrtrichtung vorne würde ich eher zumachen wollen, damit der Fahrtwind nicht drunterfährt. Leider hab ich zu wenig Ahnung von Aerodynamik um beurteilen zu können, wie die Luftströmung an meinem geknickten Dach anliegt bzw. verläuft. Kann sein, da entsteht Unterdruck auf der Dachfläche. (Das Modul würde rund 80 cm hinter dem Knick (s. Skizze im Avatarbild) montiert, zum Teil liegt eine Dachhaube davor.)

    Schaumermal. Ich werde auf jeden Fall berichten, wenn das Ding fertig ist (was allerdings wohl frühestens Ende '27 der Fall sein wird.)

    Gruß und Dank
    Tommy

    (edit) PS: Die zurückgehende Leistung bei Wärme hab ich mir auch angesehen, sie stört mich allerdings wohl nicht. Im Sommer bei Hitze hab ich eh nicht so viel Strombedarf; zudem ist da die Sonnenscheindauer länger, das wird den geringeren Output pro Stunde kompensieren. Wichtiger ist mir tendenziell die Leistung bei geringer oder flacher Sonneneinstrahlung (Winter, Wolken, Nordeuropa ...). Und da scheinen die Sunman mit ihrer "Linsenbeschichtung" schon geeignet.

    Einmal editiert, zuletzt von Reisetommy (28. August 2026 um 14:21) aus folgendem Grund: Ergänzung/PS

  • Krabbe
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    • 28. August 2026 um 14:24
    • #16

    Eines der Probleme mit den flexiblen Modulen ist ja, dass die nicht wirklich flexibel sind. Wie Holger schon schrieb, das Silizium ist eben nicht wirklich biegbar. Auch Vibrationen, die man z. B. hat, wenn man ein flexibles Modul auf eine Aluplatte klebt und diese dann frei durchhängend montiert schädigen die Module.

    Schon unvorsichtiges Handling der Module bevor sie verbaut sind. (durchbiegung beim Tragen etc.) tut denen nicht gut.

    Die sind wirklich nur „flexibel“, um sie einmal auf eine leicht gewölbte Dachhaut zu kleben.

    Ein weiterer Effekt, von dem immer wieder berichtet wird ist ja, dass es so heiß werden kann, dass das Laminat oder die GfK-Deckschicht vom Fahrzeug sich verfärbt oder geschädigt wird. Ich hatte auf dem Krabbavan 1 auch ein „flexibles“ Modul von Solarswiss aufgeklebt, das hatte keine Ausfälle und ich habe keine negativen Auswirkungen gemerkt, das Fahrzeug stand bei Nichtgebrauch aber auch immer in eimer Halle. Bei zwei Modulen, die ich von Klappdächern von VW-Bussen runtergenommen habe, war das Dach darunter braun verfärbt.

    Und zum Thema Gewicht: Ich hatte für den Krabbavan2 aus Gewichtsgründen auch über „flexible“ Module nachgedacht, wollte die aber aus zwei Gründen nicht direkt aufs GfK-Dach kleben und hatte überlegt einfach eine Styrodurplatte darunter zu kleben. Habe dann aber festgestellt, dass der Gewichtsunterschied zu leichten Rahmenmodulen nur noch sehr gering war.

    In wie weit sich dünne Module mit Kunststoffoberfläche mehr erhitzen als Rahmenmodule mit Glasoberfläche ist auch so eine Frage, die ich mir immer mal wieder stelle.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Reisetommy
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    • 28. August 2026 um 14:34
    • #17

    Danke für Deine Gedanken!

    Ja, von der Idee des direkt Auflebens bin ich ja inzwischen auch weg - nicht zuletzt aufgrund des Erfahrungsberichtes von Thomas135 . Mit 2 cm Unterlüftung und Montage auf Stege sollte sich dieses Problem aber eigentlich nicht ergeben, denk ich mir ... Wenn ich die Stege in vielleicht 40 cm Abstand (also in Längsrichtung des Panels 3 parallel) anbringe und zudem mit ausreichend starker Klebefuge (Sika) aufklebe, sollte die Elastizität der Klebefuge auch die Wärmedehnung hinreichen auffangen können, ohne zu viel Spannung auf die Dachhaut und/oder das Solarpanel zu bringen ... Und vom Gewicht und der Aufbauhöhe bin ich dann immer noch günstig dabei. (Das Gewicht hat halt bei mir höchste Priorität.)

  • Thomas135
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    nein
    • 28. August 2026 um 15:08
    • #18

    Hi Tommy,
    also ich habe zwischenzeitlich auch eine Version mit Sunman auf Carbon-Vierkantrohren gebaut (von hier: https://www.r-g.de/list/CFK ). Das habe ich aber letztendlich nicht montiert und mich für das schwerere Panel von SolarSwiss entschieden.

    Dass die Decksicht diffusionsdicht ist, das stimmt - solange sie intakt ist. Wie gesagt, man sieht spätestens unter der Lupe/Mikroskop dass das Glasfaserlaminat und der Kunststoff an den Materialgrenzen Microrisse gebildet haben. Wahrscheinlich begünstigt das dünne High-Impacht Lamiant (bei mir 0,8mm) die Sache, aber nichts desto trotz arbeitet sich das Wasser rein. Wenn die Deckschicht dicker ist wahrscheinlich halt langsamer.
    Mein Sandwich ist, eigentlich die komplette Kabine, von ORMOCAR. Der Sandwich-Aufbau ist aber ein individuelles Setting mit High-Impact Deckschichten, Verstärkungslagen etc. Das ist nicht unbedingt verlgeichbar mit Standardlayups.

    Die Gedanken von Krabbe kann ich übrigens auch so bestätigen. Ich habe hier im Büro ein paar Silizum-PV Zellen liegen, die sind SOO spröde, die zwebrechen schon beim lauten sprechen (gefühlt...).

    Und das untenr ist ein EL-Bild von meinem Sunman nachem ich es demontiert hatte. Elektrisch sieht man am normalen Bordnetzt praktisch nichts! Im Prüfstand merkt man dass die Kennlinie etwas 'rappelig' ist und im Bild merkst Du dass die ZEllen gebrochen/beschädigt sind. Jatzt muss man wissen dass ich es schon ziemlich verbogen habe bis es vom Dach war, aber eine Virbration auf dem Fahrzeug wird bestimmt ähnliches leisten...

  • Reisetommy
    Junior
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    Wohnkabine
    selbst gebaut
    • 28. August 2026 um 16:11
    • #19

    Oh, und nochmal vielen Dank. Ist wieder sehr interessant.

    Ohja, die Carbonrohre sind natürlich vom Gewicht her schon sehr verlockend. – Sollten sich ja mit Sika auch problemlos verkleben lassen, oder? Aber halt schon eine Nummer teurer als Alu 🤔 ...

    Mit drei Carbonrohren käme ich also auf eine Gesamtmasse von deutlich unter 10 kg (5 + 3*0,43). Vielleicht noch 1kg für den Kleber dazu. Schon geil. – Andererseits mit Alu (20x20x2; 400g/m) ist es auch nur gut 1 kg mehr ...

    Das Bild des demontierten Panels ist natürlich leicht deprimierend. Aber andererseits hast du es wohl schon etwas misshandelt bei der Demontage ... Ist halt die Frage, wie sehr die Vibration beim Fahren es zerrütten würden. Die Tatsache, dass Du nach den 5 Jahren kaum Leistungseinbuße bemerkt hast, stimmt mich wieder optimistisch ... – Allerdings wird es natürlich so sein, dass die zwischen den Montagerohren freitragende Montage eine zusätzliche Belastung darstellt. Hmm. Schwer einzuschätzen.

    Ich werde da doch nochmal drüber nachdenken ... Wie schwer sind denn die harten Paneele, die Du jetzt verwendest, also: pro Stück bzw. pro ca 300 Wp?

    Gruß
    Tommy

  • Abweg
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    • 28. August 2026 um 18:25
    • #20

    So wurden meine angeliefert.

    Ich weiß nicht ob das richtig ist was ich mache, aber wenn ich´s lasse, werde ich es nie erfahren.

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