In meinem Auto soll ALLES über Strom gehen, idealerweise incl. Heizung (Klima Splitgerät), darum 1,3kWp und 8kWh Akku. Unter Volllast zieht alleine mein Induktionskochfeld 3,5kW weg, ergo hab ich allein schon einen 4kW Wechselrichter (und auch damit kann ich aber nicht parallel kochen, Wäsche waschen, Klimatisieren, backen,...). Für die 12V Geräte sorgt ein 24 --> 12V Konverter 30A (wird hoffentlich reichen). Alles in allem fließen da schon fette Ströme, selbst bei 24V können so über 200A zusammenkommen.
Und Landstrom ist nicht vorgesehen.
Wohl aber kann es passieren, daß ich mal 1-2 Wochen am selben Platz rumlümmele, idealerweise im Warmen, darum viel Solar. Ladebooster soll für den Notfall sein, wenn sonst garnix geht. Ja klar sind dann 20-30A besser als nix, aber auch die wollen dann 50+A aus der 12V LiMa ziehen (incl Wandlerverlusten). Mit 60A laden wäre schöner, das wird aber die LiMa 100%ig grillen, weil dann die komplette Ladeleistung nur für die Aufbaubatterie drauf geht. Ich WEISS allerdings nichtmal, ob die LiMa dann wirklich am kokeln fängt oder einfach nicht mehr hergibt, als sie kann - regelt der Regler das zuverlässig? SOLLTE schon, oder? Dauerhaft riskieren muss man das vielleicht trotzdem nicht?
Eine 100-150A Zusatzlima mit 24V würde halt viele Fragen beantworten, ist allerdings natürlich auch wieder ordentlich Gewicht.
Ah, Danke für die ausführliche Erklärung. So gibt das natürlich für Dich wirklich Sinn, aus dieser Sicht hatte ich das noch nicht betrachtet. Das wird bei Dir halt ein weitaus größeres Auto, als ich das vor habe.
Ich bin kein Elektroniker; aber nach meinem Verständnis (und meiner Erfahrung) dürfte die Lima zwar unter Nennlast warm werden, aber nicht so viel, dass sie einen roten Kopf kriegt. – Ich hatte an meinem Oldie-Camper mal eine ähnliche Situation, damals mit einer ebenfalls zu kleinen Lima; da kann ich das schön überwachen, weil ich pro Stromkreis je ein Amperemeter eingeschleift habe. Die originale Lima hatte nur 42A, da war sie bei leerer Versorgungsbatterie schon ganz schön ausgelastet, wenn man auch noch "vollen Christbaum" an hatte. In dieser Situation fiel dann auch die Spannung (Voltmeter sind auch eingebaut) etwas ab, ein Beweis, dass die Lima am Anschlag war. (Der Strom verteilte sich dann etwas um gemäß den Ampmetern; allerdings lösen die – es sind analoge Zeigergeräte – nur relativ grob auf.)
Grundsätzlich ist der Regler bei Drehstromlimas NUR ein reiner Spannungsregler. Er begrenzt den Strom nicht, schaltet quasi nur die Erregerwicklung ein und aus. – Den Maximalstrom regelt der Regler einer DLM nicht aktiv; der regelt sich selbst. Ein etwas komplizierter elektrotechnischer Vorgang; ich hab mir das mal erklären lassen, hab es damals auch verstanden – aber wäre jetzt nicht mehr in der Lage, die Erklärung zu wiederholen. Insofern bleibt mir allenfalls ein Wikipedia-Link als Ausrede; sicher findet man über die allmächtige KI auch noch tieferschürfende Erklärungen ... Ich habe mir nur abgespeichert: Alles gut; eine DLM ist quasi überlastungssicher. Wirklich erfreut wird sie allerdings nicht sein, wenn sie immer (oder zumindest oft) an der Belastungsgrenze betrieben wird; die thermische Belastung auf alle Bauteile (speziell die Leistungswicklungen und die Gleichrichterdioden) ist erhöht, mit kürzerer Lebensdauer ist zu rechnen. – Ich hab mir damals deshalb letztlich eine stärkere Lima (95A) aus einem ganz anderen Fahrzeug eingebaut, die zufällig kompatible Halterungen hatte und auf die auch die alte Riemenscheibe passte ... Die arbeitet nun immer maximal auf Teillast; allerdings quietscht manchmal kurz der Keilriemen (noch wirklich ein klassischer 9,5-mm-KEILriemen, kein Multi-V-Belt), wenn man bei voller Belastung direkt nach dem Kaltstart Drehzahl gibt; und die Leerlaufdrehzahl musste ich 50/min höher einstellen, sonst hat die Lima den Motor im kalten Zustand schier abgedrosselt ... Funktioniert aber sonst seit sechs Jahren tadellos.
Gruß
Tommy