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Wohnkabine für einen Hilux in Australien

  • MountainHarry
  • 15. März 2026 um 19:55
  • MountainHarry
    Frisch-dabei
    Beiträge
    4
    Wohnort
    Karlsruhe
    • 15. März 2026 um 19:55
    • #1

    Hi,

    ich bin noch auf der Suche ;). Meine Frau und ich wollen ab Ende Januar 27 in Australien aufkreuzen und dann über 2-3 Jahre immer wieder für 2-3 Monate das Land erkunden. Danach soll es weiter nach Neuseeland gehen und dann wahrscheinlich die Panamericana, vermutlich von Süden nach Norden (da wir uns in Südamerika "schon auskennen" ;-). Australien und Neuseeland mit dem gleichen Hilux, in Südamerika einen Anderen Hilux, jeweils mit Flachpritsche kaufen, aber Pritsche "deponieren" und Kabine über Zwischenrahmen aufsetzen.

    Plan ist, hier eine Wohnkabine für einen Hilux zu bauen und per Container nach Australien zu schicken, eventuell auch als "Bausatz" und erst dort zusammenzubauen. Im Moment habe ich 3 Kabinenbauer ins Auge gefasst:

    - Boxmanufaktur (sehr gut und teuer)

    - Nomadcampers (auch als Bausatz denkbar)

    - Ormocar (ist bei mir in der Nähe)

    Habe schon gespannt unter anderem das Projekt von Holledauer "studiert", bin aber noch komplett unschlüssig, wieviel Eigenarbeit ich mir antun will/soll. Meine Frau sagt: NICHT SCHON WIEDER!

    Grob soll die Kabine eine Auflagelänge von 230-240 haben, mit Alkoven (Querbett), vermutlich Truma Combi, TTT, 300 AH Lipo und Solarmodul. 3-D Kenntnisse und vielseitiges handwerkliches KnowHow vorhanden, leider noch keinen Leichtmöbelbaukurs besucht ;-). Bin gebürtiger Physiker mit praktischer Erfahrung in vielen Bereichen (vielleicht doch zu theoretisch ;)) und habe Zeit (Rentner), aber leider viele Hobbys.

    Wenn möglich, würde ich ungern bei NULL anfangen. Hätte jemand vielleicht schon 3-D-Modelle, Zeichnungen Skizzen, Excel-Sheets ... für mich? Was haltet ihr von der Idee, dass ganze erst in Australien zusammenzubauen?

    Liebe Grüße

    Harald

  • holger4x4
    womobox-Guru
    Beiträge
    7.453
    Wohnort
    Bergisches Land
    • 15. März 2026 um 22:02
    • #2

    Hi und willkommen im Forum!

    Einen interessanten Plan hast du da. Wenn Ihr 3 Jahre in Australien und dann noch in Neuseeland sein wollt (1-2 Jahre?), warum dann nicht gleich Auto mit Kabine Down-Under kaufen? Und wenn es euch gefällt, dann das Fahrzeug oder nur die Kabine nach Südamerika verschiffen? Es würde dann was Containertaugliches Sinn machen, also mit Hubdach. Das macht auch bei der Hitze in Australien Sinn. Die Camper dort sind ja ehr Outdoor orientiert.

    Sonst: Mit Ormocar bin ich auch mit meiner 2. Kabine sehr happy. Das Problem ist da ehr die Kabine an einen vor Ort gekauften Pickup anzupassen.

    Gruß, Holger

  • Picco
    Moderator
    Beiträge
    5.627
    Wohnort
    Rorschacherberg / Schweiz
    • 16. März 2026 um 06:36
    • #3

    Hoi Harald und herzlich willkommen hier!

    Die Kabine erst in Australien zu bauen würde heissen dort die Werkzeuge und Materialien zu kaufen und einen Platz zum schrauben finden, in dessen Nähe man wohnen kann. Und falls die Frau nicht mitbaut muss sie sich dort auch wohl fühlen und was unternehmen können.

    Ich sehe es eher so dass die Kabine hier gebaut und verschifft werden soll.

    Vergleich dazu die Hilux-Befestigungsmasse der verschiedenen Baujahre und bau einen anpassungsfähigen Zwischenrahmen.
    Zum Beispiel zwei Längsträger unter die Kabine, unter denen zwei Querträger längs verschiebbar montiert werden können.
    Vor Ort kannst Du dann einen passenden PickUp kaufen, die Pritsche abnehmen und die Kabine montieren.
    Es muss keiner mit Flachpritsche sein, denn der Rahmen darunter ist ja derselbe wie bei der Originalpritsche.
    Hier noch ein Bild meines Isuzu D-Max mit abgenommener Originalpritsche, aber schon montierten Querträgern, beim Hilux sieht es ähnlich aus.

    Betreffend der Radkasten: Die PickUps gibts auch in einer 2WD-Version, die wir in Europa nicht kennen. Fèr die sind die Originalradkasten gebaut, da liegt der Rahmen aber deutlich tiefer als bei den 4x4. Du brauchst also nicht so hoch zu bauen wie der Originalradkasten ist.
    Schau Dir dazu möglichst einige PickUps mit Flachpritsche an bei denen stehen die Räder beim Einfedern auch nicht an der Pritsche an.

    Gruss

    Picco

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  • Kade1301
    Experte
    Beiträge
    101
    • 16. März 2026 um 07:40
    • #4

    Hast du das Angebot an gebrauchten Campern in Australien angeschaut? Und dich über die gesetzlichen Bestimmungen informiert? Ich habe Zweifel, ob hier bauen, verschiffen und dort montieren günstiger kommt als dort zu kaufen.

    Du denkst an sowas, oder? https://www.gumtree.com.au/web/listing/ca…omes/1340935213

  • holger4x4
    womobox-Guru
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    7.453
    Wohnort
    Bergisches Land
    • 16. März 2026 um 08:46
    • #5

    So hatte ich das auch gemeint, ein Komplettfahrzeug da unten kaufen. Nur vielleicht ein bisschen umbauen. Rechtslenker ist ja auch nicht verkehrt wenn man mehrere Jahre dort unterwegs ist. Und da unten gibts teils auch großvolumige Motoren, die es nicht nach Europa schaffen wegen Abgasbestimmungen.

    Und was kostet ein Container nach Australien? Das ist ja auch nicht ganz günstig. Das Geld kannst du auch in die Anschaffung stecken.

    Gruß, Holger

  • MountainHarry
    Frisch-dabei
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    Wohnort
    Karlsruhe
    • 16. März 2026 um 09:36
    • #6

    Vielen Dank für die vielen Antworten und das herzliche Willkommen:

    holger4x4 und Kade1301 Ich verstehe zwar, dass ein Hubdach für Australien wegen der Hitze und wegen des Weitertransports sinnvoll sein kann, aber ich kanns (leider) nicht leiden ;). Auch glaube ich das für Patagonien (da war ich schon) und am Ende für Alaska eine gut isolierte Kabine die bessere Wahl sein sollte. Die Kabine alleine ohne Fahrzeug sollte meinen Recherchen nach problemslos in einen 20" Highcube passen, vielleicht sogar, wenn ich knapp kalkuliere, in einen Normalen. Die Kosten für die Verschiffung habe ich noch nicht. Denke so gegen €3000. Die Kabinen, die es da "unten" gibt wie die dargestellte Palomino, sind meistens Popup oder Northstar. Gefallen könnte mir OZCAPE WOONDABAA, aber mit 72.000€ ziemlich happig.

    Picco Danke für den Tipp. Wußte nicht, dass sich die Aufnahmepunkte stark über die Jahrgänge verändern. Wie ich gehört habe, wäre ein fest über Dämpfungselemente installierter verzinkter Stahlrahmen und ein mit der Kabine fest verbundener Hilfsrahmen aus Alu sinnvoll, z.B. die Variante von Heike und Matthias (Bausatz bei nomadcampers gekauft).

    Liebe Grüße

    Harald

  • Kade1301
    Experte
    Beiträge
    101
    • 16. März 2026 um 14:24
    • #7

    Der Link war ja nur ein Beispiel - bis ihr unten seid, ist der längst verkauft. Aber ich wusste nicht, ob du Gumtree kennst...

  • MountainHarry
    Frisch-dabei
    Beiträge
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    Wohnort
    Karlsruhe
    • 16. März 2026 um 16:55
    • #8

    Danke für die Info. Gumtree kenne ich und habe schon öfter gesucht. Überlege mir sogar, "remote" zu kaufen und dabei einen externen "Prüfer" zu angagieren, der das Fahrzeug vorher prüft.

  • sieschonwieder
    womobox-Halbgott
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    Ffm
    • 16. März 2026 um 19:11
    • #9

    Es gibt so viele Deutsche in Australien und deutsche Clubs. Da gibt es sicher auch einen Autohändler bei.

    Mein Bruder mit Familie lebt in Geelong bei Melbourne. War mal Karlsruher, hat aber mit Autos nix am Hut.

    Die Einfuhr von einer Kabine nach Australien willst du nicht bezahlen wegen der biologischen Reinigung.

    Mit Sagrotan wird das nix.

    Gruß Ralf

  • MountainHarry
    Frisch-dabei
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    Karlsruhe
    • 17. März 2026 um 20:20
    • #10

    Habe schon mit Seabridge gesprochen. Die bieten Reinigung für komplette WoMos an. Ist bezahlbar. Und ausserdem geht die Box ja direkt aus der Produktion in den Container. Wenn es klappt, bekomme ich die MWST für die Kabine zurück und kann damit den Zoll und die Steuer in Australien (wahrscheinlich in der Summe 15%) bezahlen. Muß ich noch austüffteln.

  • S t e f a n
    womobox-Halbgott
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    666
    • 17. März 2026 um 23:20
    • #11

    Na, das wird ja ein Trumm bei 2.40m Auflagelänge. Das geht ja nur mit einem single cab. Und als Querschläfer braucht man innen ja auch 2m Breite, ist Mann nicht nur 1.58m groß.

    Ein Hilux ist eine super Wahl - aber solch große Kabine. Aua.

    Das nur mal meine Gedanken zur geplanten Kabine und einem Pickup als Basis.


    Gruß Stefan

    Alles wird gut. Irgendwann.

  • Holledauer
    womobox-Spezialist
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    Wolnzach
    Wohnkabine
    selbst gebaut
    • 18. März 2026 um 11:24
    • #12
    Zitat von S t e f a n

    Na, das wird ja ein Trumm bei 2.40m Auflagelänge. Das geht ja nur mit einem single cab. Und als Querschläfer braucht man innen ja auch 2m Breite, ist Mann nicht nur 1.58m groß.

    Ein Hilux ist eine super Wahl - aber solch große Kabine. Aua.

    Das nur mal meine Gedanken zur geplanten Kabine und einem Pickup als Basis.


    Gruß Stefan

    ich habe mich ja "getraut", sowas zu bauen. Ich glaube, es kommt immer aufs Nutzungsprofil an. Wir wollten ein kompaktes Auto, das pistentauglich ist, auch mal an den Strand, die Dünen oder in die Berge kommt und neben 4x4 auch ausreichend Bodenfreiheit hat. Und es soll mittelfristig auch fernreisetauglich sein. So sind wir beim Hilux hängen geblieben. Schlafkomfort war bei uns Prio 1, 160 cm breites Festbett, keine Umbaulösungen. Und der Innenraum soll geräumig/luftig sein.

    Die Kabine ist bzgl. "umbauten Raum" recht groß, aber die Luft darin wiegt ja nichts und ich behaupte mal, die 50 cm zusätzliche Kabinenlänge ggü. extra cab wiegen max. 30 kg mehr. Dafür ist die Karosserie leichter. Die Länge der Kabine ist so gemacht, dass der Böschungswinkel hinten identisch zum Hilux mit Pritsche ist.

    Unser Auto wiegt komplett aufgebaut, Dieseltank voll, inkl. Basisausstattung (Stühle, Tisch, Küchenausstattung), aber ohne Wasser und ohne Fahrer/Beifahrer 2940 kg, 1580 kg hinten / 1360 kg vorne. Dabei ist auch schon eine 300 Ah Batterie und ein 3 kW Wechselrichter und ein Fahrradträger am Heck. Und 5 Rädern 265/70R17, von denen jedes, ich war erst geschockt, 10 kg mehr als die Basisbereifung wiegt. Aus meiner Sicht sowohl bzgl. Gesamtgewicht wie auch Achslastverteilung absolut im Rahmen. Vielleicht kann unser Auto kein hartes Offroad, aber das war auch nie unser Ziel.

    Ich sehe kein "Aua"

    Grüße
    Lars

  • S t e f a n
    womobox-Halbgott
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    • 18. März 2026 um 13:23
    • #13

    Da bleibt ja nicht mehr viel Zuladung zu den 3150kg zulGG , auf das der Toyota Ing. das Auto mal ausgelegt hat. Aua.


    Gruß Stefan

    Alles wird gut. Irgendwann.

  • Holledauer
    womobox-Spezialist
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    Wohnort
    Wolnzach
    Wohnkabine
    selbst gebaut
    • 18. März 2026 um 14:58
    • #14

    Beim Gewicht bin ich ziemlich entspannt.

    Rechtlich habe ich durch das Ironman Fahrwerk 3500 kg zGG.

    Technisch wird dadurch der Rahmen vom Hilux nicht stärker, das übliche und bekannte Argument bei Auflastungen. Aber zum einen überschreite ich die 3150 kg, auf die der Toyota Ing. das Auto angeblich ausgelegt hat, selbst mit vollem Wassertank und allem, was mit muss, um max. 5%. Und wenn das das Auto, beim mind. 80% Straßeneinsatz und höchstens 20% Schlechtweg/Offroad nicht aushält, dann machen die Toyota Ings für ein 4x4 Nutzfahrzeug irgendwas ganz anders, als wir das in der PKW-Entwicklung eines deutscher Herstellers machen.

    In Australien gibt es z.B. dieses Fahrzeug auf Hilux-Basis fertig zu kaufen. Wird dort mit 3620 zGG angegeben, und der Schlechtweganteil in Australien ist garantiert um Faktoren höher, als nahezu jeder hier bei uns in Europa sein Auto einsetzen wird. Ähnliches habe ich auf dem südamerikanischen Markt auch schon gefunden, und sogar Europäer trauen sich sowas kommerziell anzubieten.

    Irgendwie bin ich da weiterhin schmerzresistent:/

    Einmal editiert, zuletzt von Holledauer (18. März 2026 um 15:17)

  • S t e f a n
    womobox-Halbgott
    Beiträge
    666
    • 18. März 2026 um 21:53
    • #15

    Alles gut. Bestimmt.

    Alles wird gut. Irgendwann.

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  • Hilux
  • Australien

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