Hi zusammen
ich habe im Juli einen MAN TGL Baujahr 2006 mit 280.000km auf der Uhr gekauft. Habe den über den Sommer ausgebaut und wenig gefahren und bin jetzt damit unterwegs. Ich hab das Problem, dass besonders der Rückwärtsgang oft schwer reingeht. In vielleicht 10% der Fälle geht er gut rein. In 90% muss man ausprobieren, tausend mal kuppeln, bisschen aufs Gas, paar Gänge einlegen und irgendwann will er dann. Das ist mühsam und die Fehlversuche machen auch immer unangenehme Getriebegrüße ![]()
Die Kupplung scheint korrekt zu trennen. Das habe ich mit hochgebocktem Hinterrad schon getestet. Neues Getriebeöl lasse ich die Tage noch machen. Die Werkstatt hat sich auch schon die SChaltstangen angeschaut und meinte, dass die OK seien.
Hat hier noch wer eine Idee, was ich machen kann?
Interessieren würde mich, was ich technisch prüfen (lassen) kann. Und außerdem, welche Tricks es gibt, um den Gang evtl doch zuverlässig reinzukriegen? '
Danke euch für euren Input!
Grüße
Martin
Rückwärtsgang schwergängig MAN TGL 2006
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Hallo Martin,
ist das grundsätzlich oder nur bei kaltem Motor/Getriebe? Im kalten Zustand bekomme ich beim Vario die Gänge auch nur mit Kraft rein.
Gruß Christopher
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Beitrag von Womo-Halle-Malaga.de (
11. Februar 2026 um 09:10 )Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Habe mir die Frage schon selbst beantwortet (11. Februar 2026 um 15:54 ). -
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Hallo Martin!
Ich würde die Schraubverbindungen der Lagerungen von Motor, GETRIEBE und Schaltkulisse prüfen.
Ein Freund hatte Probleme mit der Schaltung seines TGL weil die Getriebelagerung an einer Stelle locker war und damit das Getriebe nicht mehr ganz gerade ausgerichtet.
Viel Erfolg!
clubby
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Man tgl rückwärtsgang nicht synchronisiert sagt die KI. Da schaltet also schon mal aus das mit dem synchronring was nicht stimmt
Zu weiteren fehleranalyse wäre es interessant, ob sich im Stand, Motor aus, Kupplung getreten der Rückwärtsgang problemlos einlegen lässt.
Gibt es Geräusche von den zahnrädern, wenn man bei laufendem Motor den Rückwärtsgang einlegen will, oder schafft es die Gabel gar nicht erst, die Zähne soweit zusammen zu bringen?
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Danke für eure Antworten!
Das ist sowohl im warmen als auch im kalten Zustand. Mit Zwischengas gehts aber ganz gut und heute wurde mir ein Trick gezeigt, wie auch der Rückwärtsgang gut reingeht.
Ein Mechaniker hier meinte, ich müsste die Gänge 1-4 durchgehen, bevor ich in den R-Gang komme. Und Tatsache... wenn ich das mache, geht er gut rein.
Das Schaltgestänge wurde schon von 2verschiedenen Mechanikern als gut befunden. Würde demnächst noch nen Getriebeölwechsel machen und hoffe, dass es dann deutlich besser flutscht... Oder gibts noch andere Ideen dazu? -
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Ich würde die Schraubverbindungen der Lagerungen von Motor, GETRIEBE und Schaltkulisse prüfen.
Also meinst du die Aufhängungen der Teile am Rahmen? Motoraufhängung sieht ok aus. Die Schaltkulisse sitzt ja quasi oben auf dem Getriebe, das meinst du, oder?
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Ein Mechaniker hier meinte, ich müsste die Gänge 1-4 durchgehen, bevor ich in den R-Gang komme. Und Tatsache... wenn ich das mache, geht er gut rein.
Ääähm, Motorrad? Sequentielles Getriebe?

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Hallo Martin!
Der TGL von dem ich schrieb war BJ. ca. 2004/2005 mit 80.000 km, Erstbesitzer.
Ich kenne das Thema nur aus seiner Erzählung, schau einfach alle Befestigungspunkte durch.
Viel Erfolg!
clubby
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Hallo Martin,
ich kenne das Thema auch aus den schweren Baureihen. Da war es immer hilfreich zuerst den 3. Gang einzulegen und danach den Rückwärtsgang. War auch bei neuwertigen Fahrzeugen so.
Grüße -
Ich habe mal in meine Glaskugel geschaut und vermute das die Kupplung zwar trennt, aber unter Umständen das Lager des Getriebespieß in der Schwungscheibe "schwergänging" ist. Dadurch dreht sich das Vorgelege etwas und man kann in den nicht syncroniesierten, gerade verzahnten Rückwärtsgang nicht einrücken. Das einlegen eines Vorwärtsgang würde das Vorgelege anhalten und ein einlegen des Rückwärtsgang erleichtern. Helfen kann es auch, wenn der Wagen von alleine etwas zurück rollt.
Mehr konnte ich nicht erkennen.
Gruß Nunmachmal, der in seinem ersten Leben Kfz-Mechaniker war. 🇨🇾 34.764881,32.407701
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Helfen kann es auch, wenn der Wagen von alleine etwas zurück rollt.
Mehr konnte ich nicht erkennen.
Hallo
soll wohl sein das da nix zu sehen war!

Wenn die Glaskugel schon meint das Fahrzeug etwas zurückrollen zu lassen kommt Die sicher auch vorbei und schiebt das Fahrzeug etwas zurück wenn es auf einer negativen Steigung steht....

Aber es stimmt schon, etwas rollen lassen hilft tatsächlich schon mal.
Viele Grüße
Anton
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Ein wenig fehlt mir noch bei dem ganzen orakeln und ferndiagnose der Input auf die Frage, was passiert, wenn man versucht den Rückwärtsgang einzulegen.
Wenn die Kupplungsscheibe tatsächlich komplett still steht und sich im Getriebe nichts dreht kann es schon passieren, dass zwei Klauen der beiden unsynchronisierten Zahnräder vom Rückwärtsgang so gegenüberstehen, dass die Klauen aufeinandertreffen und man den Gang nicht einlegen kann.
Hat die Scheibe noch einen klein wenig Schwung nach dem Trennen, merkt man es ja schön wie die Klauen übereinander rutschen, sich abbremsen und dann bei passende Gelegenheit reinrutschen, die Scheibe steht dann.
Dreht sich die Scheibe immer weiter weil diese Option mit dem etwas schwergängigen Lager zutrifft, dann hat man sehr schön dieses laute "schalten es kein Geheimnis" Geräusch.
Also was passiert nun genau beim Versuch den Rückwärtsgang einzulegen, was hört man?
Ich frage das so nervig, ich habe schon mehrere Getriebe zerlegt bilde mir einen genau zu wissen was da drinne abläuft und behaupte, viel Diagnose kann man auch schon vom Schaltverhalten und den Geräuschen machen.
Das Thema mit dem ölwechsel z.b würde ich an der Stelle als zwecklos erachten, das hat mitunter gravierende Auswirkung auf die dann bessere oder schlechtere Funktion der synchronringe, aber nicht auf so ein unsynchronisiertes einrücken. Wer mal LKW mit unsynchronisiertem Getriebe gefahren ist weiß, was ich meine.
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Danke euch allen für die mega gute Hilfe!
Die Lösung mit dem 3. Gang einlegen klappt prima
Und beim Runterschalten mit Zwischengas fahren und beim Hochschalten zwischenkuppeln geht auch gut.
Zu dem Geräusch, was es macht, wenn ich den Rückwärtsgang ohne vorheringen synchronisierten Gang einlegne will:
Der Schalthebel rutscht nicht ganz rein, sondern nur ca. bis zur Hälfte. Wenn ich dann versuche mit etwas Druck den Hebel weiterzudrücken klackert es. Klingt schon sehr, als würden sich dort 2 Zahnräder irgendwie gegeneinander drehen oder sowas. Vielleicht hilft die Beschreibung?
Danke!
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Hochschalten runterschalten mit zwischengas und zwischenkuppeln?

Wenn das nicht anders geht ist dort was sauer.
Danke für die Beschreibung beim Rückwärtsgang einlegen. Also meine ferndiagnose, die Kupplungsscheibe dreht sich noch trotz getretener Kupplung, die Klauen der Zahnräder sollten diese aber schnell abbremsen. Man kann diesen Effekt mal am normalen PKW nachstellen: Leerlauf einlegen, Kupplung nicht treten. Motor beschleunigen, dann die Kupplung treten und versuchen den Rückwärtsgang einzulegen. Du spürst und hörst wie die Klauen übereinander rubbeln, abgebremst werden und wenn die Scheibe steht dann reinrutschen. Keine Sorge, da geht nichts kaputt, klingt halt fürchterlich. Klingt bei jedem Gang eines unsynchronisierten Getriebes so, wenn man nicht genau trifft.
Zurück zu deinem Rückwärtsgang. Aus irgendeinem Grund wird die Kupplungsscheibe trotz getretener Kupplung noch weiter gedreht. Entweder die kupplung trennt nicht vollständig, oder wie schon beschrieben hat das kleine stützlager ein Problem. Das hat es aber dann meistens nicht lange, und ist im Eimer.
Wie prüfst du, ob die Kupplung sauber trennt?
Einfach mal ein angetriebenes Rad mit dem Wagenheber anheben, dass es frei drehen kann. Motor aus, ersten Gang einlegen. Ein Helfer versucht das Rad zu drehen, und der andere tritt dann die Kupplung. Wenn das nicht wirklich ganz leicht geht, außer der bisschen Widerstand vom Differential, dann hängt sie.
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Also wenn, dann muss man immer zuwischenkuppeln. Das macht man um die Mitnehmerscheibe der Getriebedrehzahl anzupassen. Beim runterschalten muss man dann Gas geben, um die Mitnehmerscheibe und Getriebeeingang auf die höhere Drehzahl zu bringen.
Beim hochschalten ohne Zwischengas, da die Getriebewelle abgebremst werden muss.
Diese Arbeit übernimmt normalerweis der Syncronring. Der war früher sehr oft am zweiten Gang verschlissen und wurde noch in einer normalen Werkstatt gewechselt. Heute gibt es da ein neues oder Austausch-Getriebe. Können die Mechatroniker nicht. Haben die nie gesehen.
Was auch noch sein kann, die Mitnehmerscheibe klemmt etwas auf dem Kupplungsspies und kommt beim Auskuppeln dadurch keine Ruhe.
Ist mit aufbocken und am Rad drehen nicht zum feststellen, da der Antriebsstrang so schwergänig ist, daß es nicht auffällt, wenn das Spieslager oder die Mitnehmerscheibe klemmt.
Gruß Nunmachmal, 🇨🇾 34.774550,32.407951
Nachtrag: Im Gegensatz zu den anderen Zahnräder, da machen das Schaltklauen, ist der Rückwärtsgang nicht im Eingriff. Zudem ist er gerade verzahnt und es steht dann oft Zahn auf Zahn.
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Der Ergänzung kann ich zustimmen. Noch zur Erklärung mit dem gerade verzahnt:
Man muss sich vorstellen, an normalen Zahnrädern werden an die Seite viereckige Klötze eingeschweißt. ein Klotz -kein Klotz -ein Klotz -kein Klotz, im Kreis.
Zwei solcher Zahnräder sitzen - mit den klötzen zueinander - auf einer Welle.
Jetzt wird ein Zahnrad auf der Welle zu dem anderen verschoben, die Klötze des einen greifen in die Klötze des anderen.
Jetzt versteht man das Dilemma: stehen die Zahnräder still, kann man Pech haben, dass die klötzchen aufeinander treffen und nicht greifen.
Ist der Drehzahl Unterschied zwischen beiden zahnrädern jedoch sehr groß, rubbeln Sie einfach übereinander.
Oft haben die Leute die Vorstellung, das im Getriebe die Zähne der Zahnräder ineinander geschoben werden, so wie z.b beim Anlasser des Zahnrad in das Zahnrad der schwungscheibe geschoben wird.
Nö,
Vielleicht kann man sich so besser vorstellen was mit dem Eingriff der Zahnräder gemeint ist, beim Schaltvorgang woran es dann hakt.
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Guten Abend und danke euch für die Hilfe!
Also die anderen Gänge kann ich schon auch ohne Zwischenkuppeln usw schalten. Geht aber alles etwas sanfter, wenn ich zwischenkuppel.Den Test für die Kupplung hatte ich bereits gemacht. Ich hatte hinten rechts hochgebockt, Keile unter die restlichen Räder, Motor an, Feststellbremse aus, 1. Gang rein, Kupplung getreten und einen Freund schauen lassen, ob sich das recht Hinterrad dreht. Hat sich nicht gedreht. Daraus haben wir dann gefolgert, dass die Kupplung in Ordnung trennt.
Wir haben es aber nicht auf ausgeschaltetem Motor versucht und per Hand gedreht. Sollte aber ja aufs Gleiche rauskommen, oder?
Danke euch
Lerne hier grad viel dazu! -
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Also jetzt aber mal ne freche Frage…
Das von MAN vorgesehene Verdrehen beim schalten in den Rückwärtsgang machst Du aber?
🙄🙈🤔🤪 -
Alles anzeigen
Der Ergänzung kann ich zustimmen. Noch zur Erklärung mit dem gerade verzahnt:
Man muss sich vorstellen, an normalen Zahnrädern werden an die Seite viereckige Klötze eingeschweißt. ein Klotz -kein Klotz -ein Klotz -kein Klotz, im Kreis.
Zwei solcher Zahnräder sitzen - mit den klötzen zueinander - auf einer Welle.
Jetzt wird ein Zahnrad auf der Welle zu dem anderen verschoben, die Klötze des einen greifen in die Klötze des anderen.
Jetzt versteht man das Dilemma: stehen die Zahnräder still, kann man Pech haben, dass die klötzchen aufeinander treffen und nicht greifen.
Ist der Drehzahl Unterschied zwischen beiden zahnrädern jedoch sehr groß, rubbeln Sie einfach übereinander.
Oft haben die Leute die Vorstellung, das im Getriebe die Zähne der Zahnräder ineinander geschoben werden, so wie z.b beim Anlasser des Zahnrad in das Zahnrad der schwungscheibe geschoben wird.
Nö,
Vielleicht kann man sich so besser vorstellen was mit dem Eingriff der Zahnräder gemeint ist, beim Schaltvorgang woran es dann hakt.
Nun bringst du aber gerade mein mechanisches Weltbild durcheinander ich bin bisher immer von dieser Variante ausgegangen:
Hat MAN da etwas ganz anderes gebaut? -
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