LiFePo4 Vorbereitungen für mein neues Projekt

  • Hi,


    ich hatte ja hier schonmal was geschrieben über meine Planung zu unserem neuen Projekt.

    Inzwischen sind Kabine und Fahrgestell bestellt und die Wartezeit kann mit weiterer Detailplanung und ein Paar Elektronik Vorarbeiten gefüllt werden.


    Also habe ich die Zellen bei GWL in Prag bestellt. Die kamen Vorgestern und sind nun in der Initialisierungsphase:


    Dazu wird der Balancer 2.0 wieder auf Basis Arduino Nano gebaut, diesmal aber mit seriellem 4-Kanal 16-bit ADC, wegen der besseren Genauigkeit.

    Hier die Box dazu, recht die Hauptplatine, links die kleine Platine für die Unterspannungsabschaltung des Fraron 230V Wandlers.

    Der Kühlkörper ist vielleicht was groß geraten, aber da mussten ja die Lastwiderstände und Schaltfets unterkommen.

    Balancerstrom ist 1,6A. Der Batterieanschluss erfolgt mit dem Kabel links über einen SUB-D25 Stecker.


    Seitenansicht mit Balancer LEDs, Programmieranschluss und einem Ethernet-Kabelanschluss für das Display was dann 4-5m vom Balancer entfernt eingebaut werden soll.


    Hier sitzen 4 Infineon Smartfets mit 1,8mOhm auf der Platine.

    2 für die Überspannungsabschaltung vom Ladegerät und von Solar.

    2 weitere für die Unterspannungsabschaltung für 2 Verbraucherkreise (Kühlschrank und Licht+Sonstiges)

    Im Moment sind die erstmal parallel geschaltet, ich könnte aber auch den Kühli etwas früher abschalten.

    1 zusätzlicher Ausgang um den Ladebooster bei Überspannung noch abzuschalten.



    Alles zusammengebaut:


    Und das Displaymodul:


    Die Spannungen sind natürlich noch nicht von der Batterie, sondern einfach durch Spannungsteiler mit 4 dicken Widerständen.

    Da steckt ein SPI Display ILI9341 drin, das wird über einen Linedriver 74HC245 einfach über das Ethernetkabel angesteuert.

    Im Nachtmodus wird dann noch die Displaybeleuchtung abgeschaltet.

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier

  • Weiter geht's mit dem Zusammenbau der Zellen nach erfolgreicher Initialladung und Ausgleichsphase (in Summe ca 1 Woche):


    Bei der Inbetriebnahme hab ich dann gemerkt dass durch die 1,6A Balancerstrom doch 50mV Spannungsabfall über die Leitungen entsteht. Da der Balacer auf 10mV Genauigkeit arbeiten soll, ist das nix. Also noch einen Satz Senseanschlüsser verdrahtet über einen extra Stecker:


    Die Box hat auch noch ein Paar Kontroll-LED-s bekommen (je 2 mA):


    Und nun gibts auch richtige Spannungswerte:


    Hier drucken dann noch passende Kappen für die Pole :-) :


    Weiter gehts dann in cw50 wenn die Lieferung von Fraron kommt mit Sicherungen, Kabel und 230V Wandler. Dann kann ich mal unter Last und mit Batteriecomputer testen.

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier

  • Schönes Projekt. Geht bei dir etwas zügiger vorwärts als bei mir. Wird bei mir wohl ein Weihnachten-Neujahr-Projekt...


    Das Thema Spannungseinbruch beim balancen hat der Entwickler von meinem BMS in der Software gelöst. Er wertet die Zellspannungen während des balancens nicht aus, schaltet dann den Balancerstrom ab und misst die Spannung und schaltet dann wenn nötig den Balancerstrom wieder ein. So braucht er dafür nur ein relativ dünnes Flachbandkabel welches er gleichzeitig als Sicherung nutzt. Seinen Berechnungen zufolge sollen die Litzen bei ungefähr 17A schmelzen ohne weitere Schäden zu hinterlassen. Ich hab da trotzdem noch Sicherungen direkt an den Zellen vorgesehen. Die Prints dafür sind unterwegs.


    Gruss

    Urs

    In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

  • Ja, das kann man machen. Aber ohne definierte Sicherungen wäre mir das etwas zu windig.

    Ich hab jetzt schon immer Angst beim Schrauben, wenn mir mal ein Wekzeug auf die Pole fällt, dann gibts den großen Knall. Die Zellen haben ja ordentlich Energie.

    Ich druck jetzt erst mal die Kappen für die Pole fertig. Sicher ist sicher ;-)

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier

  • Mit den Sicherungen geht es mir gleich wie dir, da scheinen die Kanadier schmerzbefreiter als wir Europäer zu sein ;)


    Ja, da mit Metallwerkzeug rumzuhantieren hab ich auch respekt davor. Zum Schrauben nutze ich entweder mit Schrumpfschlauch oder zumindest Isolierband isoliertes Werkzeug. Nicht schön, aber Zweckentsprechend ;). Danach kommt eine Plexiglasplatte über das ganze, darüber dann eine weitere Plexiglasplatte mit darin eingebaute Sicherungen, BMS, Schalter usw.


    Gruss

    Urs

    In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

  • Bei mir kommen die dicken Sicherungen und Shunt an die Vorderseite auf die Holzplatte. Oben drüber kommt dann eine Sperrholzabdeckung, die Batterie soll ja dann in den Sitzstaukasten auf der Beifahrerseite nach ganz unten. Oben drüber bleibt dann Stauraum.

    Die Unterverteilung für die meisten kleinen Verbraucher kommt dann auf die Fahrerseite. Dort werden auch die ganzen Schalter montiert.

    Die Batterie muss nach rechts wegen der Gewichtsverteilung, Links ist ja schon die Küche mit Kühlschrank, Ofen usw..

    Der Wassertank kommt ungefähr mittig auf die HA im Heckstauraum, ein Bereich der sonst eh nicht vernünftig erreichbar wäre.

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier

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