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  3. Ein Fuso wächst über sich hinaus - CFK Selbstbau

Die Kabine entsteht - ein Plan wird Wirklichkeit

  • Sebastian
  • 26. Juni 2022 um 18:56
  • 2.082 Mal gelesen
  • 8 Kommentare

Weil Sonntag ist, und ich wegen einer Corona-Erkrankung sowieso nicht weiterarbeiten kann, hier noch der bisher schönste Bauabschnitt. Ich habe es geschafft, einen Monat täglich an dem Plattenstapel vorbeizugehen und mich wieder um Familie, Arbeit und Haus zu kümmern. Dann ging es leider nicht mehr anders und ich bin mit den Platten wieder in die Halle gezogen. Die Bodenplatte wurde mit Unterleghölzern gerade auf dem Betonboden ausgerichtet. Nach einem Gespräch mit einem Flugzeugkonstrukteur erschien mein Plan mit der Heckterasse machbar. Ich habe ein dickwandiges Kohlefaserrohr in 10cm Abständen 3/4 eingesägt und jeden zweiten Abschnitt, mit einer Airex-Zwischenlage seitlich an die Bodenplatte geklebt. Mit eingedicktem Harz wurde der Zwischenraum zwischen Bodenplatte und der Rohrrundung gespachtelt. Dann kam unidirektionale Kohlefaser von der Oberseite der Platte, um das Rohrstück herum bis auf die Rückseite der Bodenplatte. Zum Schluss wurden die Rohrstücke ganz durchgesägt, fertig ist ein superstabiles Stangenscharnier.

Die ersten Wände waren schnell aufgesteltt.

Die Bodenplatte lässt vorne die umlaufende Duschrinne, links die Öffnung für den Zugang zu der Elektrik, unter der Aluschiene zwei Wartungsöffnungen für die Wassertanks erkennnen. Hinten gibt es noch eine Öffnung, in die der Gastank hereinragen sollte (leider obsolet, da der neue Fuso hier den Auspuff hat) und an der Stirnwand der Durchstieg zum Fahrerhaus.

Die Platten wurden mit eingedicktem Harz aufgeklebt sowie innen und aussen mit 45°-Gewebe auf der Bodenplatte verklebt. Die senkrechten Stösse wurden teilweise mit Bauschaum nachgefüllt und mit 1cm Radius geschliffen. Danach kam erst Kohlegewebe, dann überlappendes Aramid-Kohlegewebe um die Ecken herum, die Innenecken bekamen nur eine Lage Kohlefaser. Mit viel Aufwand und einer mm-genauen Schablone wurden die Spindelantriebe eingeklebt und darunter unterstützt, dass sie nicht auf Schaum stehen.

   

Die Platten des Hubdachs wurden mit 1cm Abstandshölzern an die unteren Wände gestellt und mit Spanngurten und Schraubzwingen fixiert. Auch hier bekamen die Ecken, zunächst nur aussen, zwei Lagen Gewebe.

Die Spindelmuttern wurden soweit abgefeilt, das der Kragen dem Aussendurchmesser des Hubrohrs entspricht. Das ganze Rohr wurde weiter umwickelt und damit die Mutter fest fixiert.

Da es inzwischen kalt wurde, durfte ich das Dach mit ins Wohnzimmer nehmen und die mittlere Solarzellenreihe montieren. Den im Dach integrierten Kabelkanal habe ich gut getroffen, er hätte vielleicht ein bisschen breiter sein können. Das ist die Strafe, wenn ich es komplizierter als notwendig mache, aber jetzt sind die Kabel bis zur inneren Anschlussdose durchgezogen.

      

Das Dach wurde dann erstmal lose aufgesetzt und zeigte die Summe aller eingebauten Toleranzen, dann noch einmal angehoben und mit Harz aufgeklebt. Auch hier wurde mit Kohlefaser, dann mit Aramid-Kohle der Übergang laminiert.

   


Der Plan ist Wirklichkeit geworden, ein schöner Moment.

Bilder

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Kommentare 8

Jan76
3. März 2026 um 22:55

Danke dir, für den Link zum Beitrag mit der Zeichnung. Der war mir bisher entgangen.
Muss mal wieder im Forum mehr blättern!


Übrigens gibt es einen guten Hersteller für Waben Platten: Tubus Waben - in Rudolstadt, Thüringer Wald.
Die verkaufen zumindest in kleinen Mengen 200x100cm mindestens 10 Platten. Die können sehr viele Dicken, vor allem könne sie bei 120cm Breite endlos-Material erstellen. (Muss nur noch transportiert werden ;) )

Ich werde mir also für meine Wände alles schön in der Gesamtlänge bauen lassen: 3,60m. Das macht das Laminieren soo viel einfacher, wenn eine Platte erstmal fix ist.

Leider überlege ich noch wegen dem Hubmechanismus. Da finde ich irgendwie noch nicht so recht was, was auch Synchronität sicherstellt. Deine Lösung kann ich leider mangels Unfähigkeit in der Elektronik nicht bauen.

Jan76
3. März 2026 um 09:55

Hallo Sebastian,


du wohnst ja nun schon ein paar Ausflüge in denem Fuso. Vielleicht kannst du mal berichten, wie du mit dem Spaltmaß von nur 1cm zwischen oberer Schachtel und unterer klar kommst:

  • Gibt es Abschürfungen an den Seitenwänden - durch leichtes Verkanten beim Hoch-/Runterfahren ?
  • Hast du zusätzliche Maßnahmen getroffen, um diese Flächen (besonders die Ecken) irgendwie zu schützen, vor Abrieb ?

Wie ist nun deine finale Lösung für die Wind- und Insektenabdichtung ? Du hattest hier mehrere Dinge probiert, soweit ich weiß. Soweit ich mich erinnere, hast du keine Überlappung zw. oberem /unteren Kasten, sodass dort eine Dichtung ansetzen könnte. Der Spalt zw. den Wänden bleibt also auch im hochgefahrenen Zustand offen. Gibt es eine finale zufriedenstellende Lösung für diese Lücke ?

Danke

Jan

Sebastian
3. März 2026 um 20:28
Autor

Hallo Jan, die Kratzer in der Farbe gab es wegen der umgekippten Kugelführungen in den Ecken, die ich inzwischen rausgeschmissen und durch zu Stapeln verklebte Filzteppichstücke ersetzt habe. Die überlaminierten Plattenstösse in der oberen Ecke tragen dreifach auf, so dass hier der Abstand kleiner als 1 cm ist. Da haben die Ecken der Krimskramsrinnen gekratzt, die einen Abstand von 3-5 mm zur Aussenwand haben. Der Deckel verkantet nicht, weil die Spindeln gekoppelt sind und synchron anheben. Die obere Bürstendichtung liegt sehr stramm an der Innenseite des Deckels an und sorgt für eine gute Führung. Der Strombedarf zum Heben des Deckels ist etwas angestiegen.

Kleiner 1cm würde ich den Spalt nicht machen, es sollen ja auch noch Spiegel, Taster und Fenstergriffe da vorbeipassen, die nicht 100% plan zu der Wand liegen. Grösser sollte der Spalt aber auch nicht sein. Inzwischen bin ich zufrieden mit der Konstruktion. Das Bild dazu gibt es in diesem Beitrag.

Viele Grüsse Sebastian

Jan76
18. Februar 2025 um 21:32

Hallo Sebastian , du machst hier eine wirklich tolle Arbeit. das mit der Kohlefaser gibt mir auch Mut. Und Lust dies mal zu probieren. Bisher überlegte ich Naturfaster-Platten direkt zu kaufen. Aber selbst machen wird wesentlich stabiler und leichter, wie mir scheint.

Vor allem hab ich aber eine Frage zu deinem Gelenkscharnier:

Ich habe ein dickwandiges Kohlefaserrohr in 10cm Abständen 3/4 eingesägt und jeden zweiten Abschnitt, mit einer Airex-Zwischenlage seitlich an die Bodenplatte geklebt. Mit eingedicktem Harz wurde der Zwischenraum zwischen Bodenplatte und der Rohrrundung gespachtelt. Dann kam unidirektionale Kohlefaser von der Oberseite der Platte, um das Rohrstück herum bis auf die Rückseite der Bodenplatte. Zum Schluss wurden die Rohrstücke ganz durchgesägt, fertig ist ein superstabiles Stangenscharnier.

Auf deinem Titelfoto sieht man dieses Scharnier sehr schön. Du hast vermutlich die jeweils 2. Teile dieses Rohres dann auf der Terrasse ebenso angebracht und dann schiebst du ein passend dickes anderes Rohr dort hinein - als finale Scharnier-Arritierung ?

Ich find die Lösung super!

LG

Jan

Sebastian
18. Februar 2025 um 21:47
Autor

Hallo Jan,

Kennst Du Klavierbänder? Eine durchgehende Stange und abwechselnd Rohre, die an der festen oder beweglichen Seite befestigt sind. Zum justieren habe ich die Rohrstücke an die Stirnseiten von Boden und Terrasse geklebt und dann überlaminiert (von der Oberseite der Platte, um die Rohre herum auf die Rückseite. Ich weiss nicht, wo Du wohnst, vielleicht lohnt sich ein Live-Fachgespräch. Ich melde mich nochmal mit einer Zeichnung.

Jan76
19. Februar 2025 um 11:55

Hallo Sebastian,


ich wohne in Erfurt (Thüringen).

Klavierbänder kenne ich. Das war auch mein erster Gedanke, als ich das Bild näher inspizierte.

Das dann verbindende, innenliegende Rohr ist vermutlich dann auch von dir "hergestellt", sodass es genau in die Hülsen passt (von beiden Teilen).

mrmomba
26. Juni 2022 um 21:21

Schade, dass dieser Ausbau korrekter Weise im Bauberichte-Blog steht und nicht wie damals ein eigener Beitrag ist.
Werde mich nie Dran gewöhnen!

Aber, Handwerklich scheint mir das alles wirklich super zu werden. Gab es schon lange nicht mehr, dass jemand die Sandwichwände selber gebaut hat.
Picco gehört noch dazu, danach kann ich mich schon gar nicht mehr an einer Person erinnern.

Mach weiter so!

Ich erblasse vor Neid von dem Können!

Sebastian
27. Juni 2022 um 13:34
Autor

Ich war auch erstaunt, dass mein Bericht nicht zu den vielen anderen durfte, aber ich habe mich daran gewöhnt.

Danke für das Lob, ich möchte es aber nicht "Können" nennen, sondern MUT.

Irgendwann vom Übergang der Jugend zum Erwachsenen habe ich die Rolle verinnerlicht, ALLES selbst machen zu müssen. Mein Sohn tritt in meine Fussstapfen und hat meine Werkstatt gekapert, so wie ich damals meinen Vater unbewusst aus dem Keller verdrängt habe. Vielleicht ganz gut so, denn der Vater der Nachbarin wollte sein Werkzeug mit ins Pflegeheim nehmen...

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