Warum nicht alles auf 230V?

  • Hallo Forum,


    mein Schwager (LKW Schrauber) und ich hatte heute eine Diskussion über die zu verlegenden Stromkreise.


    Warum verlegt man nicht alles in 230V, dann würde doch normal Haustechnick eingebaut werden können.
    Das einzige was man bräucht wäre ein guter Wechselrichter der 12/24 auf 230V hochschiebt und das ganze rückwärts bei Landanschluss lädt.
    Während der Fahrt über eine zusatz Lichtmaschiene und im Stand vielleicht noch Solar. Oder im Notfall ein Stromaggreat.
    So könnte man doch auch über Induktion kochen zb.


    Ich bitte um Erklärung, und nicht gleich hauen :roll:

  • Hallo,
    ich denke, drei Dinge solltest Du abklären:
    1. Haushaltsgeräte sind in der Regel für einen statischen Gebrauch ausgelegt. Ob sie das Gerüttele im Fahrzeug auf Dauer aushalten, weiß ich nicht!
    2. Ein Konverter hat immer Verlustleistungen, die Du vorher erstmal in der Batterie bunkern musst
    3. Gerade für Wärmeerzeugung (Kochen) ist Strom in der Regel denkbar ungeeignet.
    Aber nichtsdestotrotz soll es Mobile geben, die haben sogar eine Haushaltswaschmaschine hinter einer Stauraumklappe. Alles eine Frage der Batteriekapazität. Man kann ja zweigleisig fahren und bestimmte Bereiche (z. B. Licht) mit 12 (24)V laufen lassen. Weil erst auf 220V hochtransformieren und dann wieder auf 12V runter - da haste zweimal Verluste!
    Gruß
    Herby

    Probier's mal mit Gemütlichkeit

  • Hallo Surfjunk,


    die Verluste des Wechselrichters sind nicht unerheblich. Wenn man auch noch Kochen will, wird es dann doch zu viel, da man dann schnell über 2 kW kommt. Auch sind dann die Akkukapazitäten nicht unerheblich, die man dann mit sich rumschleppen muß. Joe hier im Forum hat sein Mobil so konzipiert. Er wird sich sicherlich auch noch dazu melden.


    Die Beleuchtung auf 220 V zu installieren macht keinen Sinn, da die Verluste zu hoch sind. Hier ist die 12V Halogentechnik oder die 12v LED-Technik den 220 V Anlage überlegen. Leuchtstoffröhren kann man auch mit einem 12V Vorschaltgerät betreiben.


    Auch aus Sicherheitsgründen würde ich die NIederspannung vorzeihen.


    Man sollte auch bedenken, dass der Wechselrichter im Leerlauf auch Strom zieht.


    Bei einer entsprechenden Akkubank ist das sicherlich auch kein Problem, nur muß dann die Ladetechnik auch so dimensioniert sein. Auf CP und einem 100A Lader wird es dann schon knapp. Diese sind meist auf 4 A bei 220 V abgesichert.


    Besten Gruß


    HWK

  • Ok, Licht sehe ich ein.
    Das kann man besser auf 12V betreiben.
    Aber sonst spricht der grundsätzlichen Idee nichts im Wege?


    Die 2te überlegeung war eine Durchlauftherme einzubauen, einmal für Heizung und für die WW erzeugung. Vorrausgesetzt Gas natürlich.
    Wie steht ihr dazu?

  • Hoi Surfjunk


    Mein Mini-Klapp-Kistchen wird keine eigene Batterie erhalten (Platz usw...) sondern mittels einer Zusatzbatterie und 230V-Sinus-Wechselrichter im PickUp mit eben diesen 230V versorgt.
    Alternativ nehme ich auch 230V vom Campingplatz oder der Steckdose in der Garage... :lol:8)
    Vorteil: Batterie wird bei jeder Fahrt geladen (stärkere LiMa ist drin), 230V ist am PickUp immer vorhanden.
    Zur Gastherme: Grundsätzlich funktioniert das schon, wobei ich jedoch bezweifle dass sie das Geschüttel aushällt...
    Bedingung ist natürlich eine der kleinsten Sorte mit grosser Leistungsmodulation...in der Wissensbasis ist ein Excel-Modul, mit dem Du den Wärmebedarf abschätzen kannst.
    Die Therme sollte auf der kleinsten Stufe nicht mehr als etwa 50% des Wärmebedarfes leisten, was dann die Leistung für die Warmwasserbereitung wieder schmälert.

  • Hallo Surfjunk,


    wie schon geschrieben wurde hat Joe seinen Ausbau rein mit Strom betrieben. Da ist sogar das Induktionsfeld verwirklicht worden.
    Schau Dir am bessten mal seine Homepage an. Da ist der komplette Ausbau besstens beschrieben.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Zitat von surfjunk

    Ich bitte um Erklärung, und nicht gleich hauen :roll:


    :lol: hallo surfjunk , gehauen wurde dort ,wie Dir Dein Schwager sicher erzählt hat - das ist hier nicht üblich :D


    220Volt-Betrieb ist eine feine Geschichte - sieh Dir Joe´s Anlage an - der weiß wovon er spricht - aber es ist eine Frage des Gewichts !


    Meine Batteriebank wiegt insgesamt über 400kg - plus 40kg Wechselrichter und , und , und - das muß man erst mal frei haben und auch laufend mit sich rumschleppen ! Wenn man das Ganze (idealerweise) auch noch als Gabelstaplerbatterien auslegt , werden daraus leicht 650 kg und die muß man erst mal verkraften und auch wirklich benötigen - darum ging der ganze Krach in dem anderen Forum -
    wer keine Abneigung gegen Gas hat und im erweiterten Europa unterwegs ist , kommt am leichtesten mit Gas zum Kochen und Backen zurecht.
    Ich baue auch auf Induktion - aber nur weil ich eine persönliche Abneigung gegen Gas im Haus und erst recht im Auto habe.
    Zu diesem Thema solltest Du nochmal Joe oder Chrisi befragen.
    LG
    Ralf

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Ja die Entwicklung ist so auch, Fahrzeuge mit Entwicklung und Viel
    Geld habeen inzwischen wiede Gas an Board

    Viele Grüße Dieter


    Qualität setzt sich eben durch !
    und wie verfahren
    Mit einem Womo kann man sich nie verfahren,
    man lernt höchsten neue Wege u. Ziele kennen.

  • Als Besitzer eines Gas-freien Ausbaus werde ich beim nächsten Mobil wohl wieder auf Gas setzen. Die Gründe:
    - Der Stromverbrauch ist viel höher als mit Gas
    - keine Gewichtsersparnis durch größere Batt.kapazität
    - die Dual-Top taugt nicht viel, von künftigen Alternativen hört man zwar, aber die müssen sich erst noch beweisen ..
    - Entwicklung von Gas-Dieselmotor mit LPG > Gas ist dann eh an Bord
    - man ist in Europa zumindest ebenso lange autark mit Gas, leichte Verfügbarkeit von LPG
    - Kocher (Origo) ist zwar gut, aber man muss extra Brennstoff mitführen
    >> Der Komfort und Einfachheit von Gasbetrieb im Wohnmobil ist zumindest bei Mobilen unter 7,5t gaslos kaum zu erreichen + höhere Kosten.


    Wenn man alles auf 230V betreiben will, wirds mE nochmals aufwändiger, denn der Stromspeicherbedarf wird durch die größere Leistungsstärke der Geräte nochmals erhöht plus Wandlerverluste. Wenn man genügend Zuladung übrig hat, ist das ne lösbare Aufgabe - aber unter 7,5t ???

    Gruß Peter

  • Hallo Peter,


    dein Kommentar zur Dualtop interessiert mich, wie kommst du zu dem Urteil das die Dualtop "nichts taugt" ?


    Ich habe die auch eingebaut, aber bis auf den Probelauf noch keine Erfahrungen damit, es würde mich interessieren wo du die Schwächen bei der Heizung siehst ?


    danke, Bernhard

  • OT an
    Hi Bernhard,
    das Wasser wird nicht sehr warm (40°-Stellung kannst du vergessen), die WW-Menge ist dazu noch recht klein, das aufheizen dauert deutlich länger als angegeben. Duschen für eine Person geht gerade so ...


    Zudem war nach dem ersten Winter das Ablaufventil undicht (Frostschaden trotz Wasserentleerunfg und Automatik).


    Außerdem soll man sie lt Webasto-Werkstatt mind. 1 x im Monat laufen lassen - Sommers wie Winters, auch in den Ruhezeiten .... sowas ist nicht sehr praxistauglich im Wohnmobil.


    Jetzt wird sie gerade umgebaut, weil die Wassertanks höher als die DualTop liegen - obwohl das doch fast in allen Wohnmobilen so ist, wenn die Heizung unterm Boden hängt ... usw.


    Natürlich sind da Kinderkrankheiten dabei. Dafür dürfte sich der Kundendienst aber freundlicher gebären und nicht erstmal alles abstreiten .... Ich werde sie nicht mehr kaufen - falls jemand unbedingt eine will, bitte melden.
    Sorry fürs OT >>

    Gruß Peter

  • Danke Peter,


    und sorry das ich das Threadthema abgedrängt habe. Mal sehen was mich noch so alles erwarted. Den hinweis auf Kinderkrankheiten habe ich schon mehrfach gehört, heute würde ich mir wohl die Truma Combi 6D mal genauer anschauen, das generelle Prinzip eine Dieselluftheizung mit Warmwasseraufbereitung finde in aber nach wie vor nicht schlecht und die Funktion die Heizleistung zu modulieren auch.


    Endschuldigung nochmal fürs "hijacken", zurück zum Threadthema,


    bernhard

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