Wandverkleidung

  • Hallo Leute!


    Meine neue Kabine ist auf der Innenseite mit rohen Pappelsperrholzplatten verkleidet. Ursprünglich wollte ich die einfach weißeln, dann wollte ich sie mit Glasfasertapeten bekleben, und nun, da die Frau was abwischbares bevorzugen würde, würde ich sie gerne mit Folie bekleben. Gut gefallen tun mir die Verkleidungsplatten in Grafitti-Design, so wie sie es z.B. bei Reimo gibt.
    Weiß jemand, wo man solche Folien bekommt?


    Gruß Martin

  • Hallo!


    Ich möchte dich zu dem zweiten Gedanken mit der Tapete zurückführen, ohne Ärger mit deiner Frau zu bekommen. Diese Tapete mit abwischbarer heller Farbe (Latex, weiß, etc.) gestrichen ist aus meiner Sicht ideal. Kleine Verunreinigungen lassen sich abwischen, man kann auch nachstreichen bei größeren Problemen.
    Die Wohnung zu Hause bekleben wir doch auch nicht mit abwischbarer Folie, in der Küche haben wir dann üblicherweise einen Fliesenspiegel (ich habe Glas), in der WoMo-Küche habe ich an der Stelle Edelstahl.
    Die Wände in der Nasszelle habe ich mit Fußbodenbelag beklebt.



    Gruß


    Fritz


    Fritz

  • Ich würde auch Glasfasertapete gestrichen mit Latex oder Lackfarbe empfehlen. Wenn du nicht streichen willst, es gibt auch schöne Vinyltapete. Ob die aber so gut hält?


    Folie würde ich hingegen nie nehmen. 1. so DC-Fix Zeug hat viel Weichmacher. Der verdunstet irgendwann und das Zeug schrupft, was dann zu Spalten und Ablösung führt.


    Ich hatte mal im Transit die Reimo Sperrholverkleidungsplatten mit Folienbeschichtung. Da ist die Folie wenigsten mit einem festen, nicht kriechenden Kleber drauf. Aber selbst da hat die Folie nach 3-4Jahren in Rundungen und an allen Verschraubungen Beulen geworfen. Also nie wieser sowas!

    Gruß, Holger


  • Hey Martin.


    Ich hatte auch sowohl im Wohnwagen, als auch jetzt im Bus Glasfasertapete und nur Beste Erfahrungen damit gesammelt.


    An deiner Stelle würde ich von Folie Abstand nehmen.


    Hasenzahn

    derzeit mit Setra S 140 ES unterwegs

  • Hallo Martin,


    schau mal bei Obi vorbei, die haben das Sortiment an den Mustern in den Glasfasertapeten erheblich erweitert. Nur ein Tip: der Untergrund sollte mit GFT-Kleber vorgestrichen werden, da es sonst zu stark saugt.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo


    noch ein grundsätzlicher Gedanke von mir, der gerne eine längere Diskussion auslösen darf.


    Ich habe erst spät kapiert, dass die Kabineninnenwand besonders dampfdicht ausgeführt werden muss, speziell wenn man auch bei kalter Jahreszeit drinnen wohnt. Ansonsten diffundiert die warme und feuchte Innenraumluft durch die Innenwand durch in die Isolierschicht und bis zum Taupunkt. Dort schlägt sie sich als Feuchtigkeit nieder.


    Klar heißt es im Datenblatt, dass PUR kaum Feuchtigkeit aufnimmt. Aber ein wenig eben doch und dieses Wenige macht auf Dauer Ärger.


    Gegen Glasfasertapete spricht wohl nichts, aber der Anstrich darüber sollte dampfdicht sein. Und ob das bei Glasfaser möglich ist, weiß ich nicht. Mir wäre eine glatte und leicht lackierbare Oberfläche lieber.


    Sepp R

  • Du kannst doch auch mit einer Lackfarbe über die Glasfasertapete streichen,das sollte doch reichen!

    Gruß, Holger


  • Hallo!


    Bezüglich Dampfdichtheit habe ich mir auch schon meine Gedanken gemacht. Ich fahre zwar in der kalten Jahreszeit kaum weg, aber:
    Ich klebe meine Innenverkleidung, 4mm Pappelsperrholz, flächig mit Körapur 672, mit 4mm Zahmspachtel und meistens noch mit einer Malerrolle, auf das Styrodur. Wenn man den ausgehärteten Kleber sieht, glaube ich, daß der Kleber als Dampfsperre reicht.


    Gruß Martin

  • Hallo zusammen,


    ich glaube, dass die Sache mit dr Dampfdichtigkeit etwas überbewertet wird. Richtig damfdicht ist eh nur eine Verkleidung mit Metallen; alle Kunststoffe sind halt - wenn auch im geringem Maß - wasserdampfdurchlässig. der Vorschlag mit den PU-Klebern verringert zwar die Mende des eindiffundierten Wassers, aber verhindern kann der Klebstoff es auch nicht. Einkomponenten PU-Kleber benötigen ja Wasser zum Aushärten. Wenn es halt nicht in PU eindiffundieren würde, wäre ja gar keine Durchhärtung möglich.


    Ein anderes Argument sollte man halt auch ins Feld führen: Wasser, das eindiffundiert, diffundiert auch wieder raus, wenn der Partiakdampfdruck des Wasser auf dern Innenseite wieder geringer ist - wie z.B. im Sommer.


    Sofern es wirklich zu erheblichen Problemen kommen sollte, wären ja die etwas älteren Womos gar nicht mehr auf der Straße. Es gab ja mal hier einen Fred, der sich mit dieser Problematik intensiv beschäftigt hat und die in diesem Zusammenhang zitierten Prüfbedingungen sind schon recht krass und mit der Wirklihkeit nicht vergleichbar.


    Besten Gruß


    HWK

  • Zitat von hwk

    Hallo zusammen,


    ich glaube, dass die Sache mit dr Dampfdichtigkeit etwas überbewertet wird. Richtig damfdicht ist eh nur eine Verkleidung mit Metallen; alle Kunststoffe sind halt - wenn auch im geringem Maß - wasserdampfdurchlässig. der Vorschlag mit den PU-Klebern verringert zwar die Mende des eindiffundierten Wassers, aber verhindern kann der Klebstoff es auch nicht. Einkomponenten PU-Kleber benötigen ja Wasser zum Aushärten. Wenn es halt nicht in PU eindiffundieren würde, wäre ja gar keine Durchhärtung möglich.


    Ein anderes Argument sollte man halt auch ins Feld führen: Wasser, das eindiffundiert, diffundiert auch wieder raus, wenn der Partiakdampfdruck des Wasser auf dern Innenseite wieder geringer ist - wie z.B. im Sommer.


    Hallo
    genau so sehe ich die Sache auch.
    Bei aller gerechtfertigten Diskusion sollte man sich hier nicht so verrückt machen lassen da das Ganze doch meist recht theoretisch ist und sehr sehr stark vom Nutzerverhalten abhängig ist. Aber wie Picco schon gesagt hat, wenn man es weiss ist es eigentlich, wenn überhaupt, nur noch halb so schlimm :wink:

  • Hallo Leute!


    Als Innenwandverkleidung habe ich mich jetzt entschieden, eine Glasfasertapete auf das Sperrholz aufzubringen. Diese habe ich mir bereits gekauft.Jetzt meine Frage: "Normale" Tapeten werden ja in Bahnen nebeneinander, stumpf aufgebracht. Wie ist das bei Glasfasertapeten? Bringt man die auch stumpf auf, oder doch überlappend? Überlappend wäre meines Erachtens leichter aufzubringen (habe noch nie tapeziert), und hätte den Vorteil der höheren Haltbarkeit. Nicht, daß es bei stumpf aneinander verlegter Glasfasertapete dann einen Riß auftut. Beim Laminieren läßt man die Glasfasernetze ja auch überlappen?
    Wie habt ihr das gemacht bzw,würdet das machen?


    Gruß Martin

  • Das ist ein "optical", die Stöße stumpf aneinander, sorgfältig gemacht und übergestrichen, sieht man so gut wie nicht, wenns einem gelingt. Überlappungen tragen auf und springen ins Auge.
    Man kann natürlich das als Designelement einsetzen und sogar geschickt aufgeteilte Tapetenfelder durch aufgeklebte sehr flache (Tapeten-) Leisten betonen, so eine Art Kasettenstruktur erzeugen, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Auch mit Farbe kann man viel machen, rein weiß ist oft langweilig, aber das ist Geschmackssache.

  • Zitat

    Das ist ein "optical


    Zitat

    wenns einem gelingt


    Die meisten Wandflächen werden ja eh verbaut. An der Kasteninnenrückwand (tolles Wort :D ) kann das ruhig ins Auge springen, falls "Stoß an Stoß" für mich zu schwierig ist. Im Sichtbereich muß ich mich halt dann bemühen.
    Also, wenn ich das richtig verstanden habe, dann würden Profis das "Stoß an Stoß" machen?


    Danke für die Antworten
    Gruß Martin

  • Hallo zusammen,


    das Klebenist wirklich keine Hexerei. Bei der Glasfasertapete wird der Kleber auf die Wand aufgetragen und dann die Tapete auf die Wand geklebt. Dabei kann mann dann die Tapete bis auf eine Bruchteil eines mm an die andere auf Stoß kleben und den restlichen Spalt dann durch vorsichtiges Drücken der Tapete in Richtung Stoß schließen. Dann satt mit der Farbe überstreichen und der Stoß ist nicht mehr zu sehen.



    Besten Gruß


    HWK

  • Zitat von hwk

    das Kleben ist wirklich keine Hexerei. Bei der Glasfasertapete wird der Kleber auf die Wand aufgetragen und dann die Tapete auf die Wand geklebt. Dabei kann mann dann die Tapete bis auf eine Bruchteil eines mm an die andere auf Stoß kleben und den restlichen Spalt dann durch vorsichtiges Drücken der Tapete in Richtung Stoß schließen.


    Genau sowas wollte ich hören :!::!::!::D
    Das heißt, man kann die Tapete im Klebebett noch etwas verschieben?


    Gruß Martin

  • Hallo MArtin,


    so ist es!! Man kann ohne weiteres ca 1-2mm verschieben, wenn man die Tapete frisch eingelegt hat. Nach ca. 2 Minuten weicht die Glasfaser aber durch und man sollte dann Abschied nehmen vom Verschieben, da man sonst die Struktur zerstört. Die Glasfasern sind halt bei der Produktion durch einen wasserlöslichen Kleber fixiert; sobald der dann aufweicht, ist halt Schluß mit dem Verschieben. Aber es geht wirklich super.


    Wichtig ist halt ein gescheites Kleberbett und der richtige Kleber. Ich habe vorher den Kleber mit Wasser verdünnt und die Wand vorgestrichen, um die Saugfähigkeit des Sperrholzes etwas zu reduzieren. Nach dem Trocknen dann halt den Kleber auftragen und die Glasfasertapete dann in das BEtt drücken. Zum Anwalzen habe ich eine einfache kurzflorige Walze genommen und damit dann glattgestrichen. Den Abschluß nach oben und unten einfach ganz in die Ecke drücken und dann mit einem scharfen Cutter schneiden.


    Nachdem die Tapete dann vollkommen duchgetrocknet ist, habe ich die Wand dann mit seidenmatt Lattex gestrichen. Nach nun 5 Jahren intensiver Nutzung mußte dann mal nachgestrichen werden, was aber nicht auffällt. Auch ein Einflicken eines Stücks der Glasfasertapete ging vollkommen problemlos.


    Besten Gruß


    HWK

  • Da die Glasfasertepeten schon eine ordendliche Stäke ausweisen würde ich nur auf Stoß kleben.
    Ich habe das vor Jahren in meinem ersten T3 auch so gemacht, allerdings war auf der Rückseite der Tapete noch eine dünne Styroporschicht aufgebracht.
    Das ganze habe ich mit dem passenden Spezialkleber geklebt und mit Latexfarbe gestrichen (hat noch den Vorteil du kannst die Farbe nach deinem Geschmack abtönen), hat prima gehalten.
    Habe den Bus 10 Jahre gefahren und ich glaube 2x mal nachgestrichen.

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