Wechselrichter - Senseo Kaffeemaschine

  • Hallo zusammen!


    Kann mir jemand ein Tip geben, welchen Wechselrichter genommen werden muß, um eine Senseo betreiben zu können?


    Oder funktioniert das mit dem Wechselrichter nicht!?!


    Wenn es geht, wie hoch muß die Batterie-Kapazität sein um 3-4 (oder mehr) Kaffees zu trinken?


    Wär nett, wenn mir einer von euch weiterhelfen könnte!


    Gruß
    SM-Sprinter
    :lol:

  • Hi SM,


    da brauchst Du eigentlich keinen Wechselrichter sondern nur eine gute Batterie. Im Gegensatz zu anderen Geräten ist es der Kaffeemaschine eigentlich völlig egal ob Gleichstrom oder Wechselstrom durch sie hindurch fließt. Hauptsache es fließt Strom. Der Rest ist ein rein termischer Vorgang. Man kann das auch mit Tauchsiedern etc. machen.


    Grüße,


    Jörg

  • Hallo Jörg,


    also ne Senseo an der 12 V Batterie zu betreiben dürfte ziemlich wenig bringen. Auch wenn die Kaffeemaschine keine nennenswerten Ansprüche an den Wechselstrom stellt, eine für 230 V ausgelegte Kaffemaschine an 12 V anschließen zu wollen ?


    Hallo SM-Sprinter,


    Die Senseo dürfte keinen hohen Anspruch an die Form der Sinuswelle stellen. Somit kannst Du eigentlich jeden Wechselrichter nehmen, dessen Leistung ausreichend ist.
    Die Senseo hat 1450 W, wenn ich der Homepage von Philips glauben darf. D.h. Du brauchst einen Wechselrichter mit min. 1500 W Dauerleistung, besser 2.000 W.
    Aufpassen, es werden in der Regel Spitzenleistung und Dauerleistung angegeben.


    Batteriekapazität:
    Kommt drauf an, wie lange der Aufheizvorgang dauert, bzw. wie lange es dauert, bis vom einschalten die Tasse Kaffee fertig ist.


    Aber fangen wir mal an zu rechnen: Die Senseo hat 1500 W, die der Wechselrichter "bringen" muß. Der Wechselrichter mach 10 - 15 % Verlust beim wandeln, d. h. die Leistuung, die der Wechselrichter auf der 12 V Seite "zieht" ist sind ungefähr 1650 W - 1725 W.
    Rechnen wir mit 1700 W / 12 V so ergibt sich auf der 12 V Seite ein Strom von 142 Ampere !
    (Zwischenbemerkung: Schon deshalb (wegen der Leitungsverluste) den WR möglichst nah zur Batterie und das Kabel sollte einen Querschnitt von 50 mm² haben (oder 2 Kabel a 25 mm² parallel).


    Wenn die Dauer des Durchgangs beim Kaffeekochen jetzt 5 min dauern würde, dann würden 4 Tassen Kaffee 20 Minuten dauern. (= 1/3 Stunden)
    Damit ergibt sich, daß dabei 142 A x 0,33 h = 47 Ah aus der Batterie entnommen werden.
    Wenn Du jetzt noch beachtest, das die Batterie durch das laden per Lichtmaschine nur zu ca. 90 % gefüllt ist und die Batterie nur bis maximal zur Hälfte entladen werden sollte und dann noch beachtest, daß bei einer solchen schnellen Entladung die Batterie nicht die Nennkapazität hat (Die bezieht sich bei Aufbaubatteriene auf eine Entladung innerhalb von 100 Stunden und bei Starterbatterien auf eine Entladung in 20 Stunden) kommst Du auf eine notwändige Batteriekapazität von ca. 110 Ah (bei 5 h Entladung). Das müßte dann so in etwa eine Aufbaubatterie mit 140 Ah sein, die Du nur für die Senseo nimmst.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • hi krabbe
    ne nette lehrreiche rechnung
    aber spätestens nach der hälfte wäre mir schon klar, das ich keine senseo mitnehmen würde.
    lieber espreso mit den alten kannen gemacht

  • Zitat von Krabbe

    Hallo Jörg,


    also ne Senseo an der 12 V Batterie zu betreiben dürfte ziemlich wenig bringen. Auch wenn die Kaffeemaschine keine nennenswerten Ansprüche an den Wechselstrom stellt, eine für 230 V ausgelegte Kaffemaschine an 12 V anschließen zu wollen ?


    Hi Krabbe,


    ich hatte die Frage für einen Scherz gehalten und entsprechend geantwortet. Auf so eine selten dämliche Idee kann man doch eigentlich kaum kommen. Kann mir echt nicht vorstellen dass er das ernst gemeint hat. Oder?


    Grüße,


    Jörg

  • @ jimmy,


    ich habe extra die komplette Rechnung aufgeführt und versucht das ganze so zu erklären, damit auch jemand, der von Elektrik keine Ahnung hat, die ganze Sache nachvollziehen kann. Ob der Aufwand nun für SM-Sprinter lohnt muß sie/er letztendlich selber wissen.


    @ Jörg,


    warum soll die Frage nicht ernst gemeint gewesen sein? Ich kann es mir schon vorstellen, daß jemand auf die Idee kommt, wenn er a) keine oder wenig Ahnung von Elektrik hat und sich somit nicht vorstellen kann, das daß nicht so einfach ist, oder b) einfach unbedingt die Senseo mitnehmen will, weil ihm oder dem Partner der Senseo so gut schmeckt.
    Ausserdem ist wirklich nicht alles rational zu erklären, was hier von Forumsusern gebastelt wird. Ein bischen verückt sind wir doch alle.
    Und Dumme fragen gibt es nicht, wir haben doch alle mal klein angefangen, oder?

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Zitat von Krabbe


    Und Dumme fragen gibt es nicht


    Höchstens dumme Antworten.


    Ich finde es bemerkenswert, wie ausführlich Krabbe auf diese Frage geantwortet hat und finde es gut, dass wenigstens einige auch vermeindlich "dumme" Fragen so präzise beantworten.
    Und ich kenne einige, die so einen Kaffeeautomaten im Wohnmobil mitführen.


    Hasenzahn

    derzeit mit Setra S 140 ES unterwegs

  • Hallo zusammen,


    das die Idee ernst gemeint war ist eigentlich klar und auch nicht verwunderlich. Fragt man bei den Individualausbauer nach, so sieht man, dass meist Wechselrichter mit 2 kW oder mehr eigebaut sind. Auf die Frage "Wofür solche Leistungen?" erhält man fast meist die Antwort: "Die Kunden wollen den Fön und oder einen Kaffemaschine betreiben". Also doch nicht eine so ausgefallene Idee. Ob sich der Aufwand lohnt - auch unter Berücksichtigung der mitzuführenden Batterien - ist eine andere Frage, die dann SM-Sprinter für sich entscheiden muß.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo


    Nicht umsonst bauen die Amis Stromgeneratoren in ihre Reisemobile, Klima,
    Waschmaschine, Geschirrspülmaschine, Microwelle,Wäschetrockner, Bügleeisen........
    wir hinken technisch hinterher :D
    Christian, der auch mal "türkischen Kaffe" am Lagerfeuer macht, oder wie die Franzosen einen kleinen Schluck Rotwein zum Käse, am Frühstückstisch nicht verachtet.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous ()

  • Hallo Christianus,


    da gebe ich Dir vollkommen recht; aber ob der Verzicht uaf Generatoren wirklich ein technisches Hinterherhinken ist weiß ich für meinen Teil nicht. Ich hasse es jedenfalls, wenn auf dem Stellplatz dann bis in die Puppen die Generatoren brummen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo HWK


    war ja auch mit einem :D markiert und nicht ernst gemeint.


    Ein richtiges Lagerfeuer ist mir auch lieber als ein flackern im elektrischem Kamin mit Generatorbrummen und als Espressotrinker verstehe ich die Logik einer Senseo sowieso nicht, ich habe immer noch zwei alte Alu-Espressokocher für den Gasherd im Bus, der Kaffee schmeckt auch ohne Crema lecker, dafür ist der Kaffee-Satz biologisch abbaubar :D

  • Der Thread ist zwar schon älter, jedoch plane ich das gleiche wie der Ersteller: Eine Senseo Maschine in meinen T3 bauen. In verschiedenen Quellen im Internet kann man nachlesen, dass Senseo sowie alle anderen Kaffeeautomaten sehr hohe Anforderungen an die "Stromqualität" stellen und nur an echten Sinus Wechselrichtern funktionieren. Auf einer Seite eines Wechselrichterhändlers wurde jedoch die Vermutung geäußert, dass es nur an der Steuerelektronik der Automaten liegt, dass diese nicht auch mit modifiziertem Sinus laufen. Dieses war auch meine Vermutung. Die logische Schlussfolgerung zur Lösung des Problems ist also nicht einen SinusWR zu kaufen, sondern der Senseo zuleibe zu rücken und diese so zu modifizieren, dass die Elektronik auch mit mod. Sinus zurechtkommt. Hat das jemand zufällig schonmal gemacht oder wird das eine Pioniertat, die bei gelingen dokumentiert werden sollte? :)

  • Ich würde auf die Senseo verzichten, ein Kessel Wasser ist auf dem Gaskocher schnell erhitzt und dann braucht man nur eine Kaffekanne mit Filteraufsatz. Schmeckt mit Sicherheit besser als aus dem Automaten, ist doppelt billiger,denn ich spare mir den dicken Wechselrichter samt Zusatzbatteriekapazität für den Wechsler und der Kaffee ist auch billiger als die Pads. Und gemahlenen Kaffee bekommt man fast überall in der Welt.


    Ich koche seit vielen Jahren so den Kaffee im Wohnmobil (trinke dabei aber selbst keinen Kaffee, koche ihn für meine Frau und Gäste.)

  • Zitat

    Schmeckt mit Sicherheit besser als aus dem Automaten....


    Ich koche seit vielen Jahren so den Kaffee im Wohnmobil (trinke dabei aber selbst keinen Kaffee,


    Na denn, Glückwunsch zu der Erkenntnis. ;-)

    Grüße vom QM.

  • Hallo, Radarfalle,


    Erfahrungen mit dem von Dir angedachten Umbau habe ich nicht - würde ich auch nie machen, dafür ist die Senseo einfach zu teuer. Lieber etwas mehr Geld in einen 'vernünftigen' Wechselrichter gesteckt.


    Grundsätzlich: die ganze Steuerelektronik läuft mit niedriger Gleichspannung - üblicherweise 5V oder 3.3V. Dazu muß ein Netzteil 230V -> 5V im Gerät eingebaut sein. Wenn Du das Netzteil anklemmst und dafür die Steuerelektronik über einen stabilisierten DC/DC-Wandler aus 12V versorgst, könnte das Ganze funktionieren.


    Aber nochmals: mir wäre das Risiko zu groß - in aller Regel bekommst Du keinen Schaltplan des Gerätes, um alle Neben- und Wechselwirkungen abschätzen zu können.


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    07.-09.05.2021: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (04.-07.06.2021): Weinfest

    vierter Sept.-Samstag (25.09.2021): Weinprobe in den Weinbergen


    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Questman: Ich weiß nicht ganz wie ich deinen Beitrag verstehen soll.


    Aber jeder Kaffeekenner wird dir sagen das handgebrühter Kaffee besser schmeckt als Automatenkaffee.


    Und by the way, laut neuestem Test der Stiftung Warentest gehört die Senseo zu den schlechteren Portionskaffeemaschinen.

  • Moin zusammen,


    das Thema wurde in einem anderen Forum auch einmal diskutiert. Ein User hat versucht die Senseo üb er einen Wechselrichter zu betreiben. Leider lieferte der WR keinen reinen Sinus, das hat die Senso mit einem Rauchwölkchen beantwortet.


    Also vorsicht.

    Freundliche Grüße
    Thomas

  • Hallo,


    bin auch der Meinung das ein ganz altmodisch aufgebrühter Kaffee, mit Filter und Kessel, im Womo die einfachste Variante darstellt.
    Einen Kocher hat man sowiso an Bord und einen Kaffeefilter hat man mit wenig Finanziellem Aufwand erworben. Was mich an der Senseo im Womo am meißten stören würde ist der Platz und Raum der für die Senseo selbst und den Wechselrichter und eventuell noch ne stärkere Batterie drauf gehen würde.


    Trotz allem muß ich sagen wer den Platz und das Geld (Wechselrichter sind teuer) für 4 Tassen Kaffee am Tag hat muß sich nicht mit heißem Wasser und Kaffeepulver befassen um einen Kaffee zu geniesen.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Die Mehrheit der Italiener haben daheim so ein Teil


    Ich im Bus auch und ich bin sicher das die Italiener nicht ganz daneben liegen, bei mir bin ich mir nicht so sicher, aber das Teil ist seit Jahren treu und liefert das was ich will: Espresso !

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