Wechselrichter

  • Hallo zusammen,


    mittlerweile komme ich mit meinem Ausbau - wenn auch langsam - voran.


    Das Elektrik - "Setup" sieht nun folgendermassen aus:


    • 24V/176AH LiFePo4 Batterien für die 24V Verbraucher wie Kühlbox, Wasserpumpe, Grauwasserpumpe und Dieselstandheizung, also alles was ordentlich Strom zieht.
    • 12V für den Rest wie Backofenbeleuchtung, LED Lampen, Zündung Gas Durchlauferhitzer, USB Steckdosen, usw.

    24V - > 12V wird mit einem Victron SMART Regler, isoliert, gemacht.


    Im Testbetrieb hat das alles bisher gut funktioniert.


    Offen Punkte sind noch:

    • Welcher Wechselrichter zum Einsatz kommt
      Als Wechselrichter sollten ca, 2000W ausreichen, wird vermutlich nur für einen Haartrockner verwendet, und das muss nicht das leistungsstärkste Teil sein, dauert dann halt ein wenig länger.
    • wie ich die Aufbaubatterien lade.

    Bin nun am Überlegen ob ich 2 getrennte Geräte, oder ein Kombigerät, also Ladegerät + Wechselrichter in einem, einbauen soll.

    Bei den Kombigeräten habe ich bisher immer von "Eingangspannung 200-240V" gelesen.

    Es soll später nach Amerika gehen, da würde das dann ja nicht funktionieren.



    Oder gibt es Geräte die Eingangsseitig auch umgeschaltet werden können.


    Ihr sehr, hier habe ich noch viel Fragezeichen und weiß nicht so recht wie die Lösung aussehen soll.


    Wie habt ihr das gelöst?


    Joachim

  • Ich bin da ein Fan von getrennten Geräten. Da muss man nur den Teil austauschen der dann mal defekt ist.

    Ladegeräte gibts die von 90-240V funktionieren, das reicht dann sogar für ein schwaches Netz in USA.

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
    all.jpg

  • Hallo Joachim,


    ich habe ja praktisch ein fast deckungsgleiches Setup: 160Ah/24V LiFePO4 Akkus, 24 V im Aufbau wo möglich, sonst 12V über DC/ DC Wandler. Dazu allerdings partiell permanent 230V (Kühlschrank, Heizungspumpe, TV-Gerät)


    Ich lade mit

    - Landstrom (selten) über Victron Multiplus 24/3000, der ja gleichzeitig Wechselrichter ist)

    - während der Fahrt über LiMa über BMS-gesteuertes Trennrelais

    - mit Photovoltaik über Solarregler mit BMS-gesteuertem Trennrelais.


    Als Redundanz habe ich noch einen Exide Wechselrichter 24V/3000W im Stauraum, da ich ja permanent 230 V benötige.


    Bisher (seit 2017/2018) funktioniert alles gut.


    Allerdings plane ich nicht, nach Amerika zu fahren.

    Gruß vom Niederrhein
    Michael

  • Der Victron kann eingangsseitig aber nur die 230V. Dadurch scheidet dieser aus.

    Wäre es denn dann nicht möglich, für die Amerika-Zeit für die Eingangsseite einen entsprechenden Wandler 120V/230V zwischenzuschalten?

    Nur für eine relativ begrenzte Zeit ein Kombifähiges Gerät (gibt es die überhaupt?) dauerhaft zu installieren, wäre mir zu aufwändig.

    Gruß vom Niederrhein
    Michael

  • Bei getrennten Geräten wäre es möglich ein Ladegerät zu nehmen das 100-230V eingangsspannungsbereichhat.


    Beispiel:

    Ladegerät MEC NOVA 360SR 24V 10A LiFePO4
    PRODUKTBESCHREIBUNG 400W: mobil, leise. Minimale Betriebsgeräusche durch leistungsabhängige Lüfterdreh- zahl. Stört nicht die Stille in ruhenden…
    www.i-tecc.de


    Ein Kombigerät hat dafür auch eine Netzvorrangschaltung, der Wechselrichter ist nur in Betrieb wenn kein Landstrom da ist.


    Das ist auch einen nette Sache ......

  • Hm... mich stelle mir gerade die Frage was ein Kombigerät, als Ladegerät ü Wechselrichter, incl. NVS, macht wenn die Eingangsspannung 120V ist.
    Kommt dann hinten dennoch 230V raus?


    Wenn nicht dann spräche das für getrennte Geräte, also ein Ladegerät von 100-230V und dann ein 230W Wechselrichter.

  • Wenn Du einen Wandler 120/230 auf der Eingangsseite zwischenschaltest, "weiß" das Kombigerätm ja gar nicht, welche Spannung ursprünglich vorlag.

    Sollte dann wohl klappen.


    Wenn Du das "Einschleifen" allerdings vor dem FI-Schalter vornimmst, weiß ich nicht, ob dieser dann noch passend auslösen würde.

    Das sollten Dir aber die hiesigen Stromspezies sagen können.

    Gruß vom Niederrhein
    Michael

  • Hallo Joachim,


    wie oft hängst Du denn in Europa am Landstrom?

    Wenn Du dir die Antwort mit nahezu garnicht geben kannst würde ich mir keinen Kopf um die Amerikanische Spannung machen.


    Um aber ganz sicher zu gehen würde ich ein Ladegerät verbauen das beide Spannungen abdeckt.

    Ich bin, wie Holger auch, kein Freund von Kombigeräten. Lieber fällt nur ein Gerät aus als alles.

    Aus Platzgründen hatte ich auch mal ein Kombigerät und mich doch sehr darüber geärgert das ich weder Ladestrom noch 230V zur Verfügung hatte als die Platine abgeraucht ist. Ohne die 230V wäre ja noch ok gewesen aber ohne den Ladestrom war es schon etwas doof den angenehmen Schattenplatz zu verlassen nur um über die Solaranlage wieder Strom zu haben.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Hallo,

    wurde ja schon alles gesagt, ich würde auch separate Geräte nehmen und das Ladegerät mit 100-230V nehmen. Wobei da zu klären ist, ob das verlinkte für die Anwendung im WoMo geeignet ist. ist die Ladekurve passend zum Akku und startet es auch ohne am Ausgang anliegende Spannung? Das wäre wichtig, um nach ausgelöster LVP den Akku wieder zu aktivieren.

    Ein 230V Kombigerät wird nicht an 110V funktionieren bzw. kann sogar Schaden nehmen.

    Grüße aus der Südpfalz ... Jürgen

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    Sprinter 419 4x4 mit Ormocar Kabine aktuell noch im Selbstausbau - Mein Ausbaublog

  • Low Voltage Protection - wenn das Batteriemanagement den Akku abschaltet, weil Spannung zu niedrig (leer) ... dann liegt am Batterieausgang gar keine Spannung mehr an, manche Ladegeräte brauchen da aber ca. 9V aufwärts, weil sie sonst nicht einschalten.

    Grüße aus der Südpfalz ... Jürgen

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    Sprinter 419 4x4 mit Ormocar Kabine aktuell noch im Selbstausbau - Mein Ausbaublog

  • Netzvorrangschaltungen (NVS) gibt es aber auch als Externgeräte (z.B. bei Fraron)

    So ein LVS wäre nicht schlecht. Bin aber nicht sicher was er macht wenn ich eingangsseitig, z.B. in den USA, 120V habe und ich in diesem Fall 230W vom Wechselrichter benötige.
    Wenn der LVS bei 120V Eingangssp. auch schaltet, dann habe ich 120V auf den Steckdosen, das ist auch nicht zielführend. :/

  • Du meinst sicherlich NVS, nicht LVS (was ist das?). Inhaltlich hast Du natürlich recht. Eine Netzvorrangschaltung im Zusammenhang mit dem Wechselrichter macht in den USA keinen Sinn, falls sie denn überhaupt bei 120 V schaltet.


    Aber bei diesen Einzelgeräten steht es Dir ja auch frei, in den USA die NVS außer Betrieb zu nehmen, da sie ja dort keinen Sinn macht, außer Du betreibst dort ebenfalls nur 120 V Geräte...... :saint:

    Gruß vom Niederrhein
    Michael

  • Möglichkeit 1: Geräte nur über den Wechselrichter betreiben und die Netzvorrangschaltung für die USA-Reise außer Betrieb nehmen. Das bedeutet aber auch, daß je nach Verbrauch entsprechend starke Ladequellen zur Verfügung stehen müssen.


    Möglichkeit 2: Spannungswandler 120 -> 230V für die Reise vorschalten. Die sind gar nicht so teuer, auch mit hoher Leistung, setzen aber die Netzfrequenz nicht um. Wenn man das nachfolgende Equipment daraufhin anpasst, ist das kein Problem, so kann der Victron Multiplus oder die Victron Blue Smart Ladegeräte mit 45-65Hz umgehen. Hat man eine "normale" Netzvorrangschaltung, kommt an den Steckdosen natürlich auch 60Hz an. Mit dem Victron Multiplus wird schön auf 50Hz geregelt. Das würde ich dann vorziehen.

    Grüße aus der Südpfalz ... Jürgen

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    Sprinter 419 4x4 mit Ormocar Kabine aktuell noch im Selbstausbau - Mein Ausbaublog

  • Laut fraron schaltet deren Netzumschalter erst bei 185V....d.h. in den USA würde er nicht durchschalten und die 230V im Aufbau würden über den Wechselrichter laufen.



    Bei 230 V Netzspannung würde der Netzumschalter schalten und der Wechselrichter hätte nichts zu tun.


    Batterien sollten beides mal geladen werden wenn das Ladegerät 120-230V kann.


    Wobei fraron das noch nie getestet hat.

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