Leerkabine bauen und komplett auf Fzg.?

  • Hallo,


    ich möchte mir eine Leerkabine für einen Daily oder Sprinter auf Fahrgestellbasis bauen und komplett ausbauen.
    Erst nach Fertigstellung wird das Fzg. gekauft und die Kabine montiert. Es soll ein Koffer in GFK Sandwich werden.


    Jetzt mal zur Frage: Hier werden für den Pickup und ähnliches ja die Kabinen auch immer abgesetzt wenn man es braucht.
    Würdet ihr die Kabine gleich auf entsprechender Höhe aufbauen, oder auf Kanthölzern und dann mit Hilfe eines Stablers oder Laders anheben und rauf damit? Die Halle läßt es zu, 5m Höhe Durchfahrt und ebener Betonboden.


    Wollt lieber mal nachfragen, nicht dass ich hier einen Gedankenfehler habe. Oder ihr Erfahrungen habt, dass man auch mal von unten drankommen muss.



    Gruß, Christian

  • Also ich habe meine Kabine auf dem Fahrgestell gebaut.
    Klick mich für Foto
    Damit ist sicher das alle Bohrungen und Halter passen.
    Zudem habe ich bis auf drei Teile, Bodenplatte wegen offener Zeit beim kleben, Dachplatte wegen abknicken des Heckteils und Alkovendeckel, alles alleine gemacht und montiert. Ja, sogar die Seitenteile könnte ich alleine montieren
    Bauzeit 1,5 Jahre.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Wie die anderen ja schon schreiben, normalerweise bauen die meisten die Kabine ja direkt auf das vorhandene Fahrgestell, damit man z. B. genau daran anpassen kann.


    Vom Grundsatz her geht es natürlich auch so, wie Du es planst. Es werden manchmal ja auch Kabinen von einem Fahrgestell auf ein anderes umgebaut. Ob die Reihenfolge nun sinnvoll ist oder nicht will ich hier jetzt aber nicht beleuchten, denn Du hast Dir ja hoffentlich etwas dabei gedacht und hier ja die konkrete Frage nach der „Bauhöhe“ gestellt.


    Wenn es eine Leerkabine werden soll, die dann ausgebaut wird, würde ich die Kabine den Boden (bzw. auf Paletten oder Balken, damit man mit Staplergabeln drunter kommt) stellen. Denn dann muss man nicht immer hochklettern, wenn man rein und raus muss. Und das muss man sehr oft. Und auch Fensterausschnitte können ggf. bequem vom Boden aus geschnitten werden.


    Sollte der Aufbau von innen nach außen entstehen, dann würde ich die Bodenplatte hochsetzen, damit man von außen bequem dran arbeiten kann.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Das Fzg. werde ich mir erst kaufen oder bekommen, wenn ich mit dem Ausbau fertig bin. Durch den ein oder anderen Kastenausbau hab ich mir das mit der Höhe und dem Rein und Raus auch schon gedacht.
    Balkenlage mit etwas Platz drunter und dann muß ich gestehen, gefällt mir der Gedanke mit dem von Innen nach Außen bauen sehr gut.
    So wird im Werk ja auch gemacht. Sollte dann nur nicht auf dem Lot laufen :?


    Ich habe eigentlich vor, die Kabine so hoch zu setzen, dass ich mir Radläufe und so spare. Auch eben aus dem Grund der Flexibilität bei der Wahl des Basisfzg`s. Wer weiß was später so ist...


    Gruß

  • Worin siehst du den Vorteil dieser Vorgehensweise? Durch Höherlegung um Radläufe einzusparen verlierst du auch Nutzraum, vergrößerst die Fahrzeughöhe und setzt den Schwerpunkt nach oben.


    LG Wolfgang

  • Eine Kabine später auf ein anderes Fahrgestell umsetzen?? Wer hat das schon Mal gemacht? Wenn mein Ducato, bei guter Pflege, 13-19 Jahre hält, dann setze ich den ganz sicher nicht mehr auf ein anderes Fahrgestell. Ich bin dann wahrscheinlich den letzten Weg in einem schwarzen Kombi gefahren. Aber auch wenn du jünger bist, die Kabine ist innen auch angewohnt, Technik veraltet und man will was Neues.
    Es gibt Leute hier im Forum, da war das Mobil fertig und schon würde es verkauft, ohne daß dieses vorher geplant war.
    Zitat aus Indiana Jones: Was macht er jetzt? Antwort: Soweit plant er nicht.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.


  • Ich habe eigentlich vor, die Kabine so hoch zu setzen, dass ich mir Radläufe und so spare. Auch eben aus dem Grund der Flexibilität bei der Wahl des Basisfzg`s. Wer weiß was später so ist...


    Da würde ich von Abraten.
    Zum einen aus den bereits genannten Gründen, aber auch, weil dadurch der Aufstieg ins Fahrzeug sehr hoch wird.
    Beim Krabbavan 1, der eine Absetzkabine war, hatte ich das ja auch, dass der Einstieg so hoch war. Ja es ging, war aber nicht unbedingt sehr komfortabel. Nun im Krabbavan 2 ist der Fußboden in der Kabine auch nicht niedriger, aber dafür sind drei Stufen schon fest im Fahrzeug. Das ist in der Praxis ein riesiger Unterschied.
    Beim Krabbavan 1 waren auch nur die Seiten so hoch, dass sie über die Radkästen etc. gingen. In der Mitte war die Kabine bis auf den Rahmen heruntergezogen, so dass sich ein Doppelboden ergab, in dem Tanks und Technik lagen.


    Dem was nunmachmal geschrieben hat kann ich mich eigentlich auch nur anschließen bzw. etwas aus eigener Erfahrung beitragen:
    Den Krabbavan 1 hatte ich auf ein 6 Jahre altes Fahrgestell aufgebaut und dann insgesamt 15 Jahre gefahren.
    Er wurde nicht verkauft, weil Fahrgestell oder Kabine defekt gewesen wären und ich gehe davon aus, dass er bei der erforderlichen Pflege noch einige Jahre hält.
    Somit gab es für uns nie die Notwendigkeit des Umsetzens auf ein neues Fahrgestell.
    Auf der anderen Seite kam uns der Gedanke an ein neues Fahrzeug aber schon vor einigen Jahren. Und zwar, weil sich im laufe der Jahre ergeben hat, dass sich unsere Reisegewohnheiten etwas geändert haben, ebenso wie die Lebensumstände, der Anspruch an den Ausbau etc.
    Abgesehen davon, dass man nach spätestens 1-2 Jahren nach einem neuen Leerkabinenausbau immer mehr Details findet, die man beim nächsten Ausbau anders machen wird. (Und auch ich hatte vorher mehrerer Kastenwagen(selbst)ausbauten). Das Konzept des Krabbavan 1 halte ich immer noch für gut. Und auch die Ausführung. Aber dieses Konzept hat halt nach so langer Zeit immer weniger zu uns gepasst, so dass es deshalb etwas neues oder anderes werden sollte.


    Somit würde ich behaupten, dass die Frage nach dem Umsetzen auf ein neues Fahrgestell im Regelfall eher theoretischer Natur ist, da die meisten in der Praxis schon vor der Frage nach dem Umsetzen eher an ein „neues“ Fahrzeug mit geändertem Wohnaufbau denken werden.
    Man wird nun mal auch nicht jünger, und was vor 10 Jahren ideal für einen war ist es heute oft nicht mehr.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Ich habe meine Wohnkabine umgesetzt. Kann man in meinem Ausbaublog nachlesen. Und dabei hat die einen festen Bodenrahmen gekriegt, so dass ich die mit Sicherheit auf den nächsten LKW mitnehmen werde. Meine Kabine hat den dreifachen Wert des Basisfahrzeugs. Die ist für die Ewigkeit gebaut. Wenn sie nicht beschädigt wird, nehme ich sie garantiert noch auf die dritte und vierte Fahrzeuggeneration mit.


    LG Gode

  • Bei den Keltenfürsten war es auch normal das ein Pferd und ein Wagen mit im Grab lag. Die Holzkabinenbauer haben diesbezüglich klare Vorteile.


    gruß Ralf


    Ich muss mir meine Fahrwerksgummi gerade alle selber gießen. Da es für mein Zosse aus einem französischen Stall aus Bj 99, es so gut wie keine Ersatzteile mehr gibt. Und wenn dann zu Preisen wie für einen 40t er.
    Ich hab mir auch schon Überlegt ein anderen 7,5 drunter zu packen. Was man aber bezahlen kann wäre dann wieder ein Renault, DAF oder Iveco. dann gehts ja wieder von vorne los. Asiatische anbieter haben auch keine haltbaren Fahrzeuge.


  • Hallo,


    ich habe auch meine Kabine direkt auf dem Fahrgestell gebaut.


    LG Stefan


    So habe ich das auch geplant. Erstens weil dann Kabine + Fahrzeug wirklich aufeinander angepasst werden können, zweitens weil kein Kran oder Stapler zum Umsetzen zur Verfügung steht.
    Nun meine Frage, wie macht ihr das mit dem Verkleben und verfugen der vorderen Kabinenwand? Gerade bei dem unteren Winkelprofil wird es zwischen Fahrerhaus und Wohnkabine ja zu eng um eine saubere Klebefuge zu ziehen oder nachträglich zu lackieren... Die Kabine mit Zwischenrahmen (ist ja mit der Bodenplatte verklebt) etwas auf dem Fahrgestell nach hinten ziehen? Oder gibts da noch einen besseren Trick?


    Grüße


    Tim

  • Das sind eigentlich auch alles meine Bedenken gewesen. Wenn ich allerdings die Kabine fertige und dann erst das Fzg. erwerbe ist es ja min. ein halbes Jahr jünger und ich kann länger den Markt beobachten.
    Also denke ich es ist grundsätzlich gut möglich mit Stabler oder Radlader die Kabine aufs Fzg. zu setzen und dann zu finalisieren was noch angepasst werden muss.
    Hat es hier schon jemand von innen nach außen aufgebaut?


    Der Anschluss ans Fahrerhaus interessiert mich auch, haste für die Frage ein Photo?

  • Das Zauberwort zum Kabine und Fahrerhaus sauber zu verbinden heißt Kederleiste. Kennen die Älteren noch vom Käferkotflügel.
    Kann man hier gut erkennen.
    Ein schwarzes Dichprofil mit einer Fahne dran zum einklemmen, Schrauben, kleben. Wie man will.


    Gruß Nunmachmal, 48,9725763, 8,2426952

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Die Kederleiste kenne ich auch noch, vom Hochdachaufbau 1995...?
    Hätte gedacht da hat sich was getan. Und zwischen der Kabine und dem Fahrerhaus, wenn kein Alkoven gebaut wird?

  • Also Ormocar und Co. arbeiten völlig ohne Kederleisten. Die kleben Gfk und Sandwich direkt an das Blech, wohl mit viel Sikkaflex oder ähnlichem.


    LG Wolfgang

  • Warum von innen heraus bauen? In der Großserie macht man das nur um fertige große Module am Stück einsetzen zu können. Privat habe ich - und würde es wieder so machen - zuerst die Kabine gebaut und dann ausgebaut. Ich hatte keine Halle, habe die Kabine im Freien gebaut und damit dann für den Ausbau eine "Halle" gehabt! Das Auto kam auch erst später dazu. Ich würde auch raten, beim Bau nicht über 3.20 m Gesamthöhe zu kommen. Das ist die Grenze um einen Schutzbrief erhalten zu können!
    Die Verbindung von Kabine zum Fahrerhaus habe ich starr gemacht (geklebt und mit genieteten Alu-Winkeln 30 mm). Die Basis ist ein Mercedes 608 Bj, 81, die Kabine aus 50 mm Alu-Sandwich aus dem Fassadenbau. Hält und begleitet mich jetzt seit 30 Jahren ohne Probleme!


    Peter


  • Ich würde auch raten, beim Bau nicht über 3.20 m Gesamthöhe zu kommen. Das ist die Grenze um einen Schutzbrief erhalten zu können!


    Hallo Peter,


    das ist falsch. Auch über 3,20 gibt es Schutzbriefe.
    Die 3,20 gelten IMHO insbesondere für den ADAC. Ich meine beim ACE sieht es schon anders aus.
    Und bei den einschlägigen Wohnmobil-Versicherungsmaklern bekommst Du zumindest teilweise den Schutzbrief bis 4,0 m kostenlos dazu.


    Wobei die 3,20 auch beim ADAC wohl auch nicht immer in Stein gemeißelt sind. Es geht dabei ja um die Gesamthöhe beim Abschleppen, bzw. wenn Du aufgeladen werden musst.
    Wenn es „nur“ um ein Schleppen zur nächsten Werkstatt geht und das Vertragsabschleppunternehmen ein Fahrzeug mit „Brille“ hat, dann klappt es meist auch im Rahmen des Schutzbriefs, wie ich in einigen Internetpostings lesen konnte.
    Beim kompletten Rücktransport sieht es dann aber anders aus.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Beim ACE ist es dito, ich bin da versichert. So war ein Rücktransport von Korsika bei mir kein Problem.
    Die Bedingung von 3,20 m steht eben in den Versicherungsbedingungen. Ist das nicht erfüllt kann der Versicherer die Leistung evtl. verweigern auch wenn die evtl. möglich gewesen wäre.
    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass Höhe vielleicht auch ein beachtenswertes Kriterium sein könnte!

  • Als meine 3,25m in Carcassonne mit gerissenen Kupplungszug liegen blieb. Hat ein 12to. mich hops genommen. Zusammen so gegen 4,80 hoch. Zu Renault ca 2km konnten wir auf dem direkten Weg nicht wegen einer Unterführung. Also 15 km aussenrum. Zum Glück war der Schlepper eher ein Retter als ein Nepper.
    Hätte er mich an die Stange genommen , wäre es in 10 min erledigt gewesen, hätte aber die gleiche pauschale gekostet.
    Nur der ADAC zahlt nie voll alles. Auf 30% und das Hotel sind wir sitzen geblieben.


    gruß Ralf

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