Beiträge von womo3

    Hallo Klaus,


    zu den Zellen kannich nichts sagen, kenne ich nicht. Das von die vorgeschlagene BMS würde ich nicht nehmen. Balancing beginnt erst bei 3,7V Zellspannung und der Zellausgleich ist auf 80mA begrenzt. Das ist dürftig. Normal fließen hierzu 1 - 3 A um auch wirklich etwas zu bewirken. Balancing sollte bei 3,4 bis 3,6V einsetzen.


    LG Wolfgang

    Liebe LiFe Freunde,


    ich finde es einerseits gut und richtig technische Daten kritisch zu hinterfragen und Marketing getriebene Aussagen einem Realitätscheck zu unterwerfen. Andererseits habe ich den Eindruck, dass diejenigen mit der geringsten eigenen Erfahrung mit diesen Zellen zum Thema Betrieb bei Kälte Panik verbreiten, die in der Praxis bisher so nicht brechtigt ist.


    Ich spreche hier ausschließlich über die gelben Winston Zellen, über alle anderen kann ich keine Aussagen machen. Die Winston Zellen sind nun über 10 Jahre auf dem Markt und genauso lange reicht die gemachte Erfahrung mit ihnen zurück. Ich würde meine Hand auch nicht ins Feuer legen, dass alle von den Chinesen gelisteten Parameter, speziell die -45 Grad, unter allen Bedingungen so zutreffen. Für unseren Einsatz im Womo hat sich das aber als irelevant erwiesen.


    Es gibt inzwischen Erfahrungen und Langzeittests von Winston Zellen die nun über 10 Jahre in unseren Breiten bei Umgebungsthemperatur betrieben und mit Solar- und Bleiladetechnik geladen werden. Bisher sind keinerlei Kapazitätseinbußen dabei festzustellen.


    Meine eigene Anlage ist inzwischen 6 Jahre alt. Habe auch noch sechs weitere gebaut. Ich war damit ganzjährig unterwegs, immer in den Bergen zum Skifahren (außer jetzt bei Corona) und wie einige wissen, auch mehrere Wochen jenseits des Polarkreises. Meine Zellen sind in einem isolierten Unterflur-Staukasten ohne besondere Heizung. Die gesamte Heckgarage ist im Betrieb beheizt, aber nur wenig Wärme kommt in den Staukasten ganz unten. Solar läd immer ungehindert, der Ladebooster hat einen Temperatursensor an den Zellen und reduziert die nominalen 45A bei tiefen Temperaturen. Mehr Vorkehrungen, oder gar eine zusätzliche Heizung halte ich für völlig überflüssig.


    Die bisherigen Erfahrungen deuten darauf hin, dass die Zellen unter obigen Einstzbedingungen deutlich länger als 10 Jahre uneingeschränkt zu nutzen sind. Die Ladung mit sehr hohen Strömen bei tiefen Minustemperaturen verursacht sicherlich gewissen Stress für die Zellchemie. Die dadurch verursachte mögliche Degradation bewirkt jedoch offenbar keinen Kapazitätsverlust, sondern eine Erhöhung des Innenwiderstandes. Dies wiederum würde dann eine niedrigere Zellspannung bei sehr hoher Belastung bewirken.


    Wer diesem möglichen Effekt im zweiten Betriebsjahrzehnt entgegenwirken möchte und seine Batterie vielleicht danach noch weitervererben will, der tu gut daran, sich mit allen Arten von Batterieheizungen zu beschäftigen. Alle anderen bauen sich ein Mal ein solches System und können es dann sich selbst überlassen.


    LG Wolfgang

    Hallo Karsten,


    gefederte Rahmen oder gar Dreipunktlagerung halte ich lediglich für offroad Anwendung für erforderlich. Denke nicht, dass so ein Fahrzeug dafür besonders geeignt wäre.


    LG

    Hallo Karsten,


    ich bin zwar kein Atego Kenner, aber ganz allgemein: Jeder LKW Leiterrahmen benötigt einen Hilfsrahmen zur Lastverteilung und Verstärkung. So steht es auch in jeder Aufbaurichtlinie. Die Leiterrahmen sind von Natur recht weich und würden sämliche Verwindung ungefiltert auf die Kabine übertragen. Sieh dich mal auf der Straße um, ob du auch nur einen LKW ohne Hilfsrahmen findest, egal welcher Aufbau. Lediglich einige "premium" Serienhersteller verzichten darauf und schrauben lediglich Ausleger seitlich an den Leiterrahmen. Bei dem bis zum Anschlag ausgenutzten z.G. wundern sich dann die Fahrer über schwammiges Fahrverhalten.


    LG Wolfgang

    Hallo Gunther,


    ich konnte im normalen Betrieb noch nie eine spürbare Erwärmung der Zellen feststellen. Bei einem Belastungstest mit 250A über 2+ Stunden mag sich da was rühren, aber ansonsten musst du dir darüber keine Gedanken machen. Fan ist völlig überflüssig. Ich habe meine Zellen dicht in einer Siebdruckkiste und die wiederum dicht im Sandwich Unterflurkasten.


    Anbei ein Bild einer anderen 200Ah Installation.


    LG Wolfgang

    Da musst du am besten Gode fragen, der fährt einen Fuso und scheint sehr zufrieden zu sein.


    Technisch ist der Fuso auch o.k., denn e rhat ja schließlich den IVECO F1C 3 Liter Motor drin.


    LG Wolfgang

    Die Einstellung der Torsionsstäbe an der VA kann man durchaus selbst machen. Am hinteren Ende der Federstäbe kann deren Vorspannung verändert werden. Dazu Kontermutter öffnen und Gewindespindel drehen. Wird damit der kurze Hebel auf der Spindel nach innen bewegt (zum Rahmen), dann erhöht sich die Vorspannung und das Fahrzeug wird vorne angehoben. Zu messen ist dabei zuvor der Abstand zwischen dem oberen Anschlagpuffer und dem darunter befindlichen Queerlenker. So lässt sich auch eine asymmetrische Belastung ausgleichen. Ein Anheben des Fahrzeuges erleichtert den Verstellvorgang.


    LG Wolfgang

    Bei deinem Daily hast du folgende Optionen:


    1. Die Spannung der Torsionsstäbe an der Vorderachse der Achslast anpassen, sodass genügend Federhub bleibt.


    2. Sowohl die Hinterachse als auch die Vorderachse können mit einer Zusatzluftfederung versehen werden. In der komfortableren Ausführung kann dann der Luftdruck variabel eingestellt werden. Das bewirkt zwar keine Wunder, verbessert aber den Fahrkomfot.


    Grundsätzlich ist die Vorderachse des Daily zwar recht robust und langlebig, allerdings bei kurze, harten Stößen von Queerfugen, nicht sehr komfortabel.


    LG Wolfgang

    Hallo Gunther,


    alle Steuerleitungen parallel auf ein Relais zu legen wird vermutlich nicht funktionieren. Kann dir aber ohne genaue Kenntnis der Schaltung nur Herr Salbach von Litrade beantworten.

    Du könntest natürlich überlegen welches Abschaltereignis warscheinlicher ist. OVP oder LVP und solange du ohnehin Laden und Last nicht getrennt hast, mit nur einem Relais auskommen. LVP ist vermutlich mit großem Abstand das warscheinlichste, da man immer vergessen kann, etwas abzuschalten. Für OVP könnte so lange auch eine mit kleinem Relais geschaltete Warnlampe dienen. - Nur so eine Idee.


    LG Wolfgang


    ps. sind wieder zuhause

    Hallo Gunther,


    du verwendest für den Hauptstromkreis 70mm2 Kabel. Jeder in diesem Stromkreis befindliche Schaltkontakt hat, je nach Qualität und Alter, einen Übergangswiderstand, der einen entsprechenden Spannungsabfall und auch Wärme erzeugt. Daher würde ich Schaltkontakte hier auf das funktional Notwendige begrenzen. Im Stromkreis sind besagte Kontakte, Schmelzsicherung, Verteiler und erneut Sicherungen einzelner Verbraucher. All das summiert sich bis deine Pumpe oder Kühlschrank versorgt werden. In der Masseleitung ist dann noch der Mess-Shunt sowie insgesamt reichlich viele Kabel- und Steckverbindungen.

    Speziell dort wo ggf. sehr hohe Ströme fließen, wäre ich daher mit nicht zwingend erforderlichen Schaltern oder sonstigen Kontaktstellen sparsam.


    Wir waren heute auf der Hallig Hooge. Touristen müssen Schleswig-Hollstein bis zum 02.11. verlassen! Für die Inseln gibt es aus logistischen Gründen eine längere Frist bis zum 05.11. Wir werden aber morgen das Feld räumen und uns langsam wieder gen Süden bewegen.


    LG Wolfgang

    Hallo Gunther,


    nur für den Fall, dass du von von den unterschiedlichen hin und her Schaltvarianten komplett verwirrt bis, hier mein abschließender Vorschag:


    Sämliche Fertigsysteme und fast alle Selbstbauanlagen werden ohne jegliche Notschalter tausendfach erfolgreich betrieben. Bei vielen Fertigakkus wird selbst das Relais zur OVP/LVP Abschaltung nur als Option vertrieben. In unseren Fahrzeugen sind inzwischen dutzende Microprozessor gesteuerte Systeme vorhanden, die klaglos ihren Dienst versehen. Da emfpinde ich es schon als einen Anachronismus gerade einer so simplen Einheit, wie einem BMS so großes Mißtrauen entgegen zu bringen, dass in dessen Funktion möglichst mit allem Aufwand händisch eingegriffen werden kann.


    Die Gefahr durch manuelle Eingriffe ist bestimmt nicht unberächtlich, wenn die Situation nicht vorher sorgsam analysiert wurde.


    Daher - keep it simple


    Pole Abklemmen für Außerbetriebnahme und ggf. überbrücken falls wirklich eine Fehlfunktion vorkommen sollte (sehr unwarscheinlich).


    Ansonsten das BMS mit seinen Relais einfach so betreiben, wie es gedacht ist und überall problemlos läuft.


    Mehr habe ich dazu nicht beizutragen.


    LG Wolfgang

    Hallo Gunther,


    in deiner obigen Schaltung trennst du ja Masse mit dem BMS Aus und Plus mit dem Nato Winteraus. Somit ist alles spannungsfrei, auch über die Sensleitungen kann dann nichts mehr fließen. Beide Pole abklemmen bewirkt das selbe.


    Bis zu zwei Monate Stillstand sollte das Ganze abkönnen, ohne Abklemmen der Batterie. Ansonsten hast du zu hohe Leerlaufströme.


    Die Pole brauchst du nicht jedes mal abschmirgeln. Etwas Noalox und gut.


    LG Wolfgang

    Hallo Gunther,


    mein Freund hatte beide Batteriepole abgehängt, das genügt. Wichtig ist, dass beim BMS sowohl +12V als auch die Masse von der Batterie abgehängt werden, so wie durch deinen extra Schalter. Ansonsten wird immer noch ein geringer Stom über die Sensleitungen der einzelnen Zellen gegen Masse fließen.


    Grundsätzlich wird deine obige Schaltung so funktionieren. Es gibt auch Batterietrennschalter für 500A Dauerstrom. In der Summe hast du aber in deiner Plusleitung drei Schaltkontakte in Serie plus die Sicherungen. Falls die Batteriepole einigermaßen zugänglich sind, dann würde ich auf Not Aus verzichten und die beiden Batteriepole abklemmen. Ist eigentlich kein riesen Problem zwei M10 Schrauben zu öffnen. Der BMS Aus Schalter wäre dann auch nicht mehr notwendig.


    LG Wolfgang

    Hallo Gunther,


    ich bin eben ein Verfechter der reinen Lehre. D.h. alle Ladezweige zusammenführen und mit OVP schalten, sowie alle Lasten mit LVP schalten. Das geht mit den zwei besagten bistabilen Relais. Die schalten über 3,1kW, glaube kaum, dass du je einen höheren Verbrauch haben wirst. Die Trennung der Komponentenverkabelung in Ladung und Last scheint mir auch nicht so kompex, da ja einzeln vorhanden. Einen Bedarf für weitere Schalter sehe ich nicht.

    Ganz große Pessimisten, die den Ausfall des BMS befürchten, können mittels Nato-Knochen den Stromfluss unterbrechen oder überbrücken.


    LG Wolfgang

    Hallo Gunther,


    ja das ist das Relasis und der passende Stecker. Das ist ein hochwertiges Relais von Tyco, dessen Werte man auch vertrauen kann, anders als den einfachen China Versionen. Habe das schon oft eingesetzt, hatte den Preis allerdings etwas niedriger in Erinnerung.


    Über dein gewünschtes Not Ein und Aus muss ich nochmals nachdemken. Bei meiner ersten Anlage, die ja in meinem Womo installiert ist, habe ich getrennte Schalter installiert um sowohl den Lade- als auch den Lastzweig unterbrechen zu können. Habe die Schalter in über vier Jahren nie benutzt. Ist ja auch der Job des BMS. Somit stellt sich auch die Frage nach dem Sinn von Not Ein und Aus. Falls wegen LVP abgeschaltet wurde, dann sollte zum Schutz der Zellen eben geladen werden. Bei OVP Abschaltung ist es auch nicht ratsam weiter zu laden. Somit bleibt nur ein Defekt an BMS oder Relais. Dies lässt sich dann provisorisch durch Überbrücken oder Trennen des entsprechenden Relais beheben.

    Für die Einwinterung empfiehlt sich die Batteriepole abzuklemmen. Habe für einen Freund eine 260Ah Winston Anlage für sein Segelboot gebaut. Der konnte in diesem Jahr coronabedingt nicht segeln. Als er nun nach einem Jahr nach seiner abgeklemmten Batterie sah, war die noch bei 70% Kapazität.

    Somit sollte das bei dir für einige Monate Kein Problem sein.


    Sind übrigens gerade auf dem SP in Hörnum auf Sylt.


    LG Wolfgang

    Hallo Gunther,


    die Leistung von 1,7W bedeutet 3,4Ah pro Tag und 23,8Ah pro Woche. Das sind rund 8% deiner 300Ah Batteriekapazität nur für dieses eine Relais plus all deine sonstigen Dauerverbraucher. Das ist energetisch suboptimal und ist einem autarken Berieb nicht förderlich.

    Bistabile Relais für 270A DC findest du ebenfalls bei Litrade. Diese nimmst du samt den angebotenen Stecksockeln an Stelle der 120A Relais und alles ist gut.


    LG Wolfgang