Pseudo-Slide Out

  • Hallo,
    ich bin, wie ihr aus anderen Themen vielleicht wisst, voll in der Planung einer Kabine / Wohnwagens.
    Ich würde gerne so schmal wie möglich mit dem Hänger bleiben, trotzdem aber quer schlafen.
    Das bedeutet, ich habe ein innenmaß von 170 - 180 cm, brauche aber eine Schlaffläche von 200 cm.
    Meine Idee ist es nun, für die Füße einen Mini Slide Out zu bauen. Ganz primitiv und händisch zu bedienen. Hat ja nur ne Breite von 140 cm und ne Höhe von 50 cm.
    Mein Wandaufbau ist ne Lattenrahmenkonstruktion mit Innen-Außenhaut.


    Mein grundsätzliches Problem ist, wie bekomme ich Selbstgebaute Klappen dicht? Gibt es vielleicht fertige Profile?


    Natürlich ist jede zusätzliche Öffnung ein potentielles Feuchtigkeitsrisiko, doch mit einer guten Dichtung sollte das doch möglich sein?!?!


    Danke und Gruß
    Steffen

  • Na gerade bei einer Holzkonstruktion wäre ich da sehr vorsichtig!
    Nachteil von einem Slideout ist, wenn er wieder nach innen slidet, dann kommen bei Regen nasse Wände in den Innenraum. Das ist gerade am Bett nicht so toll.

    Gruß, Holger


  • Zitat von SteffenLeb

    Gibt es vielleicht fertige Profile?


    Auf den letzten beiden Messen Abenteuer Allrad in B.K. hat http://www.ormocar.de/ so einen Slide Out am Alkoven ausgestellt.


    Bild hab ich leider keins, was genaues dazu sagen kann ich auch nicht, am besten mal anfragen


    Gruß Rudi

    Gruß Rudi

  • Hallo Steffen,


    auf dem Caravan-Salon 2009 hatte das ein Kastenwagenausbauer mit
    einem ABS-Teil an der Außenwand gelöst.
    Du brauchst ja nur 20cm in der Tiefe, an der Stelle wo man schläft.


    Vielleicht auch noch eine Idee:

    Gruß Ralf

  • Hallo und Danke für die Ideen.
    Questman an so eine Lösung hab ich auch schon nachgedacht. Meine Bedenken sind, dass ich denke ich bin schon durch die Engestelle durch und vergesse dann, dass ich da noch nen "Ohr" dran habe. Aua!?


    Nasse Wände im Bettbereich sind natürlich auch nicht gut.
    Aber prinzipiell, wie könnte so eine Kiste aussehen? Die Mechanik? Eine dicke Gummilippe rundum als Dichtung

  • 2 Ohren a 10cm sind doch nicht so schlimm. Die Spiegel stehen auch soviel über.
    So schöne Formteile bekommst du vermutlich nicht zu kaufen,muss man sich was überlegen...
    Was fest dran ist, ist auf jeden Fall dicht!


    Warum gehst du nicht insgesammt auf 2m Außenbreite? Ich bin damit bisher auch überall durchgekommen!

    Gruß, Holger


  • Hallo Holger,
    deine Kabine ist außen 200 cm breit? Ich habe etwas Sorge, dass ich in Südeuropa doch mal an die Grenzen stoße und nen Hänger ist doch noch immer etwas anders in engen Straßen zu fahren, als ne Kabine kinten drauf, oder?


    Gruß
    Steffen

  • Hi, ja die alte war 2m breit, die neue ist 2.04m (damit wir 1.96 Liegefläche haben). und dann stehen die Stützen noch ein paar cm über.
    Das Engste was wir mal hatten war in der Altstadt von L'Aquilla, da musste ich die Zusatzspiegel einklappen.
    Ich weiss ja nicht wie groß du bist, aber bau die Kiste so, dass du vernünftig drin schlafen kannst, 2m Breite ist nicht so das Problem!
    Beim Ducato geht das nicht anders, den gibts nicht in 10cm breiter :lol:

    Gruß, Holger


  • Zitat von SteffenLeb

    Südeuropa doch mal an die Grenzen stoße


    So lang du auf normalen Straßen bleibst ist 2 m kein Problem.
    In engen Ortsdurchfahrten in I mußt du manchmal ganz
    schön peilen obs geht.
    Ebenso in einspurigen Bergstraßen wo Bäume,Felsen teilw. weit in die Straße reinhängen.
    Und wenn du mal ne Piste zum Strand runterfährst bist du um jeden cm weniger froh, die nicht deinen Lack dürch Büsche verkratzen.

    Gruß Rudi

  • Ich fahre viel über kleine und kleinste Straßen in F und bin, egal ob mit dem 2,50 oder dem 2,30 m Wohnwagen, überall durchgekommen. Wo das nicht geht, sollte man mit dem Hänger auch nicht mehr fahren, wenn er nur 2 m breit ist, denn dann gibts auch bestimmt was am Untergrund oder im Bewuchs oder bei den Bauten, wo es schwierig und für den Hänger, wenn er nicht gerade offroadtauglich ist, hart wird.
    Für solche Einlagen reicht mir mein Landcruiser als Solofahrzeug....hihihi... da muss ich mich nicht im Wohnkomfort zusätzlich beschränken.


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  • Hallo Steffen,


    wenn es eine ganz einfache Lösung sein darf kannst Du einfach eine nach unten öffnende Klappe machen die mit einem Stoff an der Kabine verbunden ist und somit wie ein Dachzelt an der Seite ist. Der Stoff sollte natürlich wasserdicht sein. Habe sowas mal bei einem Kastenwagen gesehen, weiß allerdings nicht mehr von wem das war.


    Gruß Christopher


    PS. wenn Dir die Seitenhauben ( von Questman vorgeschlagen ) reichen versuch sie beim Pösselhändler als Ersatzteil zu bekommen.

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Mmmmhhh im Amiland bekommen Sie trockene SlideOuts in Meterlänge hin, warum Du nicht in 20 cm ? Machs doch so wie die Jungs mit ihren großen Kästen. Einen Kasten in der Länge in den Wagen rein, darin einen Kasten saugend (also minimales Spiel, allerdings das Problem der Ausdehnung bei Wärme mit einrechnen) und dann Stoff am Ende des Kastens (der nach draußen geht) und am Ende des inneren Kastens befestigen der wasserdicht ist und Feuchtigkeit draußen läßt. Ich versuch mal ne Zeichnung damit Du Dir vorstellen kannst was ich meine.



    Ok, wie man sieht bin ich nicht so der Maler. Das Schwarze soll die Matraze sein, oben ist der Slide Out eingeschoben (rot = der feste Kasten, blau = der Slide Out) unten ist der Slide Out draußen und das Rote soll der wasserdiche Stoff sein, bei dem man aufpassen muß wenn man wieder reinschiebt damit man Ihn nicht einklemmt.

  • Zitat von holger4x4

    Na gerade bei einer Holzkonstruktion wäre ich da sehr vorsichtig!
    Nachteil von einem Slideout ist, wenn er wieder nach innen slidet, dann kommen bei Regen nasse Wände in den Innenraum. Das ist gerade am Bett nicht so toll.


    Das sehe ich ganz genauso wie Holger :!:


    Habe ja selber eine Kabine aus Holzkonstruktionsplatten und finde noch immer das dies für den privaten Selbstbauer eine gute Alternative zu den gängigen Sandwichplatten darstellt.
    Multiplex ist auch recht unempfindlich gegen vorübergehende Feuchtigkeitseinwirkung.
    Aber bei einem Slide-Out holt man sich beim schließen ja die ganze Feuchtigkeit in die Kabine ....da sind Dichtigkeits und Feuchtigkeitsprobleme bereits vorgezeichnet :evil: .


    Die Kabine auf 180cm Breite zu bauen und dann nachträglich mit den gezeigten "Ohren" auf 200cm zu verbreitern finde ich auch nicht sehr logisch :wink: ... beim fahren mußt du auf die 2m achten, beim stehen hast du aber nur die 1,8m Innenraumbreite.



    Meine Anhängerkabine ist 180cm breit, und das ist beim fahren sehr angenehm. Wir können z.B. gerade noch auf den typischen Supermarkt/Ikea Parkplätzen auf zwei hintereinanderliegenden Parkbuchten parken. Und was noch wichtiger ist - wir kommen da auch wieder raus wenn die Parkbuchten links und rechts neben uns belegt sind :wink: .
    Mit einem 2m breiten Anhänger wäre es schon manchmal knapp geworden, mit einem 2,3m breitem Anhänger kann man das vergessen.


    Wenn du mit 2m Aussenbreite hin kommst (jetzt bezogen auf deine Bettbreite), dann würde ich auch direkt so breit bauen.




    Ansonsten für eine Bettverlängerung eher eine übergroße Klappe vorsehen die nach oben geschwenkt den Regen abhält und darunter eine Klappkonstruktion ö.ä. vorsehen.


    Gruß,
    Ronald

  • Moin,
    über solch einen Wandaufbau habe ich mir auch schon viele Gedanken gemacht. Für den Normalfall reicht er aus. Es ist halt auch eine Frage des Wetterschutzes außen und inwieweit man selbst bereit ist Zeit und Arbeit in die Pflege zu stecken. Eine Außenhaut aus lackiertem Aluminium ist halt pflegeleichter und erfordert weniger Arbeit als eine Holzschicht mit einem mehrschichtigen Lackaufbau. Allerdings ist Holz mit einer guten Lackschicht genauso wetterbeständig wie Aluminium. Ich habe vor langen Jahren einmal ein damals achtzig Jahre altes Segelboot in Westfriesland auf einer Werft restauriert. Damals habe ich von den Menschen auf dieser Werft und auch von einem Holzschiffbauer viel über Lackaufbau und Wetterschutz gelernt. Denn die Seefahrt hat in dem Bereich auch eine jahrhundertelange Erfahrung und der Erhalt der Schiffe ist immer überlebenswichtig gewesen. Deswegen sind viele der Materialien und Methoden des Schiffsbaues für den Bereich des Campings sehr nützlich. Wasserfest verleimtes und gut lackiertes Sperrholz ist zum Beispiel eine hervorragende Außenschicht. Als Spanten dann gut geschützte Buchenholzleisten, dazwischen eine vernünftige Isolierung und innen wieder Holz in einer wohnlichen Farbe, das kann sehr gut werden. Übrigens ist vier Millimeter dickes Pappelsperrholz leichter als Aluminium mit einem Millimeter Stärke. Und gute, nicht von betriebswirtschaftlichen Gedanken eingeengte, handwerkliche Arbeit führt fast immer zu besseren Ergebnissen als industrielle gewinnorientierte Massenproduktion.
    Fröhliche Grüße
    JmE :)

    nun ist es ein LT 1 geworden ;)

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