Solar oder Generator ?

  • Hallo !


    Ab nächster Woche wird es wohl an den Ausbau meiner Leerkabine gehen. Nun mal eine Grundsatzfrage: Da mein Budget begrenzt ist, stellt sich für mich die Frage ca. 1200-1400 € für eine Solaranlage ausgeben, oder für 800 € einen leisen Honda od. ähnl. Generator zu kaufen.


    WOMO steht in Garage (dunkel)
    Geplant ist Kompressor-Kühlbox u. Truma Combi als Hauptstromverbraucher
    2X 100 AH Gelbatterien 24V Bordnetz.


    Gruß

    Direkteinspritzung, Turbo, Allradantrieb... hört sich garnicht mal schlecht an...;-))

  • Hallo zusammen,


    als Hasser der Geno-Fraktion (hier meine ich die Leute, die abends dann den Geno anwerfen um Fernseher zu betreiben) plädiere ich natürlich für die Solaranlage. Aber auch hier ist es bei längerer Bewölkungsphase oder auch im Winter bei tiefstehender Sonne recht schwer, die Akkus wieder nachzuladen. Da braucht man schon mehr als ein Modul.


    Sofern Du viel rumfährst (so ca. 2 Stunden pro Tag), wird der Bordakku ja durch die Lima ausreichend aufgeladen, so dass die Solaranlage halt nicht der Haupt-Strom-Lieferant sein muss. Da ist die Solaranlage halt die erste Wahl; will ,man aber auch längere Zeiten frei stehen und unabhängig von de Sonne sein, so kommt man halt um den Geno nicht drumrum.


    Bisher haben wir bei unsren Reisen eigentlich noch keinen Strommangel gehabt (350 W Solaranlage und ca. 480 AH bei 12 V); hierbei ist zu sagen, dass wir ca. 1/3 der Nächte auf einem CP gestanden haben.


    BEsten Gruß


    HWK

  • Hallo guenster,


    diese Frage beschäftigt wohl fast jeden Womo-boxler. Und sie lässt sich nicht mit einer Universallösung beantworten.


    Generator
    Gegen diese Form der Energiegewinnung spricht vieles: Lärm, Abgase, Kosten und Kraftstoffgeruch. Vor allem bei geringem Leistungsbedarf ist ein Generator völlig fehl am Platz.


    Oft ist es die Summe an verschiedenen Energiequellen, die zu dauerhafter Versorgung beiträgt. Meist kommt die Frage ja erst dann auf, wenn man die Standard-Lösung der Serienwomos nicht anwenden will, z.B kein Gas mag.


    Wenn das Budget verfügbar ist, stellt im Moment eine Kombination aus:
    - Diesel-Heizung mit Boiler
    - starke Gelakkus mit über 150 Ah
    - Sinus-Wechselrichter
    - Solarzellen
    - Brennstoffzelle
    - und ggf. Windkraftrad


    eine effektive Basis dar. Meist sieht die finanzielle Realität aber anders aus.


    Es ist vorab sehr interessant, mit einem Leistungs-Messgerät und dem Taschenrechner zu ermitteln, wie die Planung aufgehen kann.


    Völlig unproblematisch ist z.B, im (über einen Wechselrichter betriebenen) Wasserkocher allmorgentlich das 1/2 Literchen kochende Wasser des Frühstückskaffes zu bereiten. War verstaunt, wie wenig Energie benötigt wird!


    Der von dir angestrebte Betrieb von Truma und Kühlbox hingegen ist für die Akkus eine große Belastung auf Dauer. Die Energiekosten für einen Generator rechtfertigen nicht dessen Dauerbetrieb. Bedenke auch, dass die Akkus eine begrenzte Anzahl Ladezyklen in ihrem "Leben" haben. Das kostet auch Geld!


    Also - jedes Watt, was Du über Wind, Fahrt und Sonnenlicht erzeugen kannst, ist bares Geld wert. Mit drei großen Paneelen auf dem Dach kannst Du selbst bei Bewölkung gut Strom erzeugen. Alternativ dazu empfehle ich eine klappbare Anbringung, sodass sie bei längerer Standzeit aufgestellt werden können. Das bringt viel!


    Übrigens, einen leistungsstarken Windgenerator kannst Du recht einfach selbst bauen. Bedenke aber, eine vom Womo abgekoppelte Aufstellung zu bauen - das Teil macht Geräusche So wird jede Schlechtwetterfront für Dich zum Energielieferanten.


    Zum Schluß nochmal mein Tip: Messen! Bei Conrad z.B. gibt es Leistungsmessgeräte, so ab 20,- EUR. kann man sich aber auch beim Energieversorger ausborgen. Über mehrere Tage kannst Du somit den tatsächlichen Bedarf des Gerätes ermitteln, der in der Regel weit von den Herstellerangaben abweicht und Nutzungsabhängig ist. Worst aus dem Kühlschrank nehmen kostet Strom...


    Grüße!
    Sven

  • Hmm, alles schön und gut,
    aber wenn Du als Gegenargument für einen Generator die Kosten aufzählst,
    verstehe ich nicht wie sich dagegen eine Solaranlage oder gar eine Brennsoffzelle viel kostengünstiger darstellt.
    Solaranlage lass ich gerade noch gelten. Obwohl die auch schon um ein vielfaches teurer kommt wie ein Sinusgenerator.


    Aber ne Brennstoffzelle ist beim derzeitigen Leistungsumfang und Preis für mich überhaupt keine Alternative.
    Sie läuft ja auch nicht mit Luft und ohne Abgase.


    Meines Erachtens ist eine Generator auch nicht im direkten Vergleich mit den o.a. Sachen zu sehen.
    Bestenfalls als Ergänzung beim entsprechenden Leistungsbedarf.


    Ich habe meine Beleuchtung mittlerweile auf LEDs umgestellt, nur ne kleine Tauchpumpe im Tank und meine Kompressorkühlbox ist somit der einzige "große" Verbraucher in meinem Aufbau.
    Selbst ohne Solaranlage und Generator, den ich mir übrigens vor ein paar Jahren auch mal angeschaft hatte, komme ich locker übers Wochenende autark ohne nachzuladen hin.


    Ich werde mir demnächst nen Sinuswechselrichter einbauen, der meine Gel-Bat dann gemäß "HWK-Ladeprinzip" und dem bereits fest eingebauten IU0U-Lader während der Fahrt versorgt.


    Ein selbst gebauter Windgenerator dürfte bei entsprechendem Wind kaum viele leiser sein, wie ein moderner Generator, den man übrigens deutlich unter den o.a. 800€ bekommt.
    Habe für meinen KiporKGE 1000, mit digitaler Inverter- Technik, damals ca.385€ inkl. Versanft bezahlt.
    Nachfolger "Kipor IG1000":

    Wer natürlich unbedingt Honda will darf gern mehr ausgeben. ;)


    Ein Generaor ist ja eh nur was, wenn man nicht auf nem CP steht.
    Auch einen Windgenerator kannst Du nur beim freien Stehen betreiben.
    Daher relativiert sich die Geräuschentwicklung.


    Mein Generator ist wenn in eine kleinen Bodensenke aufgestellt, schon nach wenigen Metern kaum noch wahrzunehmen.
    Ein kleine Kabeltrommel und den Generator mal 20m weit weg gestellt und es geht.

    Gruß Ralf

  • Hallo Questman,


    ja klar, der Anschaffungspreis für ein Generator ist tatsächlich inzwischen sehr gering. Ich habe viel mehr den Kraftstoff-Verbrauch gemeint. Muss oft mit einem 800-Watt-Gerät draußen arbeiten, da wird ganzschön was weggenuggelt. Er stinkt, egal ob an oder aus. Ist aber nicht so ein schickes Modell wie auf dem Foto von Dir.


    Viel eher war ja die Frage nach einer kontinuierlichen Energie-Erzeugung gestellt - zumindest hatte ich dies so verstanden.


    Ja, auch die Brennstoffzelle ist nicht wirklich günstig. Beeindruckend finde ich hingegen die 24-Stunden-Stromlieferung von mindestens 2 Ampere. Sollte auch nur erwähnt werden, um guenster und anderen Themeninteressierten eine vielleicht noch nicht überdachte Möglichkeit aufzuzeigen.


    Ja, einfache Schnelläufer-Windgeneratoren machen Geräusche. Bei Interesse kann ich gerne mal Alternativen aufzeigen, mit denen ich mich beschäftigt habe.


    Kleine Episode am Rande: Mit unserem gemieteten Adria 660 standen wir an der Portugisischen Westküste. Super Oktoberwetter mit Windstärke 6-8. Ich musste für Frau und Tochter nachts im Schlüppi auf das Dach kraxeln, um mit Handtüchern die offenen Rohre der Dachreeling zu verschließen - sonst wäre an Einschlafen kein Gedanke zu verschwenden. Das mehrtönige Orgelkonzert wurde 1:1 in den Innenraum übertragen.


    Fakt ist, dass man mit einem Generator sehr gut hohe Leistung zur Verfügung hat. Letztes Jahr in der Nähe von Alcantara wurde mir sehr deutlich erklärt, dass mein Holzkohlegrill in Spanien absolut verboten ist. Mein E-Grill und der Generator stand aber zu Hause...also hatte es sich nun ausgegrillt.


    Trotzdem habe ich mich nun für Energieversorgung mittels Solarzelle entschieden. Vielleicht auch, weil ich Elektriker bin.


    Ja, und die Energiesparmöglichkeiten sind inzwischen auch sehr vorangeschritten, wie die LED-Technik beweist. Hier zu investieren, lohnt sich auf Dauer.


    Grüße!
    Sven

  • Hi,


    da muss ich ja nun auch mal was sagen. Wir haben einen TEC 29. 2,9 KW Spitzenleistung, dauerhaft. Und das Gerät schafft es wirklich!
    ABER: Wer meint, das Ding abends für 5 Minuten zum Haare föhnen auf einem Stellplatz anschalten zu müssen, der hat nächsten morgen bestimmt nicht nur eine Beule im Auto.


    Daher, ein Generator nur über den Tag mal laufen lassen.
    Brennstoffzelle wäre mir zu risikoreich und zu teuer. Zudem sind die nicht wirklich haltbar und leistungstechnisch echt schlecht.
    Solar, würde ich immer Aufbauen! Besser gehts nimmer. Mitlerweile gibt es Module die unseres um längen Schlagen. Und wir können schon 4-5 Tage im Sommer ohne alles stehen. Da laufen dann 3 Gebläse, vollautomatische Satelitenschüssel, elektrischer Tritt, normale Lichter, Handy und Laptop Ladegeräte.
    Solar + große Akkus wären daher Pflicht. Auch beim Generator sind große Akkus Pflicht, da du sonst das gute Stück andauernd anmachen musst! Und ein Laptop z.B. über einen Genertor laufen lassen, ist eine Ilosion. Das geht nicht, da der Generator dann 4-5 Stunden auf Leerlauf lauten tut.


    Wegen dem Geruch:
    Kann ich nicht bestätigen. Mit normeln Sprit riecht der TEC 29 recht angenehm. Aber, wenn der Geruch ganz weg soll, dann nehm den Motorsägensprit von Stihl. Ist schweine teuer, aber ökologisch unbedenklich, sauber, rein.


    Gruß
    Tobias


  • hallo liebe womo freunde,


    will mir auch eine kipor jedoch mit 2 kw kaufen habt Ihr positive oder negative erfahrungen gemacht ??


    was könnt Ihr mir empfehlen ?


    gruß

    eine Hand wäscht die andere

  • Hi,
    ich hab auch so einen kleinen Kipor mit Inverter. Allerdings benutze ich den nicht im Campingbetrieb, sondern nur daheim als Backup Stromversorgung wenn der Sturm mal wieder die Oberleitung runtergerissen hat.


    Der hat bis jetzt aber vielleicht erst 2 Betriebsstunden runter. Soweit kann ich nichts negatives sagen. Was gegen das Betriebsgeräusch schon viel hilft, ist einen Abgasschlauch anzuschließen. Der dämpft schon ordentlich. Ich brauch den eh, wenn ich den Generator im Haus betreibe und die Abgase zum Kellerfenster raus leiten will.

    Gruß, Holger


  • Leute wenn ihr Platz und Gewichtsreserven für Jockel und Solar habt,
    dann gehen doch auch ein paar Batterien mehr ins Womo.
    Ich fahre zur Zeit mit einem Paket 280 AH Batterien und einem 50
    Amper Netzstromlader durch die Gegend und von Stromengpässe habe ich noch nichts gespürt.
    Wenn man in Europa frei steht, ist man wieder mehr unterwegs und bekommt den Strom aus der Lima und nach 4 -5 Tage kann man sich auch wieder einen Campingplatz mit Komfort leisten.
    Und ich Wette, den Strom für 2,- €, den ihr auf dem Camingplatz
    bekommt, ist dann auch sein Geld wert.


    Dies ist vom Preis - Leistungsverhältnis die beste Lösung und Funktioniert auf dem Boot und Womo

    Viele Grüße Dieter


    Qualität setzt sich eben durch !
    und wie verfahren
    Mit einem Womo kann man sich nie verfahren,
    man lernt höchsten neue Wege u. Ziele kennen.

  • Hallo Guenster,


    wenn Du bereit bist 800€ für einen Generator auszugeben solltest Du Dir mal Solarmodule bei einem Fachhändler ansehen und nicht im Campinghandel suchen. Ich habe für meine zwei 55Wp-Module plus Regler keine 600€ gezahlt und würde mir immer wieder eine Solaranlage aufs Dach machen.
    Wenn Du die 200€ Differenz ( 600 - 800 ) nimmst und in eine zusätzliche oder größere Batterie investierst brauchst Du keinen Generator.


    Da dein Womo in der Garage steht wirst Du da wohl auch kaum den Generator anwerfen sondern auf das örtliche Stromnetz zurückgreifen!?


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Guten morgen,


    wie viele andere hier auch schon geschrieben haben, Solar ist die beste Art der Stromerzeugung, man kann entweder die Tage ohne externe Steckdose verlängern oder mit der richtigen Anlagengröße auch komplett autark werden.
    Wir haben inzwischen 680 WP auf dem Dach und sind so ziemlich unabhängig von Strom, zumindest zwischen Februar und November. Das wir unser Womo als Wohnung nutzten, haben wir einen wesentlich höheren Stromverbrauch als die meisten anderen. 2 Laptops, Radio, Tv, Backofen ... wollen eben ihren Strom. Aber ohne Solar wären wir aufgeschmissen. Für den Notfall und wie jetzt im Winter haben wir uns einen Stromerzeuger gekauft. Wichtig war mir hierbei dass das Gerät zuverlässig funktioniert und vor allem wenig Sprit braucht. Der Güde GSE 950 war für uns die beste Alternative, für 100 Euro schön billig, sehr robuste Technik und mit 0,3 L / h bei 300 Watt Last ausreichend sparsam. Wozu braucht man einen Honda für 1000€ ?


    Unsere Solaranlage besteht eigentlich aus zwei getrennten Anlagen, die große sind 2x 210WP Hochleistungsmodule für 320 Euro und ein MPPT Laderegler für 150Euro. Also knapp 800 Euro für eine 420 Wp Anlage. Die kleine Anlage hat 2 x130 Wp mit einem billigen Shuntregler, was aber auch hervorragend funktioniert.


    Brennstoffzellen sind ihr Geld nicht wert, der Brennstoff ist teuer und nicht an jeder Tanke zu bekommen.


    Mehr Infos zu Solar und Stromerzeuger findet ihr auf unserer Homepage:
    http://www.amumot.de

  • Hihi, ohne jetzt wieder die endlose Glaubensdebatte zwischen den Absorber- und Kompressorkühlern lostreten zu wollen....bitte tut mir den Gefallen, und lasst es...... aber die Vermeidung von Verbrauchern ist das, was in Verbindung mit Solarstromerzeugung die effektivste Lösung sein dürfte. Wenn man nicht viel fährt mit dem Auto, verbraucht man wenig Sprit, wenn man nicht viel Strom verbraucht, ist man nicht auf furchtbar große Nachlieferung angewiesen und hat eine bessere Chance, mit einer Solaranlage auszukommen, so einfach ist das.
    Also kühlen mit Gas, kochen und backen mit Gas, heizen mit Gas ohne Verstärkung mit Ventilatoren, dazu LED - Beleuchtung und stromoptimierte TV/Radio/Computer, dann braucht man den Jockel zwar auch, aber nur für den Notfall, dass man nämlich fernab von der Steckdose mal eine Bohrmaschine, eine Halogenleuchte oder ein Flex zu Reparaturen betreiben muss. Volle Gasflaschen und Tanks bekommt man leichter als Strom ohne Belästigung der Nachbarschaft.

  • hmm ich meine man sollte beides haben.
    Solar ist super bequem und emissionslos (außer in der Herstellung) und den Moppel schmeisst Du an, wenns notwendig ist. Also am 4 Regentag oder im Winter.
    Meine Meinung...

    ehemals Steyr 680M mit LAKII, umgestiegen auf Ford Ranger 2AW Wildtrak ´09 mit Lightbox Absetzkabine von X-Vision-X

  • Zitat von moetheone

    hmm ich meine man sollte beides haben.
    Solar ist super bequem und emissionslos (außer in der Herstellung) und den Moppel schmeisst Du an, wenns notwendig ist. Also am 4 Regentag oder im Winter.
    Meine Meinung...


    Auch meine Meinung.


    Den kleinen Kipor hab ich seit 3 Jahren und ca. 150 Betr.Std.
    ohne Probleme auf Baustellen benutzt.


    Vielleicht wird die gasbetriebene Brennstoffzelle von Truma
    ja mal eine Alternative.

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