Tischplatte ausfräsen - wie tief, wie viel...

  • Habe aus dem letzten Bus noch meine super stabile Tischplatte, die ich wieder verwenden möchte (die hat schon das richtige Flair, da muss man nicht so vorsichtig sein beim Essen :) )
    Leider ist die nicht nur super stabil sondern auch super schwer. Handelt sich um eine massive Platte 18er Birkenmultiplex mit 70x140. Ich denke ihr wisst was das etwa bedeutet. Ich möchte die jetzt etwas optimieren und Teile ausfräsen, weiß aber nicht so genau wieviel.


    Ich wollte natürlich rundrum für die Haptik einen Rand stehen lassen, dort wo der Fuß installiert ist und rund um den Fuß natürlich auch einen breiten Rand und dann dachte ich noch an Quer- und Längsstreben die komplett in der vollen Dicke über die ganze Länge bzw. Breite durch gehen. Aber:


    1. wie breit mach ich die Stege
    2. wie groß mach ich den Abstand zwischen den Stegen
    3. Wieviel mm Material lass ich in den ausgefrästen Bereichen übrig, so dass die Platte noch halbwegs 'ne Platte ist und nicht labbrig wird.
    4. Ist das mit dem Karo überhaupt ne gute Idee oder sollte ich lieber auch zwei Diagonalen vorsehen, so im Haus-vom-Nikolaus-Stil?


    Ich weiß dass hier einige schon mit ausgefrästen Platten gearbeitet haben, vielleicht könnt ihr Eure Erfahrungen berichten. Mir kommt es dabei nicht auf jedes Gramm an, die Platte soll hinterher schon noch gescheit belastbar sein. Nur ist sie im Moment halt hoffnungslos überdimensioniert. Ne' dünnere würde sich aber zu stark biegen.

  • Hallo Mangiari,


    sofern man etwas Arbeit nicht scheut (gehe ich mal von aus :lol: ) ist es am sinnvollsten, eine dünne Multiplex-Platte unten wieder einzusetzen. Geht man hier von einer 3mm Platte aus, so kann man bis auf dünne Stege fast die Platte aushöhlen. Die Stabilität kommt eigentlich nur durch die oberen Schichten, die die Druck- und Zugkräfte aufnhemen, der mittlere Kern dient eigentlich nur dazu, die Deckschichten auf Abstand zu halten (und da reichen halt dünne Stege).


    Also von der Unterseite halt einen Rand von ca. 3 cm stehenlassen und dann den Rest (bis auf die Stege so ausfräsen, dass eine "Oberplatte von einer Stärke 3-4 mm übrig bleibt. Eine Multiplexplatte von 3-4 mm zuschneiden (so dass sie in die Ausfräsung paßt) und dann einfach leimen.


    Das sollte eine reduktion des Gewichtes um mindestens 50% bringen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Meine Möbelbauplatten habe ich ja auch alle in der Art erleichtert.
    Ich habe Taschen ausgefräst, ca. 15 x 15 cm. Die Stege, die Stehen bleiben ca. 3 cm in der Mitte und 4-5 cm aussen.
    Bei einem Tisch würde ich dann bis auf 3-4 mm Restdicke fräsen.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Danke soweit.
    gargano: Wenn ich das richtig verstehe hast Du den kompletten Innenbereich entfernt, oder? Das ist für mich natürlich nicht machbar, da der Tisch nur in der Mitte und an einer (kurzen) Kante aufliegt und trotzdem an der gegenüberliegenden Kante stabil sein muss.


    Das mit der 3mm Deckplatte gefällt mir sehr gut, wenn's auch zusätzliche Arbeit ist. Aber so muss ich dann auch die ganzen entstehenden Kanten und Flächen in den Holräumen nicht schleifen, das spart auch wieder 'ne Menge Arbeit und feinen Staub. Die Oberfräse macht ja mehr Schnippsel.

  • Hallo Mangiari,


    ich würde die Platte so ausfräsen das je ein Steg von der Mitte aus auf eine Ecke und eine Außenkante trifft.
    Die Stege dann ca.3cm breit machen und den Rahmen auch ca.3cm breit stehen lassen.
    Die bereits angesprochene Reststärke von 3mm würde ich aber nicht unterschreiten.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Zitat

    gargano: Wenn ich das richtig verstehe hast Du den kompletten Innenbereich entfernt, oder? Das ist für mich natürlich nicht machbar, da der Tisch nur in der Mitte und an einer (kurzen) Kante aufliegt und trotzdem an der gegenüberliegenden Kante stabil sein muss.


    ... ist nicht meine Seite und auch nicht meine Tischplatte :) Aber wie ich das verstanden habe, hat der im Abstand von ein paar Zentimentern nebeneinander Stege stehen lassen.

  • Hi mangiari,
    Bei unserem Reisemobil Renault Trafic wurde die Schiebetür mit geschlossenporigen Schaumstoffplatten oberflächenbündig ausgeklebt und dann mit einem hellbeigen Teppichboden überklebt. Das isoliert hervorragend und sieht gut aus.
    Genauso wurde auch der Rest der Wände bearbeitet bzw. isoliert.

    Aus NRW grüsst Berny.
    --------------------------------------------------------------------------------
    Renault Trafic Hochdach, langer Radstand, Selbstausbau 1992.

  • Hallo mangiari


    ....die Bilder von meinen Möbeln kennst du ja (hier)......ich hatte imme 5cm Stege stehen gelassen, das hatte aber eher einen praktischen Hintergrund.....Aflagefläche für die Oberfräse und so.... von der Stabilität denke ich reichen auch 3cm.
    was das Restmaterial angeht so würde ich allerdings mindestens 5mm stehenlassen......iss´ ja keine Klappe oder sowas, soll ja als Tisch fungiern! (wenn mal was drauf fällt oder so.......)


    Ach so.......wichtig!......nicht vergessen, immer in der Mitte der "Tasche" anfangen und dann nach Aussen arbeiten!

    Gruß Rolf

  • Hallo Mangiari,
    wenn ich da an die Bilder von Deinem alten Bus denke, speziell an das, wo Du (?) auf dem Tisch sitzt...
    Da gaube ich, dass Du deine Sitzgewohnheiten ändern musst, wenn Du den Tisch auf "Leichtbau" trimmst :wink:
    Da solltest Du im Vorfeld dran denken!


    Gruß
    Herby

    Probier's mal mit Gemütlichkeit

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