Wassertanks verbinden ?

  • Hallo,


    Nachdem wir schon länger hier im Forum lesen möchte ich jetzt auch mal eine Frage stellen:
    Wir haben angefangen einen alten Allrad-LKW zu einem Expeditionswohnmobil umzurüsten. Im Moment warten wir auf unsere Leerkabine, so daß wir viel Zeit haben den Innenausbau zu planen.
    Unser großes Fragezeichen ist im Moment die Frischwasserversorgung. Wir haben bereits 3 Kunststofftanks aus PE mit je 130 l. Zur Zeit grübeln wir darüber nach, wie wir diese am besten einbauen, haben aber noch keine überzeugende Lösung. Bisher sind uns zwei Ideen gekommen.


    Idee 1: aus 3 mach 1
    Damit sich die Tanks wie ein einziger großer Tank verhalten müßte man sie möglichst weit unten miteinander verbinden. Dabei stellen wir uns einen Flansch vor, an den ein Stück Schlauch angeschlossen ist. Damit brauchen wir nur einen Einfüllstutzen, einen Tankgeber und einen Ansaugstutzen für die Pumpe (Druckwasserpumpe). Durch die Verbindung ist sichergestellt, dass in allen 3 Tanks immer der gleiche Wasserstand ist. Leider habe ich nirgendwo im Internet irgendetwas darüber gelesen, ob man Tanks so verbinden kann und ob diese Verbindung auf Dauer dicht ist. Hat jemand damit Erfahrung?


    Idee 2: drei separate Tanks
    Alternativ könnte ich mir auch vorstellen, die Tanks nicht miteinander zu verbinden. Um zu vermeiden, dass wir 3 Einfüllstutzen brauchen könnte ich mir vorstellen, hinter dem Einfüllstutzen einen Verteiler einzubauen, an den 3 Schläuche angeschlossen sind, die zu den 3 Tanks gehen. Solche Verteiler habe ich im Reimo-Katalog gesehen. Um keine 3 Pumpen anschließen zu müßen könnte ich mir vorstellen, die 3 Ansaugschläuche aus den Tanks ebenfalls an einen Verteiler anzuschließen, von dem dann ein Schlauch zur Pumpe geht.
    Kann so etwas funktionieren?


    Wir sind ziemlich unsicher, welche der beiden Lösungen sinnvoll ist und auch auf Dauer funktioniert. Deswegen sind wir sehr dankbar für gute Tipps, Anregungen, Hinweise etc. Gibt es vielleicht noch andere Ideen?


    Ich freue mich schon auf Eure Antworten


    Brigitte H.

  • hallo


    ich habe 2 x 100liter in unseren rockwood


    beide tanks sind unten beim auslass über ein T-stück (mit absperrhähnen) miteinander verbunden.


    gefüllt wird nur ein tank


    das wasser "zieht" sich über die verbindungsleitung (ist wohl 3/4 zoll schlauch) rüber in den zweiten


    beim befüllen ein wenig fad da der ausgleich natürlich bei weitem nicht so schnell erfolgt als das füllen


    wenn ich es eilig habe kipp ich die sitzbank hoch und fülle den zweiten tank über den innen raum durch die manipulationsöffunung ...


    ansonsten keine auffälligkeiten


    eine zentrale pumpe
    das wars


    lg
    g


    PS
    habe bei expeditions monbilen schon oft gehört dass absichtlich getrennte tanks verbaut werden
    wenn man zb wasser aus zweifelhafter quelle bunker möchte, aber nur im notfall verwenden, dann hat es sinn das getrennt zu halten von den eignetlichen, vertraauenswürdigen wasservorräten ...


    technisch gibt es dafür sicher verschiedenste lösungen ...
    wobei eine zweite pumpe, auch aus redundanzgruenden bei solchen mobilen durchaus keine fehlinvestition ist


    lg
    g

  • Hallo Brigitte,
    dann seit ihr genauso weit wie wir. Auch wir warten auf die Leerkabine unseres Expeditionsmobils und schlagen uns derweil mit diesen fiesen Kleinigkeiten der Planung herum. Die Tanks so zu verbinden wie ihr es als Möglichkeit 1 angedeutet habt, ist ok und problemlos. SO werd ich es auch machen. (2 Tanks). Ich mache aber an jeden Tank einen Absperrhahn. So kann ich entscheiden, ob ich Wasser aus beiden Tanks abzapfe oder nur aus dem einen oder anderen. 2. Vorteil: ich brauche nur einen ABlasshahn. So kann ich mich entscheiden, ob ich das Wasser aus Tank 1, 2 oder beiden ablaufen lasse und hab nur eine Bohrung durch den Kabinenboden.
    WIe sieht denn eure PLanung sonst so aus? Welches Fahrzeug habt ihr? Woher kommt die Kabine, wo solls hingehen .....?
    Mann, bin ich neugierig.
    VIel Spass noch beim planen
    Lothar

  • Hi,


    bei Expeditions-WoMo würde ich empfehlen, die Tanks getrennt zu lassen. Wenn man mal irgendwo kein gutes Wasser bekommt, hat man immer noch den zweiten für Trinkwasser und kann den anderen fürs Duschen etc. nehmen.
    Interessant ist da auch die Diskussion hier: http://www.allrad-lkw-gemeinsc…pBB2/viewtopic.php?t=2668
    bzw: http://www.allrad-lkw-gemeinsc…pBB2/viewtopic.php?t=4647


    Grundsätzlich würde ich immer erst einmal schauen, ob ich Teile nicht an anderer Stelle besser und / oder günstiger bekomme! Push-Lock z. B. im Häfele Katalog! Absperrhähne z. B. beim Klempner bzw. im Baumarkt, da hat man statt Plastik-Sche.... was solides aus Metall!

  • Moin!


    Ich würde die Tanks nicht unten verbinden. Die Dichtigkeit ist dabei nicht das Problem, bei guter handwerklicher Arbeit ist das lösbar.


    Die Versorgung mit gutem Wasser ist nicht immer und überall gesichert. Bei schlechtem Wasser sind alle Tanks mit der "Brühe" verunreinigt, keine gute Sache. Die Menge Trinkwasser die man benötigt ist ja nicht so groß und wird zum Teil ja auch über "Mineralwasser" in Flaschen/Kanistern gebunkert. Bei mehreren getrennten Tanks kann man die aber auch getrennt befüllen und getrennt nutzen. Ich habe schon öfter sauberes, aber leicht salzhaltiges Wasser gebunkert. Zum Duschen und auch zum Kochen kein Problem, aber für Kaffee oder Tee eine Zumutung.


    Drei getrennte Tanks haben den Vorteil, dass sie hinsichtlich Gewichtsverteilung besser verteilt werden können. Alle Tanks nur halbvoll ist ohne Schlingerbleche in den TAnks auch beim Fahren vielleicht nicht so gut. 300 kg Wasser fliegen dann in jeder Kurve von einer Seite zur anderen. Diese Überlegungen sprechen auch für getrennte Tanks.


    Wenn du sie schon verbinden willst (ein Einfüllstutzen), dann würde ich sie oben verbinden und das Wasser umpumpen (kleine Tauchpumpe reicht). SO hast du auch nur einen Anschluß für die Versorgungspumpe.



    Der Wasserbedarf ist möglicherweise auch gar nicht so hoch wie gedacht, daher die drei Tanks auch nicht immer gefüllt. Wenn man Trinkwasser in Kanistern bunkert und das Duschen in den Fluß, See etc. verlegt (Frage der Reiseziele), bzw. Wasser aus diesen Quellen im Solarsack erwärmt, dann ist der Bedarf relativ gering. Vor dem Hintergrund ist ein 300 bis 400 Liter Speicher zu groß. Ebenso bezüglich des Gewichtes.


    400 Liter vorsehen ist gut, aber in getrennten Systemen.



    Gruß


    Fritz

  • Obwohl ich nun wirklich kein Expeditionist bin, finde ich auch getrennte Wassersysteme sehr praktisch. Dabei hab ich das Trinkwasser sogar in handlichen 19l Kanistern, die kann man zur Wasserbeschaffung auch mal mit in den zweiten Stock nehmen, oder auch über längere Distanzen tragen. Der Wechsel zweier Kanister ist denkbar einfach und im Heck habe ich Stauraum vorgesehen, wo die vollen Ersatzkanister ohne aufwändiges Befestigen ein sicheres Plätzchen finden. Je nach Reiseziel, Ulraubscharakteristik kann man dann mehr oder weniger Ersatzkanister mitnehmen.


    Das Wasser für Dusche und so ist komplett getrennt und kann dann mit einfachem Bachwasser befüllt werden, was man nicht unbedingt trinken möchte.


    Ich finde für Trinkwasser einen Tank auch irgendwie unschön, den kann man nicht so richtig restentleeren und austrocknen, reinigen kann man nur recht aufwändig mit mechanischen Mitteln. Nen Kanister spül ich nach Verwendung zweimal durch, stell ihn auf den Kopf so dass Luft rein kann, da ist der nach paar Stunden absolut trocken und hygienisch unbedenklich, auch ohne ständig Silberionen oder Chlor in mein Trinkwasser schütten zu müssen.

  • Tja, das ganze hab ich mir auch zig mal überlegt.
    Aber es ist doch so: bunker ich in einen Tank "mieses Wasser", dann hab ichs auch in den Leitungen in der Pumpe usw. Was hilft mir dann das Umschalten auf den "sauberen Tank". Und wenn beim übernächsten Tanken der andere Tank mit vielleicht nicht so gutem Wasser befüllt wird hab ichs doch in beiden.
    Daher hab ich mich zu der Variante mit den unten verbundenen, aber abschottbaren Tanks durchgerungen. Gekocht wird sowieso nur mit Mineralwasser oder über die eingebauten Katadynfilter. Wenn ich mal glaube daß Wasser sei zweifelhaft, lass ich beim Tanken den Hahn von TAnk 2 zu und tanke so nur den ersten voll.
    Ich kann also sozusagen das "2 getrennte Tanks System" nachstellen.
    Nur einzeln befüllen kann ich Tank 2 nicht.
    Puh, mein Gott, soviel geschreibsel wegen der paar Leitungen. :wink:
    Viele Grüsse
    Lothar
    Ich vergass: Tank 1: ca 180L, Tank2 ca 220L, beide mit Schlingerschotts.
    Übrigens auch 2 Abwassertanks. Einen unter der Dusche und einen unter der Küche. Mit dem Wasser aus der Dusche wird dann auch die Klospülung betrieben.

  • Es ist aber schon ein Unterschied ob ich Literweise schlechtes Wasser trinke, oder ob ich's irgendwann mal durch meine Leitungen geschickt habe. Außerdem geht es ja darum zur Not eine (vielleicht auch nicht so saubere) Reserve zu haben, die muss man ja gar nicht verwenden, wenn man wieder gutes bekommt.


    Wie gesagt, ich hab Nutzwasser (für Dusche, Händewaschen...) und Trinkwasser komplett getrennt, auch mit getrennten Pumpen und Hähnen. Das Trinkwasser kommt in der Küche raus, das Nutzwasser in der Nasszelle. Aber wenn Du Dich schon für ein System entschieden hast ist doch alles wunderbar :D

  • Hallo Mangiari,
    entscheiden ist eine Sache, aber so lange ichs noch nicht gebaut habe überleg ich halt immer noch obs nicht doch anders besser wäre. Und für ein paar Argumente ist mir jedes Mittel recht :oops:
    Deswegen kan ichs ja nicht erwarten, aus der Theorie endlich Praxis werden zu lassen. Dann hat die Zweifelei ein Ende.
    (Ausser das ich mir vielleicht denke, daß es anders eben doch besser, haltbarer, billiger und schöner gewesen wäre). :(
    ABer ich komm drüber weg.
    Lothar

  • Moin!


    Für alle Tanks an den Ablauf denken. Es ist nervig, wenn man mit Hilfe der Pumpe die Tanks leeren soll. Ablaufventil unter dem Auto im Freien ist schlecht, das friert im Winter kaputt.



    Fritz

  • Hallo,


    Vielen herzlichen Dank für die vielen Antworten und Anregungen.


    Ich denke, wir werden einen Tank separat lassen für Trinkwasser (Küche). Er bekommt eine eigene Pumpe. Die beiden anderen Tanks sind dann für Brauchwasser (Toilettenspülung, Dusche). Diese wollen wir dann miteinander verbinden, aber in die Verbindung einen Absperrhahn einbauen. Die verbundenen Tanks wollen wir an eine zweite Pumpe anschließen. Ich hoffe, dass wir damit eine praktikable Lösung gefunden haben.


    Wir haben bisher keine Ablaufventile geplant, da wir davon ausgegangen sind, dass sie durch die Bodenplatte unters Auto gehen müßen, was wir wegen dem Frost nicht möchten. Unsere Tanks stehen direkt auf der Bodenplatte, so daß ich mir nicht vorstellen kann, wo das Ablaufventil sonst hin soll.


    Könnt Ihr uns noch Tipps geben, wie wir die Flansche an den Tanks dauerhaft dicht bekommen? Ich habe gelesen, dass man auf PE nicht kleben kann. Reicht der Dichtungsring aus oder sollen wir den Flansch anschweißen (lassen)? Oder gibt es noch andere Methoden?


    Viele Grüße


    Brigitte H.

  • Hallo!


    Wenn ein Ablaufventil, dann wird es durch die Bodenplatte gehen müssen. Das Frostproblem wegen des Loches in der Bodenplatte halte ich für unbedeutend. Ich habe durchgebohrt und ein Kunststoffrohr eingeklebt (damit mir keine Feuchtigkeit in die Bodenplatte kommt). Durch dies Kunststoffrohr geht der Ablaufschlauch. Diesen habe ich nicht mit einem Ventil verschlossen (sowas ist mir schon früher in Alaska kaputt gefroren) sondern mit einem Gummistopfen den ich mit einer Flügelmutter (und Schraube) spreitzen kann. Das System ist frostsicher, dicht und da man es nicht oft bedienen muß auch handhabbar.
    Für die Verbindung der beiden Tanks kannst du doch auch übliche Hausinstallationstechnik verwenden.


    Fritz

  • Hallo


    Das Anschweisen der Anschlußstutzen ist sicherlich die beste Variante, jedoch gehört hier schon etwas Erfahrung und vorallem das richtige Werkzeug dazu. Wenn ihr die Stutzen angeschweist haben wollt, dann last das am besten von einem Fachmann machen, denn wenn man soetwas noch nie gemacht hat kann man sich schnell Probleme mit seinem Tank einhandeln.
    Eine Alternative zum schweisen, so habe ich das bei mir gemacht, sind PVC Flanschverschraubungen aus dem z.B. Aquaristikbereich. Ich habe bei meinen beiden Tanks jeweils die Anschlüsse so realisiert und die Abwasserseite (Leitung, Absperrhahn) komplett aus dem Material hergestellt.
    Die Verschraubungen sind flachdichtend und werden mittels Konterverschraubung mit dem Tank verbunden.


    Eine sichere Verkleben auf PE ist nicht möglich !!!!

  • Das Schweißen ist ein rechtes Gebazel und stinkt, aber alles machbar. ABer ich hätte keine Bedenken dass eine Verschraubung mit Gummidichtung nicht dicht sein soll. Muss man halt gescheit zu ziehen. Das ist doch die normalste Art der Abdichtung, irgendein flexibles wasserdichtes gepresstes Material. Hatte in meinem letzten nen Haufen so verschraubungen in den Tanks und in diesem kommen wieder welche rein.


    Es gibt im Baumarkt sogar fix und fertige Sets, um zwei Regentonnen zu verbinden. Das sind zwei Anschlussstücke zum Schrauben mit nem Stück PVC-Schlauch dazwischen.

  • Hallo,


    wie Rainer schon geschrieben hat ist Schweißen die besste Lösung aber nur mit viel erfahrung unf FAchwissen über dieses Material.
    Bei geschraubten Schlauchanschlüssen muß man darauf achten das die Auflageflächen der Dichtungen sauber und gradfrei sind, dann ist das ganze auch dicht und hält. Die Schlauchanschlüsse nicht zu fest anziehen da sich das PE sonst verformen kann und nicht mehr dicht ist bzw. um die Verschraubung ausreisen kann.



    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

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