Renault 4 F6 Ausbau möglich?

  • Hallo zusammen,
    habe vor ein paar Tagen ein 22 Jahre alten Renault F4 Kasten (mit Schiebefenstern hinten) erstanden. Jetzt überlege ich ernsthaft ein Mini Womo daraus zu bauen.
    Habe heute mal vermessen, Länge bei umgeklappten Vordersitzen 200cm, Breite Innenraum 140cm,Höhe 118cm.
    was haltet ihr davon? Bin auf dem Gebiet nicht so fit würde es jedoch gern probieren.Frage ist ob es so ein Ausbau schon gibt bzw ob die Fläche ausreichend ist?
    Hänge noch Fotos zur Info an ( Nicht erschrecken, sieht noch recht betagt aus )


    Schönen Gruß

  • Hallo, soweit ich mich erinnere, gab es für den R 4 Kasten einen Profiausbau....aber frag mich nicht, wie die Firma hieß....vielleicht weiß das hier einer....?


    Das Prinzip des Ausbaus in so einem Auto, ob es jetzt der R 4 oder die Kastenente oder ähnliche Modelle sind, war, dass man auf einer Seite eine schmale Längsbank von max 60 cm hatte, auf der man nebeneinander saß, gegenüber war ein Schrank mit einem Klapptisch für über die Knie, dahinter ne Küche mit einem Kartuschenkocher und 10 l Kanister, daneben Kleiderschrank.... alles nicht sehr tief....
    Mit einer Klappmimik über den Mittelgang und der Rückenlehne bekam man ein Bett mit etwas über 1 m Breite, auf dem zwei sich innig liebende nebeneinander schlafen sollten. Unter der Bank gab es 4 oder 5 Plastikboxen für Klamotten und Krimskrams und Reisebedarf.....
    Wenn man an die Heckklappe, die man von Tür seitwärts angeschlagen auf Hochklappe umbauen konnte (Luxus pur!!!! weil Regenschutz) rechts und links Planen anpappte, hatte man eine den Lebensraum erweiternde Veranda.....


    Das schärfste in dieser Machart war mal eine Kastenente mit einem Hänger dahinter, der aus einem zweiten Kasten bestand, wo das Vorderteil mit dem Fahrerhaus einem Unfall zum Opfer gefallen war. In einem war das Wohnzimmer mit Küche, die ganz raffiniert in zwei Teilen aus den Bänken rausgezogen werden konnte, in dem anderen der Schlaf- und Sanitärbereich...... Die Fahrzeueg wurden im rechten Winkel Hintern an Hintern geparkt, über den Winkel kam ein schickes Vorzelt. Die waren mit gleicher blauer Metalliklackierung und den bei Enten sehr seltenen LM-Felgen sehr hübsch gemacht, eine Airbrush - Lackierung auf der Motorhaube, den Seiten und auf den Hecktüren machten den echten Hingucker aus.....


    Also, mein bester, auf geht´s, such Dir einen zweiten R 4 mit kaputtem Fahrerhaus.... ich empfehle französische Provinzschrottplätze....hihihi

  • Hi Tim und willkommen im Forum,


    wie Thomas schon schrieb: Nichts ist unmöglich und fast alles schon mal dagewesen.
    Ich habe schon einen Fiat Chiquecento mit Wohnmobilzulassung gesehen und ein Früherer Kumpel hatte einen Citroen BX als Wohnmobil genutzt.


    Und auch R4-Wohnmobile habe ich schon gesehen. Auf einem Treffen hab ich mal ein Pärchen gesehen, die hatten unten im R4 ein Bett (wie genau weis ich leider nicht, aber ich vermute mal die Vordersitze umgeklappt und dann einen Bettteil darüber geklappt. Und unter dem Dach war ein Schrank, der von hinten zugänglich war. (Somit hatten die nicht soviel Höhe über dem Bett). Der Kocher war (wemm ich mich richtig erinnere) als Auszug unter dem Bett.
    Also sei kreativ und lass Dir was einfallen. Funktionieren tut es.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo zusammen.


    Eine Womi-Ausbau bekommt man ja fast überall rein.


    Nur mit der Zulassung als Womi. :roll:


    Muss man nicht neuerdings 170 cm Stehhöhe vor der Spüle haben, um den Womi Eintrag zu bekommen :?::?:


    Hasenzahn

    derzeit mit Setra S 140 ES unterwegs

  • Hallo Tim, wir hatten in der Familie mal einen ... :-).
    gezielt ausgebaut auf die Bedürfnisse eines der Söhne, Surfer, der immer unterwegs war.
    Ausbau ganz schlicht für eine Einzelperson war etwa so:
    Beifahrersitzt raus, dafür festes Schlafstelle von vorne bis hinten, hinterm Fahrsitzt Kisten für Surfutensilien, Jeans usw. und Vorräte. Unterm bett auf Zügen nach hinten (offene Tür) ausfahrbar. Rechts die "Küche". links Wasserkanister liegend und Kruschkram. 2. Batterie war auch drin - ich mein, vorne. Unterm Dach waren über den Kisten konnten noch sperrige Teile eingehängt werden. Grosses Dachfenster mit Zwangsentlüftung war mittig angebracht. Der Wagen war vollisoliert - die Einfachfenster wurden im Winter mit Luftpolsterfolie abgeklebt. Vorne nur in der Nacht. Das ging so lala, war aber keine Wintertauglichkeit. Dennoch reichte es für wenige Tage Langlauf im Harz.
    So in etwa war es. Nur als Anregung. Das Bett hatten wir übrigens anfangs klappbar konstruiert, ging - sollte aber anders sein. Würd ichmir aber überlegen. Die Freundin (kam später) lag während der Fahrt immer lang und schlief oder las. Das ist natürlich nichts! :-)
    Grüsse wolfgang.
    .

  • Kumpel von mir hat nen Opel-Combo (so nen Kastencorsa) ausgebaut, der ist schon ganz gut geworden. Womo ist das natürlich nicht, aber man kann zu zweit damit reisen und darin schlafen. Das Bett ist so etwa auf unterer Fensterhöhe und die zwei Sitze werden dafür nach vorne geklappt, um genügend Länge zu haben.


    Wohnen kann man (also z.B. meine Freundin und ich) in noch viel kleineren Autos. Mein Bus ist mir da aber mittlerweile doch irgendwie lieber :lol:

  • hasenzahn


    Für den Wohnmobileintrag brauchst Du keine 1,70 m Stehhöhe. Die 1,70 brauchst Du zukünftig für die steuerliche Anerkennung des Wohnmobils.
    Ansonsten ist es halt zulassungstechnisch ein Wohnmobil und steuerrechtlich ein PKW.
    Da das Zulassungsrecht im Rahmen des Europarechtes immer mehr angeglichen wird bzw. schon in weiten Teilen auf Europarecht basiert, die steuerliche Sache aber noch national gehandhabt wird (oder wie bei uns sogar Ländersache ist) wird es diese Diskrepanz wohl auch nicht so schnell beigelegt.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Tim,


    willkommen im Forum und herzlichen Glückwunsch zu diesem Fahrzeug.
    In meinen Augen ist das eine top Basis für ein Mini-Womo. Habe selbst oft an ein Fahrzeug dieser Art als Basisfahrzeug gedacht, bin dann aber damals relatiev günstig an meinen ersten VW-Bus gekommen und bin seit dem doch etwas Platzverwöhnt.
    Meine Vorstellung von einem Ausbau war immer eine L-Förmige Bank welche hinter den Fahrerhaussitzen und auf der linken Fahrzeugseite lag und auf der rechten Fahrzeugseite einen schmalen Küchenschrank. In Fahrtrichtung vor dem Küchenschrank eine Kühlbox gestellt und um auf Liegelänge zu kommen die Fahrerhaussitze nach vorne geklappt und ein nach vorne ausgeklapptes Brett als Bettverlängerung verwendet.
    Falls erwünscht und mittlerweile wohl auch notwendig für die Stehhöhe ein Hubdach oben drauf.


    Viel Spaß mit dem Renault und gutes Gelingen beim Ausbau. Halt uns auf dem Laufenden.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Schönen Dank für die Anregungen, werde euch auf dem laufenden halten.Kann nur etwas dauern,lass mir Zeit damit. Aber jetzt bin ich noch motivierter als je zuvor :D

    Renault R4 Kasten

  • @Krabbe.


    Danke für deine "Aufklärung".


    Hatte jetzt nur so etwas im Rahmen der Steuerdiskussion gehört.


    Mein Busprojekt nimmt aber zuviel Zeit in Anspruch, um das genau zu verfolgen.


    Hasenzahn

    derzeit mit Setra S 140 ES unterwegs

  • Moin!


    Ich war bis zu meinem Bus auch mit Mini-Womos unterwegs. Zuerst Seat Terror (fälschlich oft als Terra bezeichnet) und danach Ford Fiesta Courier.


    Die Dinger taugen locker zum Wohnen. Ich hatte gar mein ganzes Windsurfgerempel im Kasten und habe trotzdem noch drin gewohnt.


    Je kleiner der fahrbare Untersatz, desto mehr nette Leute lernt man kennen, da sich das Leben eher draussen abspielt.


    Sehr viel mehr an Platz schafft man, wenn man Beifahrersitz und Rückbank für längere Touren rausschmeisst.


    Zu viel fest einbauen würde ich auch nicht, da es die Nutzung als Transporter "mal eben ein Fahrrad reinschmeissen" arg einschränken würde.


    Das Bett war eine "Gästematratze die 3-fach klappbar war (ca. 60eur). Zum schlafen wurde der Beifahrersitz nach vorne geklappt und die Matratze ausgeklappt. Bei anderen KFZs brauch man evt noch ein Brett, damit man eine ebene Fläche hat.


    Eine Zarges-Kiste diente als Tisch und Stauraum. Ein Origio-Heat-Pal als standfester Kocher + Heizung.


    Die Seitenwände waren einfachst isoliert. Ladefläche war mit Teppich ausgelegt.


    Unter dem Dach war ein "Lattenrost". Auf dem Lattenrost lagen die Segel udn Gabelbäume oder anderes Gepäck. So konnte man Gepäck zur Seite schieben und hatte mehr Kopffreiheit und auch kein Stress mit runtertropfendem Kondenswasser.


    An das Lattenrost habe ich diverse Taschen gehängt (als Schrankersatz). So konnte man zur Not auch den Platz über dem Bett nutzen.


    Ohne Surfgerempel hatte die Freundin auch Platz. Das eine Zusatzmatratze fehlte, nahm sie mir nicht übel ;-)


    Ich wünsch dir viel Spass beim Basteln!


    PS: Jedes Wohnmobil, welches grösser als ein Citroen AX ist, ist luxus!


    Es gibt im Netz mittlerweile ein par nette Seiten mit guten Ideen. Die Seiten sind allerdings schwer zu finden. Hier ist z.B. eine:
    http://www.mike-bk.de/camper/camper.htm


    Ein paar Anregungen findet man im Buschtaxi-Forum. Landcruiser-Fahrer haben ebenfalls Platzprobleme...

  • Actung, der R4 ist doch schon 22 Jahre alt, ich weiss, "quality goes never out of style" -
    aber erst mal wäre mir wichtig, dass die Technik und der Zustand vom Blech stimmen, bevor ich mir über einen "Wohnausbau" Gedanken mache - sonst ist alle Mühe vergebens - "wohnst Du schon oder schraubst Du noch ?" ist sicher nicht das beste Urlaubsmotto, oder? Nix für ungut CC??

  • Also lieber CC, eine technische Grundüberholung vom Feinsten setzt man hier im Forum als selbstverständlich voraus, darüber muß man doch garnicht reden..... :mrgreen::roll:

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