Batterie platt und kein Saft aus dem Ladegerät...

  • Hallo!
    Ich bin es nach langer Zeit mal wieder.
    Letzte Woche hab ich festgestellt, das meine 100Ah Batterie platt ist.
    Es kommen vielleicht noch so 4-5Volt raus.
    Was mich nur wundert, wenn ich die Kabine an 230Volt anschließe, wird normaler weise die Batterie und die Kabine über ein Ladegerät betrieben.
    Ich hab ein Ladegerät von Calira Typ LG507.


    Wenn ich nun 230Volt aufs Lagegerät gebe, kommt da nix raus! Egal ob die Alte Batterie angeschlossen ist oder nicht!
    Ist das Ladegerät hin oder muss da eine Batterie immer zwischen sein. So von wegen Ladekurve und Widerstand...


    Da die Batterie nun hin ist würde ich gerne auf eine Gel- oder diese Vlies-Batterien umrüsten.
    Was sind die genauen unterscheide bei den Batterien? Die Vlies-Batterien sind mir neu?
    Soweit ich weiß, ist mein Ladegerät auch für Gel-Batterien geeignet.


    Was meint Ihr dazu?

  • Hallo,


    daß Dein Ladegerät nix sagt, kann natürlich an einem Defekt liegen. Viele moderne Ladegeräte benötigen aber als "Signal", daß eine Batterie da ist, eine gewisse Mindestspannung von außen an den Ladezangen. Nichtsdestotrotz ist eine derart tiefentladene Batterie ohnehin dem Tod geweiht, eine wirklich brauchbare Kapazität wird sie nicht mehr haben oder aufbauen.
    Probiere Dein Ladegerät doch mal mit einer anderen Batterie!
    Ist es in Ordnung, könnte man da noch ein wenig tricksen und eine volle 12V-Batterie parallel schalten, so daß das Ladegerät eine Initialspannung bekommt, um anzuspringen. Die muß dann aber danach abgenommen oder abgeschaltet werden, dabei können Funken entstehen, die das beim Laden der Batterie entstehende Wasserstoff-Luft-Gemisch (Knallgas) entzünden kann. Also an der Frischluft arbeiten und/oder einen Trennschalter benutzen, womit keine Funken freigesetzt werden.


    Gel-Batterien sind wartungsfrei und gasen beim Laden nicht, brauchen demnach nicht nachgefüllt zu werden und benötigen keine Entlüftung für austretende Gase. Die maximale Ladespannung ist niedriger als bei Säurebatterien, das muß das Ladegerät "wissen".


    Bei Vlies-Batterien ist die Säure bzw. das Gel in einem Fließ gebunden, damit ist der Batterie egal, wie rum sie eingebaut wird, sie kann notfalls auch liegen. Sonst ist dasselbe wie bei den Gelbatterien zu beachten.


    Du solltest jedenfalls auf keinen Fall Starterbatterien einbauen, die sind für eine langsame Entlasung nicht geeignet. Nimm Traktions- oder Beleuchtungsbatterien, die sind zyklenfest und nehmen eine tiefere Entladung eher gelassen hin (ok, bei einer Restspannung von 1 Volt sind auch die hin).


    Gruß, Björn

  • Ergänzung zum Posting von paulixp:


    Soweit ich weis brauchen die Calira Ladegeräte alle eine entsprechende Batterie, sonst arbeiten sie nicht.


    Bei den Gel-Batterien ist das Einhalten der maximalen Ladespannung sehr wichtig, denn sonst kommt es innerhalb der Batterie zu Gasungsprozessen. Dies kann die Gelbatterie jedoch nicht ab und sie wir dadurch langsam aber sicher zerstört. Bei Säurebatterien muß dann halt nur rechtzeitig destilliertes Wasser nachgefüllt werden und es passiert weiter nichts.
    Dazu kommt noch, das die maximale Ladespannung temperaturabhängig ist.


    Die Vlies-Batterien sind den Gel-Batterien von den Eigenschaften her sehr ähnlich.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Himbi,
    ich hatte zufällig letzte Woche das selbe Problem. Nach meiner Womorestauration mit wochenlangem Radio und CD hören war die Batterie völlig platt. Ich hab das Ladegerät (auch Calira) angeschlossen in der Annahme, daß die Batterie über nacht wieder aufgeladen ist, aber Fehlanzeige. Die Bedienungsanleitung gab dann die Lösung: das Ladegerät startet normalerweise den Ladevorgang automatisch (sofern es am 220V Netz hängt) wenn die Spannung unter 11 Volt absinkt. Bei einer Batteriespannung unter 11V (bei mir waren es noch 6 Volt) schaltet sich das Ladegerät nicht ein (wie paulixp oben schon geschrieben hat). Man muß dann mal kurz Fremdspannung von einer 2. Batterie anschließen (z.b. mit Starterkabel), dann schaltet sich auch wieder das Ladegerät ein. Bei mir war es so! Wenn das nicht hilft, weiß ich auch nicht weiter...


    Viel erfolg und Gruss, Martin

  • Zitat von Martin aus dem Süden

    Hallo Himbi,
    ich hatte zufällig letzte Woche das selbe Problem. Nach meiner Womorestauration mit wochenlangem Radio und CD hören war die Batterie völlig platt. Ich hab das Ladegerät (auch Calira) angeschlossen in der Annahme, daß die Batterie über nacht wieder aufgeladen ist, aber Fehlanzeige. Die Bedienungsanleitung gab dann die Lösung: das Ladegerät startet normalerweise den Ladevorgang automatisch (sofern es am 220V Netz hängt) wenn die Spannung unter 11 Volt absinkt. Bei einer Batteriespannung unter 11V (bei mir waren es noch 6 Volt) schaltet sich das Ladegerät nicht ein (wie paulixp oben schon geschrieben hat). Man muß dann mal kurz Fremdspannung von einer 2. Batterie anschließen (z.b. mit Starterkabel), dann schaltet sich auch wieder das Ladegerät ein. Bei mir war es so! Wenn das nicht hilft, weiß ich auch nicht weiter...


    Viel erfolg und Gruss, Martin


    So ist das
    Und nicht jede tiefenladene Batterie ist gleich Schrott, zuerst einmal probieren und langsam wird mir der primitive Baumarktlader immer sympatischer..............

  • Danke für die vielen Antworten!


    Ich denke, das meine Batt wirklich platt ist, da sie beim vorbesitzer ca. vier Jahre ohne benutzung in der Kabine stand. Da war sie auch ziemlich mau so 6-7Volt. Da hab ich sie dann noch mal mit einem dicken Ladegerät, das der Bauer manchmal zum starten seiner Taktoren benutzt, nach 4 Tagen wieder hin bekommen. Dann bin ich damit in den Urlaub ca. 1 woche und jetzt steht sie wieder fast ein Jahr. Ich hab die Kabine zwar immer mal wieder an 230Volt angeschlaossen aber halt nicht immer.
    Ich denke die hat Ihren Dienst getan.


    Muss mir mal die Bedienungsanleitung von meinem Ladegerät besoren und genau nachlesen, ob ich wirklich gelbatterien anschließen kann und werde mir dann wohl eine holen.


    Ist das eigentlich egal welche ich da nehme?
    Bei Ebay hab ich einige so um die 100euronen gesehen. Was haltet Ihr von den Dingern?

  • Hallo Himbi,


    von den billigen Gel-Batterien halte ich nicht so viel, habe jedoch auch keine persönlichen Erfahrungen damit gemacht.
    Ich bin der Meinung, das eine gute Säurebatterie bei entsprecheder Pflege nicht die schlechteste Alternative ist. Denn auch Gelbatterien können echte Tiefentladung nicht ohne weiteres ab. Nur lassen sie sich nach meiner Erfahrung besser längere Zeit ohne Laden lagern. Aber dann auch nur, wenn sie von allen Verbrauchern getrennt sind. Also beim Lagern immer die Polklemme abschrauben.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Himbi,


    von den billigen Gel-Akkus kann man nur die Finger lassen. Die kommen zur Zeit aus China und werden auf ausgemusterten Anlagen hergestellt. Nur bei den Gel-Akkus muß die Zusammensetzung der Platten etwas anders sein, was aber mit den alten Anlagen so nicht hinzubekommen ist. Die Werbung sieht auch dann so aus "konstruktionsbeningte Haltbarkeit", was eigentlich über die wirkliche Haltbarkeit nichts aussagt.


    Ich habe bei mir Vliess-Akkus im Einsatz (ca. 2 Jahre). Diese Akkus zeigen bisher noch keine Müdigkeit. Ich habe baer auch daruf geachtet, dass sie für Notstromanwendungen geeignet sind, was eine Dauerladefestigkeit und auch eine hohe Zyklenleistung voraussetzt.


    Besten Gruß


    HWK

  • Aaaah! Ok!
    Werde ich beherzigen!


    Eine normale Säurebatterie möchte ich nicht mehr, da ich die Batterie (denke wie die meisten) im Innenraum habe.
    Und da möchte ich nicht, das sich aus versehen mal gase bilden usw. da die Sicherungen und die Wasserpumpe direkt daneben sitzen.


    Woran kann ich denn erkennen ob es eine gute Batterie ist oder ob es son Ding aus dem fernen Osten ist?

  • Hallo Himbi,


    habe mir eine Bat. von http://www.rptechnik.de/ gekauft.


    Deren Haupgeschäft sind Notstromsysteme.
    Dazu haben die sich eine eigene Batterieserie herstellen lassen


    Hier gehts zum ebay-Shop.
    Gibts auch in anderen Größen wie dort angeboten.
    Einfach mal in "Rodgau" anrufen
    Bin damit "bis jetzt" sehr zufrieden.
    Habe zum Laden ein "Carbest Ladegerät mit IUoU-Kennlinie".
    "Bild"


    Infos zu den Batterien gibts hier.

    Grüße vom QM.

  • Hallo Himbi,


    ich habe mir damals die Akkus von Effekta gekauft, ebenfalls eine Fa, die auf Notstromsysteme focussiert ist und es sich sicherlich nicht leisten kann, hier "Mist" zu verkaufen.


    Die Akkus kannst Du ebenfalls in Ebay finden.


    Besten Gruß


    HWK

  • Ja supi!
    Genau die von RPower hatte ich mir herausgesucht.
    Aber gerde musste ich feststellen, das mein Ladegerät doch keine Gel-Batterien laden kann. :evil:
    Was haltet Ihr von dem Ladegerät?


    Und ich hab herausgefunden warum mein LG nicht läd. Es benötigt eine mindestspannung von 7V.
    Sprunghaftes ansteigen oder abfallen der Spannung wird auch registriert und es schaltet sich ab. Also nichts mal eben so schnell mit nem zweiten Akku.

  • Hallo zusammen,


    ich stehe auch gerade vor dem Problem, einen Akku für den Wohnbereich zu kaufen, und hatte mich ebenfalls schon fast auf EFFEKTA oder RPower eingeschossen, weil wesentlich billiger als die AGM-Akkus von z.B. Mastervolt (vorranigig Hersteller für den Marinebereich).


    Was mich allerdings bei beiden (Effekta und RPower) stutzig gemacht hat, ist die Aussage in den Datenblättern "wartungsfreie verschlossene ORTSFESTE Gitterplatten-Batterien". Unstreitig stehen die Teile eigentlich ihr Leben lang in der Kiste mit der unterbrechungsfreien Stromversorgung im Rechnerraum und warten auf ihren Einsatz, sind also ziemlich ORTSFEST.


    HWK hat mich zwar mit seinem Posting ein wenig beruhigt, weil die Teile ja zumindest 2 Jahre Durchschütteln im Auto überleben. Hat jemand darüber hinaus noch Infos vom Hersteller oder Vertrieb zum Einsatz in Fahrzeugen ?


    Im Zweifelsfall kann ich die Firmen ja mal anmailen und das Ergebnis bei Interesse hier posten.


    Gruß
    Lutz

    unterwegs in einem Opel Movano aus 2005, Ausbau fertig in 2007, soweit das überhaupt möglich ist

  • Hallo
    Meine Meinung..............
    es gibt Starterbatterien, direkter Jonenaustausch zwischen den Zellen
    (halten auch 5-8 Jahre bei endsprechender Wartung.
    Dann sind noch die Gelbatterien, die Schwefelsäure ist Gelgebunden, der Jonenaustausch findet langsamer statt, beim laden und auch beim entladen, dafür sind Ladegeräte erforderlich die dafür angepasst sind.
    und da gibt es noch die Batterien, deren Platten "eingetascht" sind, jede Platte in einem Gewebe das den Jonenaustausch auch bremst und damit auch den Verschleiss, das ist so neu nicht, diese Batterien wurden schon vor 15-20 Jahren als sogenannte Taxi Batterien verkauft.



    Es ist eine Glaubensfrage, ich für mich, habe endschieden das die günstigen Starterbatterien für 50-60 Euro bei 64 AH, und einer >Lebensdauer von 5-8 Jahren ( Ladung u.A auch über eine Solaranlage mit 45 Watt/h) mehr als ausreichend ist, in den nächsten 3-4 Jahren muss ich halt wieder.....was solls ?

  • @ Christianus :
    schon recht, ist zum Teil wirklich eine mehr philosophische Frage, welche Batterien man verwendet. Ich wollte hier auch keine neue Diskussion über die verschiedenen Batteriearten lostreten,


    aber


    @ alle :


    wenn ich die AGM-Akkus verschiedener Hersteller vergleiche, komme ich zu extremen Preisunterschieden bei gleichen technischen Daten, wobei die "billigen" Akkus solche für Notstromanlagen mit dem Hinweis "ORTSFEST" (siehe mein erstes Posting) sind. Letztendlich stellt sich mir die Frage, ob solche Akkus den mechanischen Belastungen im Fahrzeugbetrieb auf Dauer standhalten.


    Gruß
    Lutz

    unterwegs in einem Opel Movano aus 2005, Ausbau fertig in 2007, soweit das überhaupt möglich ist

  • Hallo Lutz,


    zum Thema "ortsfest", ich "fahre" seit letztem Jahr ein 16Ah Batterie von RP-Technik in meinem ATV als Ersatz für die orig. Säurebatterie.


    Kürzlich bin ich damit in 5 Tagen eine 750Km Rallye mit hohem Offroad-anteil mit gefahren.


    Die Rüttelbelastung für Mensch und Maschine waren schon enorm.


    Bis jetzt lebt sie noch. :wink:


    Es heißt ja auch:
    Im Zyklenbetrieb geeignet für:
    Medizinische Geräte Windgeneratoren
    Tragbare Geräte Golfwagen (Caddy)
    Tragbare Werkzeuge Solaranlagen
    Hubstapler Elektrorollstühle


    Bei dem Preis für die kleine Batterie gab es eigentlich für mich keine Frage. Es war mir wichtig eine geschlossene Batterie zu haben, aus der bei einem "Umfaller" im Gelände nich gleich die Soße ausläuft.
    Vergleichbare Modelle, wie Exide o.ä. kosten das vierfache.

    Grüße vom QM.

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