Welches Abwassersystem?

  • Moin,


    mir dröhnt der Kopf von all den Berichten (auch hier), die ich schon gelesen habe; Vor- und Nachteile zu Abwassersystemen zuhauf; jede Menge Informationen; und ich weiß zur Zeit noch nicht wofür ich mich letztendlich entscheiden soll.
    Daher freue ich mich hier über Entscheidungshilfen. So ist mein "Ideenstand" (zum Verständnis):
    Frischwasserversorgung:
    Soll "konservativ" über die "üblichen" 12mm Wasserschläuche (Druckwasseranlage) erfolgen.
    Grau- und Schwarzwasser:
    Ich möchte einen Grauwasser- und einen Schwarzwassertank. Im Idealfall mit der "amerikanischen" Möglichkeit, das Grauwasser durch den Schwarzwassertank zu entsorgen. Dazu müsste ich das Grauwasser in den Schwarzwassertank pumpen können. Zudem überlege ich, einen kleineren "Sommertank" einzubauen. Der Schwarzwassertank soll direkt unter die Toilette, so dass ich möglicherweise eine Toilette ohne Zerhacker (da "Fallrohr") einbauen kann (z. B. Bravura). Ich habe mit Ammovit in meiner jetzigen Kassettentoilette sehr gute Erfahrungen gemacht und würde das wieder verwenden.
    Verrohrung:
    Ich möchte keine Schläuche, sondern eine Verrohrung. Zur Zeit tendiere ich zu PVC Rohren. An meinem jetzigen Womo habe ich da schon mal die Abwasserentleerung aus PVC gebaut bzw. geklebt. Zu denen gibt es ja jede Menge Zubehör (Verbinder; Schieber; Tankabgänge etc). Nun sind die aber angeblich (so die Produktbeschreibung) "nur" bis -1o Grad belastbar, und das schreckt mich ein wenig, auch wenn die Abwassertanks (Plan jetzt) in eine isolierte und beheizte Kiste unter das Womo kommen. Schließlich läuft die Heizung ja nicht immer. Dann frage ich mich, ob es Reich sein soll (28mm), oder ob ich für eine schnellere Entleerung (besonders des Schwarzwassers) einen größeren Durchmesser (38. 40 oder 50mm) nehme (den es ja z. B. im Poolbereich gibt). Warum nicht HT-Rohre aus dem Baumarkt?
    Fragen über Fragen also. Ich freue mich auf Meinungen dazu.


    Gruß,
    Michael

  • Hallo Michael,


    Hast Du auch schon über TTT gelesen und nachgedacht? Ich bin ja auch noch mit Cassette unterwegs, aber bei einem Neubau würde ich wohl eher auf TTT gehen als ein Tank mit X-Liter/kg Schei*** mit mir zu führen.


    Gruss
    Urs

    In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

  • Moin,
    "Natürlich habe ich das" (frei nach Highlander 8) ), aber das möchte ich für dieses Mobil nicht.


    Gruß


    Michael

  • Hoi MIchael


    Für Schwarzwasser ohne Zerhacker benötigst Du mindestens ein 90er Rohr damit Du keine übermässigen Probleme mit verstopften Rohren bekommst.
    Schau Dir mal PE-Rohre (z.B. Geberit oder Wafin) an, die haben nebst der Ausdehnung/dem Zusammenziehen kein Problem mit tiefen Temperaturen.
    Aber sie müssen gesteckt oder besser geschweisst werden.

  • Moin,


    ich hoffe ich darf das hier noch inhaltlich etwas erweitern (mit den Rohren bin ich nicht weiter), weil ich mir zumindest Gedanken über die Verteilung der Tanks gemacht habe. Dazu freue ich mich über Meinungen.
    Da das Womo prinzipiell wintertauglich werden soll, habe ich Folgendes (eigene Kenntnisse und Erfahrungen mit eigenen Wohnmobilen; Erlesenes aus den Foren; Wünsche etc etc) überlegt:
    Toilette:
    Wie schon geschrieben möchte ich die Toliette auf einen (kleineren) Fäkaltank in der Nasszelle setzen. Den Hinweis mit dem möglicherweise notwendigen Zerhacker nehme ich auf; daher Toilette gleich mit Zerhacker oder Bravura und Zerhacker an den Ausgang des Fäkaltanks. Unter das Womo kommt der größere Fäkaltank. Im Sommerbetrieb (SB) habe ich viel Kapazität, im Winterbetrieb (WB) weniger, weil der untere Tank nicht verwendet wird.
    Badezimmer:
    Abwassertank unter dem Fahrzeug. Im SB kein Problem, im WB notfalls gesperrt. Dann keine Dusche und Zähneputzen in der Küche.
    Küche:
    Ein Tank in der Heckgarage, ein Tank unter dem Mobil. Hier auch SB mit mehr Kapazität, im WB halt weniger.


    Ausserdem würde ich eine weitere (Zerhacker)Pumpe verbauen, um das Abwasser aus Badezimmer und/oder Küche zunächst durch den kleinen Fäkaltank oben und dementsprechend danach durch den großen Fäkaltank unten zu pumpen, wenn Reinigung ansteht.


    Möglicherweise klingt das alles etwas zu groß, aber der Iveco soll unser "Altersreisemobil" werden und für mich gilt "Besser Haben als Brauchen". Gewicht ist kein Problem, so dass ich da keine Rücksicht nehmen muss.


    Gruß


    Michael

  • Ich würde nicht groß über Tanks für den reinen Sommerbetrieb nachdenken. Auch wenn die Tanks unter die Kabine sollen kann man sie isolieren bzw. in isolierte Kisten bauen und eine Heizungsleitung da rein leiten, so dass die Tanks beheizt werden.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)


  • Gewicht ist kein Problem, so dass ich da keine Rücksicht nehmen muss.


    Du tust Dir viel Gutes , wenn Du Dich von dem Satz ganz schnell verabschiedest .
    Gewicht ist in j e d e r Fahrsituation entscheidend . Je früher Du mit Sparen anfängst , umso glücklicher wird Deine Reise sein .


    und hier spricht Einer , der seinen Stahldurchgang zum Fahrerhaus (120kg) zB durch eine Carbon-Konstruktion (11kg) - ohne Not aber aus Überzeugung geändert hat .
    Du wirst Dich wundern , wieviel hundert Kilogramm noch an ungeplanter Zuladung im Laufe der Jahre im Fahrzeug landen ...

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Hallo Ivo


    Zerhackerpumpe auf die Toilette kan ein hoher liegenden Ihnentank befullen. Kein Problem.


    Spule laufen ab von 80cm nach 45 cm, verleg und plan die Leitungen so das es ablauft.


    Problem ist eigentlich alleine das aufpumpen von Douchewasser.


    Vieleicht soltest du erst mal diese Lösung von Whale ansehen










    Ihnenliegende Tanks nehmen viel platz und machen extra arbeit weil die klein sind und man die im SB uberlaufen last in grossere aussenliegende tanks.
    Alle wasserhahnen liegen dan Ihnen und nemen bis zu 30% der Tankplatz.


    Aussenliegende Tanks beheizen ist unter minus 5°C sehr schwiering. Alles geht mal kaputt und kostet in diesen Fall nicht nur ein Hotelubernachtung aber auch ein neuen Tank.
    Ab minus 20°C wird begeizen echt kompliziert weil auch die Ablaufhahne beheizt werden.
    Elektrisch beheizen geht naturlich nicht mit ein Wärmebedarf von 1000 bis zu 2000 Watt.

    TGM 13290 4x4 in Aufbau

  • Um unter dem Fahrzeug liegende Tanks vernünftig zu beheizen muss man halt eine isolierte Kiste drum bauen. Die muss dann natürlich auch die Ablasshähne umschließen.
    Und schon ist der „außenliegende“ Tank quasi ein Tank im erweiterten „Keller“ oder „Doppelboden“ und kann problemlos wie die eigentliche Kabine auch beheizt werden.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Mit Bilder antworten ist einfacher wie alles schreiben.
    Tankbeheizung 200 Liter extern mit Warmwasserschlauch
    Diese V2A 15mm Leitung geht mit ein U turn unter der Ablassschlauch und Hahn.
    Alles ohne regelung, wird 85°C Warm, alein ein offen/zu hahn.
    Aber mit Grau Wasser Temperaturanzeige im Fahrzeug.
    Kostet nichs an Material aber viel Arbeit







    TGM 13290 4x4 in Aufbau

  • Moin,


    campo:
    Das sieht super aus, übersteigt aber meine Möglichkeiten um ein Vielfaches.
    Krabbe:
    Deine Beschreibung entspricht eher dem was ich kann.
    Option 1: Alles auch gleich für den Winter:
    Siebdruckplatten und Armaflex habe ich schon, ein Heizungsrohr bekomme ich auch nach unten verlegt. Ich könnte also im Prinzip alle Tanks nach außen verlegen. Hätte den Vorteil, dass ich innen Platz gewinne. Nachteil: Ich muss eben Kisten bauen. Wie hält man dann die Scheiber/Ventile/Ablässe warm? Wickel-Heizfolie?
    Option 2: Trennung zwischen Sommer- und Winterbetrieb. Vorteil: Ich müsste unter dem Fahrzeug hängende Tanks eben nicht isolieren. Nachteil: Ich verbrauche innen mehr Platz.
    Irgendwann (bald) muss ich mich wohl entscheiden.


    Gruß


    Michael

  • Moin,
    Krabbe:
    Danke - sowas in der Art. Da könnte ich sogar von oben zugreifen durch den Boden und die Schürze in Ruhe lassen.
    campo:
    Danke für den Tipp auch. Wie gesagt, Platz ist eigentlich genug da, aber deshalb muss ich ja nicht alles zupflastern. Das stimmt schon.


    Ich habe gestern die nächste Runde (auch im und unterm Womo) gebrütet und nach einem Kompromiss gesucht. Der könnte jetzt so aussehen:
    Rechte Seite (Küche) Grauwasser (GW) nach hinten in die Heckgarage. Nach unten geht nicht wegen Einstieg und geplantem Gastank. Von dort eine Ringleitung durch die Heckgarage auf die linke Seite zum Fäkaltank/Schwarzwasser (FT). Der hängt unter dem Mobil. Ich könnte dann vor dem FT (in der gewärmten Kiste) direkt ablassen oder durch den FT, um diesen nach Entleerung (grob) zu spülen.
    Für das GW aus dem Badezimmer (Dusche) würde ich die angesprochene Pumpe (Whale oder Vergleichbares) in Anspruch nehmen. Die pumpt das Duschwasser in einen kleineren Tank in der Sitzbank. Von dort würde es dann entweder auch in den FT oder direkt in die Ringleitung von der anderen Seite gehen.


    Vorteile die ich gerade sehe:
    - Der FT ist "außer Haus" (und da beheizt).
    - Alle anderen Tanks sind innen.
    - Ich habe einen Tank gespart ("Wintertank" FT innen).
    - Die Verrohrung innen könnte ich dann vielleicht doch mit HT Rohren machen.


    Gruß


    Michael

  • Denk bei allen Abwasserrohren an ausreichendes Gefälle. Du stehst seltenst zu 100 % eben.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hoi Michael


    28mm...was soll da durchfliessen?
    Das ergibt schon bei einem Lavabo eine Vollfüllung die Dir den Syphon leersaugt.
    Wenns gut funktionieren soll orientiere Dich an dem was in Häusern gemacht wird.
    Und wie schon mal empfohlen: Geberit PE

  • @ Picco,
    Naja, im Gegensatz zu den 10 mm Schläuchen, die in sehr vielen Wohnmobilen verbaut sind, sind 28 mm schon deutlich mehr.
    Und auch die 10 mm funktionieren.
    Das das natürlich nicht Deinen professionellen Ansprüchen gerecht werden kann, ist klar.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Ich habe bei mir, je nach Anwendungsfall, HT-Rohre DN40, PE DN40 oder flexible Leitung mit Verstärkung, ebenfalls 40 mm Durchmesser verwendet.
    Außerdem normale Haushaltssyphons und einen Doppelsyphon (Spüle) von Ikea. Den speziellen Campingkram wollte ich nicht.

    Gruß vom Niederrhein
    Michael

  • Siphon leer saugen, das macht die normale Wassersäule wenn sie Richtung Tank rauscht. Da hilft nur, so wie im Haus, das Fallrohr, in den die Anschlüsse münden, oben weiterführen und entlüften damit kein Unterdruck entsteht.
    Man kann es vielleicht auch so machen wie ich. Einfache 19mm Abwasserschläuche verwenden. Alle Abläufe sammeln und nur einen Siphon vor dem Tank, oder unten am Tank anschließen.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Moin,


    Schweißen fällt für mich aus.
    HT und Reich 28mm werden ja nur gesteckt; da bin ich vielleicht etwas ängstlich. Da spricht dann wiederum eher für PVC da ich kleben kann.
    Wie werden denn die Angänge von den Tanks mit HT Rohr realisiert? Improvisation?
    28mm fände ich schon okay, aber 40mm wären natürlich netter.


    Gruß


    Michael

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