Selbstbau Wohnauflieger

  • Ein Hallo an alle Selbstbauer und alle Anderen


    Ich habe mich neu hier angemeldet, weil ich ein Projekt laufen habe. Ich baue
    mir einen Wohnauflieger mit Schwanenhals der mittels einem Iveco 50C18 Mini-Sattel gezogen wird.


    Der Auflieger wird 9.84m lang und 2.50m breit im hinteren Teil wird er Doppelstöckig also 3.50m ab Strasse.
    Damit unten eine ordentliche Garage für nen Smart, Toyota IQ oder für mich ein Trike entsteht.
    Der Aufbau soll aus GFK Sandwichplatten sein.


    Zur Zeit bin ich am Chassis dran resp. schon fasst fertig.


    Jetzt zu meinen Fragen:


    - Weiss jemand wie ein Doppelboden in einem winterfesten Wohnmobil aufgebaut ist.
    Welche Materialien und welche Stärken haben diese, so ein bildlicher Querschnitt wäre super.


    - Können an den GFK Sandwichplatten( innen auch GFK) Möbel wie Oberschränke montiert werden ohne
    Einlagen? Möchte eigentlich kein Holz in den Platten haben.


    Besten Dank für Eure Hilfe und Tipps


    Gruss aus der Schweiz


    Marcel

  • Ahhhh...mein Traum wird erfüllt. Zwar nicht von mir, aber von dir.


    Ich kann selber zwar nicht helfen, aber würde mich über viele Fotos und Infos freuen. Will das ja mal nachbauen

  • ... wären nützlich, mein lieber Marcel, ehe man ein verbindliches Konzept entwickeln könnte, aber erstmal willkommen hier in der "Box".


    Bei einem Tiefrahmen könnte man den Unterboden auf diesen legen, wenn das Chassis ziemlich hoch überm Boden liegt, kann man ihn auch darunter hängen und ihn als Boden auch für die Seitenkästen nutzen. Da kommt es auch drauf an, wie und wo die Anhängertechnik mit Luftkessel etc. im Rahmen verbaut wurde, die ja praktischerweise auch zugänglich gehalten werden sollte (ein Einbau im Doppelboden wäre für den Luftkessel aber auch nicht schlecht, weil es dann nicht so schnell vereist). Auch die Unterbringung eines Reserverades spielt in so einem Aufbau eine Rolle, ist groß und schwer und auch da wäre ein freier einfacher Zugang wichtig, nätürlich auch eine solide Befestigung.


    Normalerweise wählt man als äußerste Schicht Siebdruckplatten in guter Qualität, wie sie im Anhängerbau oft verwendet werden. Die Stärke/Dicke hängt mit davon ab, ob und was Du drauflegen/-stauen/-schrauben willst. Wenn schwere Gegenstände (z.B. Batterien, Wassertanks) auf Metallträgern, die vom Chassis gehalten werden, befestigt werden, hat die Siebdruckplatte nur abdeckende Funktion, kann also dünner ausfallen bis runter auf ca 9 mm, sonst fängt man bei 15 oder 16 mm an und je nach Last und Tragekonstruktion noch dicker.
    Darauf kommt ja nach Anforderung an die Isolierung und auch abhängig von der Beheizbarkeit des Unterbodens Styrodur (Handelsmarke Jackodur o.ä.) drauf, kann zwischen 20 und 40 mm Dicke variieren. Oben drauf wieder Siebdruck, das kann relativ dünn sein, mit 6 mm kommt man meist aus.


    Für den Oberboden reicht meist eine Kombination von unten 9 mm Siebdruck, 20 mm Styrodur und 6 mm Multiplex Sperrholz aus. Darauf kann man dann als begehbare Verschleißschicht Laminat, Pegulan (o.ä.) oder auch Teppichboden verlegen...Geschmackssache. Ob Du in einen der Böden eine Fachwerkstruktur mit Leiterlatten verwenden musst, hängt von der Konstruktion der Aufhängung ab, aber dazu kann man erst was sagen, wenn man mehr über Dein Chassis weiß. Als lichtes Maß zwischen den Böden denk bitte an so ganz profane Dinge wie die Höhe von Getränkekisten....hihi.....ich hab mal den Fehler gemacht, mich nur an Bierkisten zu orientieren. In den Doppelboden gingen dann, wenn er ganz leer war, zwar 12 Bierkästen rein, aber für Sprudelkästen oder gar Cola war er leider zu niedrig.... :shock: .

  • Hallo Marcel,


    willkommen im Forum! Schönes Projekt hast du da. Ein Paar Bilder oder Zeichnungen wären schon nicht schlecht...
    Zu den Hängeschränken: Ich hab auch eine GFK sandwich Kabine. An den Wänden sind mit Sika 252 Aluwinkel aufgeklebt. Daran sind die Schränke befestigt. Zusätzlich gibt es z.B. an der Küche links und rechts je 10cm tiefe Seitenwangen die bis unten auf den Schrank gehen. Die können auch nochmal Kräfte aufnehmen und dienen etwas zu Abteilung z.B. zur Gardine am benachbarten Fenster.

  • Hallo Marcel,


    willkommen im Forum.


    Wie Holger schon geschrieben hat kann man mit Hilfe von Winkeln oder Leisten auch an GFK-Sandwitch Schränke befestigen.
    Die überwiegende Befestigung sollte durch kleben ihre Stabilität bekommen da Schrauben nicht genug Festigkeit
    im GFK haben und ausreißen können.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Hoi Marcel und härzlich willkommä do im Forum! :D


    Könntest Du Skizzen, Zeichnungen oder Fotos ähnlicher Projekte hier einstellen?
    Ich denk ich bin nicht der Einzige der sich unter 'Wohnauflieger mit Schwanenhals' nicht sicher ist ob er sich da das Richtige vorstellt...
    So wie Du schreibst hast Du wohl mit der MFK schon alles geklärt?

  • was er meint ist mehr was Schuler in 13,9 meter baut als SCHULER RACE Vario DP. Vorne einen Wohnabteil, hinten doppelstock.
    Daher auch meine Anmerkung ob es wohl im rahmen des Gewichtes passen wird da der Schuler schon leer 13.000 kg wiegt.
    das ist im schnitt ca 900 kg pro meter.


    Als Grobe Einschätzung meiner seits wird es schnell mal auf 600 kg pro meter kommen also grob ein eigengewicht von 6000 kg haben.
    dann noch zuladung von Smart und Kleinkram so um die 7.500 kg kommen.
    und dann das alles auf bzw hinter ein iveco 50C18??

  • Na Hallo, hier im Forum....
    Das Projekt hört sich ja interessant an. Wie schon von Picco angesprochen sind wir hier natürlich sehr an Bildchen interessiert. Egal ob Pläne oder Baufortschrittsbilder.
    Ob der Iveco, dafür der richtige Tractor ist? :?
    Lass mal hören oder sehen, was du dir da vorstellst.

    Gruß
    Klaus
    Carpe Diem - Lebe dein Leben heute, wer weiß was morgen ist!

  • Sehr interessantes Projekt. Befestigung von schränken wie schon geschrieben erfolgt durch kleben. Winkel kann man zusätzlich auch nieten. Aber niemals alleine. Zwar halten die nieten im gfk, dieses kann sich dann aber vom Schaumkern lösen...


    Mit der Nutzlast sollte hinhauen. der iveco sollte 2500kg Nutzlast als Sattellast mitbringen, dann noch die Anhängelast, dann sollte das passen. Wie viel Anhängelast hat der iveco denn? Üblicherweise haben die so 4500kg-5500kg, also 7000-8000kg für den Auflieger.


    Nur mit dem Sonntagsfahrverbot müsste man sich mal schlau machen. Wenn du über 7500kg kommst, könnte es Probleme geben... Ist halt die frage nach der Zulassung. Szm Alleine ist kein Problem, aber als Zug zählt so was dann als Lkw, und dürfte sonntags nicht gefahren werden... Haste dir da schon Gedanken drüber gemacht, und eine Lösung?


    Auch für mich bitte Bilder.

  • Zitat von Fido

    ....
    Nur mit dem Sonntagsfahrverbot müsste man sich mal schlau machen. Wenn du über 7500kg kommst, könnte es Probleme geben... Ist halt die frage nach der Zulassung. Szm Alleine ist kein Problem, aber als Zug zählt so was dann als Lkw, und dürfte sonntags nicht gefahren werden... ..


    So weit ich weiß, läuft die Sattelzugmaschine (SZM) nicht als LKW, sondern als SZM.
    Erst mit einem "normalen" Auflieger wird das Gespann zum LKW solo.


    Mit dem alten 3er kannst du 7,49 plus das 1,4fache Aufliegergewicht fahren.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Ich bin mir da nicht so ganz sicher, ob man mit dem 3er Sattelzüge über 7,5t fahren darf. schließlich ist der Sattelzug kein Lkw + Anhänger, sondern als eine Einheit zu sehen, und wäre demnach ein lkw über 7,5t... somit dürfte man mit dem 3er nur sattelzüge bis 7,5t fahren (komplett) Da man aber automatich auch den BE hat, wäre es möglich mit einer 3,5t sattelzugmaschine und 5,25t auflieger einen 8,75t sattelzug zu fahren.


    Genau so sollte es mit dem Sonntagsfahrverbot aussehen. Ich würde mich da vorab genau erkundigen, und das vor allem schriftlich geben lassen. Allerdings dürfte man selbst mit solch einem Schriftstück im Ausland schlechte Karten haben. Ist halt ein schwieriges thema. Aber ich würde eher sagen, das es sich um einen Sattelzug handelt, und nicht um ein wohnmobil. Es gibt da wohl zulassungstechniche tricks, aber da sollte man sich schon genau erkundigen... Ich glaube Mo-Liner hat doch zulassungstechnich ähnliches "Problem", und seine zugmaschine als wohnmobil zugelassen...

  • Bei mir läufts zulassungstechnisch so, das ich, mittlerweile, mit einem "Wohnmobil" ( Zugmaschine ) mit 11,99 t und einem Wohnwagen" ( Auflieger ) mit 11,99 t unterwegs bin. Dies scheint mir, für die Deutschen Verkehrs- und Zulassungsbestimmungen das vernünftigste zu sein.
    Allerdings habe ich, nach dem Urlaub, von den Össis einen Mahnbescheid bekommen, da ich, aus ihrer Sicht, mit der falschen Einstellung in der GO-BOX ( Anzahl der Achsen ) unterwegs war. Nach Rückfrage in Wien und der Zusendung des Kfz-Scheines sollte das erledigt sein. Allerdings wurde mir erklärt, das ich eigentlich jedes mal mit einem Mahnbescheid rechnen muß, da es sich, rein optisch, um eine SZM handelt.
    Mal sehen wie es sich weiter entwickelt.
    Für die Schweizer Zulassung kenne ich mich zuwenig aus und denke da eher wie Picco. Der Marcel wird schon wissen, was er macht.

    Gruß
    Klaus
    Carpe Diem - Lebe dein Leben heute, wer weiß was morgen ist!

  • Hallo


    Besten Dank für die zahlreichen Antworten und Tipps


    Der Tipp mit den Schränken und Kleben finde ich super, sofern es hält.


    Das mit dem Doppelboden habe ich mir ähnlich vorgestellt, jedoch möchte ich den
    untersten Boden momentan noch nicht isolieren da ich den oberen mit 40mm isoliere und dort die
    ALDE Bodenheizung einbauen werde. Und dann mal sehen ob ich den Unteren noch isolieren werde.


    Das mit dem Gewicht wird kein Problem werden. Der Auflieger wird 4800kg Gesamtgewicht haben mit der Option des verbauen
    einer dritten Achse und somit auf 6100kg.Das Chassis wird mit Druckluftkomponente und ersten Boden und GFK Kabine rund 1700kg Schwer.


    Da bleiben mir noch 3100kg für 2ter Boden, Fenster,Türen, Mobel, Technik und Zuladung. Also sollte passen.


    Der Iveco hat ein Gesamtzuggewicht von 8300kg. Die Zugmaschine selbst hat 2200kg. Sprich 1300kg Sattellast, somit darf ich ein
    Auflieger mit 6100kg ziehen. Und dies alles mit dem BE Führerschein da die Zugmaschine nur 3500kg hat und der Auflieger als Anhänger gilt.


    Da es sich um ein Wohnmobil/Wohnwagen handelt untersteh ich weder dem ARV, Nachtfahrverbot noch dem Sonntagsfahrverbot.
    Zumindest ist dies bei uns in der Schweiz so.


    Weshalb soll der Iveco nicht dafür geeignet sein?


    Musterbilder habe ich angefügt, Baubilder folgen noch.


    Gruss Marcel

  • Der Iveco wird also auf 3,5t abgelastet. Machen viele so, ist das technisch besser? Eigentlich würde ich das doch nur machen, um mir die Option des Auflastens offen zu halten... Ansonsten bringt das doch nur unnötiges Gewicht mit sich...


    Ansonsten gar nicht mal schlecht...

  • Schnittiges Gefährt! Da kann man aber nur Langstrecke geradeaus mit fahren! Ich stelle mir gerade vor, damit durch kleine französische Flusstäler zu cruisen... dafür ist das wohl ehr nichts :?
    Und auf einem Campingplatz kommt man bei der Größe auch nur schwer unter, mal abgesehen von.. überhaupt rein kommen. Was sind denn deine geplanten Ziele mit dem Gefährt?

  • dass Dir im richtig kalten Winter das Bier einfriert, wenn Du unten nicht isoliert hast..... :lol:


    Aber ernsthaft, an Isolierung und Beheizbarkeit solltest Du bei Wintercamping auf jeden Fall denken, weil sich da unten wohl die Tanks befinden werden.

  • Ja ist klar der Boden muss ich wohl isolieren ansonsten bringt der Doppelboden nicht viel.


    Weshalb sollte ich mit diesem gefährt nicht auf Campingplätze kommen ? auf jeden sicher nicht, ist klar.
    Ich habe eine Gesamtlänge inkl.Iveco von 12.4m ( Wie ein PW mit 4.7m länge und einem Wohnwagen von 7.7m inkl. Deichsel),
    hatte vorhin einen Knaus Eurostar 750 und Mercedes ML400
    da hatte ich eine Gesamtlänge von 14.45m und das ging auch. Hatte aber nur knapp 8m Wohnraum und jetzt wird es 9.76m
    Wohnraum geben bei kürzerer Gesamtlänge.
    Der Knaus hatte eine Gesamtlänge inkl. Deichsel von 9.70m.


    Ja, ich weiss ev. übertreibe ich es ja.


    Die Französischen Flusstäler kann ich dann ganz gemütlich mit meinem Trike erkunden.


    So, morgen werden die ersten Bau-Fotos folgen.


    Gruss Marcel

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