Nochmal Frage zu GFK-Winkel-Befestigung!

  • Hallo,
    wie einige vielleicht mitbekommen haben, überlege ich noch immer, ob ich meine Ecken am Wohnwagen direkt, aus Gründen der Dichtigkeit, mit GFK überlaminiere, oder Winkel aufklebe mit Sika.
    Direkt auflaminieren: Feste Verbindung, unterstützt die Stabilität, Anschlüsse gut anzuarbeiten - Nachteile: Bei möglichen Verwindungen könnten Risse entstehen?!
    Der Wohnwagen besteht komplett aus Holz. Wenn sich etwas ausdehnt, dann sind es gleiche Materialien?!?!


    Bin mir unsicher, da ich beim Laminieren die Winkel und Gehrungen perfekt nachbilden kann. Weiß nur den Aspekt Verwindungen nicht einzuschätzen??


    Danke,
    Gruß
    Steffen

  • wer sollte Dir da wirklich helfen können ?
    Ich schätze , Du bist der erste , der sowas macht :mrgreen:
    LG
    Ralf

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Hallo Steffen,


    die Hersteller käuflicher Wohnwagen bilden die Stöße nicht umsonst in flexibler Art und Weise aus. Ich würdehier wirklich zum Kleben mit Sika raten. Die Verwindungen sind nicht zu unterschätzen. Bei einer Reisegeschwindigkeit von ca. 100 km/h kann man mit einem Staudruck von ca. 900 N/m² rechnen. Dazu kommen noch die dynamischen Belastungen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo Steffen


    Wenn Du schon Erfahrung hast mit Formenbau werde ich Dir wohl nicht viel Neues sagen können. Ich experimentiere zur Zeit mit 2 Versionen: GfK-Winkel verkleben mit Körapur oder klebergetränkte Glasfasermatten direkt aufkleben, also so ähnlich wie laminieren nur mit Kleber Körapur statt mit 2k-Epoxyharz.


    Meine Laminiertechnik funktioniert zwar, sieht aber ohne Schleifen und Spachteln scheußlich aus und ich kann das nur in den hintersten Winkeln machen. Und Sklaven zum Schleifen darf man sich ja heutzutage nicht mehr halten. Deshalb bin ich mehr zum Aufkleben von fertigen GfK-Winkeln übergegangen.


    Allerdings klebe ich GfK-Sandwich miteinander, habe somit weniger die Probleme bei verschiedenen Materialien.


    Sepp R

  • Hi Sepp,
    das heißt, du bringst die Glasfasermatten direkt auf dein Werkstück auf? Was meinst du denn, passiert bei Verwindung? An welchen Stellen arbeitest du so?


    Was die Oberfläche betrifft. Ich bring noch nen Gelscoat auf, der macht die Oberfläche schön glatt.


    Gruß,
    Steffen

  • Hallo Steffen


    Das Gelcoat trägst Du doch nur an der Außenschicht auf, denke ich. Meine beschriebene Laminiertechnik würde ich aber wegen der grausamen Optik nur innen und an Stellen, die von Möbeln verdeckt sind anwenden. Es ist ja nicht nur die Oberfläche, auch die Ränder der dadurch entstandenen Klebewinkel sind nicht glatt. Der Vorteil dieser Technik ist nur etwas geringeres Gewicht und geringere Kosten. Aber wie gesagt: an der sichtbaren Außenwand nur mit viel Nacharbeit-Aufwand möglich.


    Kurz zum Laminieren, um Missverständnisse zu vermeiden: Darunter versteht man doch das schichtweise Auftragen von flüssigem 2k-Harz und trockenem Glasfasergewebe, welches dann zu einer nur wenig elastischen Schicht aushärtet, die fest auf dem Untergrund haftet. Die angesprochenen GfK-Winkel sind auch nichts anderes als mehrschichtige Verbünde von GfK-Gewebe mit dem aushärtenden Kunststoff.


    Ich verwende halt kein 2k-Epoxyharz sondern 2k-PU-Kleber, nämlich Körapur als aushärtendes Bindematerial und das klebt ohne weitere Klebstoffe sehr gut am Grundmaterial, meinen GfK-Sandwichplatten, aber natürlich auch auf Holz, Alu etc.


    Dies, weil ich Deine Frage an mich bzg. Verwindung nicht ganz verstehe. Großartige Verwindung kann man von einer starren würfelartigen Kiste nicht erwarten.


    Sepp R

  • Hallo Sepp,
    das ist eben die Frage. Meine Kiste ist aus einer Rahmenkonstruktion mit Siebdruckplatten belegt. Die Frage ist eben schon, wie weit ist da Bewegung im Bau, in den Übergängen Seitenwände - Dach, die eine starre Verbindung = Winkel direkt ohne Sika auf die Kanten auflaminiert = nicht aushalten würde und reißt?!
    Gruß
    Steffen

  • Da magst Du recht haben. Der Körapur hat ausgehärtet fast keine Elastizität mehr und eignet sich daher besser für große Flächen. Und er soll auch keine sehr dicke Kleberfuge haben, 2mm maximal, was ich hier irgendwo gelesen habe.


    Wenn die Sika-Kleber nicht so schwer zu verarbeiten wären, mühsam aus der Kartusche pressen, alle Finger tun einem danach weh. Und verstreichen ist auch schwer. Überall wo er nicht hin soll kommt das Zeug hin. Geht aber kaum mehr ab.


    Sepp R

  • Hallo,
    wenn ich nur das Harz, ohne Glasfasermatten, auf eine Fläche aufbringe. Bringt das auch Dichtigkeit und Stabilität?? Beim Einstreichen macht es zumindest den Eindruck, als würde sich da eine schöne dichte und feste Oberfläche bilden?


    Gruß
    Steffen

  • Hi Steffen,


    Zitat von SteffenLeb

    Hallo,
    wenn ich nur das Harz, ohne Glasfasermatten, auf eine Fläche aufbringe. Bringt das auch Dichtigkeit und Stabilität?? Beim Einstreichen macht es zumindest den Eindruck, als würde sich da eine schöne dichte und feste Oberfläche bilden?

    Nein, das bringt es nicht - zumindest nicht auf Dauer. Auch in einer würfelförmigen Box hast Du auftretende Scherkräfte und Vibrationen und UV-Einwirkung . Diese sorgen im Laufe der Zeit für kleine Risse im Harz, die nach und nach immer größer werden. Wasser kann eindringen, die Anfangsstabilität geht verloren. Deshalb wird ja das Glasfasergewebe in das Harz eingelegt, welches die Kräfte aufnimmt. Had harz dient nur dazu, die Glasfasern 'in Form' zu halten und (beim Laminieren) eine Verbindung zu Umgebungsmaterialien zu schaffen.


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    vierter Sept.-Samstag (24.09.2022): Weinprobe in den Weinbergen

    05.-07.05.2023: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (02.-05.06.2023): Weinfest (Stellplatz nicht nutzbar)

    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Hi, habe jetzt das Aufstelldach komplett mit Matten und Harz laminiert. Macht nen guten Eindruck!


    ch ahbe nach ca. 4 Tagen Trocknung gemerkt, dass ein ganz leichter Film auf den ausgehärteten Gewebe ist. Fühlt sich ein wenig ölig an?!? Weiß jemand, was das ist, oder besser, warum das ist und woher das kommt?


    Hab mich jetzt noch entschieden auch einen Deichselkasten für die Gasflasche und Co selber zu bauen. Prinzip sieht wie folgt aus. Form aus Styroplatten, umwickelt mit Stretchfolie und mit Tape zusätzlich eingepackt. Gewebematten und Harz aufbringen und mal ordentlich trocknen lassen?! Mal sehen, wie der Kasten später aussieht, hält. An entsprechenden Stelle hab ich sofort Holt einlaminiert, damit ich bei der Anbringung auf der Deichsel die Stellen entsprechend verstärkt habe.


    Gruß
    Steffen

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