MB-Doka als Basisfahrzeug

  • Hallo,


    ich habe das hier zwar auch bei der allrad-lkw-gemeinschaft gepostet, wollte aber auch hier mal Meinungen einholen :D


    Meine Freundin und ich haben uns entschlossen uns in nächster Zukunft einen Allrad-LKW anzuschaffen.


    Als erstes als Spassmobil im Gelände und mit Shelter oder ähnlichem für Kurztripps.
    Mittelfristig soll das Fahrzeug dann als Basis für ein Allradwohnmobil herhalten. Angestrebt ist eine mehrjährige Weltreise.


    Nach vielen Überlegungen sind wir jetzt bei den Mercedes Doppelkabinern von Feuerwehr/THW/Polizei gelandet.
    Solche Fahrzeuge entsprechen schon sehr gut unseren Vorstellungen und sie sind ganz gut zu bekommen.
    Bei der Fülle der verschiedenen Konfigurationen sind aber einige Fragen aufgekommen.


    - Motorisierung:
    Auf häufigsten findet man ja den 1017, es gibt aber man findet auch immer wieder Angebote von 1019 oder 1222. Wenn man davon ausgeht dass das fertige Fahrzeug am Ende wohl so bei 8-9t liegen wird, sind die 170PS des 1017 völlig ausreichend (z.B. für Wüstenpassagen), oder sind die zusätzlichen PS der anderen Modelle ratsam?


    - Sperren:
    Manche der Feuerwehrfahrgestelle sind nicht mal mit einer Diff-Sperre in der Hinterachse ausgestattet. Das ist für mich aber ein absolutes muss. Wie sieht es mit dem Nachrüsten der Sperren (eventuell auch VA) aus. Geht das Grundsätzlich bei allen verbauten Achsen, oder gibt es da Ausnahmen?


    - Lagerung der Doka:
    Ich bisschen habe ich hierzu schon im Forum gelesen, aber wie sieht jetzt so bei einem solchen Fahrzeug die Lagerung der Doppelkabine aus? Wie stark beeinträchtigt die Doppelkabine die geländegängigkeit?


    - Dach der Doka:
    Wie ist die Doppelkabine aufgebaut? Ist es möglich sie mit einer Dachhaube zu erhöhen?



    So das wären erstmal die dringensten Fragen Weitere kommen bestimmt


    Schon mal Danke für eure Antworten,


    Marco

  • Hallo Marco, zur V 6 Maschine des 1222 kann ich Dir was sagen, ich hatte eine SZM zum Womo umgebaut mit eben diesem Motor drin. Parallel dazu hatte mein Teamkumpel eine Feuerwehr auf Basis des 1317, so dass ich ganz gut vergleichen kann.


    Der 1222 hat mit seinen 11 Litern natürlich mächtig Drehmoment bei sehr niedrigen Drehzahlen zu bieten, allerdings auch einen Zentner mehr Metall zu schleppen. Auch der Anlasser ist größer, die Batterien braucht er etwas stärker. Dafür ist er sehr solide. Wie sehr, ergibt sich daraus, dass ich einen Wasserschlag mit dem hatte....blöder Zufall, denn über eine Roststelle im Bereich der Scheibenwischerkammer war, weil das Auto den Berg hoch stand, der komplette Luftfilter vollgelaufen und er zog sich bei der ersten Zündung an die 10 l Wasser rein. Klar, Zylinder abgerissen, Pleuel verbogen, Laufbuchse beschädigt. Ich hab dann, wo das Ding sowieso auseinander war, alle Buchsen und Zylinder ersetzen lassen, aber die Kurbelwelle war völlig unbeeindruckt. Außerdem ließ er sich von Pumpe Schramm sehr schön in der Leistung steigern, ich hatte ohne Rauchzeichen zwischen 275 und 280 PS. Jenseits der Rauchgrenze waren bis zu 340 PS drin. Mit langer Achse und als 1989er mit Womozulassung ohne Begrenzer außer der Drehzahlbegrenzung vom Daimler bei 2450 rpm ging der fast 140 km/h oder anders gesprochen, eine schöne und auch relativ sparsame Reisegeschwindigkeit von 95 km/h lag bei 1750 rpm an, Verbrauch solo abhängig von den Überholvorgängen und der Geländeform 18 bis 20 l, mit 10 t Hänger dahinter bei rd 24 l. Topverbrauch mit dem Hänger bei 85 er Schnitt incl. aller Pausen (Péage, Tanken, PP) nach Spanien (Llerida) war 28,5 l. Der 1317 brauchte bei unserer "Reisegeschwindigkeit" etwa 21 l, war aber ein langer Wagen mit ca 4 m Radstand und der Verbrauch ohne Hänger. Der lief aber auch nur 115 km/h.
    Was ich als Vorzug empfand, war die reine Luftdruck-Bremsanlage, während der 1317 eine luftdruckunterstützte hydraulische Bremse hatte. Wenn Du dir ein solches Ding zulegst, egal welches, solltest Du einen neuen Kühler einbauen, denn die sind nach den langen Lauf- bzw. Standzeiten so zu, dass Du sie auch mit schärfsten Reinigungsmitteln nicht wirklich mehr frei bekommst. Gewisse Berge hoch mit Wassertemperaturen von über 110 Grad ist nicht so ein behagliches Gefühl, mit dem neuen Kühler ein Jahr später ebenfalls bei 32 Grad Außentemperatur in Spanien machte der die gleiche Strecke dann locker mit knapp über 80 Grad.


    Zu den Sperren würde ich mal einem Daimler-LKW-Betrieb befragen, ich denke, das sollte gehen.


    GfK Kabinen für die Doka sollte es eigentlich nicht geben, die, die ich kenne, sind alle für die kurzen Kabinen beim 1317. Beim 1222 sind die auch nicht wirklich begehrt, weil das ganz kurze Haus bei den großen Typen (auch der 1535 und größer gehören dazu) eigentlich nur bei den Baufahrzeugen eingesetzt wurde, im Fernverkehr dominierten die mittleren und langen Häuser, wo oben nur Spoiler draufkamen. Dokas wurden eh nur kommunal, beim Militär und Hilfsdiensten eingesetzt, da wohnte keiner drin.
    Man kann natürlich das Dach abflexen, Seitenwände draufsetzen und mit dem alten Dach neu deckeln. Rahmen rundum aus Vierkantrohr nicht vergessen, weil das alte Dach auch die Kabine mit zusammen hält.


    Ach so, die Geländegängigkeit bei der Doka. Sollte an sich keine Probleme machen, es sei denn, Du willst echtes Hardcore-Gelände fahren und das dann wie bei der Breslau. Dann müßtest Du die Aufhängung verstärken. Für Pisten auch der üblen Sorte sollte die serienmäßige Aufhängung reichen, denn was der Wohnaufbau aushält, kann die Kabine auch ab. Der vordere Böschungswinkel, den müsstest Du prüfen, ob Du damit auskommst, sollte aber für Pisten reichen. Richtige Dünenpassagen wie bei der Dakar willst Du hoffentlich mit dem Wohnding nicht fahren.....hihihi. Vielleicht musst Du bei der Aufhängung neue Gummielemente einbauen, weil die alten je nach Alter total ausgehärtet sind.

  • Danke für die sehr ausführliche Antwort. Zu dem 1222 habe ich sowie so schon irgendwie tendiert, danke das du mich da noch bestärkst :D Ich denke die Vorteile des stärkeren Motors wiegen das Mehrgewicht durchaus auf... oder gibt es hier noch geteilige Meinungen?


    Ich bin auch schon davon ausgegangen das man eine Erhöhung des Dachen eh anfertigen lassen muss. Wichtig ist das es grundsätzlich möglich ist das Dach aufzuschneiden (natürlich mit Verstärkungsrahmen)


    Wir wollen damit zwar keine Offroadrally fahren, aber schon die maximal mögliche Geländetauglichkeit haben. Ich weiss das wir im Grunde die Eierlegendewollmilchsau haben wollen, sind aber auch bereit die nötige Zeit zu inverstieren und zur Not ein bisschen mehr Geld auszugeben...

  • Ich hatte gerade Kontakt mit einem Händler, der leider nicht genau sagen konnte wie das Fahrzeug ausgestattet ist(Allrad- technisch), er hat mir aber die Bilder im Anhang geschickt. Ich bin mir aber nicht mit den Schaltern so sicher. Im zweiten Bild sind es sicherlich die Schalter für die Heck und Mittelsperren.
    Der große Knopf im ersten Bild ist wohl die Untersetzung. Und der kleine links? Hat da jemand eine Idee?



    Und mir ist noch ein anderer Gedanke durch den Kopg gegangen: Von den 1017ern mal abgesehen sind die MB-Dokas irgendwie relativ selten. Aber es sollte doch möglich sein ein kurzes Standart Fahrerhaus zu verlängern (so machen das doch auf die Aufbauhersteller, oder) bzw. später das Kurze Fahrerhaus durch ein Doka zu ersetzen, oder?

  • Hallo Marco, eierlegende Wollmilchsau ist ein ganz gutes Stichwort.... :D


    Ich weiß nicht, welchen Erfahrungshintergrund Du als LKW-Nutzer, als Allradfahrer und als Schrauber hast, Nach dem, was Du schreibst, bist Du praktisch noch nicht allzu tief in diese Materie eingedrungen und befindest Dich am Anfang einer Entwicklung. Du sprachst vom "Spaßmobil" und vom "Weltreisefahrzeug" und einem allmählichen Umbau vom einen auf das andere.


    Nun weiß ich natürlich nicht, was Du unter Spaßmobil verstehst, aber ich geh mal davon aus, dass Du mit dem Ding ein wenig im Gelände spielen willst und auch Veranstaltungen besuchen etc. Nur, die Anforderungen an ein Reisefahrzeug für eine vielleicht mehrjährige Fahrt und an einen "Schwierigkeitenüberwinder" sind durchaus unterschiedlich. Allein schon ein richtiger Durchgang in Langenaltheim oder im 4x4 Funpark am Nürburgring oder in Kallinchen, das ist verschleißendes Hardcore-Gelände, und dafür brauchst Du Bodenfreiheit, Verschränkung, Sperrengedöns, Leistung, kurze Überhänge und vor allem die richtige grobstollige Bereifung, auch ein nicht zu langer Radstand wäre von Vorteil. Krach im Führerhaus, Platz und Stauraum, Komfort etc. sind zweitrangig.


    Ein Reisefahrzeug sollte zwar auch ein Mindestmaß an Durchkommqualitäten haben, aber die Anforderungen an Komfort und Platz sind doch völlig anders. Da sollte man sich nicht die Sicht auf das Praktische durch irgendwelche romantischen Vorstellungen verbauen lassen. Das Fahrzeug wird dann Dein Zuhause sein, in dem Du mit Deiner Partnerin auf engem Raum über viele Monate zusammenleben musst, es soll Dich zuverlässig über manchmal recht üble Pisten tragen, nicht in "the middle of nowhere" seinen Dienst einstellen, was Dich, je nachdem wohin du Dich verirrt hast, das Leben kosten kann (Sahara?). Auf der anderen Seite solltest Du Deine täglichen Routinen wie Kochen, Schlafen, Waschen, und auch nur aufs Klo gehen,hinsetzen und schreiben, planen, lesen ausspannen ohne nervende Umbauerei abwickeln können. Dazu kommen vielleicht noch sportliche Betätigungen wie Moutanbikefahren, Surfen oder so, für die Du Ausrüstung mitschleppen musst. Du brauchst Stauraum für alles Mögliche, mit Pött und Pann angefangen, Klamotten, Vorräte, Wasser, Werkzeug, Ersatzteile, Lektüre, Unterhaltungselektronik (Radio, Player, PC etc.) und vieles andere mehr. Diesen Platz brauchst du beim Spaßmobil nicht, im Gegenteil, er behindert Dich. Abgesehen davon, eine im Gelände optimale Bereifung würde Dich auf Transportetappen über Asphalt ohne Ende nerven, Abrollkomfort gleich Null und laut wie Sau....hihi. Da muss man Kompromisse eingehen, die sich in einem Fahrzeug nicht vereinen lassen. Wenn der optimal für die Reise ist, geht im Hardcore-Gelände nicht so viel.


    Außerdem, wenn Du mit dem Ding zwei oder drei Jahre spielen gehen willst und als Basis eine THW oder Militärkiste mit dreißig Jahren auf dem Buckel hast, kannst Du davon ausgehen, dass daran in dieser Zeit einiges kaputtgegangen ist, schweres Gelände verschleißt im Zeitraffer. Nimm meine Zeit im Truck Trial, da war es die Regel, dass ich im Lauf einer Saison auf einer Laufstrecke von nur vielleicht netto unter 50 km im Jahr ein bis zwei komplette Achsensätze verschlissen habe und das war auf einem Auto mit einem Kampfgewicht von nur knapp unter 3 t. Ok, das war Gelände extremst, aber z.B. nicht auf Geschwindigkeit.


    Wenn Du Dich im "Spaßbetrieb" auf Feldwege und ein paar Schotterhügelchen und Kiesgruben beschränken willst, oder wenn es Dir reicht, auf der "Breslau" mal die eine oder andere Sonderprüfung als Zuschauer anzufahren, oder wenn Du bei Treffen Dein Auto auch auf einer feuchten Wiese parken und wieder rausfahren willst, dann läßt sich Deine Vorstellung realisieren, aber wenns beim "Spaß" um mehr gehen sollte, dann wirst Du um zwei Autos nicht umhinkönnen.


    Vielleicht ist mir mein Blickwinkel durch den Geländesport etwas verstellt und wir haben völlig unterschiedliche Vorstellungen, was wir uns unter "Geländefahren" und "Offroad-Spaß" vorstellen. Wenn ich mal richtig ins Gelände will, lass ich meinen Landcruiser, der dort übrigens überraschend viel kann trotz seines sehr guten Straßenkomforts, fröhlich auf dem Parkplatz stehen und setz mich in einen 4-Achser Tatra, in einen umgebauten Unimog oder gar auf einen NVA - Schützenpanzer, auch auf zwei Rädern mit der Enduro durch die Pyrinäen ist schon vorgekommen, aber dafür werde ich langsam zu alt....hihihi.... von einer GASGAS Trialmaschine mal ganz abgesehen....

  • Ich hab mich schon gefragt, wozu Du eine Doka brauchst. In einem mittleren Haus gibts schon zwei schmale Etagenbetten, wo man mal eine Nacht ganz gut verbringen kann. Mit einem Partyzelt zusätzlich vor dem Auto kommt man für Kurztrips ganz ordentlich hin.


    Eine Doka macht eigentlich nur Sinn, wenn man mit mehr als zwei Personen auf Reise gehen will, also normalerweise mit Frau und Kindern. Sonst wäre für die lange Reise die Doka eher verschenkter Raum auf Kosten der Wohnkabine, es sei denn, Ihr wollt unterwegs Kinder bekommen und die aufziehen, oder Du wärst ein Mormone (hihihi), dann wärs was anderes.


    Ein ganz kurzes Haus (Baustellenfahrzeug), wo die Rückwand hinter den Rückenlehnen beginnt, ist für ein Reisefahrzeug vom Platzangebot ungünstig. Wenn man sehr günstig ein solches Fahrzeug erstehen kann und man, weil alles andere "stimmt" (Achtung, Fahrzeuge mit Baustellenvergangenheit sind eher arg verschlissen!!!!) zugreifen will, dann gibt es natürlich die Möglichkeit, an das Originalfahrerhaus eine Verlängerung, eine Art kastenförmigen Buckel, anzuschweißen. Sowas habe ich schon gesehen und auch in abgewandelter Form in meinem 609er Kastenwagen an der Trennwand gemacht, weil mir der Verstellbereich des Fahrersitzes nicht ausreichte. Wie man das machen kann, ob man u-U. wegen der Optik oder wegen des gewonnen Platzes nach oben auch das Dach einbezieht und dieses gleich mit anhebt und verlängert, muss man nach seinem Platzbedarf und seinen Planungen entscheiden. Gehen tut alles, man muss nur wissen, dass es dann viel Arbeit gibt, von den Kosten, wenn mans nicht selbst machen kann, abgesehen.

  • 2vgsrainer


    Hmmm, mir wurde eigentlich gesagt der hätte permanenten Allradantrieb, das war so das einzige wo er sich sicher war :wink: Vielleicht Nebenantrieb oder sowas (ist ja eine alte Feuerwehr)



    Thomas Frizen-Fischer:
    Ich bin mir schon bewusst das sich ein Allrad-Wohnmobil nicht für Hardcore-Gelände eignet :D. Der spätere Einsatz als Wohnmobil steht dabei natürlich im Vordergrund. Wir möchten dabei einfach nur an Geländeleistung rausholen was geht. Daher starker Motor, Sperren, ordentliche Lagerung etc...
    Wegen der Doppelnutzung hatten wir es uns so vorgestellt das wir, wenn der Feuerwehrkoffer runter ist hinten eine Pritsche drauf machen (entsprechend gelagert), ein paar Stauboxen drauf und ein Dachzelt oder vielleicht eine kleine BW-Kabine und dann erstmal ins Gelände fahren können. Ich denke das wir geländetechnisch da lange nicht auf deinem Level sind. Wenn es später unbedingt mehr sein muss, kann man noch immer ein 2. Fahrzeug für den Geländeinsatz anschaffen
    Wie gesagt, die spätere Eignung als Wohnmobil steht im Vordergrund, aber es soll halt soviel Geländegängikeit rausgeholt werden wie möglich. Das Bedarf natürlich einer ordentlichen Plannung, und deswegen bin ich hier :mrgreen:


    Und zur Doka: Wir wollen uns alle Optionen offen halten :D , und die Doka auch als Wohnraum nutzen. Uns schweben da vier ordentliche Einzelsitze aus Drehkonsolen und eine noch zu entwerfende Tischkonstruktion vor. Dann brauchen wir keinen Tisch hinten in der Kabine. Mit der erhöhten Doka und einem ordentlichen Durchgang sollte das eigentlich ganz gut klappen.
    Ausserdem hat man so quasi zwei getrennte Zimmer, so das man sich auch mal aus dem Weg gehen kann :wink:

  • Lass mich zum Thema Doka noch einen abschließenden Beitrag zum drüber nachdenken einwerfen.


    Das Fahrerhaus ist ein Arbeitsraum, um das Auto bei der Fahrt zu bedienen. Besonders beim 1222 hast Du einen kräftig hohen Hubbel über der Maschine mitten darin, die macht natürlich das drum rum schleichen, also das begehen, etwas hinderlich. Klettere mal in einen 1222 rein und schaus Dir an. Abgesehen davon, ob es zu der großen V 6 mit ihren 11 Litern eine Doka überhaupt gibt, was ich nicht weiß.
    Außerdem geb ich noch eins zu bedenken. Du hast in der Blechkabine, die man natürlich isolieren kann und sollte, die großen Fensterflächen mit Einfachverglasung, allen voran natürlich die Windschutzscheibe mit ihren fast 2 qm. Wenn vom Wetter her, egal ob direkte Sonneneinstrahlung oder niedrige Temperaturen, ein ziemlich enger Spielraum überschritten wird, wirds innendrin unangenehm zu kalt oder zu warm. Man kann lüften oder heizen, aber auch dem sind Grenzen gesetzt, denn wenn du im Sommer schon im Mittelmeerraum dich einigermaßen komfortabel drin aufhalten willst, geht ohne Standklima nix, und für Die hast Du nie genug Energie ohne 220 V Fremdanschluss. Die Absdeckung mit Luftpolsterfolie hilft da natürlich, aber dann hast Du keine Aussicht mehr. Und du brauchst auf jeden Fall zwei Heizungen bzw. eine Heizungsverteilung auf beide Räume.
    Da ist dann die Frage, ob man das nicht über einen abgeteilten Schlafbereich löst, in dem man sich nicht nur hinlegen sondern auch als Einzelperson sitzen und an sich an einem sinnreich gebauten Klapptisch betätigen kann.


    Nur mal so als Anregung in den Raum gestellt..

  • Thomas Frizen-Fischer: Erstmal danke für die viele konstruktive Mitarbeit :) Grundsätzlich gibt es es den 1222 auch als Doppelkabiner. Und natürlich muss der Plan erstmal den Kontakt mit der Realität überleben :mrgreen: Ich hoffe das ich bald mal dazu komme so eine Doka ausgiebig von Innnen zu besichtigen. Dann wird sich zeigen wie es weiter geht.


    Die Isolierung ist naürlich so eine Sache bei der Doka. Im Sommer kann man ja noch nach draussen ausweichen, aber im Winter muss man kräftig heizen und die Scheiben mit Isoliermaterial abdecken.


    Aber wir sind ja auch noch am Begin der Plannung, da ist noch alles möglich :)


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  • hallo Marco,


    der Thomas hat im Prinzip ja schon alles Wesentliche geschrieben .
    Ich will aber doch noch ein paar andere Aspekte anführen , damit Du nicht so ganz
    von Deiner Idee abgebracht wirst und dem nachher nachtrauerst.


    Ich war von der Doka-Lösung für 2 Personen ganz fasziniert :!:


    Mein Endausbau wurde aber nie realisiert , weil ich die Feuerwehr mit 220PS und DOKA
    und das Entscheidende mit Allison-Getriebe so lange und so oft in Flensburg angeschaut habe,
    bis sie jemand anderes gekauft hat..... :roll:


    Bei den Blauen ist gerade eine DOKA im Umbau mit Erhöhung des Koffers - gut gemacht - und vor allem
    ideale Gesamtlänge.
    Um die zu erhalten , hatte ich eine Sitzgruppe in der DOKA geplant - ist nicht einfach zu realisieren ,
    wie Thomas schon sagte , wegen des Motortunnels !
    Über der DOKA hätte ich einen 90cm hohen Alkoven mit Abstützungen für ein jugendlich großes
    Bett geplant und in der Stummelkabine nur noch Küche , Schrank und Dusche/WC.
    Wegen des Tunnels hatte ich die Sitze zwar auch drehbar aber nur zu schreib bzw Arbeitszwecken an dem Tisch geplant
    und stattdessen im hinteren Teil der DOKA eine Rundsitzgruppe mit Öffnung zur hinteren Kabine , die dann einen
    riesigen Faltenbalg braucht , um über die gesamte Rückwand zu laufen - das ist eine echte konstruktive Herausforderung
    mit vielen Problemmöglichkeiten vorzugsweise im nowhere land.
    Einfacher geht das mit einer großen Sandwichkabine ! und einem geräumigen Fernverkehrsfahrerhaus !
    Kauf Dir ein Pritschenfahrzeug - setz einen günstigen Shelter drauf und fahr in die diversen Kiesgruben , etc
    wenn Du es zu doll treibst , gehen Dir die Rep-Kosten auf den Geist und Du wirst automatisch ruhiger oder
    verkaufst das Fahrzeug und machst den Umbau mit einem virginellen Fahrzeug - ich schwör Dir , Du wirst mit eigenem
    Kabinenumbau hintendrauf ruhiger - da ist Dir nämlich dann Deine Arbeit zu schade :D und mit einem hohen
    Aufbau geht Dir der A.... viel früher auf Grundeis , als mit niedrigem Pritschenfahrzeug.
    (Nichtdestotrotz fahre ich in drei Wochen mit der 3/4 fertigen Kabine nach Saverne , um zu sehen wie sie danach aussieht :lol: )


    Blätter mal etwas in der Suchfunktion bei den Blauen - da bist Du Wochen beschäftigt mit DOKA-Umbauten - das ist auch der
    Grund warum da die Antworten etwas spärlicher kommen - das Thema ist hundertfach diskutiert - aber immer wieder spannend.


    viel Glück bei der Auswahl.

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Zitat von sir stenz


    - Sperren:
    Manche der Feuerwehrfahrgestelle sind nicht mal mit einer Diff-Sperre in der Hinterachse ausgestattet. Das ist für mich aber ein absolutes muss. Wie sieht es mit dem Nachrüsten der Sperren (eventuell auch VA) aus. Geht das Grundsätzlich bei allen verbauten Achsen, oder gibt es da Ausnahmen?


    es gibt so viele schöne Feuerwehren , wenn man nur lange genug sucht und nicht innerhalb eines halben Jahres unbedingt fündig
    werden muß/will - da würde ich unter gar keinen Umständen eine nehmen , bei der ich so essentielle Dinge wie Sperre hinten nachrüsten müßte !!!!


    Machbar ist immer alles - aber die Nachrüstung vorne , hinten und in der Mitte kostet Dich mehr als das umzubauende Fahrzeug - vergiß es !

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Zitat von sir stenz

    Der große Knopf im ersten Bild ist wohl die Untersetzung. Und der kleine links? Hat da jemand eine Idee?

    Das ist definitiv der Schalter zur Aktivierung des Nebenantriebs, bei Feuerwehrfahrzeugen ist dies i.d.R. die Pumpe. Ich habe bei 'meinem' Feuerwehrfahrzeug diesen Hebel schon oft genug bemüht ;) ...


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    vierter Sept.-Samstag (24.09.2022): Weinprobe in den Weinbergen

    05.-07.05.2023: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (02.-05.06.2023): Weinfest (Stellplatz nicht nutzbar)

    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Wenn man solche Fahrzeuge sucht, dafür gibt es spezialisierte Händler. Thoma bei Freiburg ist z.B. einer davon. Wenn man nur einfach nach "gebrauchte Feuerwehrfahrzeuge" googelt, hat man für einige Nächte Beschäftigung. Auch die Gebrauchtwagenzeitung "Truck mobiles" ist eine ordentliche Quelle, die nebenbei eine ganz gute Orientierung bietet, was sich am Markt "so tut". Großschrotter haben manchmal überraschende Angebote. Alfers in Cloppenburg versorgt nicht nur ganz Kuba mit gebrauchten Linienbussen, sondern gelegentlich den halben Balkan mit Feuerwehren und Kommunalfahrzeugen, der hat immer mal wieder was interessantes auf dem Hof stehen. Vebeg ist natürlich ein Selbstgänger.


    Also, der Markt ist eröffnet und riesengroß, nur gibt es da leider auch viel Schrott, also Augen auf oder Jabiko (janz billigen Korn....hihi) kaufen und grundrestaurieren, das macht allerdings nur dann Sinn, wenn man die Fähigkeiten (z.B. Schweißen), die Werkstatt samt Ausrüstung incl. Hebeeinrichtung (oder Grube) und Halle und vor allem die Zeit und Lust dazu hat. Eine "der Weg ist das Ziel"-Mentalität hilft dabei ganz besonders. Ach so, Geld kostet es natürlich auch und Geschick, nach Schnäppchen zu forschen. Wissen oder ein paar kennen, die was wissen, hilft dabei sehr. Wenn man z.B. am Rande mitbekommt, dass irgendwo in ein originalverpackter nagelneuer KAMAS LKW Motor für unter 1500 € zu schießen ist, wer kommt dann erstmal auf die Idee, dass der je nach Typ dazu geeignet sein könnte, einen Magirus Merkur wieder zum Laufen zu verhelfen..... oder einen lendenlahmen Iveco in einen flotten Autobahnräuber zu verwandeln....hihi


    Aber wie gesagt, dazu muss man die Veranlagung haben........ ich hab mich mal bei dem Bau meines Truck Trial Proto in solchen Szenen bewegt. Es war alles sehr nett, aber aufwändig, und heute würde ich mir das nicht mehr antun, aber ich bin auch inzwischen ein paar Jährchen älter geworden.... :wink:

  • Zitat von urologe

    Machbar ist immer alles - aber die Nachrüstung vorne , hinten und in der Mitte kostet Dich mehr als das umzubauende Fahrzeug - vergiß es !


    Hi Ralf, es gibt bei einigen älteren Mercedestypen Achsen, die für Sperren vorbereitet waren. Da brauchte man nur die Sperrklinken und die Betätigungen einzubauen, das war ne Geschichte für 2 bis 300 Euro. Aber frag mich jetzt nicht, welche das waren, kann auch sein, dass das undiskutabel alte Schätzchen wie die LA - Serie waren, an die ich in der hintersten Ecke meines lückenhaften Gedächtnisses Anklänge höre oder was aus der Unimog - Ecke.... das ist Spezialisten - Wissen....hihi....


    Im Prinzip dürftest Du bei moderneren Autos recht haben. Hardcore Schrauber finden gelegentlich beim Schrotter komplette Antriebsstränge Allrad mit Sperren....aber das wäre echter Zufall......

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous ()

  • Danke für eure vielen Antworten. Ich fühle mich in meiner Grundplannung erstmal bestärkt :) und werde erstmal weiter schauen und vor allem so ein Fahrzeug mal genau besichtigen! Das Angebot an Feuerwehren ist wirklich riesig, aber der 1222 Doka ist schon vergleichsweise selten.


    urologe: Wie sah den deine Plannung für die Doka damals aus?

  • Zitat von sir stenz

    Danke für eure vielen Antworten. Ich fühle mich in meiner Grundplannung erstmal bestärkt :)
    urologe: Wie sah den deine Plannung für die Doka damals aus?


    :shock::D also lesen solltest Du den Text schon -
    in einem Gutachten macht es sich auch nicht so ganz gut ,
    wenn da steht :"auch bei grob oberflächlicher Betrachtung der Details , komme ich zum Schluß ,daß....." :lol::lol::lol:


    die Nachteile der DOKA sind nicht von der Hand zu weisen... zumal wenn Du nicht mit Kindern unterwegs bist.
    ich dachte , unsere Planung hätte ich grob skizziert...
    erzähl uns erst mal , was Du vor hast - nicht weil wir so neugierig sind , sondern , weil Du Dir darüber erstmal klar werden mußt ,
    denn danach richtet sich das Fahrzeug und der weitere Ausbau

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Das kommt davon wenn man wenig Zeit hat und nur schnell eine kurze Antwort tippt :?


    Bestärkt sehe ich mich vor allem in der Wahl des Basisfahrzeuges, ob Doka oder nicht sei erstmal dahin gestellt. Aber schon mal gut das die Idee nicht totaler Quatsch ist... also auch da durchaus eine bestärkung :D


    Ich habe mir natürlich eure Antworten gründlich durchgelesen, über einige der Dinge habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, andere waren mir neu. Mit Doka wird es auf jeden Fall nicht einfacher, auf dem Papier (!) gefällt es mir trotzdem bisher mit am besten. Als größten Kritikpunkt sehe ich momentan die Isoierung der Kabine. Das Blech kann man sicherlich irgendwie isolieren, aber über die Fenster geht natürlich viel Wärme verloren bzw kommt rein. Danke hier noch mal für den Hinweis, das hatte ich bisher noch garnicht bedacht.


    Deine damaligen Plannungen hast du schon grob dargestellt, ich bin nur neugierig wie du es mit der Sitzgruppe hinten geplannt hattest, das kann ich mir gerade nicht vorstellen :wink:


    Wie schon gesagt soll das Fahrzeug letztlich die Basis für eine mehrjährige Weltreise werden. Dabei soll Flexibilität der Kernpunkt sein. Es sollten Reisen in allen Klimazonen möglich sein, so weit wie möglich geländegängig sein. Ausgelegt für langfristiges Wohnen ohne Frust, bei jedem Wetter. Eventuell Motorräder als Beiboote. 4 Sitzplätze sind uns einfach wichtig, weil man nie weiß was noch komt und uns wahrscheinlich Freunde Etapenweise begleiten werden. Wir haben auch schon über ordentliche Sitzplätze im Koffer nachgedacht, aber das gefällt uns eigentlich garnicht...

  • Zitat von sir stenz

    Deine damaligen Plannungen hast du schon grob dargestellt, ich bin nur neugierig wie du es mit der Sitzgruppe hinten geplannt hattest, das kann ich mir gerade nicht vorstellen :wink: ...


    ich suche mal - ist ja nun schon 6 Jahre her mit der Feuerwehr-Planung ... :D

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • hallo Stenz,
    ich fürchte , allzu viel hab ich nicht mehr , da alles andere Handskizzen waren und die sind (n)irgendwo....


    die DoKa war glaube ich für 9 Personen und nur in der Größe macht es m.E. Sinn , diese als Wohnraum zu nutzen.
    Soweit ich mich erinnere , sollte das 2x2m Bett auf die DoKa mit Zugang von unten - ggfalls als Hubdach , um nur 60 cm
    auf das Führerhaus aufzubauen - halt so hoch , wie die Kabine hinten ist mit Stehhöhe.
    mußt mal ah bisserl rumspielen . Ohne Thermoisolierung der Fenster für die Nacht - keine Chance und im Winter ist
    Dauerheizen und vor allem Dauerlüften angesagt , damit das Wasser nicht dauernd an den Fenstern herunter läuft.
    Ich hatte seinerzeit 2 Sitzgruppen - eine davon ggfalls zum Schlafumbau.
    LG
    Ralf


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