Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

  • Alle besonders problematischen Eckverbindungen werden ebenfalls zusätzlich laminiert.


    Anschließend werden die Fenster ausgeschnitten und die nur 3cm dicken Styrodur-Fensterhalterungen mit Carbonmatte sicher verstärkt.

  • Jetzt kommt noch nicht die Wandarmierung außen -sondern das Dach.
    Hier wird ( mit Hilfe ) über eine Schräge das exact passend zugeschnittene GFK-Teil mit der guten Gelcoatseite nach unten zunächst auf das aufgebracht und lagert 2 Tage , um den Eigendrall von der Rolle zu verlieren.
    Die Innenwände reichen natürlich nicht, das 2mm GFK völlig plan und eben liegen zu lassen. Dazu und für die weitere Dachsandwichherstellung wird eine temporäre Balkenkonstruktion innen gezimmert , um eine vollkommen eben liegende 6 x 2,55m GFK-Bahn zu gewährleisten.
    Anschließend wird die GFK-Bahn an einer Längsseite exact ausgerichtet und mit "reichlich" Blechschrauben im laminierten Ringanker und dem umlaufenden Stahlprofil fixiert.
    Anschließend wird Seite um Seite wieder gelöst - satt MS-Polymer auf Ringanker und Innenwänden aufgebracht und die Schrauben wieder eingedreht , sodaß schließlich eine feste Verankerung der unteren Sandwich-Deckschicht mit den Seitenwänden und Innenwänden resultiert.
    Mit einer Druckluftnietzange wäre das ein Kinderspiel gewesen - so war es mühsame Handarbeit (und die Hilfe auch wieder weg :cry: )

  • Die unterste GFK-Schicht wird jetzt circulär nochmals mit den Seitenwänden überlaminiert,sodaß die Nieten und Schrauben im Stahlprofil absolut wasserdicht vergossen sind.
    Nach absolut ebener Ausrichtung der GFK-Bahn werden die ersten Styrodur-Platten mit 2-Komponentenkleber aufgebracht - natürlich nachdem die Bahn angeschliffen und gereinigt wurde. Untereinander wird mit aufschäumendem PUR-Kleber gearbeitet, der selbständig in alle Ritzen fließt.

  • Um das Dach und die gesamte Kabine noch stabiler und tragfähiger zu machen , werden jetzt Carbonarmierte Sandwichträger eingezogen und mit MS-Polymer satt eingeklebt und die Dicken-Differenz ausgeschäumt.
    Okay das muß jetzt über Nacht trocknen und dann geht´s morgen wieder weiter.
    LG
    Ralf

  • Hoi Urologe,


    hast du dich ganz bewußt für Kohlefaser entschieden? Klar ist Carbon unheimlich steif, aber auch sehr spröde .... ich hätte da Angst, dass es durch Vibrationen und Schläge irgendwann bricht und dann hält es gar nix mehr.


    Die bessere Alternative wäre für mich in diesem Falle Aramid (besser als Kevlar bekannt). Es ist nicht ganz so steif wie Kohlefaser, aber dafür sehr zäh. Da reißt garantiert nix !


    So ein KAT ist ja nicht gerade ne Säfte, es wäre doch schade, wenn die Kabine irgendwann schlappmacht ... :D

    Gruß Peter

  • Hoi zämä


    PeterK: Einer, der so eine Kiste baut lässt sich durch nicht aufhalten, selbst wenn (und das bezweifle ich) da was reisst, unser Urologe richtet das wieder im Handumdrehen!


    urologe: Wahnsinn! Und wie war das mit dem Laminierkurs? :lol:


    Nochmals PeterK:

    Zitat von PeterK

    Hoi Urologe

    ... offensichtlich übst Du schon für die Schweitzerdeutschprüfung vor dem Fonduekessel... 8)


    Gruss


    Picco

  • Hallo Urologe,


    das ist der Wahnsinn was Du da baust.


    Du hast vor ein paar Beiträgen geschrieben das Du dir eine zweite Pritsche in die Halle gestellt hast und darauf die Kabine aufbaust. Jetzt versteh ich nicht ganz warum Du nicht die schon vorhandene Pritsche genommen hast. Die Pritsche auf dem KAT ist ja dann überflüssig.



    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Zitat von Picco

    Nochmals@PeterK:

    ... offensichtlich übst Du schon für die Schweitzerdeutschprüfung vor dem Fonduekessel... 8)


    Na klar, s isch halt nüt eifach ... ;)
    Aber wenns Womo bis dahin fahrbereit ist, komm ich vorbei :D


    Wegen der Kohlefaserverstärkung: Ich glaube nicht, dass der Urologe das CfK verwendet, um Gewicht zu sparen gegenüber GfK, sondern weil es besonders gut halten / versteifen soll. Da wir im Hobbybereich öfters CfK verwenden, kennen wir dessen Vorzüge und seine Nachteile.


    Bei Kohlefasern die Gefahr der Ermüdungs- bzw Vibrationsrissen besonders groß, es hat keinen Toleranzbereich - nach fest kommt sofort ab.


    Aber ich hab gerade auf Seite 1 gesehen, dass die Kabine im Rohbau eh schon fertig ist, also bringts jetzt eh nicht mehr ... die Würfel sind gefallen ;) ich wünsch dem Uro natürlich, dass meine Bedenken nicht eintreten, es wäre schade drum ....

    Gruß Peter

  • Hi Ralph,



    "Ausspreche Annerkennung!", oder wie hieß das noch bei der Trachtengruppe.


    Keine Angst, Langweilen tust Du mit den Bildern und dem Bericht sicherlich niemanden hier. Ich denke eher alle warten drauf noch mehr zu sehen / zu lesen.


    Denn eins muss man Dir ja wirklich lassen. Ich bin von den Teilnehmern dieses Forums ja schon einiges an aussergewöhnlichen Projekten gewohnt und wenn ich den ein oder anderen Bericht so lese, dann kommt mir mein Krabbavan schon fast als "Anfängerprojekt" vor. Aber Du bzw. Dein Aufbau, Ihr gehört sicherlich in die Kategorie "Für Fortgeschrittene" nach ganz weit oben. (Oder eher "Für total Verrückte Selbstbauer, die vor nichts zurückschrecken")
    Weiter so und ich kann es ja schon garnicht mehr erwarten das Teil mal in echt zu sehen.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Zitat von PeterK

    Die bessere Alternative wäre für mich in diesem Falle Aramid (besser als Kevlar bekannt). Es ist nicht ganz so steif wie Kohlefaser, aber dafür sehr zäh. Da reißt garantiert nix !


    hallo Peter - Du hast 100% recht - Aramid wäre der Wunsch gewesen - war aber zum bewußten Zeitpunkt nicht besonders günstig als Restware zu bekommen (siehe Präambel Gesamtkostenrahmen)
    Ich hab aber keine Bedenken bzgl der Stabilität, da das 6cm Sandwich selbsttragend sicher schon 5 Mann problemlos trägt....


    Später habe ich ein Carbon/Aramid-Mischgewebe ganz günstig erworben und daraus die oberen Abschlußprofile gemacht und brauche die Reste noch für die Astabweiser etc.

  • Zitat von VWBusman

    Du hast vor ein paar Beiträgen geschrieben das Du dir eine zweite Pritsche in die Halle gestellt hast und darauf die Kabine aufbaust. Jetzt versteh ich nicht ganz warum Du nicht die schon vorhandene Pritsche genommen hast. Die Pritsche auf dem KAT ist ja dann überflüssig.


    :shock: Radio Eriwan : im Prinzip hast Du natürlich recht .
    aber ich baue ja nun schon eine ganze Weile und in der Zeit hat mir der KAT gute Dienste bei der Materialbeschaffung getan und vor allem zählt für mich jede Minute , mit der ich mit dem Teil fahren kann :lol:
    (Ich hatte einen LAK2 besonders günstig gekauft und den mangels Verwendungsmöglichkeit wieder für die 2. Pritsche eingetauscht und die jetzt überflüssige Pritsche hab ich wieder für was anderes eingetauscht....
    Man muß nur mit Ruhe und Gelassenheit dranbleiben

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Zitat von urologe

    Ich hatte einen LAK2 besonders günstig gekauft und den mangels Verwendungsmöglichkeit wieder für die 2. Pritsche eingetauscht und die jetzt überflüssige Pritsche hab ich wieder für was anderes eingetauscht....
    Man muß nur mit Ruhe und Gelassenheit dranbleiben


    Du bet reibst also so nebenbei noch einen erfolgreichen Tauschhandel :shock::wink:


    Mach nur weiter so !!
    Ich hoffe nur, dass ich das Teil auch mal in natura sehen kann.
    Reizen würde mich soetwas ja auch, aber ohne die entsprechenden Vorraussetzungen (Halle, Abstellmöglichkeit und vorallem viel Zeit etc.) leider nicht machbar.

  • Zitat von PeterK

    Aber ich hab gerade auf Seite 1 gesehen, dass die Kabine im Rohbau eh schon fertig ist, also bringts jetzt eh nicht mehr ... die Würfel sind gefallen ..


    hallo Peter ,
    umso wichtiger finde ich die Diskussion hier - ich stelle das Projekt ja nicht als Referenzobjekt vor , sondern genau über die Für und Widers zu diskutieren. Rückwirkend würde ich heute wohl auch etwas länger gewartet haben , bis ich das CFK/Aramid Gewebe günstigbekommen hätte - aber das ist so selten, dass ich seinerzeit nicht drauf warten wollte.
    Die Vibrationsempfindlichkeit war mir bisher nicht bekannt - das ist sicher ein satter Minuspunkt für CFK !!
    Ansonsten kämpfe ich schon mit dem Gewicht ( zwar nicht grammweise , aber...) die Sandwichständer und CFK-Verstärkungen im Dach sind schon zur Gewichtsreduktion, da ich nichts schlimmer finde als einen schwankenden Aufbau ! Daher alles was über der Gürtellinie ist , wird radikal auf Gewicht getrimmt.
    Zweitens will ich unbedingt den KAT auf 11,9 to ablasten und da bleibt nicht viel Spielraum .

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Zitat von 2vgsrainer

    Du bet reibst also so nebenbei noch einen erfolgreichen Tauschhandel :shock::wink:


    wenn man sonst nichts gescheites gelernt hat :lol:

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Zitat von urologe


    Zweitens will ich unbedingt den KAT auf 11,9 to ablasten und da bleibt nicht viel Spielraum .


    Ein "Dicker" mit Gewichtsproblemen ... mal was ganz Neues. Sonst bin ich immer ganz neidisch auf die Waschmaschinen und das Wasserbett bei den Dickschiffen, von denen wir "Kleinen" nur träumen können ;)


    Zum CfK: Die "normalen" Vibrationen wird das Material bestimmt aushalten ... nur wenn die Amplitute der Erschütterung nur ein kleines bisschen zu groß wird, bricht es eben. Sah man zB öfters bei der Formel eins, wenn ein Hinterreifen geplatzt ist, hats ab und zu die Radaufhängung aus CfK durch die Unwucht gleich mit zerrissen, weil eben keine elastizität gegeben ist.

    Gruß Peter

  • Das Dach wird vollständig mit gefalzten 60mm Styrodurplatten belegt und unten zur Kabine hin die Carbon-armierten Verstärkungen auf die untere GFK-Schicht geklebt ( 3cm Dicke) und nach oben zur Deckschicht weisend an anderen Stellen nicht Carbonummantelte Sandwichträger. Diese werden aber breit auf die benachbarten Styrodurplatten zur Stabilität einlaminiert.
    Den Unterschied unten und oben gelegen habe ich aus Kältebrücken Gründen gemacht. Kohlefaser ist fast so gut wärmeleitend wie Stahl - also wollte ich dieses Material nicht direkt unter der oberen GFK-Deckschicht haben. (der Wärmeleitkoeffizient ist durch das Harz natürlich deutlich anders als reines Carbon - aber trotzdem....)
    Auf einem Bild sieht man das Egalisieren der erhabenen Styrodur-Stellen mit einem 50cm Fuchsschwanz - das ist glaube ich ganz pfiffig :idea:
    die Stellen wurden vorher mit der Laser-Wasserwaage ausgemessen und markiert und dann mit dem Fuchsschwanz einfach abgekratzt.
    Auf die ebene Fläche kommt dann die zweite GFK-Lage. Diesmal war das einfach , weil ich hier mit dem Frontlader einfach anliefern konnte , ausrichten , an der Front seite anschrauben, damit es nicht klammheimlich verrutscht und dann wieder aufrollen und Schritt für Schritt 2-Komponenten-Klber satt auftragen und verpressen - gegen das Hallendach ( vorher natürlich 2 21mm Spanplatten drunter , um eine gleichmäßige Andruckfläche zu bekommen.

  • hier noch ein Bild, wo man sieht , wie das Deckschicht GFK schrittweise mit 2-K-Kleber eingestrichen wird und aufgerollt wird.
    Das sieht einfach aus - wenn man alleine mit dem "Ungetüm" Rolle umgeht braucht man schon viele von den Einhandklemmen....
    Wie beschrieben wird die Fläche mittels 2 er dicken Spanplatten aufgepresst. Das geht auch nur mit 2-Komponenten-Kleber , weil man dem Aufschäumen des PU-Klebers nicht Herr würde und Sika , etc bei den Flächen mühsam und teuer wäre.
    Bei dem Bild sieht man - glaube ich - ganz gut , daß für die Arbeiten das Dach bereits absolut begehbar sein muß !! die Zimmermannsunterkonstruktion wird nach 1 Woche entfernt , da das Dach jetzt voll belastbar ist.


    Jetzt kommt der erste große Fehler , den ich bei der zweiten Kabine nicht mehr machen werde :!: ( mit der 2. war´n Scherz :wink: )

  • soory - es geht morgen weiter -
    ich muß richtig arbeiten und weiß nicht wie lange sich das heute abend hinzieht.

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

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