Dünnes Sperrholz

  • Hallo,


    ein Freund restauriert(repariert) gerade sein Winnebago. Unter der GFK-Schicht ist eine dünne Sperrholzschicht aufgebracht. Diese hat sich teilweise vom Styrodurschaum gelöst, teilweise ist sie noch damt fest verbunden.
    Da der Hersteller dieses Sperrholz anbringt hat es wahrscheinlich einen Grund :?:
    Wer weiß wo man dieses recht dünne Material ( ca.2mm) beziehen kann?
    Was wir bisher Angeboten bekommen haben ist Schiffssperrholz, das jedoch mit über 15€ pro Quadratmeter viel zu teuer ist. Ansonsten haben wir nur 4mm Material gefunden.


    Guido

  • Oh,billig ist das nicht


    Birkensperrholz (Furniersperrholz nennen sie das heute) kenne ich in 3 mm
    Stärke


    Ansonsten bleibt noch die Suche nach Flugzeugsperrholz zB


    Flugzeugsperrholz AW100 155x155 0,4mm*
    Flugzeugsperrholz AW100 155x155 0,6mm*
    Flugzeugsperrholz AW100 155x155 0,8mm*
    Flugzeugsperrholz AW100 155x155 1,0mm*
    Flugzeugsperrholz AW100 155x155 1,5mm*
    Flugzeugsperrholz AW100 155x155 2,0mm*
    Flugzeugsperrholz AW100 155x155 2,5mm*
    Flugzeugsperrholz AW100 155x155 3,0mm*

  • Hallo Guido,


    15 € der m² für so dünnes Sperrholz ist schon sehr günstig.
    Weil ansonsten bleibt Dir, wie Christianus schon schrieb, nur Flugzeugsperrholz. Und das sollte i. d. R. deutlich teurer sein.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo triplee,


    schau Dich mal nach so genanntem Schälfurnier beim Holzhändler (nicht Baumarkt) Deines Vertrauens um. Vielleicht ist es soetwas was Du suchst. Das gibt es meines Wissens nach ab 3mm und kostet so um die €5,-/m² plus Mehrzwecksteuer.


    Gruß
    MaDaCu

  • Danka an alle für die schnelle Antworten.
    Wir werden heute mal nach dem sogenannten Schälfurnier bei Holzhändlern hier in der Region ausschau halten und dann wieder berichten.
    Was für eine Bedeutung hat diese dünne Holzschicht eigentlich???


    Guido

  • Ich würde vermuten, dass die Holzschicht die Wand noch einmal verstärken soll, insbesondere gegen eindrücken und Dellen von aussen. Es kommt zwar auch etwas drauf an, wie dick das GfK ist. Aber bei einer Sandwichwand, bei der das GfK direkt auf den Schaum geklebt ist lässt sich das GfK mit ein bisschen Druck noch nach innen eindellen. Das GfK biegt sich dann zwar wieder nach aussen (sofern nicht zu stark gedrückt), aber im Schaum könnte die Delle bleiben. Das wird wohl durch die Holzplatte verhindert. Evtl. erreicht man so auch leichter eine ebene Oberfläche.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo zusammen,


    es war früher eine Art die Sandwichplatten zu bauen, indem man auf beiden Seiten Holz aufklebte und das Holz dann mit einer dünneren GFK-Schicht beklebte. Das Holz hat hier Vorteile bei der Verklebbarkeit gebracht, da PS-Schaum nicht so einfach zu verkleben war (und auch noch ist). Gleichzeitig kann die GFK-Deckschicht dünner sein, da ja das Holz mitträgt, was früher auch preislich eine große Rolle spielte.


    Auch heute werden Expeditionskabinen noch auf diese Weise hergstellt oder angeboten, da besonders bei dickeren Holzschichten die Stabilität doch besser ist.


    Ein Material, was auf einem ähnlichen Konstruktionsprinzip beruht wird ja auch durch MABU angeboten. Hier ist die Aussenseite aus einem Verbund von Alu und GFK als "Unterkonstruktion". Ich habe slebst dieses Material gewählt und bin super damit zufrieden => Beuelenfestigkeit wie GFK und Optik wie Alu.


    Bei der Verwendung von Schälfurnier würde ich aber zwei oder drei dünne Lagen erst verkleben und dann als Holzplatte nehmen, da das Sperrholz erst durch die unterschiedlichen Faserverläufe der einzelnen Schichten und durch die Klebung Stabilität bekommt. Einfach nur ein "Brett" von 3mm einzusetzen ist nicht ratsam.


    Besten Gruß


    HWK

  • Richtig
    Sperrholz bekommt die Stabilität erst dadurch das sie im 90° Winkel übereinander, in mehreren Schichten verklebt und verpresst wird.
    Im Baumarkt gibt es auch recht dünne Glasfaserplatten.

  • Hallo!


    Pappel in 3mm kostet 3,5, Birke in 3mm 4,05


    Birke wetterfest verleimt in 1mm 13,85 und in 2 mm 15,85 jeweils Euro für einen Quadratmeter und dann plus MWST.
    Diese Qualität gibt es aber auch in 1,5 mm, 2,5 mm, 3mm.
    So könnte ich einkaufen.


    Fritz

  • Bei der Winnebago Kabine kann das Holz nur als "Klebezwischenschicht" so wie hwk es beschrieben hat fungieren, zur Stabilisierung wäre es viel zu dünn, es ist nur ca. 1,5mm stark und nicht wie Sperrholz verleimt, sondern nur einlagig und sehr grobfasrig. Mein Freund ist heute mal losgezogen und hat bei verschiedenen Holzgroßhandlungen sich umgesehen.

  • Hallo Christianus



    <<<<< Im Baumarkt gibt es auch recht dünne Glasfaserplatten <<<<


    ?????? Wo denn , bei welchen Baumarkt in München ?????



    Gruß Rudi

    Gruß Rudi

  • Hallo Rudi
    Bauhaus und Obi, im Westen, da hab ich die gesehen, aber nicht ganze Bahnen sondern Zuschnitte. Sind transparent ohne CelKOT :D

  • Hallo,


    also ich als Modellbauer würde Euch raten, das Flugzeugsperrholz zu nehmen.
    Es ist zwar teuer, aber die Vorteile gegenüber einem normalem Sperrholz, sind enorm. Gewicht, Steifigkeit, Biegsamkeit und zudem noch Wasserfest.


    All das macht das normale nur bis zu einem Punkt mit und dann bricht es, ist labberig und quillt bei Wasserkontakt auf.


    Gerade im Womo ist es wichtig, das die Vorteile da sind. Klar, wenn man die Preise vergleicht, greift man automatisch zu der billigen Version. Aber diese hält eben nur eine Bruchzeit, gegenüber dem Flugzeugsperrholzes.


    Schälfurnier würde ich generell abraten, da es nur in Faserrichtung steif ist. Quer dazu bricht es sehr schnell. Außerdem ist es schlecht zu befestigen, da es ja nur eine hauchdünne Schicht vom Baum ist, der Länge nach.


    Also dann, viel Spass beim Werkeln und ein schönes Weekend.


    Uwe und das Tigergespann :wink:

  • Hallo Christianus


    <<<Bauhaus und Obi, im Westen <<<


    Ist ja direkt meine Ecke , ist mir noch nie aufgefallen
    Danke für die Info



    Gruß Rudi

    Gruß Rudi

  • So, das Holz ist gekauft, bei einer Furniergroßhandlung günstiges Buche sowie Mahagonifurnier. Sogenanntes Messerfurnier.
    Jetzt heist es erstmal arbeiten, arbeiten, arbeiten.

  • Hallo tripple,


    dann viel Glück beim Einkleben auf den Schaumkern. Hier würde ich auf spaltüberbückende 2-K-PU-Kleber zurückgreifen (z.B. Körapur 666).


    Besten Gruß


    HWK

  • Danke, HWK


    das arbeiten überlasse ich anderen :!::!: ich geh´dieses Wochenende zum Saisonabschlußfest von unserem Wohnmobilstammtisches.
    Aber mein Freund hat sich recht schlau gemacht wie er das Material verarbeiten muß. So wie ich weiß hat er genau diesen Kleber.


    Wie bearbeitet man am besten GFK-Winkelleisten um Rundungen (in Längsrichtung) herzustellen???? EInsägen an einem Schenkel und dann biegen ??? Und dann?? Spachteln??


    Guido

  • Hallo Guido,


    Glückwunsch zu den Freunden!! Die hätte ich bei meiner Ausbauphase auch manchmal nötig gehabt.


    Da ich mit GFK-Leistn bisher noch nicht das Vergbügen hatte, Rundungen formen zu müssen, kann ich da keine verbindliche Auskunft geben. Sofern die Rundungen einen weiten Radius haben, würde ich auch nach Einschnitt-Methode arbeiten und dann Schleifen und überlaminieren. Ich weiss aber auch, dass GFK manchmal auf Spannungen etwas empfindlich reagiert.


    Hier können Dir aber sicherlich die Kollegen von den GFK-Womos helfen oder ein Hersteller der Kabinen, die verarbeiten das Material ja täglich.


    Besten Gruß


    HWK

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