• Ich möchte meine Absetzkabine (Auf VW-T5) über ein seperates Kabel vom Auto mit Strom versorgen. Habe mir dazu schon ein Schaudt 109 (Ladegerät mit 12V Stromversorgung) zugelegt. Die Steckdose von der Anhängerkupplung will ich nicht nehmen weil dort wohl die Kabelquerschnitte zu klein sind (Stimmt das?). Außerdem benötige ich die Steckdose für den Anhängerbetrieb.
    Wo schließe ich die Leitungen im Auto an?
    Wo setze ich die Steckdose am Auto hin?
    Was für Steckdosen (Autoseitig und Kabinenseitig) nimmt man da am besten? Die Kabine hat eine Wandstärke von 30mm.

  • Hallo Wolfgangchen,


    ich vermute mal, dass Du das Ladegerät in der Kabine aufbauen willst; dann benötigst Du für dei 220 V Einspeisung die CEE Anschlüsse, wie sie in den Campingshops angeboten werden. Von dort aus sollte die ganze Sache dann über einen FI und einen Sicherungsautomat gehen. So viel zur 220 V Verdrahtung.


    Wenn Du während der Fahrt die Akkus im AUfbau laden willst, so ist über die D+ Leitung ein Trennrelais zu schalten, wass dann die 12 V weiter in die Kabine und an die Akkus leitet. Um hier möglichst effektiv zu laden, ist ein ausreichender Kabelquerschnitt erforderlich. Suche mal hier unter dem Stichwort "Kabelrechner", da war mal ein kleines Programm gepostet, was den Spannugsabfall in Bezug auf Leitungslänge und Querschnitt errechnete. Als Steckdose würde ich auf die auch bei der Bundeswehr genutzten 12 V Hochstromstecker zurückgreifen, da diese für hohe Ströme geeignet sind und auch einen geringen Übergangswiderstand haben. Neu sind diese Dosen und Stecker recht teuer, sind aber auch gebraucht bzw. als Lagerbestand recht preiswert in den Natoshops zu haben.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hi Wolfgang,


    ja, zumindest bei der serienmäßig verkabelten Anhängersteckdose kannst Du davon ausgehen, dass der Kabelquerschnitt zum laden der Zweitbatterie in der Kabine zu klein ist.


    Es gibt wie immer natürlich mehrere Möglichkeiten.
    Zur Lage der Steckverbindung:
    Aus elektrischer Sicht ist die Kabellänge natürlich ab besten so gering wie Möglich. Deshalb wäre aus der Sicht eine Steckverbindung vorn an der Kabine ideal. Nur gibt das oft Probleme mit dem Richtigen Platz der Anschlüsse und wenn die Anschlussleitung seitlich frei im Fahrtwind hängen würde könnte sie Anfangen an Fahrzeug oder Kabine zu schlagen und Dir den letzten Nerv rauben. Also, wenn Du eine Vernünftige und gut Zugängliche Verbindung vorn schaffen kannst, dann ist das gut. Wenn nicht, dann musst Du halt den Leitungsquerschnitt wegen der Länge etwas größer wählen. Von der Zugänglichkeit ist natürlich hinten im Bereich der AHK-Steckdose recht gut.
    Anschluss:
    Schau Dir auch mal meinen Schaltplan in der Wissensdatenbank an. Anschluss einer Leitung min. 16 A an Batterieplus oder Lichtmaschinenplus. (Sicherung nicht vergessen). Von da auf ein Trennrelais (Ansteuerung des Relais durch D+ Kontakt vonder Lichtmaschine). Vom Trennrelais jetzt zur Steckverbindung und weiter zur Kabine.
    Minusleitung (im gleichen Leitungsquerschnitt) nicht vergessen. Diese musst Du aber nicht bis zur Batterie ziehen. Es reicht, wenn Du diese von der Steckdose auf die Karosserie legst. Hierbei auf einen guten elektrischen Kontakt achten (Blech blank machen, Masseleitung am besten mit Ringöse und zwischengelegter Zahlscheibe verschrauben (z. B. durch das Heckblech („Stoßstange“)). Anschliessend als Korrosionsschutz noch Unterbodenschutz oder Karosseriewachs (Hohlraumwachs) drauf sprühen.


    Welche Steckverbindung:
    Neben den von hwk genannten NATO-Steckverbindungen gibt es noch folgende Alternativen:
    Es gibt (insbesondere für den LKW-Bereich) eine genormte 6-polige Steckverbindung für die 12 V Versorgung von Anhängern. Diese ist nur nicht an jeder Ecke zu bekommen.
    Dann könntest Du natürlich auch Deine AHK-Steckdose verwenden, wenn Du die entsprechenden Leitungen dort Anschließt (die 13-polige Steckdose hat die Kontakte schon vorgesehen). Du schreibst Du willst die AHK-Dose frei lassen wegen Anhänger ziehen, brauchst Du keine Beleuchtung hinten an der Kabine? Hältst Du alle erforderlichen Winkel für die Beleuchtung so ein? Du könntest natürlich trotzdem die AHK-Steckdose verwenden und für den Anhängerbetrieb ein Adapterkabel bauen. Oder einfach eine zweite AHK-Steckdose parallel.
    Problem bei der AHK-Steckdose kann nur sein, dass Du die 16 mm² Leitung da schlecht unter bekommst. Bei der 13-Pol Dose könntest Du das ganze aber auch auf zwei Anschlüsse verteilen. Das wäre auch für die Strombelastung der Anschlüsse besser.
    Alternativ kannst Du natürlich eine beliebige solide und wtterfeste Steckverbindung nehmen. Achte nur darauf, dass beim Laden der leeren Zweitbatterie (zumindest für kurze Zeit) recht hohe Ströme fließen können.
    Als einfachste Lösung sehe ich, wenn man einfach eine alte 7-Polige AHK-Steckdose mit Stecker nimmt. Diese sind günstig und überall zu bekommen. Zudem sind sie Wetterfest und solide genug bzw. mit entsprechend dicken Kontakten ausgestattet, um die hohen Ströme verkraften zu können. Wenn Du jetzt noch für + und – je Zwei Kontakte nimmst, dann wäre das erst mal eine gute Lösung, wenn es nicht zu Verwechslungen führen könnte, wenn diese Steckdose hinten an der Doka ist. Wäre also am Besten, wenn diese Steckverbindung dann vorn am der Kabine ist. Oder Du versuchst die Steckdose irgendwie so zu verändern, dass nur Dein eigener Stecker reinpasst und nicht der Stecker eines alten Anhängers.
    Alternativ gibt es z. B. von Harting Industrie-Steckverbindungen. Die bis 16 A pro Kontakt belastbar sind. Wenn Du dort einen 8-Fach Stecker nimmst und je 4 Kontakte für + und – nimmst, dann sollte das auch passen.
    Für das Verbinden des relativ dicken Kabels mit den Schraubkontakten der Steckverbindung am besten Kabelschuhe mit Stift nehmen, da die Stifte meist noch im die Klemmen passen.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Zitat von Wolfgangchen

    Wo setze ich die Steckdose am Auto hin?
    Was für Steckdosen (Autoseitig und Kabinenseitig) nimmt man da am besten? Die Kabine hat eine Wandstärke von 30mm.


    Hallo Wolfgang


    Da ich im Prinzip fast das gleiche Projekt ( Leerkabine von Ormocar auf T5 4motion) wie du plane bzw. in Arbeit ist, werde ich bei mir die Stromversorgung für die Kabine über ein Nato Steckdose bewerkstelligen und hierzu einen Kabelquerschnitt von 25mm² vorsehen. Wenn möglich möchte ich die Kabellänge so kurz wie möglich halten, also im vorderen Bereich der Kabine den Anschluß zum Fahrzeug bewerkstelligen.
    Die Nato Steckdose und Stecker hab ich mir bei ebay ersteigert. Beim Stecker muß du nur aufpassen, dass du die neue Variante bekommst. Die hat nämlich einen Sicherungsschraubring mit dem man den Stecker gegen unbeabsichtiges lösen sichern kann.


    Ansonsten warte ich zur Zeit noch auf meinen T5 damit es dann endlich richtig los gehen kann.

  • Hallo,


    ich hab mir für Anhängerbetrieb 2.Steckdose gesetzt. Jeweils 13 polig. Die für Kabine sitzt ganz außen, also nicht zu verwechseln. Die Zuleitung ist wie Krabbe geschrieben hat auf 2 Kabeladern geteilt.


    gruß Helmut

    Grüße aus der Waldsiedlung Iggelheim
    unterwegs mit T4 2,5 TDI Doka, mit Bimobilabsetzkabine

  • also 2x 2,5 qmm ergibt nicht automatisch 5qmm, also das Aufbröseln des gesamtquerschnittes ist nicht so wie gleich eine dicke leitung ziehen.


    Bei der Belastbarkeit der kontakte sehe ich 16A viel zu gering. Je nach Lichtmaschine und Regler laufen hier 70A. Die einzige sinnvolle Lösung ist mind. 16qmm und solche Natostecker.

  • bis wieviel ampere sind denn die normalen 13-poligen anhängerdosen gedacht?


    bin nämlich auch gerade dabei, zu planen, wie ich 180Ah batterien im wohnwagen lade........

  • Hallo Tommy,


    die Stechdosen für den Anhängerbetrieb sind leider nur für die "normalen" Ströme bei Betrieb der Beleuchtungseinrichtung gedacht - also kleiner 10 A. Eine 180 AH Batterie, die eventuell auch noch richtig entladen ist kann man über solch eine Verbindung nicht laden, ohne dass hier was abraucht!!


    Innerhalb des Womos habe ich zum Lader und zur LIMA 50 mm² Kabel verlegt. Und diese sollten auch keine "Schwachstelle" in Form einer ungeeigneten Steckverbindung haben. Ich habe mich damals für die Versorgung von 12 Verbrauchern ausserhalb des Womos (KW-Funk-Gerät) für die Nato-Dosen entschieden.


    Besten Gruß


    HWK

  • ja, ich dachte mir das schon, verdammt......


    was natürlich dann blöd ist, das mein vater oder nen kumpel nicht einfach den wohnwagen nutzen können (da ja keine nato dose vorhanden, sondern nur 13-polige), oder ihn nur mit 230V außen-einspeisung laden können.


    mhh, muss mal weiter nachdenken

  • Hi Wolfgang,


    wenn Du Dich beeilst, dann bei Ebay. Und zwar hier und hier

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • @ Groecamp,


    Zitat

    also 2x 2,5 qmm ergibt nicht automatisch 5qmm, also das Aufbröseln des gesamtquerschnittes ist nicht so wie gleich eine dicke leitung ziehen.


    Ist es nicht so, dass dünnere Leitungen bezogen auf den Querschnitt mit einem einen relativ gesehen höheren Strom belastet werden dürfen? Und wenn Du nun statt 5 mm² 2x2,5 mm² mit ausreichend Abstand zueinander Verlegen würdest dürftes Du die 2x2,5 mm² doch höher belasten als die 1x5mm², oder?


    Zitat

    Bei der Belastbarkeit der kontakte sehe ich 16A viel zu gering. Je nach Lichtmaschine und Regler laufen hier 70A. Die einzige sinnvolle Lösung ist mind. 16qmm und solche Natostecker.


    Ich hatte ja auch vorgeschlagen einen 8-fach-Stecker zu nehmen und je 4 Kontakte für + und - zu nehmen. Somit wären das dann 4x16A=64A.
    Und die hohen Ströme, die beim Laden einer (leeren) Batterie fliessen können fliessen nicht permanent. Diese Ströme fliessen nur eine relativ kurze Zeit, da mit steigender Energieeinlagerung in der Batterie deren Innenwiderstand ansteigt. Dadurch wird der Ladestrom geringer.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

    Einmal editiert, zuletzt von Krabbe ()

  • @Krabbe
    bezüglich der Aufbröselung der Leitungen muß ich nochmals hier im Haus mir das erklären lassen.


    Bei der anderen Sache ist das Problem doch, dass hier es sein kann, dass sehr hohe Ströme, wenn auch kurzfristig fließen können. Und hier líegt die Gefahr. Das hier aus der Leitung kurzfristig ein Elektroschweißgerät machst. :wink: Ich würde auch nie eine solche Verbindung über ein handelsübliches Relais von etwa 70A schalten. Hier sollte ein Regler von Sterling oder ähnliches dazwischen. Die Sache wäre mir zu heiß.

  • Hi,


    die ganze Sache mit den Trenndioden usw. hat nur den Nachteil, dass Du Dir einen nicht unerheblichen Spannungsabfall einhandelst und damit die Batterie noch schlechter geladen bekommst, als es mit der Lichtmaschine eh schon geht. Und die ganzen Sachen mit Anpassen der Lichtmaschinenregler über Kompensationsdioden sind meist auch nur mehr oder weniger schlecht angepasste Krücken.
    Die Sache mit den Trennrelais ist so schlecht wirklich nicht. Und vor allen Dingen seit Jahren erfolgreich im Einsatz. Und wie oft hört man davon, dass ein Wohnmobil wegen eines Trennrelais abgebrannt ist? Eigentlich nie. Das Problem sind beim Trennrelais eigentlich nur die hochen Ströme, wenn sie beim Schalten auftreten. Denn dann kann es zu kurzen Lichtbögen kommen, die auf Dauer die Kontakte beschädigen. Und die sind sie beim Öffnen problematischer als beim Schliessen. Aber wenn das Relais öffnet, dann sollte die Batterie ja zumindest teilweise wieder geladen sein und somit ein geringerer Strom fliessen.
    Und diese kleinen Lichtbögen im Relais sind ansonsten unproblematisch. Sie machen auf Dauer höchstens das Relais kaputt. Mehr passiert nicht.
    Für die meisten Anwendungen mit Zweitbatterien bis ca. 100 Ah dürften die 70 A Trennrelais wie z. B. von Calira ausreichen. Wenn ich auch selber die 100 - 180 A Relais von Nagares bevorzuge. Unter anderem aber auch wegen der Schraubanschlüsse, die diese Relais im Gegensatz zu den Steckanschlüssen der Calira-Relais haben.
    Und zu guter letzt sollte selbstverständlich sein, dass die Leitungen in unmittelbarer Nähe zu den Batterien gut und richtig abgesichert werden. D. h. ich würde für ein 70A Relais max. eine 60 A Sicherung vorsehen. Dann bist Du auf jeden Fall auf der Sicheren Seite und Dein Wohnmobil wird nicht wegen eines Trennrelais abbrennen (wenn alle Anschlüsse vernünftig ausgeführt werden).

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Groecamp und Krabbe,


    Krabbe hat rRecht, wenn er behauptet, dass 2x2,5 mm² nicht gleichzusetzetn ist mit 5mm², da bei zwei Kabel die Wäremabfuhr günstiger ist und diese Kabel so höher belastet werden können. Bei meinen Akkus von 440 AH arbeite ich auch nur mit Relais von 100 A Schaltleistung und habe bisher nie Probleme bekommen, da die Ladeströme / Verschiebeströme nur für den ersten Moment recht hoch sind. Die Relais verkraften das, da die Lat rein ohmsch ist und keine Induktivitäten oder Kapazitäten mit angeschlossen sind.


    Beim Ausdröseln auf mehrere Steckverbindungen ist die Sache sicherlich im ersten Moment auch noch in Ordnung; nur wenn sich dann schleichende Korrosion breitgemacht hat, kann es vorkommen, dass ein Kontakt dann die hauptsächliche Last trägt und dann leider etwas wärmer wird.


    Eins ist aber doch klar: eine Anhängerdose ist nicht für den Ladestrom einer 100 AH Batterie (besonders wenn sie leer ist) geeignet. Hier ist dann ggf. eine dicke Leitung von der ersten Batterie über ein Trennrelais zur Anhängerbatterie zu führen. Genauso wird es ja auch bei Womos gemacht, nur hier brauche ich keine Steckverbindung dazwischen. Als Alternative kann man auch Verbinder nehmen, wie sie z.B. im Schweissfachhandel für E-Schweissgeräte angeboten werden. Die sind auch für starke Ströme ausgelegt und fast an jeder Ecke zu bekommen.


    Besten Gruß


    HWK

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