Abnehmbares Hochdach

  • Tach allerseits,


    ein abnehmbares Hochdach kenne ich aus den VW T3-Zeiten, da gab es sowas mal. Das HD war gleichzeitig als Boot zu verwenden.
    Der Zugang zum HD war über das serienmäßige große Stahlschiebedach im T3 gelöst. Wie eine Bettkontsruktion im HD aussah, weiß ich nicht. Fenster waren logischerweise auch nicht vorgesehen, war ja Boot :P .


    Als Nordlandfahrer bin kein echter Fan von Aufstelldächern, bei Wind und Regen machen die nicht wirklich Spaß.
    Ich würde das Hochdach auch nicht ständig Auf-und Abbauen sondern nur in kritischen Situationen wie Container-Verladung oder niedrige Brücke und Umfahrung sind 300 km Umweg :lol:
    Ich würde ein normales GFK-Hochdach adaptieren wollen, am liebsten ein altes gebrauchtes von einem VW LT1 oder sowas. Unten an das HD einen passenden Rahmen gebaut zur Stabilisierung. Auf das Blechdach einen entsprechenden Süllrand zum Aufsetzen und Dichten. Befestigung am Blechdach durch gesicherte Spannschlösser. Um kurze Strecken mit abgenommenen HD zu überbrücken würde ich am HD hinten zwei einfache Räder einhängen und vorn eine Öse zum Einhängen in die AHK. Natürlich könnte man damit nur Schrittempo fahren aber egal, für 100 m reicht es.


    Was haltet ihr von dieser zunächst nur theoretischen Spinnerei ?


    Gruß
    Jens

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Hallo Questman,


    danke für den Link.
    Ein gebrauchtes Varius nützt mir nichts, er geht nicht um einen VW T3. Das Varius-HD wäre viel zu schmal.


    Gruß
    Jens

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Hi Jens,


    ich sehe da auch keine großen Probleme das Hinzubekomen. Befestigen würde ich statt mit Spannschlössern mit Kniehebeln oder so ähnlich, ginge schneller beim abbauen.


    Aber hast Du evtl. auch mal über ein Klappdach mit festen Seitenwänden nachgedacht? Wäre evtl. praktikabeler, insbesondere auf Fähren oder im Container. Weil mit dem Dach an der AHK könnte es dann doch im Container auch eng werden, oder?

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hi Krabbe,
    über ein Klappdach mit festen Seitenwänden hatte ich auch schon mal nachgedacht aber nie was tolles gesehen, was mich überzeugt hätte. Gibt es irgendwo Beispiele zu sehen, die man zur eigenen Wissenserweiterung nutzen kann ?
    Natürlich wäre ein schlechtwettertaugliches Klappdach noch viel praktischer.
    Das System vom Finck habe ich mal gesehen. Das ist nett aber leider schwer und teuer. Gibt es da auch Wettbewerber zum Finck ?


    Gruß
    Jens

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Hallo, Jens,


    ich sehe bei einem abnehmbaren Hochdach das Problem, daß Du vor abnehmen des Daches den ganzen Inhalt des Hochdachs erst in das eigentliche Fahrzeug schaffen müßtest, wenn Du den Inhalt nicht Wind und Wetter aussetzen möchtest. Und wenn ich mir vorstelle, die Betten und Matratzen und was sonst noch da oben Platz findet, erst wegräumen zu müssen, würde ich mir doch überlegen, ob ein paar km Umweg nicht doch das kleinere Übel sind.


    Da ich ja jetzt ein WoMo 'für die große Tour' habe, das allerdings für Wochenendtrips nur bedingt geeignet ist, plane ich für 2008 eine kleine Hubdachkabine für 2 Personen, die ich auf die Ladefläche eines T5 setzen möchte. Im Alltagsbetrieb wäre die T5-DoKa mit Kabine dann nicht größer als ein normaler T5 Kastenwagen mit langem Radstand, zur Übernachtung würde ich dann das Hochdach ausfahren und hätte dann volle Stehhöhe und gut gedämmte, rostunanfällige Wände.
    Bei Geert, der mit einer Hubdachkabine auf seinem Landy beim Treffen war, habe ich gesehen, daß für die Anhebung des Hubdaches wohl vier Gasdruckfedern reichen dürften - es sei denn, das Dach würde noch stark beladen, dann müßte man evtl. doch zu einer Spindel- oder Hydrauliklösung zur Anhebung des Daches greifen.


    Wäre das Konzept nicht auch etwas für Dich?


    Viele Grüße
    (Leerkabinen-)Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    03.-05.09.2021: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (04.-07.06.2021): Weinfest fällt aus

    vierter Sept.-Samstag (25.09.2021): Weinprobe in den Weinbergen


    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Hi Jens,


    schau Dir doch mal das Klappdach der älteren Tischer-Absetzkabinen an (z. B. für T3). Das System halte ich für recht gelungen.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hi ihr,


    ich habe mal etwas gestöbert.
    Im Profi-Bereich werden neben dem Finck-System auch Aufstelldächer mit klappbaren, festen Seitenwänden angeboten (http://www.innovation-camper.de). Bei den Preisen setzt es einen aber derbe hin. Unter 3000 Euro kann man mal das Bild angucken, eher werden 5000 Euro aufgerufen. Das ist mehr als ich für das ganze Auto bezahlt habe.
    Der Uben von dustdevil hat einen etwas ätzenden Ausdruck aber egal. Seine Dachkonstruktion ist ganz lustig aber für eine nomale, umzuarbeitende Stahlkarosse nicht unbeding erste Wahl.
    Die Tischer-Lösung habe ich noch nicht gesehen, ich schaue mal, ob ich bei irgende einem Treffen mal einen finde.


    Gibt es eigentlich Serien-Aufstelldächer, die breiter sind als die für VW-Busse ? Ford Transit vielleicht ?
    Wenn ich von einem gebrauchten Dach ausgehe, muß man nicht bei Null anfangen.
    Die Lösung mit dem abnehmbaren Hochdach ist noch nicht tot aber hat halt Konkurrenz.


    Hier mal ein Bild vom Dach (Breite ca. 170 cm):


    Welches man übrigens abschrauben kann ...



    Gruß
    Jens

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Hi Jens,


    mach doch bitte mal ne kurze Sizze oder gib zumindest ein paar Maaße von Deinem Auto und dem gewünschten Höhengewinn. Ich hab da ne Idee...

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Zitat von Krabbe

    mach doch bitte mal ne kurze Sizze oder gib zumindest ein paar Maße von Deinem Auto und dem gewünschten Höhengewinn.


    Hi Krabbe,


    der Michael hat sich mal ganz viel Mühe gegeben.
    Hier liegen haufenweise Schnitte vom Innenraum:
    http://www.c303.de/c303-pdf/c303-hold-floor.pdf
    http://www.c303.de/c303-pdf/c303-hold-mid.pdf
    http://www.c303.de/c303-pdf/c303-hold-top.pdf
    http://www.c303.de/c303-pdf/c303-hold-side.pdf
    http://www.c303.de/c303-pdf/c303-hold-lside.pdf
    http://www.c303.de/c303-pdf/c303-hold-rside.pdf
    http://www.c303.de/c303-pdf/c303-hold-back.pdf


    Außenmaße sieht man hier:


    Innen hätte ich gern Stehhöhe im hinteren Bereich, also 55 cm echte Innenhöhe müssen noch hinzu.


    Gruß
    Jens

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Hi Jens,


    das sieht doch mal gut aus. Heut und am WE komm ich wohl nicht zum Zeichnen, aber anfang der Woche mal ich mal was auf. Meine Idee sollte funktionieren...

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hi Jens,


    hab da doch noch mal eben was zusammengeschmiert,, dann kannst Du Dir am Wochenende mal gedanken drüber machen.
    Sorry für die Qualität, ist halt quick & dirty.


    Prinzip:


    Das hintere Dachteil komplett wegbauen, ggf. erforderlichen Hilfsrahmen aus Stahlblech zusammenschweißen.
    Neu Dachhaut (grün) anfertigen. Entweder aus Alu-Riffleblech (GfK ginge auch, aber zu Deinem Auto passt doch besser Alu-Riffle) oder Du versuchst noch ein original-Stahldach zu bekommen und nimmst dann die Stahldächer, verbreiterst die etwas (in der Mitte auftrennen und Blech einsetzte) und kürzt die beiden Dächer, so dass sie mit ca. 40 mm Zwischenraum in der Höhe auf das Original-Dach passen. (Bei der letzten Version hättest Du dann sogar noch die original-Optik.
    Die Seitenwände (blau) würde ich aus 30 – 40 mm GfK-Sandwich bauen, kannst natürlich auch jedes andere Material nehmen.


    Die beiden Seitenwände werden drehbar (rot) jetzt so am Hilfsrahmen befestigt, das sie eingeklappt unterhalb des jetztigen Dachniveaus liegen.
    Die Frontwand wird so montiert, dass sie am Ende des vorderen Dachteils drehbar befestigt wird und eingeklappt auf dem Vorderen Dachteil liegt.
    Die Heckwand wird am Hilfsrahmen drehbar so befestigt, dass sie eingeklappt auf den Seitenwänden liegt.
    Das Dach wir nun Drehbar an Front- und Heckwand montiert.
    Nun ggf. noch eine Unterstützung durch Gasdruckdämpfer o. ä. gebaut.
    Das Dach wird jetzt mit Front- und Heckwand nach oben/hinten geschwenkt. Die Seitenwände danach nach oben/außen.
    Ggf. können die Seitenwände auch so veriegelt werden, dass sie nicht ganz aufgeklappt werden müssen und ein Belüftungsspalt geöffnet werden kann.


    (Ich gebe es zu, dass ganze entspricht weitgehend dem Tischer-Prinzip)
    Brauchbare Schaniere, Beschläge, Dichtungen usw. dürften im LKW oder Anhänger-Zubehör zu finden sein. (Baumaterial für Türen für Kofferaufbauten)
    Hier hatte mal jemand einen guten Link zu einem Online-Prospekt, wo es fast alles auf dem Gebiet gab. Find ich leider nicht mehr.

  • Hi Krabbe,


    hey, danke, super Arbeit.
    Wie hast du denn so in nullkommanix den Umriss vom Volvo in dein Programm bekommen ?
    Ich habe am WE mal ein wenig darüber nachgedacht, das Prinzip ist wirklich gar nicht übel. Im zusammengeklappten Zustand kann man die Dachhaut ja so formen, das sie seitlich heruntergezogen ist, also so ähnlich wie der Deckel eines Schuhkartons. Das wäre bei "Dach zu" sicher immer dicht.
    Wenn das Dach hochgeklappt ist, hat man hinten einen netten Überstand als Überdach. Gar nicht doof, weil hinten die große Hecktür ist.
    Zum Abdichten der vier Kanten und der Scharniere bei "Dach oben" habe ich im Moment keine Idee, ich vermute mal, man muß da mit entsprechenden Gummidichtleisten arbeiten.
    Ich würde das Dach auch mit einer gewissen Grundhöhe versehen, sodaß nicht die volle Höhe ausgeklappt wird. Um Container-Verladung zu ermöglichen, würde ich mir Alu-Scheiben drehen lassen und die statt der Räder anschrauben. Damit gewinnt man etwa 25 cm. Selbst durch blosses Luftablassen könnte man schon 15 cm gewinnen.
    Container-Einfahrthöhe sind 225 cm, auf 250 cm Höhe könnte ich also aufbauen. Ok, bei 220 cm Grundhöhe ohne HD sind das immerhin 30 cm. Bei Fähren gibt es viele Höhenabstufungen, ins PKW-Maß komme ich sowieso nie. Unter 260 cm zu bleiben hilft zumindest bei Nordlandfähren.
    Als Material würde ich Alu-Wabenplatten bevorzugen, die haben das beste Leistungsgewicht. Dämmung dann halt per aufgeklebten PE-Schaummatten. Bei einer Alukarosse bleibt man dann auch beim üblichen Materialmix, ein hochgedämmtes Dach hilft ja eh nur bedingt bei den vielen Kältebrücken, die immer bleiben.
    Das Orginal-Dach besteht übrigens aus Alu, nicht aus Stahl. Der untere Teil der Karosse ist aus verzinktem Stahlblech, der obere Teil aus Aluminium. Innen ist noch ein tragender Stahlrohrahmen. Das orginale Dach zu nehmen ist als Idee erstmal nicht schlecht, es wäre aber zu kurz und zu schmal und zu niedrig an den Kanten. Ich glaube, das lohnt nicht.
    Vielen Dank nochmal, ich behalte diese Idee auf jeden Fall im Hinterkopf :D


    Gruß
    Jens

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Noch eine Frage:
    kann ich mir das Bild von Krabbe irgendwie runterladen zum lokalen Rechner ?

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Hi Jens,


    Speichern: Wenn Du mit der Maus drauf gehst, dann erscheint mach ner Sekunde eine "Taskleiste" und ganz links ist das Speichern-Symbol.


    Und wie ich Deinen Volvo importiert habe:
    Ganz simpel, ich sag ja, quick und dirty. Ich habe das pdf in mein Zeichenprogramm geladen und den Volvo dann abgemalt. Das kannst Du in der Vergrößerug auch gut sehen, das das nicht alles so ganz stimmt und ich die Radien nur grob interpoliert habe.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Ich nochmal:
    Ich glaube, es wäre geschickter, die Seitenwände oben anzuschlagen und nach unten zu klappen, vor allem, wenn man eine Grundhöhe von ca. 30 cm schon hat.
    Mit Seitenwänden unten angeschlagen verschenkt man ja den ganzen Innenraum im Hochdach bei "Dach zu". Die Klapphöhe würde ich wohl gnadenlos auf 70cm wählen, macht immerhin gut 1 m Höhengewinn insgesamt. Das dürfte auch ein recht bequemes Schlafabteil werden :D
    Probleme mit Abdichten hätte man dann nur noch an den unteren Scharnieren von Vorder- und Rückwand, oben überlappt die Dachhaut ja um 30cm.


    Danke nochmal und Gruß
    Jens

    Das isländische Pferd, eines der geländegängigsten Transportmittel der Welt

  • Oben Anschlagen ginge auch. Ist nur das Problem, dass Du die Seitenwände mit hoch stemmen mußt. Und vom Platz ist es eigentlich das Gleiche. Denn ich würde es in beiden Fällen so bauen, dass die Seitenwände im eingeklappten Zustand direkt unter dem (abgesenkten) Dach liegen.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • @Krabbe: hab' ich Dir eigentlich schon einmal gesagt, daß ich froh bin, Dich (und andere aktive Teilnehmer) im Forum zu haben??


    Jens: sorry wegen meines Beitrags - vielleicht sollte man doch einmal genauer schauen, was angefragt wird, bevor man versucht, anderen die eigenen Vorstellungen überzustülpen...


    Auf jeden Fall viel Spaß beim weiteren Planen - und späteren Bauen!
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    03.-05.09.2021: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (04.-07.06.2021): Weinfest fällt aus

    vierter Sept.-Samstag (25.09.2021): Weinprobe in den Weinbergen


    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

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