Strom verteilen - was für Verteiler?

  • Folgendes Szenario:


    Zwei Batterien, Trennrelais wird im Motorraum verbaut. Da es dort allerdings ziemlich eng zugeht => 30 A Sicherung in Leitung (6 mm²) für Verbraucher:


    * Radio
    * Endstufe
    * CB-Funke
    * Innenlicht
    * evtl. noch Zigarettenanzünder


    Die Verteilung der Plusleitung soll im Innenraum vorgenommen werden (da sonst zu viele Kabel durch die Wand geführt werden müssten).


    Die einzelnen Verbraucher werden natürlich extra abgesichert bzw. wie bei VW üblich zusammengelegt (Zigarettenanzünder extra, CB-Funke, Radio und Innenlicht auf eine Leitung, Endstufe extra) und beim Verteiler mit den üblichen Werten abgesichert.


    Spricht etwas gegen dieses Vorhaben? Gibt es eventuell eine bessere Lösung?


    TIA Martin

  • Hallo MArtin,


    so ist das aus meiner Sicht ok. Wichitg ist nur, dass die Haupt-Sicherung möglichst nahe an der Batterie sitzt. Bie mir habe ich das Ganze mit 50 A abgesichert und bin dann in die Unterverteilung an einem separaten Sicherungskasten gegangen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Zwischen Verteiler und Trennrelais wären bei mir ca. 1,5 m Kabel... Habe gestern noch lange mit 'nem befreundeten Elektriker telefoniert, welcher mir davon wieder abgeraten hat.


    Verteiler möglichst nahe an die Batterie und gleich dort die jeweiligen Leitungen der Verbraucher absichern. Nicht erst "irgendwann" nach 1,5 m.


    Weiterhin sollte ich die Abgänge für die Verbraucher in die Nähe der Zweitbatterie setzen und nicht knapp neben das Trennrelais.


    Habe mal ein .swf gebastelt (OpenOffice sei dank :))


    Einfach klicken => geht in einem neuen Fenster auf und ist frei skalierbar:


    Drück mich, ich bin ein .swf :)


    CU Martin

  • Hallo Martin,



    wie wär´s denn mit sowas für die Verteilung/Absicherung im Bordnetz:



    Damit kannst Du das Bordnetz über den Hauptschalter komplett abschalten und hast 4 Sicherungsautomaten für die einzelnen Stromkreise integriert.
    Und nebenbei hast du noch eine Kontrolle über den Ladezustand der Batterie.


    Kann ich Dir für 40 Euro inkl. Versand anbieten.


    Gruss
    Uwe

    Endlich wieder bi-mobil

  • Hi Martin,


    1,5 m bei 6 mm² sind doch eigentlich nich viel. Da ist es wirklich egal, wo Du die Verteilung hinbaust. (Aber ich würde bei 50 A Absicherung eher 10 mm² nehmen. ist auch noch besser wegen der Kabelverluste.)


    Wenn ich mir das bei Dir so ansehe, dann hast Du die gesamten Verbraucher im Amaturenbrett oder in der Mittelkonsole, oder?
    Und die Zweitbatterie kommt unter einen der Sitze.
    Dann würde ich mir bei den "riesigen" Kabelwegen echt keinen Kopf machen und das wie folgt aufbauen: Starterbatterie - Kabel - Sicherung 50 A - Trennrelais (Sicherung und Trennrelais im Motorraum oberhalb der Batterie) - Kabeldurchführung in Innenraum - Im Bereich der Zentralelektrik die Verteilung mit den Sicherungen (Wenn bei Dir noch der Platz da ist würde ich dann sogar die Original-Zusatzsicherungshalter nehmen, die noch unter der Zentralelektrik Platz finden, dann sieht es am saubersten aus) - mit der "Hauptleitung" (10 mm²) jetzt weiter zur Zweitbatterie - unmittelbar vor der Batterie noch ne 50 A Sicherung.
    Wenn Du noch eine Steckdose hinten haben willst kannst Du die dann noch (extra abgesichert) von der Zweitbatterie wegführen.


    Vorteil der Lösung oben: Saubere Kabelverlegung, kurze Wege zu den einzeln abgesicherten Verbrauchern. Und wegen der Spannungsverluste brauchst Du Dir wirklich keine Sorgen zu machen. Wie gesagt, besser 10 mm² als 6 mm², dann passt das. (Oder Du nimmst gleich 16 mm², das läst sich auch noch vernünftig verarbeiten, und dann bist Du auch für alle Eventualitäten gerüstet.)

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • [quote='Krabbe']Hi Martin,..... mit der "Hauptleitung" (10 mm²) jetzt weiter zur Zweitbatterie - unmittelbar vor der Batterie noch ne 50 A Sicherung.
    Wenn Du noch eine Steckdose hinten haben willst kannst Du die dann noch (extra abgesichert) von der Zweitbatterie wegführen.[quote]


    Ja, so sollte das gehen, lieber Martin. Ich hatte in meinem LKW-Womo die Komfortbatterien ganz hinten und mußte rund 6 m Weg überbrücken, dazu habe ich mir Starterkabel (ich glaub das war irgenwo zwischen 25 und 50 mm2) genommen als Ladeleitung und 25 mm2 zur Verteilung bzw zum Umformer 24 V auf 12 V für Radio und Boilersteuerung. Hat super funktioniert, auch mit dem 50 Amp - Trennrelais.


    Wichtig scheint mir ein Hauptschalter für alle Batterien, auch Starter, weil man dann auf heimliche Stromverbraucher reagieren kann. Bei mir zog der Tacho (Fahrtenschreiber mit Blindscheibe) im Stand soviel Strom, daß zweimal 120 AH Starter nach 4 bis 5 Wochen leergesaugt waren. Allerdings sollte man für die Radio - Senderspeicherung eine separate abgesicherte Leitung, die nur von einer Batterie direkt abzweigt, verlegen, denn sonst mußt Du, je nach Radiotyp, nach der Abschaltzeit neu mit dem Code starten und alles neu einrichten, was ziemlich lästig ist. Der geringe Stromverbrauch dabei ist m.E, zu vernachlässigen.

  • Ich sollte bei meinem Bild wohl noch ergänzen wo welche Kabel geplant oder sogar bereits schon verlegt sind. Derweil also kurz erläutert:


    Zwischen den beiden Batterien liegt ein 16 mm² Kabel. Da meistens silberne (farblos-transparente) Kabel - vermutlich der Optik halber - angeboten werden bin ich den einfacheren Weg gegangen: grün-weiss - weil's gerade parat war und nichts extra gekostet hat.


    Abgesichert sind sie mit zwei Sicherungshaltern, jeweils kurz vor dem Batteriepol und AGU Sicherungen mit 50 A.



    UweN


    Langenau bei Ulm? Hallo Nachbar! *wink* :)


    Ich befürchte das Gerät ist ziemlich "oversized" für meine Zwecke. Gut, günstiger wird's nicht mit anderen Lösungen, jedoch weiß ich beim besten Willen nicht wo ich das Panel montieren sollte... Jetzt fährt man schon T4 - und hat keinen Platz... Schlimm sowas. :)


    @Krabbe:


    Zitat

    ...dann hast Du die gesamten Verbraucher im Amaturenbrett oder in der Mittelkonsole, oder?
    Und die Zweitbatterie kommt unter einen der Sitze.


    Richtig. Sofern ich die Endstufe noch in die Mittelkonsole unterbringe, da muss ich wohl zu Holz und Filzbezug greifen. Denn in die VW Doppel-DIN-Konsole passt die kleine Endstufe leider nicht rein. :(


    Die Zweitbatterie kommt - wie bei VW üblich - unter den Fahrersitz. Unter dem Beifahrersitz sind Warndreieck und Verbandskasten gut griffbereit verstaut. Finde den Platz dafür eigentlich okay und möchte das auch so erhalten.


    Der einzige Verbraucher, welcher nicht in der Mittelkonsole sitzt => die Standheizung. Und deren Kabelbaum liegt bereits unter dem Fahrersitz.


    Steckdosen mit 12 Volt will ich nicht nach hinten legen. Bin gerade froh das die Innenverkleidung wieder drin ist - nach knapp einem Monat jeden Wochenende rumwerkeln... Leider hat sich was verschoben und nun will der Multivan-Klapptisch nicht so wie er soll. :( Aber das ist ein anderes Thema...


    Thomas Frizen-Fischer:


    Über die sinnvolle Platzierung von einem oder gar zwei "Natoknochen" hatte ich auch schon gegrübelt - und es dann wieder verworfen gehabt. Stattdessen will ich in die Leitung von D+ zum Trennrelais evtl. einen kleinen Schalter einsetzen. Wenn ich nicht will das die Batterien gekoppelt werden bzw. ich nicht will das von der Starterbatterie - beispielsweise bei Wartungsarbeiten) 12 Volt bis unter den Fahrersitz gehen => *klack* und fertig.


    Ist allerdings bisher nur eine Idee...


    THX Martin

  • Hallo Martin,


    ich weiß nicht wie's bei dir Platzmäßig ausschaut. Bei mir habe ich für die Elektrik ein Aufputzgehäuse verwendet. Das hat schonmal den Vorteil, daß der ganze Kram feuchtigkeitsgeschützt ist. Zur Stromverteilung habe ich Reihenklemmen der Fa. Weidmüller mit eingebauter Flachsicherung verwendet. zuätzlich haben die Klemmen eine LED intergriert, die eine defekte Sicherung sofort anzeigt. Die einzelne Klemme ist wenn ich mich recht entsinne bis 40A belastbar. Über Brücken kannst du mehrere Klemmen eingangseitig verbinden. Der große Vorteil dieser Lösung ist der greinge Spannungsabfall durch eine optimale Kontaktierung. Das ist besonders beim Einsatz einer Kompressorkühlbos mit Spannungswächter zu beachten.
    Weiterer Vorteil: das ganze ist beliebig erweiterbar.


    Gruß
    Christoph

  • Habe mal wegen weidmüller herumgesucht, jedoch leider nur deren Internetpräsenz und ein paar Elektrofachbetriebe mit Produkten von denen gefunden.


    Hast du ein Bild oder sowas parat?


    TIA Martin

  • Hallo Martin,


    die Klemmen findest du hier:
    http://eshop.phoenixcontact.co…UID=50679&parentUID=50651


    Die version mit Zugfeder, die ich für's Auto jedoch nicht empfehlen würde:
    http://eshop.phoenixcontact.co…ID=162994&parentUID=51503


    Alternativ zu den Flachsicherungen können auch diese Automaten in den Klemmen eingesetzt werden:
    http://eshop.phoenixcontact.co…ID=163005&parentUID=51503


    Falls du weitere info's brauchst einfach Bescheid geben.


    Gruß
    Christoph

  • Also interessant sehen die Teile schon aus... Nur:


    Ich glaube ja kaum das ich solche Teile in "gigantischen Mengen" wie so 10 Halter und 10 Sicherungen (und das wäre ja schon viel) als Privatperson bekommen kann - und vorallem zu welchen Konditionen...


    Diese NS 35 Schiene auf welcher die Teile montiert werden => einfach zu bekommen oder ist sowas nur in Schaltschränken verbaut und nicht gerade als Meterware frei erhältlich?


    CU Martin

  • Hallo Martin,


    die Klemmen kann dir jeder jeder Elektriker über den Großhandel auch Stückweise bestellen. Unser Großhändler hat die in der Regel immer auf Lager. Wir kaufen auch nicht immer 100 Stück wenn wir für einen Schaltschrank mal 5 Stück benötigen.
    Die Hutschiene sollte beim Elektriker normalerweise ebenfalls vorrätig sein. Ein kurzes Stück bekommst du evtl. sogar als Dreingabe wenn du die Klemmen bei ihm bestellst. Alternativ kannst du dich auch umsehen, ob es in der Nähe jemanden gibt der Schaltanlagen oder Steuerschränke baut. Die haben entsprechede Klemmen evtl sogar vorrätig.


    Gruß
    Christoph

  • Wie liegen denn die Automaten und Flachsicherungshalter so preislich?


    Natürlich wird der Stückpreis einiges ausmachen, aber ein "Pi mal Daumen" würde mir schon reichen.


    Was ich für 4 Euro das Stück bei Reichelt, Pollin, Conrad oder eben beim "Car-Hifi"-Fritzen um die Ecke bekommen kann => macht mich nicht wirklich glücklich...


    TIA Martin

  • Hallo Martin,


    Listenpreis für dei Klemmen liegt so bei ca. 7 Öre plus M.Steur. Aber ein Installateur hat problemlos 40%.


    Die Sicherungsautomaten liegen so in etwa in der selben Größenordnung. Kann ich aber morgen mal in der Preisliste nachschlagen.



    Gruß
    Christoph

  • Wäre klasse! TIA dafür vorneab!


    6 Sicherungen + 6 Halter demnach so etwa 15-25 Euro (je nach Konditionen)... Dafür gibt's bei den oben genannten "Spezialisten" nichts Vergleichbares.


    CU Martin

  • So, war nochmals kreativ: Neue Variante von der Kabelführung - diesmal mit Angaben der Querschnitte:


    Neue Verkabelung als .swf


    Das 220 Volt Relais (Öffner) ist eine Idee von wegen »CEE eingesteckt, daher automatisch D+ trennen« - eben den worst case ganz sicher abfangen.


    CU Martin

  • Hallo Martin,


    das 230 V Relais würde ich rauslassen. Es ist völlig unnötig D+ zu trennen wenn CEE drin ist. Auch wenn Du bei 230 V Einspeisung den Motor startest macht das nichts.
    Du handelst Dir aber eine Gefahrenquelle ein. 230 V und 12 V sollten strickt getrennt werden. Denn stell Dir nur mal vor warum auch immer kommt Wasser an / auf das Relais oder irgendwas schmort durch, oder Kabelbruch etc. und auf einmal hast Du dann 230 V in der 12 V Anlage des Fahrzeugs. Na dann gute Nacht. Auch wenn Du Glück hast und Dir nichts passiert. Zumindest diverse Steuergeräte dürften hin sein.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Ich findest die Kabelquerschnitte von 2,5qmm für die 220V Verbraucher im Womo doch etwas überdimensioniert. Gerade zum Ladegerät.
    Hast Du mal geschaut was der Hersteller da verbaut? Ich schätze mal daß der nicht mal 1,5qmm verwendet.
    Was willst Du denn betreiben?
    Ne Flex? :wink:

    Grüße vom QM.

  • Zitat

    das 230 V Relais würde ich rauslassen. Es ist völlig unnötig D+ zu trennen wenn CEE drin ist. Auch wenn Du bei 230 V Einspeisung den Motor startest macht das nichts.


    Okidok. War lediglich eine »da muss man aufpassen«-Geschichte in anderen Foren bzw. was ich über Google gefunden hatte.


    Zitat

    Ich findest die Kabelquerschnitte von 2,5qmm für die 220V Verbraucher im Womo doch etwas überdimensioniert. Gerade zum Ladegerät.
    Hast Du mal geschaut was der Hersteller da verbaut? Ich schätze mal daß der nicht mal 1,5qmm verwendet.
    Was willst Du denn betreiben?
    Ne Flex?


    Nunja, 3x 2,5 mm² habe ich noch parat... 3x 1,5 mm² müsste ich kaufen. :)


    Natürlich würden 1,5 mm² reichen - und das wird spätestens dann passieren, wenn ich einen Stecker in eine der normalen Schuko-Dosen einstecke. Die Kabellänge von Sicherungskasten mit FI und 16 A zu den Schuko-Dosen wird ohnehin nur wenige cm betragen.


    CU Martin

  • Und weiter geht's mit den Grübeleien!


    Vielfach wird empfohlen das Ladegerät so anzuschließen, dass eigentlich gleich beide Batterien damit geladen werden könnten. Aber da braucht man wohl:


    * entsprechende Ladegeräte mit zwei Anschlüssen


    und/oder


    * per »Natoknochen« überbrücktes Trennrelais


    * per »Natoknochen« (oder anderweitig getrennte) Verbindung zwischen Ladegerät und Zweitbatterie


    Gibt's dafür bei/von irgendwem schon eine fertige Lösung?


    TIA Martin

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