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Iveco Daily 35S11 Agile – Getriebewarnung im Stand bei warmem Motor

  • tgreff
  • 26. August 2026 um 08:08
  • tgreff
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    • 26. August 2026 um 08:08
    • #1

    Hallo zusammen,

    wie schon in unserer Vorstellung erwähnt, fahren wir einen Iveco Daily 35S11, Baujahr 2010, mit Agile-Getriebe. Das Fahrzeug hat inzwischen rund 90.000 km gelaufen.

    Leider macht uns das Agile-Getriebe bzw. eine immer wieder auftretende Warnmeldung etwas Sorgen.

    Unsere Tochter war vor kurzem mit dem Fahrzeug unterwegs. Bereits am ersten Reisetag trat mehrfach folgendes Problem auf:

    Wenn das Fahrzeug nach der Fahrt zum Stehen kam und der Motor im Leerlauf lief, erschien im Cockpit eine Warnmeldung zum Getriebe mit der Aufforderung, den Motor sofort abzustellen. Gleichzeitig ertönte ein Warnsignal.

    Nach dem Abstellen und erneuten Starten war die Meldung zunächst wieder verschwunden.

    Wir selbst hatten in der Vergangenheit bei heißem Wetter schon ein möglicherweise ähnliches Verhalten. Dabei wurde allerdings nicht das Getriebe, sondern ein zu geringer Öldruck gemeldet, ebenfalls verbunden mit der Aufforderung, den Motor abzustellen.

    Wegen dieser Meldungen war das Fahrzeug bereits bei Iveco. Dort konnte allerdings kein konkreter Fehler festgestellt werden.

    Während der Reise war außerdem der ADAC vor Ort. Der Servicetechniker versuchte, den Fehlerspeicher auszulesen, konnte jedoch keine Verbindung zum Fahrzeug herstellen. Während des Diagnoseversuchs gingen im Cockpit zahlreiche Warnleuchten an und verschiedene Fehlermeldungen wurden angezeigt. Laut Aussage des Technikers lag dies daran, dass er nicht die passende Ausleseeinheit für unseren Iveco zur Verfügung hatte. Ein Auslesen des Fehlerspeichers war daher vor Ort leider nicht möglich. Ob durch den fehlgeschlagenen Diagnoseversuch zusätzliche Fehler im Speicher abgelegt wurden, wissen wir nicht.

    Während der Fahrt verhält sich das Fahrzeug nach unserer bisherigen Beobachtung unauffällig. Das Problem scheint vor allem aufzutreten, wenn das Fahrzeug warm ist und anschließend im Leerlauf steht.

    Daher meine Frage an die Iveco- bzw. Agile-Erfahrenen hier:

    Kennt jemand dieses Verhalten beim Daily bzw. beim Agile-Getriebe?

    Gibt es typische Ursachen oder bekannte Schwachstellen, die zu solchen Warnmeldungen führen können? Und könnte die gleichzeitig bzw. unter ähnlichen Bedingungen auftretende Öldruckwarnung einen Zusammenhang haben?

    Für Hinweise, was wir gezielt prüfen oder bei der nächsten Werkstattdiagnose ansprechen sollten, wären wir sehr dankbar.

    Viele Grüße
    Thomas

  • Abweg
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    • 26. August 2026 um 20:43
    • #2

    War kürzlich wegen Kugelköpfen in der Werkstatt und konnte mich kurz mit dem Monteur unterhalten (ich habe gefühlt, eine digitale Kupplung).

    Kurzform: das Getriebe ist recht robust und langhaltig, nur wenn was dran ist (auch Kupplung), wird sch...teuer.

    Ich weiß nicht ob das richtig ist was ich mache, aber wenn ich´s lasse, werde ich es nie erfahren.

  • tgreff
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    • 28. August 2026 um 09:18
    • #3

    Hi, danke für die Info.
    Mein Problem ist das ich hier nicht mal ne Werkstatt habe wo ich hin könnte. War bei Iveco West hatte aber nicht den Eindruck das man mir helfen wollte. Sämtliche Hinweise wurden zwar zur Kenntnis genommen aber meines Erachtens nicht drauf eingegangen. Vermutlich haben die auch nicht den Nerv das Fahrzeug probezufahren bis es richtig heiß ist.
    Brauche halt mal zuerst eine Fehleranalyse was das Bordsystem erkannt hat.
    Mir würde daher auch ein Tip zu einer Werkstatt in der PLZ-Region 52 helfen.
    Andere Quellen meinen es könnte schlichtweg ein Spannungsproblem an den Steuergeräten sein.
    Keine Ahnung wie ich weiter kommen kann. Wir wollen Mitte September nach Irland. Fähre ist gebucht. Fühlt sich nicht gut an so loszufahren.

  • mafer
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    • 28. August 2026 um 10:39
    • #4

    Ich hab zwar ein Daily von 2020, aber das Problem der sinnlosen Displaymeldungen kenne ich zu gut.

    Bei meinem war es ein defektes Kabel zu einem ABS-Sensor, nicht mal der Sensor selbst. Bei Iveco scheuern die Kabel gern in den Leerrohren durch, weil die Kanten zu hart und scharfkantig sind.

    Von Autoaid gibt es ein günstiges Diagnosetool, was Dailys bis Bj. 2016 unterstützen soll.

    Bei Iveco gilt: Alles, wo Öl durchfließt, ist excellent, alles, wo Strom durchgeht, ist Mist. Und das ist seit 40 Jahren so!

    Gruß Matthias

    Fachwissen engt ungeheuer ein. (Bernd S.)

  • tgreff
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    • 29. August 2026 um 12:30
    • #5

    Hallo Matthias

    Danke für den Hinweis zu dem Diagnosetool. Ich schau mal wo ich das bekommen kann. Auf autoaid.de finde ich es so direkt nicht. Laut KI brauche ich mindestens das Pro-Gerät um auch Informationen zum Getriebe zu bekommen. Liegt im Moment bei 129,-€. Mit 30 Tagen Rückgabe wäre es einen Versuch wert.

    Weiß jemand ob man damit einen für Laien nutzbaren Hinweis dazu bekommt wo man Spannungsseitig, Kontaktgüte usw. anfangen kann zu suchen?

    Gruß
    Thomas

  • pseudopolis
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    • 5. September 2026 um 08:43
    • #6

    Ich hatte mal kurz so einen Iveco und hab mich schlau gemacht wie das Getriebe funktioniert, da ich auch Fehlermeldungen hatte. Das Getriebe hat elektrische Stellmotoren und arbeitet prinzipiell ähnlich wie die Mercedes Sprintshift, die allerdings hydraulisch ist. Die Stelleinheit ist oben auf dem Getriebe verbaut und sollte zur Wartung demontierbar sein. Generell muss der angesprochene Stellmotor in einem definierten Zeitraum seine Endposition erreichen, die wahrscheinlich durch einen Taster der Elektronik gemeldet wird, um den Stellmotor zu stoppen. Da das Problem ja nur sporadisch auftritt, ergeben sich ein paar mögliche Fehlerquellen:

    • Endposition zu spät erreicht - Stellmotor zu langsam > Mechanik der Stelleinheit verdreckt oder verharzt
    • Endposition nicht erreicht/Taster nicht gedrückt - Stellmotor defekt > Kohlen runtergeschliffen oder Taster defekt oder Getriebe blockiert > zb Getriebeöl oder Synchronringe

    Das mit der komplizierten Diagnose ist mir auch aufgefallen. Iveco scheint sehr darauf bedacht, einem die Diagnosemöglichkeiten zu erschweren und in die Iveco Werkstatt zu zwingen. Geht meiner Meinung nach gar nicht. Reist man mit einem modernen Camper, muss unterwegs eine Diagnose durchführbar sein, damit auch ich oder die Dorfwerkstatt arbeiten können.

    Michael

  • mafer
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    • 5. September 2026 um 10:16
    • #7

    Das einzig vollständige Diagnosegerät für einen Daily nach 2020 kostet ab 4 K von Würth.

    Die andere Möglichkeit ist die Ferndiagnose (nur Diagnose und Fehlerlöschen, nix anlernen), die aber ab dem 6. Jahr 120 € im Jahr kostet und nur bis 2028 funzt, dann wird GSM in den meisten Ländern abgeschaltet sein.

    Gruß Matthias

    Fachwissen engt ungeheuer ein. (Bernd S.)

  • holger4x4
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    • 5. September 2026 um 11:12
    • #8

    Die Paketkoffer haben aber bestimmt kein Iveco Navi mir GSM Modul, dann wird das eh nix mit der Ferndiagnose.

    Gruß, Holger

  • tgreff
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    • 6. September 2026 um 08:16
    • #9

    Hallo zusammen, keine tollen Nachrichten.

    Macht also wenig Sinn sich ein OBD II Lesegerät zu besorgen.
    Zwischenzeitlich ist der Wagen wieder bei einer IVECO Vertragswerkstatt. Das Telefonat mit dem Werkstattleiter war sympathisch, aber auch ein wenig ernüchternd. Er meinte sinngemäß das sich da ein kostspieliges Problem auftun könnte, er das Fahrzeug aber für eine konkrete Diagnose in der Werkstatt auslesen muss. Ein kurzfristiger Termin war möglich und eine erste Einschätzung sollte ich am nächsten Tag bekommen. Der erwartete Anruf kam leider nicht und auf meine Nachfrage bisher auch keine Reaktion.

    Dumme Sache. Bin gespannt was weiter passiert.
    Ob es wohl theoretisch möglich ist Das Agile-Getriebe rauszuwerfen und wieder einen Schalter aus dem Wagen zu machen?

    Gruß Thomas

  • tgreff
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    • 9. September 2026 um 12:37
    • #10

    Hallo zusammen,

    zur Info für Interessierte.

    Das Getriebeproblem hat sich leider bestätigt. Das Problem wurde mir so erklärt: Der Kraftschluss des Motors ist nicht synchron zum Getriebe, erkennbar daran das der Wagen gefühlt 2 Sekunden später anfährt als man das Gaspedal betätigt, was ich bestätigen kann. Dieses Verhalten hatte der Wagen aber bereits als ich ihn im März 2025 mit 75tkm gekauft habe. War etwas gewöhnungsbedürftig, kam ich aber mit klar. Nun hat er 91tkm. Das Problem trat bei etwa 89tkm auf.

    Laut Werkstattleiter machen die verschiedenen Steuergeräte aus dieser Asynchronität dann gelegentlich (nicht zwingend immer) die Fehlermeldung Getriebe defekt. Der sonstige Gesamtzustand des Wagens würde eine Reparatur des Getriebes grundsätzlich rechtfertigen. Leider klappt das natürlich nicht vor unserer geplanten Reise kurz nach Mitte des Monats.
    Grundsätzlich könnten wir mit dem Wagen fahren und ihn nach der Reise, dann zur Überarbeitung des Getriebes wieder bringen.

    Das war der erste Besuch in einer IVECO-Fachwerkstatt wo ich den Eindruck hatte man will uns helfen. Zudem war die bisherige Kontrolle kostenlos. Macht uns insgesamt einen guten Eindruck. Wir werden wahrscheinlich mit dem Wagen nach Irland fahren und hoffen nicht irgendwo total liegen zu bleiben. Danach lassen wir das Getriebe dann wohl überarbeiten.

    Gruß Thomas

  • pseudopolis
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    • 9. September 2026 um 13:02
    • #11

    Das passt doch zu dem was ich zuvor beschrieben habe. Wenn das Getriebe zu zu spät seinen Sollzustand erreicht, aber ansonsten funktioniert, würde ich sagen, es ist nicht das Getriebe selbst (es findet ja die Zahnräder letztlich) sondern die Stelleinheit schwergängig, aber ansonsten funktionstüchtig. Das kann man ganz sicher auch ohne die komplette Stelleinheit auszutauschen reparieren, indem man es einfach reinigt und neu schmiert.

    Zu aller erst aber würde ich aber einen Getriebeöl Wechsel machen, das kann bei schwergängigen Getrieben schon Wunder wirken. Immer mit dem kostengünstigsten und einfachsten beginnen.

    Zwecks Urlaubsabbruch: Wenn das Auto eigentlich fährt, wäre es doch eine Überlegung wert, die Reparatur am Reiseziel machen zu lassen. Im Süden von Europa ist sowas günstiger und wird meistens sogar ambulant, ohne Wartezeit, gemacht. Vor allem wird da noch repariert, und nicht bloss alles ausgetauscht.

    Michael

    Einmal editiert, zuletzt von pseudopolis (9. September 2026 um 13:08)

  • holger4x4
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    • 9. September 2026 um 13:33
    • #12

    Irland ist ja nicht gerade im Süden ;) Ob es da vernünftige Iveco Werkstätten gibt?

    Gruß, Holger

  • Abweg
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    • 9. September 2026 um 21:48
    • #13

    Upps, meiner fährt auch verzögert an (ca. 35tkm), dachte das ist wg. dem einkuppeln der Agile.

    Hatte bisher hoffentlich noch keine Fehlermeldung, da mein Zentral Display selten funktioniert.

    Ich weiß nicht ob das richtig ist was ich mache, aber wenn ich´s lasse, werde ich es nie erfahren.

  • pseudopolis
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    • 10. September 2026 um 11:42
    • #14

    Mein DHL Iveco, den ich ein paar Wochen hatte, hat auch ewig für Schaltvorgänge gebraucht. Das, und der Diagnosekrampf, waren die Gründe, weshalb ich den wieder verkauft hab. Ich dachte das wäre eben so bei den Ivecos, und hab gar nicht überlegt, ob das vielleicht ein Fehler sein könnte. Hat ja erst 90.000km auf der Uhr gehabt, wer denkt da an so was.

    Ich glaube, für die Reparatur der Steleinheit braucht man keinen Iveco Spezialisten. Das kann jeder versierte Mechaniker auch. Eine hohe Halle mit Hebebühne, um das Getriebe auszubauen, wäre von Vorteil. Das Getriebe muss raus, weil sonst kommt man nicht an die Stelleinheit. Aber wenn man die Stelleinheit mal in der Hand hat, ist sicher nicht so dramatisch. Die Stellmotoren kann man mit einem regelbaren Netzteil laufen lassen, und so jede Stellung simulieren und alles auf Gängigkeit checken.

    Aber erstmal neues Getriebeöl rein, bevors ans Eingemachte geht. Bei meinem Nissan ist das Wechselintervall nur 40.000km. Sehr niedrig, finde ich. Das neue Getriebeöl hat man deutlich an der Synchronisation bemerkt. Vielleicht ist das bei Iveco ähnlich.

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