Hausmodule "klein" - gibt es sowas?

  • Naja, ein 100W Modul kostet um die 60€, ein 320W Hausmodul 150€ bei ebay, gibts aber auch schon für 120€.

    3 kleine, da hast du 3x die Rahmen drumherum, Anschlussdose, Kabel, Halterungen, bei dem großen alles nur 1x.

    Das Gewichtsthema umgeht man wenn man gleich die richtige Tonnage des Basisfahrzeugs nimmt8)

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Victron gibt doch an das man die Laderegler ( MPPT ) parallel betreiben kann. Warum dieses dann nicht auch tun?

    Moin Christopher,


    ja, funktionieren tut es und machen kann man grundsätzlich viel.


    Wenn der Grund Redundanz ist, oder der, das die Modulleistung zu hoch ist, dann sind das für mich auch hinreichende Gründe, dies so zu tun.

    Wenn es um Leistungsoptimierung geht, dann sehe ich das anders. Abgesehen von möglicher gegenseitiger Beeinflussung bedeutet es auch Mehrverbrauch und höheres Gewicht.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Krabbe,


    für mich wäre die Verwendung mehrerer Regler nur dann sinnig wenn es sich um unterschiedliche Module handelt.

    Sonst denke ich hat man am wenigsten Störquellen mit einem großgenug dimensionierten Regler.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Naja, ein 100W Modul kostet um die 60€, ein 320W Hausmodul 150€ bei ebay, gibts aber auch schon für 120€.

    3 kleine, da hast du 3x die Rahmen drumherum, Anschlussdose, Kabel, Halterungen, bei dem großen alles nur 1x.

    Das günstigste 320 W Hausmodul kostet bei Ebay 149,90 € +29 € Versand. Macht in Summe schon 178,90. Und wiegt 19 kg.



    Ein 100 W Modul in Schindelbauweise kostet 54,58. 3 Stk. also 163,74 €. Inkl. Versand. Das Stück wiegt 6,5 kg. Alle drei zusammen 19,5 kg. Also gerade mal 0,5 kg mehr.

    Die drei kann man zusammenschrauben, dann braucht man nicht mehr Halter als beim großen. Mehr Leitung brauche ich auch nicht, Anschlussleitungen sind dran, die kann man zusammenklemmen.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Pauschale Aussagen sind auch hier fehl am Platz.

    Bei Solarmodulen ist die Anzahl der Zellen entscheidend, daraus ergibt sich die Modulspannung und die Baugröße

    Bei Einspeiseanlagen verwendet man 60zellige Module, eine „genormte“ Größe gibt es dabei nicht, die Modulgröße hängt eben auch von der Konstruktion des Moduls ab und der Zelltechnologie. Monokristalline Module sind bei gleicher Leistung ein bisschen kleiner.


    Die Leistungseinbuße bei Teilverschattung hängt von vielen Faktoren ab, bei einem einzelnen Modul ist die Anzahl der Bypassdioden entscheident. Mittlerweile sind Module mit mehr Bypassdioden als früher auf dem Markt.


    MPP Tracking wird umso wirtschaftlicher, je größer die Anlage ist und je höher die Stringspannung gegenüber der Nennspannung der Anlage ist.


    Über den Daumen gepeilt ist bei undefinierter Verschattung im Mobilbereich Parallelschaltung der Module effektiver und wirtschaftlicher.


    Da es bei einer Inselanlage primär auf die Auslegung für bestimmte Jahreszeiten ankommt und man z.B. im Herbst/Winter massiv übergelegen muß, sind o.g. Überlegungen aber zweitrangig.

    Ich würde schauen, was gut aufs Auto passt, mit einem 60 Zeller macht man nichts falsch, zumal die kleineren Module mit 30 Zellen oft aus in der Produktion aussortierten Hausdachmodulen gestrickt werden.

    Gute 30/32/40 Zeller oder 72 zellige Module sind sehr teuer, da ist ein 60 Zeller für Dächer wirtschaftlicher.

  • dem ohmschen gesetz nach hast du bei einem hausmodul gleicher leistung aber höherer spannung einen entsprechend niedrigeren strom. Und das ohmsche gesetz hat immer recht ;-) Der mppt transformiert die höhere spannung ja nur um, dass eine niedrigere spannung, und dafür entsprechend höherer strom zur verfügung steht. Theoretisch könnte ich den mppt auch mit 6V füttern, der es dann auf 12V herauftransformiert, aber dafür den strom halbiert. Capito?

    Ergo gewinnst du gar nichts, wenn du ein hausmodul verbaust, ausser höherem gewicht am dach, da hausmodule viel massiver gebaut sind. Das hält dir dann evt so eine standard klebehalterung nicht mehr.


    Ich an deiner stelle würde das dach mit den typischen 20V modulen puzzeln, wie es gerade am besten auf dach passt. Du kannst in parallelschaltung durchaus unterschiedliche abmessungen, und damit leistungen mischen. Nimm einfach module der selben baureihe, also mit selber spannung. Die unterschiedlichen ströme addieren sich dann durch die parallelschaltung einfach. Parallelschaltung, schützt obendrein vor abschattungsproblemen.

  • Moin,


    danke schon mal für die Meinungen.

    Vielleicht ist Puzzeln tatsächlich besser. Mal sehen. Auf jeden Fall möchte ich genug auf dem Dach haben damit ich eben nicht ständig in Sorge um zu wenig Strom sein muss. Der Platz an sich und das Gewicht spielen keine Rolle, weil viel Platz da ist und das Womo 4,6 Tonnen darf und ich theoretisch auch auflasten kann.


    Gruß


    Michael

  • ivo

    bei der Frage nach den Stromsorgen kommt es ja auch sehr auf die Reisezeit drauf an. Nur ein Kompressorkühlschrank als relevanten Verbraucher ist im Sommer ja ziemlich unkritisch.

    Auf dem Krabbavan 1 hatte ich 180 Wp für die Kabine, welche nicht während der Fahrt geladen wurde. Im Sommerhalbjahr bin ich damit immer ausgekommen. (1 Kompressorkühlbox).


    Auf dem Krabbavan 3 habe ich 400 Wp. Diesen Sommer waren wir in Norwegen, es waren drei Kompressorkühlboxen in Betrieb, dazu ein Kaffeevollautomat (morgens und nachmittags, 4-6 Tassen am Tag), plus Strom für den Lüfter der TTT, Licht, Strom für die Heizung etc. Und quasi den gesamten Urlaub wurde die Aufbaubatterie nur mit Solar geladen. (Der Ladebooster ist abschaltbar und war den gesamten Urlaub aus, bis auf den letzten Tag die halbe Stunde Fahrt zur Fähre, da hatte ich zur Sicherheit ein wenig dazu geladen, weil wir vorher zwei Tage im Regen und Nebel standen, auf der Fähre auch kein Licht auf die Module gekommen wäre und wir auch erst wieder im dunkeln von der Fähre gefahren sind. Aber auch das wäre nicht nötig gewesen, wären wir nicht auf die Fähre gefahren, hätte ich auch nicht zugeladen.)

    Im Herbst hat der Strom dann auch noch gereicht (Da waren nur zwei Kühlboxen in Betrieb).


    Ich bin mit 400 Wp also zumindest von Frühling bis Herbst stromautark.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • dem ohmschen gesetz nach hast du bei einem hausmodul gleicher leistung aber höherer spannung einen entsprechend niedrigeren strom. Und das ohmsche gesetz hat immer recht ;-) Der mppt transformiert die höhere spannung ja nur um, dass eine niedrigere spannung, und dafür entsprechend höherer strom zur verfügung steht. Theoretisch könnte ich den mppt auch mit 6V füttern, der es dann auf 12V herauftransformiert, aber dafür den strom halbiert. Capito?

    Ergo gewinnst du gar nichts, wenn du ein hausmodul verbaust, ausser höherem gewicht am dach, da hausmodule viel massiver gebaut sind. Das hält dir dann evt so eine standard klebehalterung nicht mehr.


    Ich an deiner stelle würde das dach mit den typischen 20V modulen puzzeln, wie es gerade am besten auf dach passt. Du kannst in parallelschaltung durchaus unterschiedliche abmessungen, und damit leistungen mischen. Nimm einfach module der selben baureihe, also mit selber spannung. Die unterschiedlichen ströme addieren sich dann durch die parallelschaltung einfach. Parallelschaltung, schützt obendrein vor abschattungsproblemen.

    Das Ohmsche Gesetzt ist hier ohne jede Bedeutung.

    Es geht hier um Leistungen.

    Solarmodule sind Stromquellen, keine Spannungsquellen.

    Sie liefern den Strom, der dem Lastwiderstand entspricht.


    Nimmt man ein gängiges 32zelliges 100W Modul, hat das eine Leerlaufspannung von etwa 22V und liefert im MPP etwa 18V.


    Die zugehörigen Ströme sind etwa 5,6V im MPP und etwas 5,8V kurzgeschlossen.

    Alle Werte bei gelten bei festgelegten Standardtestbedingungen.


    Verbinde ich das Modul mit einem 12V Netz, wird die Modulspannung auf die des Bordnetzes heruntergezogen (das Modul ist eine Stromquelle).

    Die abgegebe Leistung ist 12V x 5,6A = 67,2W.

    Das Modul kann also nur 67% der Leistung abgegeben.

    Verwende ist ein 60 zelliges Hausdachmodul 300W

    Liefert es 12V x 9A = 108W

    Es liefert also nur 36% seiner Nennleistung.


    Aus diesem Grund setzt man PV Regler mit MPP Tracking ein, dann hat man diesen

    Leistungseinbuße nicht.

    Die gängigen MPP Tracker können nur Step Down, kein Step Up.

    Einmal editiert, zuletzt von Odi () aus folgendem Grund: Mässige bitte zukünftig deinen Tonfall.

  • Beitrag von STW ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Du meinst sicher 5,6 A bzw. 5,8 A.


    Und das beschreibt jetzt ja nur den Unterschied bei der Verwendung ines MPP Reglers und nicht die Unterschiede bei der Verwendung von unterschiedlichen Modulen in Verbindung mit einem MPP Regler.


    Das die Verwendung von Haushaltsmodulen ohne MPP Regler im Wohnmobil überhaupt keinen Sinn macht, sollte audgrund der hohen Modulspannungen klar sein.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Ja, natürlich Ampere, nicht Volt. Tippfehler, sollte im Kontext erkennbar sein.


    Wenn ich einem MPP Tracker einsetze, ist die abgegebene Leistung gleich der eingehenden abzüglich der Verluste durch den Wirkungsgrad des Trackers.

    Es stellt sich also der Maximalstrom ein, der der Modulleistung entspricht.

    Bei einem 300W aus dem Beispiel wäre das also nicht ganz 25A (wegen des Wirkungsgrads).

    Natürlich vorausgesetzt, der Regler kann diesen Strom auch liefern bzw. die angeschlossene Last lässt das auch zu.

  • STW


    das ist vollkommen klar, trotzdem gelten auch im solarbereich die durch das ohmsche gesetz definierten verhältnismässigkeiten von strom und spannung, und auch die leistung errechnet sich abgeleitet durch das ohmsche gesetz. Mein mppt regler folgt dem jedenfalls zu 100%. Oder anders gesagt, wie sollte ein hauspanel aus der selben technik mehr elektronen auf der selben fläche liefern, nur weil eine höhere anzahl, aber dafür kleinerer zellen hintereinander geschalten ist? Da wäre man schon auf dem wege zum perpetuum mobile.


    Was du beschreibst ist der unterschied zwischen leerlauf- und lastspannung. Sprich je niedriger der lastwiderstand (also je leerer die batterie), desto mehr wird die spannungsquelle (die solarpanele) belastet und die spannung bricht ein. Aber auch je mehr strom die spannungsquelle liefern kann, desto weniger tritt der effekt zu tage. Einer der funktionen eines mppt-reglers ist das auszugleichen, und aus dem verfügbaren strom immer die perfekte ladespannung zu generieren..

  • Nee, so ist es nicht.

    Schau Dir eine Modulkennlinie an.

    Wie kommst Du auf die Idee, ein größeres Modul hätte mehr, aber kleinere Zellen? Die Zellen

    Module höherer Leistung haben mehr Zellen und daher eine höhere Spannung.


    Schließt man ein Solarmodul, egal welcher Spannung oder Leistung an einen Akku an, ist dessen Spannung gleich der Akkuspannung, eben weil Solarmodule Stromquellen sind.

    Solarladeregler zunächst nur die Aufgabe, Überladen zu verhindern und die Spannung auf die Ladeschlussspannung zu begrenzen. Wenn die Batterie voll ist und keinen Strom aufnimmt,

    würde die Spannung auf die Leerlaufspannung des Moduls steigen.


    Bevor Missverständnisse aufkommen, Strom liefert das Modul nur, wenn dessen Spannung höher als die Akkuspannung ist.

    Der Strom der fließt, hängt natürlich vom Systemwiderstand ab, bei Akkuladen könnte in der Regel wesentlich mehr fließen als das Modul liefern kann.

    Die Leistung, die dabei umgesetzt wird, ist das Produkt aus Strom und Spannung.

    Also im besten Fall der Kurzschluss-Strom des Moduls.

    Ein Modul mit gerundet 30V und 9A kann eine 12 V Batterie nur mit 108W laden, obwohl es 270W leisten könnte.

    Verwende ich einen MPP Tracker, wird die Batterie mit der vollen Modulleistung geladen, der Strom,Meere in den Akku fließt, ist höher.

    Gerundet 270W : 12V = 22,5A.

    Wirkungsgrade unberücksichtigt.

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