Hausmodule "klein" - gibt es sowas?

  • Moin,

    ich habe auf dem Dach viel Platz, und wegen des Kompressorkühlschranks und möglichst großer Autarkie den Wunsch, da 500-800 Wp zu verbauen. Wegen der Preise, der Ausbeute und des Platzes (dazu gleich mehr) sollen/sollten es Hausmodule werden. Das hat noch bis in den Frühling Zeit, aber ich mache mir gerne rechtzeitig Gedanken.

    Vor der Planung des Grundrisses war ich bockig und wollte die Position der Dachluken nicht von den Modulen abhängig machen sondern von unseren Bedürfnissen im Ausbau. Das hat sehr gut geklappt:thumbup:.

    Allerdings ist die Dachfläche jetzt zerstückelt (war ja klar) und erlaubt maximal ein "großes" Hausmodul :cursing: (die sind ja ganz grob 80-90cm breit und 160-190cm lang). Unabhängig von anderen Optionen: Gibt es auch Hausmodule mit kleineren Maßen? Ich habe bisher nichts gefunden. Toll wäre weniger Breite (60 oder 70cm) und/oder weniger Länge (120 - 130cm).

    Weiß da jemand etwas?

    Gruß

    Michael

  • Nee, Hausmodule sind eben immer so 85x165cm +- irgendwas. Kleiner macht für Häuser kostentechnisch keinen Sinn. Wenn du was kleineres brauchst, dann gibt es das auch. Hat dann geringere Spannung und weniger Leistung und kostet mehr weil geringere Stückzahlen. Dann musst du puzzlen was bei dir am besten passt.

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier

  • Oder etwas passendes auf Maß bauen lassen.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Moin,

    es ging mir um die bessere Ausbeute.

    Vielleicht fange ich auch mit einem Hausmodul an. Bis auf den Kompressorkühlschrank brauchen wir nicht viel (alles LED, kein TV oder Kaffeemaschinen oder Mikrowellen oder Ähnliches).

    Ich könnte dann überlegen, zwei Systeme zu fahren mit zwei Reglern, falls ich mal erweitere mit kleineren Modulen im 12 volt-Bereich.


    Gruß


    Michael

  • Mit Hausmodulen hast Du nicht automatisch eine bessere Ausbeute.

    Wie kommst Du da drauf?


    Die Physik ist bei Modulen für Hausinstallationen und solchen für Inselanlagen oder Wohnmobile gleich und lässt sich nicht überlisten. Bei gleicher Bauart hast Du auch mehr oder weniger gleiche Ausbeute je Fläche.


    In der Hausinstallation machen die höheren Spannungen Sinn, um den Leitungsverlust bei den höheren Strömen klein zu halten, und da man die Spannung eh auf 230 V bringen muss.


    Im Wohnmobil hast Du die hohen Ströme nicht und willst auch zunächst 12 V haben. Somit sind 50 V Systemspannung meiner Meinung nach unnötig.


    Wenn Du meinst, dass Du die Anlage mit höherer Modulspannung fahren willst, weil Du der Meinung bist dann besser bei geringer Sonneneinstrahlung darzustehen oder Teilabschattungen ausgleichen willst, dann verbau mehrere kleine Module in Reihe.

    Wenn Du möglichst hohe Ausbeute je Fläche haben willst, dann nimm hocheffiziente Module in Schindelbauweise mit Perc-Zellen (Achtung, ich habe bisher noch keinen Hersteller gesehen, der darauf eine Leistungsgarantie über 10 Jahre o. ä. gibt. Die hättest Du bei der Fahrzeugmontage von Haushaltsmodulen aber eh nicht). Da hast Du derzeit m. W. nach die höchste Flächenleistung.


    Und Deine Idee zwei Systeme mit zwei Reglern zu verwenden widerspricht eigentlich auch wieder Deinem Ansinnen nach maximaler Ausbeute. (Wenn die Module alle nebeneinander auf dem Dach liegen. Bei Montage mit unterschiedlichen Ausrichtungen. kann das anders aussehen.)

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Die höhere Spannung ist ja kein Problem für einen MPPT Regler.

    Wenn du Platz hast z.B. vorne für ein Hausmodul, dann montier das doch. Ich würde dann innen mit Sika noch quer einen Winkel zur Versteifung der Fläche einkleben.

    Hast du dann hinten noch Platz für 2-3 kleinere Module rund um die Dachluken, dann mach da mit einem 2. Regler einen extra Kreis auf.


    Aber für ein Kompressorkühli und ein bisschen Kleinkram solltest die mit einem 320W Hausmodul alleine schon gut klar kommen.

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier

  • ...... der Meinung bist dann besser bei geringer Sonneneinstrahlung darzustehen oder Teilabschattungen ausgleichen willst, dann verbau mehrere kleine Module in Reihe.

    .....

    Ich bin der Meinung daß du dich irrst. Wenn alle Module in Reihe und ein Modul ist abgeschattet dann geht da nichts mehr.

    Bei einer Parallelschaltung fließt weiterhin Strom über die anderen.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Hallo Michael,


    wenn Du ein großes und dazu noch kleine Module verbauen willst solltest Du auch mehrere Laderegler verbauen.

    Die angegebenen Wunschmaße der kleinen Module entsprechen der Module von 100 - 120Wp von Inselanlagen/Campern.

    Ich habe lieber mehrere kleine Module auf dem Dach um bei einem eventuellen Ausfall oder Schaden nicht zuviel Leistungsverlust zu haben.

    Da Du auf einem Wohnmobil, ohne aufstellen, immer ein en schlechten Wirkungsgrad hast ist es mühsig über ein paar Volt mehr oder weniger Eingansspannung zu diskutieren.

    Ich habe 600Wp auf dem Dach und bekomme im Winter mit auch und Krach mal 100-120W Ladeleistung.

    Erfahrungswert ist in Deutschland gesammelt. Die Sonne steht einfach zu flach am Himmel um viel Leistung zu bringen.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Ich bin der Meinung daß du dich irrst. Wenn alle Module in Reihe und ein Modul ist abgeschattet dann geht da nichts mehr.

    Bei einer Parallelschaltung fließt weiterhin Strom über die anderen.


    Gruß Nunmachmal

    Moin Peter,

    da hast Du, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, grundsätzlich recht, aber durch die höhere Eingangsspannung arbeiten die in Reihe geschalteten Module bei MPPT-Reglern effektiver.

    Also alles (wie fast immer) relativ......, deshalb habe ich je zwei 130WP-Module in Reihe, und die dann parallel verschhaltet. Klappt von März bis Oktober ausreichend gut.

    (bei permanent laufendem 230V Haushalts-Kühlschrank, 230V Heizungspumpe und normaler Nutzung einer Kaffee-Pad-Maschine und eines Wasserkochers)

    Gruß vom Niederrhein
    Michael

  • Moin,

    vielleicht mache ich das dann tatsächlich so: Ich fange mit dem Hausmodul und einem MPPT-Regler an. Den hatte ich für dieses Setup natürlich im Sinn.

    Bei Bedarf kommt noch weitere kleinere Panele und ein zweiter Regler dazu.


    Gruß


    Michael

  • Irgend wann ist es egal wie viele Module am Dach sind, ohne Sonnen kein Solarstrom! Das kann man nicht ändern. Mein Mobil steht zur Zeit im Schatten den Hauses, aber heute bei klarem Himmel reichte es die Lipo4 voll zu laden und Überschuss in den Boiler zu schicken. Bei vier Tage Regenwetter kann ich die Aufstellen, zur Sonne Ausrichten, aber das bringt einfach nichts! Da hilft es dann nur den Verbrauch drastisch zu reduzieren. Dann wird bei uns eine Kühlbox abgestellt und nur noch LED-Lichter benutzt. Die Halogenleuchten bleiben dann dunkel und es werden keine Ladegeräte für Laptop oder Händy benutzt. War bisher aber erst einmal letzten Herbst in Skandinavien nötig. Wobei noch nicht klar ist, ob da schon der Stecker an Solarmodul verschmort war. Der Defekt wurde erst in England entdeckt, Totalausfall, und behoben.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Ich bin der Meinung daß du dich irrst. Wenn alle Module in Reihe und ein Modul ist abgeschattet dann geht da nichts mehr.

    Bei einer Parallelschaltung fließt weiterhin Strom über die anderen.


    Gruß Nunmachmal

    Hallo Peter,


    das die Reihenschaltung da Vorteile bringt ist auch nicht meine Meinung.

    Ich weis aber, dass es Personen gibt, die dieser Meinung sind.


    Meine vier Module sind alle parallel angeschlossen.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • ... aber durch die höhere Eingangsspannung arbeiten die in Reihe geschalteten Module bei MPPT-Reglern effektiver....

    Hallo Michael,


    meiner Meinung bringt die Spannungserhöhung aber nur etwas, wenn du mit der Modulspannung der Einzelmodule unter die optimale Ladespannung kommst.

    Solange die Spannung der Einzelmodule hoch genug ist, sollte das in der Praxis keinen großen Unterschied mehr machen, da die Leistung gleich bleibt.

    Also, ob ich 8 A bei 21 V oder 4 A bei 42 V habe, ist egal.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Wenn du Platz hast z.B. vorne für ein Hausmodul, dann montier das doch. Ich würde dann innen mit Sika noch quer einen Winkel zur Versteifung der Fläche einkleben.

    Hast du dann hinten noch Platz für 2-3 kleinere Module rund um die Dachluken, dann mach da mit einem 2. Regler einen extra Kreis auf.

    Hallo Holger,


    was versprichst Du Dir von einem solchen Setup?

    Das ganze funktioniert zwar, ich bin aber der Meinung, dass sich dabei die beiden Solarregler beeinflussen, da der einzelne Regler nicht mehr „die echte“ Batteriespannung sieht.


    Warum also vorn ein großes Haushaltsmodul, anstatt einfach zwei kleinere Module nebeneinander, so dass man im Idealfall 4 oder 5 gleiche Module hat, die man dann alle über einen Regler laufen lassen kann.


    So habe ich das ja bei mir realisiert, nachdem ich aus Gewichtsgründen auch erst an ein Haushaltsmodul gedacht hatte. Bei dem großen Haushaltsmodul hatte ich auch ein wenig Bedenken hinsichtlich der mechanischen Stabilität.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Nun ja, der, oder mein MPPT-Regler beginnt einen Ladeprozess nur, wenn er genügend Ladespannung hat. Über diese MPPT-REGLER werden viel Halbwissen von Nutzer zu Nutzer auf dem Wege der Mündlichen Übertragung vermittelt. Ein Lesen des verbotenen Buches, (Bedienungsanleitung) relativiert vieles dieser Wunderleistungen auf ein normales Mass. Und bei diesem lesen habe ich große Unterschiede von MPPT-Regler zu MPPT-Regler gefunden. Wenn ich nicht den Luxus der Mitladung der Starterbatterie benötigen würde, dann hätte ich so einen China-Regler, wie ich in jahrelang im Transit hatte, für 9,95€.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Hallo,


    Victron gibt doch an das man die Laderegler ( MPPT ) parallel betreiben kann. Warum dieses dann nicht auch tun?


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Krabbe: Ein Hausmodul ist günstiger als eine Ansammlung von 100W Modulen, deshalb würde ich das erst mal bevorzugen, auch wegen dem Gewicht.

    Die höhere Spannung hat halt einen Vorteil bei trübem Wetter, dass überhaupt noch aus dem Regler was raus kommt. Bei einer niederigeren Endspannung ist dann schalgartig irgendwann Schluss. Gut man kann jetzt streiten, ob einen das wirklich weiter bringt.

    2 Regler parallel ist kein Problem, solange die gleichartig eingestellt sind.

    Gruß, Holger


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  • Ok.

    Besseres Leistungs-Gewichtsverhältnis kann ich nicht unbedingt bzw. grundsätzlich unterschreiben.

    Und einen besseren Preis auch nicht.


    Wenn das Wetter so trüb ist, dass Du aus einem 18-20 V Modul nichts mehr raus bekommst, dann bekommst Du aus dem Haushaltsmodul auch keine nennenswerte Leistung mehr.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Naja, ein 100W Modul kostet um die 60€, ein 320W Hausmodul 150€ bei ebay, gibts aber auch schon für 120€.

    3 kleine, da hast du 3x die Rahmen drumherum, Anschlussdose, Kabel, Halterungen, bei dem großen alles nur 1x.

    Gruß, Holger


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