Beiträge von mountain

    Ich habe Vliestapete in der Kabine mit Capacoll VK (Dispersionskleber) geklebt Das funktioniert gut und läßt sich mit Tapetenlöser wiederentfernen. Holzuntergründe sollten aber grundiert sein. Die Trockenzeiten beträgt ungefähr 2-3 Tage,


    Kleister, die mit Wasser angerührt werden müssen, ggf. auch mit Zusatz, sind für die üblichen nichtsaugenden Untergründe im Wohnmobil nicht geeignet.


    Bei dampfdichten Belägen (Vinyltapete, Metalltapete) würde ich als Untertapete ein Glattvlies einsetzen und einen Dispersionsglasfaserkleber einsetzen, Boden- und dicke Wandbeläge können mit wasserbasierten Kontaktkleber geklebt werden, erfordern aber etwas Erfahrung.


    Viele Grüße

    Raimund

    Hallo,


    Auskleidung mit PVC-Belag geht gut. Das wird auch im gewerblichen Bereich (einfache Hotelumbauten, Containerbau) so gemacht. Es gibt allerdings auch speziell dafür abgestimmte Systeme. Für ein Womo überdimensioniert, ein normaler CV-Belag ist ausreichend. Ich würde allerdings eine Nutzschicht > 0.3 mm nehmen.


    Linoleum geht nicht, da sehr feuchtigkeitsempfindlich und nicht beständig gegen Alkalität (Seife).


    Viele Grüße
    Raimund

    Hallo David,


    einige Anmerkungen möchte ich zu deinen Fragen machen:


    1. Mit passenden Rahmen sollte das machbar sein, ähnlich wie Bliss-Container oder FM-Shelter der Bundeswehr.


    2. Das angestrebte Gesamtgewicht von 2.5t halte ich für zu gering. Mein Kühlkoffer 500x240x210 wiegt ohne großen Luxus fahrbereit schon 2.8t. Mit den Wassertanks und Gas- und Dieselheizung sehe ich eher ein Gesamtgewicht > 3,5.t


    4. Je schmaler, desto besser beim Fahren. Ich habe 2.4m gewählt, da das Basisfahrzeug schon diese Breite hat.


    5. Gewichtsverteilung: Du hast bei der Planung 450l Liter Wasser einseitig (Frischwasser voll, Abwasser leer). Das ist bei den beschriebenen Fahrgestellen grenzwertig. Bei meinen Fahrgestell (12t) darf der Unterschied maximal 4% der zulässigen Achslast (8.8t entspricht 352 kg Differenz) M. E. reichen 150l Frischwasser und 100l Abwasser aus, ausser bei ausgesprochenen Expeditionen in unbewohnte Gegenden aus.
    Was ich nicht im Plan erkennen kann, ist ausreichender großer Stauraum, auch von außen zugängig. Ich habe 140x230x90 Raum unter den Betten. Der ist schonmal zur Hälfte mit Campingstühlen, Tisch, Grill, Werkzeug, Vorräten, Fahrradzubehör, Lebensmittelvorräten belegt.
    Ein Schrank für Kleidung zum Hängen auf Kleiderbügel und Wäsche wäre auch nicht schlecht.


    Viele Grüße


    Raimund

    Hallo Urs,
    Ich finde die PU-Dichtstoffe schwerer zu verarbeiten, vielleicht einen Versuch damit machen. Bei Silikondichtstoffen die neutral vernetzende Variante nehmen (z. B. Sikasil N). Warum diese Art von Dichtstoffen nicht ersetzbar sein sollte, kann ich nicht sagen. Ich habe sogar die acetatvernetzende Version genommen, keine Probleme.


    Viele Grüsse
    Raimund

    Hallo Neill,


    ich empfehle Dir folgende Vorgehensweise: Anschleifen mit 180-240 Papier, bis die Oberfläche matt ist, Grundanstrich mit Acryl-Haftgrund, (z.B. Sikkens Rubbol BL Schnellgrund), Schlußanstrich mit PU-Acryl-Lack, wasserbasiert, seidenglänzend (z.B. Sikkens Rubbol BL Satura). Die Verarbeitung ist problemlos mit eine Vlies-Lackrolle und einem Pinsel mit Mischborste speziell für Acryllack. Matte oder glänzende Oberflächen sind auch möglich (z. B. Sikkens Rubbol BL Magura, Sikkens Rubbol BL Azura). Die Lacke sind in allen Farbtönen lieferbar.


    Viele Grüße
    Raimund

    Hallo,


    hab ich bei meinem Koffer gemacht. Satt mit Sikaflex geklebt reicht aus. Ich habe allerdings ein 2,5 mm GFK-Schicht, ob wesentlich dünnere Schichten dafür noch geeignet sind, kann ich allerdings mangels Erfahrungen nicht sagen.


    Viele Grüße

    Ja. bei mir sind die Profile sichtbar. Ich möchte nicht die übliche Holzoptik haben. Als weiteren Vorteil sehe ich die Belastbarkeit der Kanten an, bei Holz sind in dem engen Raum der Kabine schnell Macken darin.


    Es gibt die Verbinder auch mit Stahlkern, die sollten auch ohne Knotenbleche ausreichend halten.


    Probleme mit Kontaktkorrosion habe ich nicht und erwarte auch keine.


    Viele Grüße
    Raimund

    Hi bluesywoosy,


    ich habe meine Möbel mit diesem System gebaut. Du hast recht, die sind super stabil. Die Küchenzeile hat Werkbankqualität. :D


    Ich habe die Profile mit Steg genommen und die Füllungen und Klappen aus 9.5-mm-Multiplexplatten.


    Folgende Erfahrungen habe ich beim Bauen und bei der Nutzung (ca. 3 Jahre) gemacht:


    1. Sinnvoll ist es, einzelne Schränke oder Bauteile als Module in der Werkstatt komplett herzustellen und dann einzubauen. Weil ich erst das Grundgerüst gebaut haben und die Füllungen und Klappen erst später, hat es immer wieder Toleranzen gegeben, die ich aufwendig ausgleichen mußte. Die Maße der GFK-Kabine sind stärker temperaturabhängig als erwartet.


    2. Bei Hängeschränke war es notwendig, die Verbinder und die Profile zusätzlich mit einer Schraube oder Blindniete zu sichern, damit nicht mehr auseinandergehen.


    3. Nicht rechwinklige Ecken sind nur aufwendig zu realisieren.


    4. Aus Gewichts- und Arbeitsaufwandgründen habe ich nur die notwendigen und sichtbaren Füllungen eingebaut, d. h. das Alugerüst hat keine Rückwände und seitliche Innenwände.


    5. Kleben der Füllungen mit MS-Polymerkleber ist problemlos und bei den zu erwarteten Spannungen aufgrund Temperaturänderungen auch besser. Die Schaniere sind Stangenschaniere und genietet.


    Viele Grüße


    Raimund

    Die Tapeten sind scheuerbeständige Vinyltapeten auf Vliesträger. Geklebt habe ich die Tapeten mit Glutolin TFX-Tapetenfixierung. Vorteil der Fixierung ist sauberes Kleben ohne Kleisterflecken und -schmiereien. Ob die Tapeten nach längerer Zeit trocken wiederlösbar sind, so wie im Merkblatt beschrieben, wage ich zu bezweifeln. Oberschicht abziehen und dann die Reste mit Tapetenlöser lösen wird trotzdem nötig werden.


    Die Fixierung wird wie Wandfarbe gleichmäßig satt aufgetragen, 6 bis 8 Stunden trocknen lassen und dann wird die Tapete trocken auf die Kleberschicht angedrückt und an den Ecken mit den Cuttermesser beschnitten. Gfk und Holzflächen habe ich ohne weitere Vorbehandlung direkt beklebt.


    Viele Grüße
    Raimund

    Hallo,


    @all
    danke für die Glückwünsche. Es war ein langwieriges und zeitaufwendiges Projekt, da für mich fast alles Neuland gewesen ist.


    campo
    Klar, die Aussengestaltung ist noch nicht fertig, wird aber hoffentlich im Sommer erfolgen.


    Viele Grüße
    Raimund

    Hallo Stoppie,
    Ich habe ein 14mm starkes Fertigparkett direkt auf Styrodur verlegt. Damit habe ich gleichzeitig eine festen und dekorativen Boden bekommen. Er ist komplett in der ganzen Kabine eingebaut. Im Wohnbereich habe ich allerdings einen Teppich liegen, weil der leichter zu reinigen ist, weicher ist und nicht so fusskalt ist. Den Teppich wechsle 1 mal im Jahr aus. Empfindlich ist das Parkett nicht, ich hatte das gleiche 30 Jahre im Wohnzimmer verbaut. Alle Einbauten und Möbel konnte ich direkt in den Boden verschrauben. Problematisch wird es allerdings bei grösserer Feuchtigkeit/Wasserbeladtung. Eine längere Undichtkeit im Wassersystem bleibt nicht ohne sichtbare Spuren.
    Fazit: mechanische Eigenschaften sehr gut, optische Qualität ebenfalls, Probleme bei Wassereinbruch
    Viele Grüsse
    Raimund

    Hallo,


    nach langer Zeit mal wieder was neues: Heute habe die Umschreibung als So-Kfz Wohnmobil > 2.8t machen können und die neuen Reifen 385/65R22.5 eintragen lassen. Jetzt fehlt nur noch die Oberflächengestaltung innen und aussen, dann bin ich nach 5 Jahren Bauzeit endlich fertig.


    Viele Grüße
    Raimund