Info´s zum Blumenkofferumbau für Langzeitreise erbeten ;)

  • Hallo Umbaugemeinde,


    wir planen aktuell den Ausbau unseres Blumenkoffers mit 6,10 m Länge, 2,45 m Innenbreite und 2,22 Innenhöhe. Wir haben uns schon lange mit dem Thema beschäftigt und setzen unser Vorhaben nun konkret um. Zum Spätsommer sollten wir fertig sein wollen. Und dabei meinen wir das Jahr 2013 ;).
    Da Theorie und Praxis aber immer ein Stück auseinanderklaffen, nehmen wir das nicht ganz so ernst.
    Ernst nehmen wir aber Euch und Eure Erfahrungen mit einzelnen Bauteilen und zu verbauenden Komponenten.
    Daher unsere Bitte an Euch: schreibt uns Eure Erfahrungen mit den von uns angedachten Teilen, oder lasst uns wissen, auf welche Komponenten und Bauteile Ihr bei Langzeitreisen nicht mehr verzichten wollt. Wäre echt hilfreich für uns.
    Bezahlbarkeit und Haltbarkeit in Verbindung mit guter Funktionalität stehen bei uns im Vordergrund.
    Derzeit bewegen uns Fragen wie:
    Seitz S4 Fenster oder Fenster von Bonocar? Wir müssen aussen fast bündig bleiben mit den Fenstern, der Koffer hat 2,55 m Aussenbreite...
    Heizung auf Gas- oder Dieselbasis? Was sind in der Praxis die Vor- und Nachteile?
    Brennstoffzelle? Lohnt sich das?
    Wir bereiten einfach mal eine Liste vor und stellen unsere Fragen nach und nach ein.


    Danke
    Manfred Miraflores

  • Hallo Manfred,
    erst mal willkommen hier im Forum. Bei uns bist Du schon richtig!


    Interessant wären vielleicht ein paar mehr Infos zu dem Blumenkoffer.
    - Ist der schon irgendwie isoliert und wenn ja, wie? (Wandaufbau)
    - Welche Nutzlast hast Du zum verbauen? Ist das ein 7,5 Tonner oder ein richtig großer LKW?
    Von dem hängt eine ganze Menge ab was machbar ist, denke ich.


    Zu den Fenstern fallen mir spontan die KCT-Fenster ein.
    Vorteil:
    Die stehen nicht über, haben Echtglas und haben im Gegensatz zu Seitz einen Fliegenschutz, der den Namen auch verdient!
    Nachteil:
    Die sind recht schwer und teuer!


    Brennstoffzelle:
    Da müsst ihr wissen, wo ihr hinreisen wollt. Die speziellen Methanol-Gebinde für EFOY gibt es nicht weltweit. Die Gasbrennstoffzelle von Truma ist noch recht neu, da fehlen die Langzeiterfahrungen. Ich würde für das Geld ein leises Notstromaggregat für alle Fälle kaufen. (Was ich auch gemacht habe)


    Heizung:
    Diesel ist überall problemlos verfügbar. Eine Dieselheizung braucht im Betrieb mehr Strom wie eine Gasheizung. Die Gasheizung arbeitet leiser.

    Das waren mal in Kürze ein paar Gedanken zu dem, was Du angesprochen hast. Aber ich denke, da wird noch mehr dazu kommen.


    Gruß
    Herby

    Probier's mal mit Gemütlichkeit

  • Danke, wow, das war ja eine Blitzinfo! Schön! Also, der Blumenkoffer ist ein 7,49-Tonner MAN 8.180 mit einem ca. 3,5 cm stark isolierten Kühlkoffer. Wir haben "nur" Klasse C1E, also den "alten" Klasse 3 Führerschein. Das Gesamtensemble wiegt (noch) mit Kühleinheit 5835 kg. Ich denke, dass das ohne Motorrad, Quad und Gleitschirm ausreichen wird, um uns unterzubringen und mit Holzausbau ein wohnliches Ambiente zu verschaffen.
    KCT Fenster sind leider recht teuer in der Anschaffung, machen aber auch einen äußerst soliden Eindruck.
    Ziel ist neben Europa auch USA und Canada, eventuell kann MAN aber auch noch weiter südlich...aber das dauert noch.
    Erstmal bauen, dann leben ääääh reisen ;)...


    Danke erstmal


    Manfred

  • HAllo Manfred,


    willkommen im Forum.


    Da habt ihr einen großen Koffer und dürft nichts rein bauen. Das ist jetzt etwas übertrieben aber je größer der Aufbau desto mehr neigt man
    dazu viel einzubauen und auch einzupacken.
    Ihr habt nach eigener Angabe nicht mal 2t Nutzlast. Da müsst ihr sehr aufs Gewicht des Ausbaus achten um nachher noch was einladen zu können/dürfen.
    Was für uns unterwegs unbedingt dabei sein muß oder anders gesagt was wir auf jeden Fall im Wohnmobil haben wollen:
    - Naßzelle mit Toilette, Waschbecken und Duschmöglichkeit
    - Ecksitzgruppe wegen der gemütlichkeit
    - zwei Kühlboxen um eine als Gefrierfach zu benutzen
    - Backofen - erweitert den Speiseplan sehr und man kann auch mal ein Brot frisch backen ( nach ein paar Wochen geht einem auch französisches Weisbrot auf den Kecks )
    - Solaranlage um nicht zu sehr in Stromnot zu geraten
    - Wechselrichter für 230V - manche Geräte sind mit 230V einfach viel günstiger als mit 12/24V
    - KEIN Gas - da ich so weig wie möglich nach Energiequellen suchen möchte


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Hallo Christopher,


    das mit dem grossen Koffer und nix reinbauen können, wissen wir ;)...deswegen ja die Frage: Was ist UNBEDINGT zu empfehlen?
    Das mit dem Backofen ist auch für uns ein absolutes MUSS, gibt jeden Tag frisch gebackenes Brot. Und das soll auch so bleiben...in manchen Dingen isst man ja doch eigen ;).
    Die Kühlboxenlösung 2x schwebt uns auch vor, gibt es KISSMANN-Boxen noch? Ansonsten ist WAECO nicht weit, und die haben auch oft preiswerte Lagebestände zur Direktmitnahme, haben wir gehört...
    Zum Thema Solar: Wir liebäugeln auch noch mit einem Windrad zur Stromerzeugung...Wenn die Sonne nicht scheint, kann die Thermik das richten...
    Auch zum Thema Gas (Heizung)...ja, persönlich tendieren wir auch eher zur Dieselheizung, wenn keine gravierenden LASST DAS BLOß SEIN, weil...-Rufe kommen ;)


    Grüße
    Manfred

  • Info´s zum Blumenkofferumbau für Langzeitreise erbeten ;)


    Ich entnehme der Überschrift das ihr länger als die "üblichen" 3 Wochen unterwegs sein wollt.
    Das Problem liegt nicht in der Reisedauer, sondern in der Reiseart und dem Ziel.
    Ich habe für mich vier Tage freies Stehen geplant, dann muss ich wieder rollen.
    Nach 4 Tagen sind die Wassertanks, Kühlbox und die Batterien leer und die Toilette dafür voll,
    das Brot ist hart und die nähere Gegend erkundet.
    Es gibt für mich keinen Grund länger wie 4 Tage irgendwo zu stehen.


    Wie sieht das bei euch aus?
    Und wenn ihr steht, wo steht ihr dann?
    Wohin treibt es euch und zu welcher Jahreszeit?


    Das muss zuerst geklärt sein, dann geht es an den Auf-/ Ausbau.
    Auf jeden Fall müsst ihr "großzügig" mit dem Platz umgehen, breite Gänge, große Sitzgruppe.
    Das verhindert große Stauräume und die Gefahr das Fahrzeug beiläufig zu überladen.
    Wenn du keinen Stauraum hast, stopft du ihn auch nicht mit nutzlosem Zeug voll.
    Große Wasservorräte und Mosterbatteriebänke sind eh nur in den wenigsten Einsatzzwecken erforderlich.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Hallo Manfred,


    wir sind mit unserem MAN 8.150 nun seit Mai 2010 auf Langzeitreise, und zwar da wo du hin willst. Kanada, USA, Mexiko. Unsere Erfahrungen bislang:
    Windrad: haben wir dabei, klappt auch aber man braucht schon ordentlich Wind (nur an der Küste) und die Dinger sind schwer. Würd ich nicht mehr mitnehmen.
    Generator: Unbedingt! Wir haben einen kleinen 1000er Honda. Hätte ich mehr Platz würde ich sofort einen kleinen Dieselgenerator fest installieren.
    Toilette: Keine Festtanktoilette. Man steht in Kanada/USA oft frei, und das lange! Da willst du nicht unbedingt ne Dumpstation suchen. Eine Cassette hat man schnell auch mal in ein Klo geschüttet.
    Min. 1 Resevecassette (wir haben 2 und alle drei waren schon voll) :)
    Solar auf dem Dach ist gut, hilft aber nur wenn auch die Batteriekapazität groß genug ist.
    AtoB Ladegerät: Wir haben eins von Stirling und es ist unglaublich, wie schnell die Batterien wieder voll werden (im Gegensatz zum Lichtmaschinenregler)
    Durchgang zum Fahrerhaus: Wir hatten schon so oft Bären, Wölfe oder Büffel vor dem Auto und wollten wegfahren. Aussteigen möcht ich da nicht. Aber abschließbar sollte er sein..schon wegen der Fähren.
    2 Reserveräder: haben wir zumindest mehrmals benötigt
    Fenster: naja, wir haben KCT und ich möchte sie nicht missen, aber teuer und sehr sehr schwer. Alternative: Seitfenster (oder Bonocar) und innen die Rollos von KCT. dann kannst du auch in Kanada mosquitofrei schlafen.
    Was noch?
    Achja, die Gewissensfrage hinten 12V oder 24V
    Wir haben alles auf 24V. Spart die 2. Lichtmaschine und du hast weniger Aufwand mit Landstromladegerät usw. Hat aber wie wir festgestellt haben auch echte Nachteile
    1) Es gibt in Nordamerika nix auf 24V Basis. Auch der größte LKW und das riesigste Womo, alle haben 12V Anlagen. Ob Leuchten, Shureflowpumpe (obwohl aus den USA) egal in 24V bekommst du nichts.
    2) das Laden der auf 24V in Reihe geschalteten Batterien ist so eine Sache. Die stärkere der beiden Batts. bestimmt den Ladestrom und wenn sie voll ist kriegt die andere auch nix mehr.


    Das wars fürs erste


    andere wichtige Sachen wurden ja schob beschrieben: Wechselrichter mit Netzvorrangschaltung, Backofen, LED lampen, Wasserfilteranlage wenn du nach Zentralamerika willst usw.
    Achja, die Heizungsfrage: wir haben eine 5kw Dieselwasserheizung. Toll, aber wie beschrieben braucht sie mehr Strom und ist schwerer. Radiatoren, Wasserleitungen und das Wasser selbst kommen ja dazu. Lauter ist sie auch (aber nur draußen :) )


    Wenn mir noch was einfällt schick ich es nach.
    Jtzt muß ich ins Bett. Morgen gehts früh los. Die Mayas in Chichen Itza rufen.


    Lothar
    http://www.crossamerika.wordpress.com

  • Hallo Nunmachmal,
    ja, es wird wohl was länger als 3 Wochen sein dürfen. Wir wollen aber so flexibel wie möglich sein, also das Fahrzeug sowohl für den Wochenendtrip als auch für die Langzeittour außerhalb Europas nutzen können. Wir sind auch schon seit einigen Jahren (wie ich so schreibe, fällt mir auf, dass ich auch Jahrzehnte schreiben könnte...:)) Wohnmobil-Erfahren...das bringt so manche Erkenntnis bereits mit sich. Wie die mit dem Stauraum. Erst habe ich gedacht: Stauraum ist durch nix anderes zu ersetzen als durch Stauraum, mittlerweile setzt sich aber die Erkenntnis durch, dass auch unbebauter Raum seinen Reiz hat...Deshalb auch der 6-Meter Koffer, da ist viel Platz auch zum freilassen oder für die ein oder andere Luxusbaustelle wie unseren Ofen...
    Und wir wollen mit "weniger ist mehr" trotzdem nicht auf die wesentlichen Annehmlichkeiten verzichten.
    Wir planen, in einiger, aber absehbarer Zeit in unserem Wohnmobil ausgedehnte Touren sowohl in Europa als auch in Übersee zu machen, allerdings immer mit der Möglichkeit, auch zwischendurch mal wieder den bestehen bleibenden Heimathafen anzulaufen.
    Unterwegs haben wir die Erfahrung gemacht, dass -wenn möglich- das freie Stehen ohne Spuren zu hinterlassen unser Ding ist, Campingplätze sind ab und zu nicht zu vermeiden und dann auch willkommen. Wir sind eher die Erkunder, sehen uns gern die Umgebung an, auch wenn es Städte sind, können uns aber auch gut tagelang mit Natur zufrieden geben...;), deine 4-Tage-Regel kann man auch auf uns anwenden.
    Wir werden zu jeder Jahreszeit unterwegs sein, uns reizt der Norden mehr als der extreme Süden in Europa, beides ist zur Erkundung aber vorgesehen ;), in Amerika ist es ebenso, wobei wir einen Vorstoß gen Süden dort auch nicht ausschließen wollen. El mundo gira - die Welt dreht sich, wer weiß, was in 5 Jahren ist...;)
    Wir bereiten in den nächsten Tagen mal eine Excel-Tabelle mit angedachten Aggregaten, Preisen, Gewichten und Vor- und Nachteilen auf (vielleicht hat ja jemand in der Gemeinde schon so was als "Arbeitsbasis", die er uns mit an die Hand geben möchte???), unser Grundriss schwankt noch in Kleinigkeiten, aber sobald wir das konkret haben, lassen wir uns dazu auch gern aus...Vorschläge und eigene realisierte Umsetzungen interessieren uns aber auch sehr...wir haben uns als Gast in diesem Forum auch schon einige tolle Projekte angesehen ;).


    Zusammenfassend kann man sagen, dass wir rollen wollen, unsere gewonnene Zeit so wenig wie möglich mit putzen, reparieren und umbauen der einen Nutzfläche in eine andere verwenden wollen.
    Wir wollen sicher, trocken und ohne Allradzwang auch die Ecken erkunden, die uns interessieren, nehmen kein Motorrad oder Quad mit, sondern beschränken uns auf unsere Mountainbikes.
    Wir wollen solide und preiswürdig bauen, damit auch noch Geld zum Reisen bleibt, können (fast) alles selber machen und haben auch darin schon Erfahrung.


    Ach so, "wir" sind 2 Erwachsene, die aber zunächst noch für 3 planen (aber realistisch sehen, dass das artgerecht aufgezogene Kind demnächst flügge sein wird und auf die Alten keinen Bock mehr hat...;) ). Deshalb auch unsere Idee von der Modulbauweise (3. Bett raus, Büro ´rein...oder so...).


    Danke für das Interesse,
    Manfred

  • Hallo Lothar,
    das mit dem Generator ist glaube ich eine gute Idee, die wir bisher sträflich vernachlässigt haben ;). Auch so kann man autark sein. Danke für die Ergänzung auf unserer Liste!
    Wie groß ist denn Eure Batteriekapazität? - Ach, ich glaube, das steht in Eurem Blog, oder? Ich guck da mal nach...
    Saludos an die alten Mayas, und sag denen mal, die sollen bei der Erstellung ihrer Kalender demnächst mehr Sorgfalt walten lassen...auf nix ist mehr Verlaß ;););)
    Liebe Grüße an die Crew
    Manfred

  • Zitat von Lothar


    Durchgang zum Fahrerhaus: Wir hatten schon so oft Bären, Wölfe oder Büffel vor dem Auto und wollten wegfahren. Aussteigen möcht ich da nicht. Aber abschließbar sollte er sein..schon wegen der Fähren.


    Bitte erkläre mir was und warum abschließbar?


    Danke AXEL

  • Zitat von AxelKleitz

    Bitte erkläre mir was und warum abschließbar?


    Danke AXEL

    Hallo Axel,
    ich denke der Lothar meint das Fahrerhaus und nicht das Viehzeug! :wink:


    Gruß
    Herby

    Probier's mal mit Gemütlichkeit

  • Hallo Axel,
    wenn Du Dein Fahrzeug verschiffst, also nicht selber auch der Fähre mitfährst, wo Du Dein Fahrzeug auf die Fähre fährst und wieder runterfährst, musst Du irgendwo Deine Autoschlüssel abgeben. Das Fahrzeug wird von irgendwelchen Stauern auf das Schiff gefahren und auch wieder runtergefahren. Du hast dann am Zielhafen "nur noch" das Gerenne, die Kiste wieder aus dem Zoll herauszuholen. Soll mancherorts recht spannend sein. Wenn Du nun Dein Fahrzeug Fremden in die Hand geben musst, ist es durchaus sinnvoll, dass die nur ins Fahrerhaus kommen und auf den Wohnbereich mit privaten (Wert-)Gegenständen keinen Zugriff haben.
    Etwas Klarer, was Lothar meint? :idea::D


    Gruß
    Herby

    Probier's mal mit Gemütlichkeit

  • Zitat von Manfred Miraflores

    Hallo Lothar,
    das mit dem Generator ist glaube ich eine gute Idee, die wir bisher sträflich vernachlässigt haben ;). Auch so kann man autark sein. Danke für die Ergänzung auf unserer Liste!
    Wie groß ist denn Eure Batteriekapazität? - Ach, ich glaube, das steht in Eurem Blog, oder? Ich guck da mal nach...
    Saludos an die alten Mayas, und sag denen mal, die sollen bei der Erstellung ihrer Kalender demnächst mehr Sorgfalt walten lassen...auf nix ist mehr Verlaß ;););)
    Liebe Grüße an die Crew
    Manfred


    Also das mit dem Aggregat habe ich fest auf meiner Liste, da ich einen Waschtrockener sowie Backofen und Elektrokochfeld verbaue.
    Gas kommt mir nicht ins Auto und so werde ich einen leisen Generator mit 2,8kw einbauen.
    Der wiegt nur 27kg und mit dem täglichen Kochen des Frühstücksei bleibt genug zum laden einer kleinen Versorgerbatterie übrig.
    Ach ja, ich möchte bei meinem Langzeitreisemobil unter 3,5to bleiben.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Hallo Manfred,


    wenn Du sowieso planst einen Generator mit zu nehmen oder einzubauen würde ich eventuell
    die Solaranlage nochmal überdenken und etwas größere Batterieen ein planen.
    Da ihr wohl gerne frei stehen möchtet ist es ja dann auch egal wenn der Generator brummt.
    Mit etwas größeren Batterieen könnt ihr dann auch mal ein paar Tage überbrücken ohne externe Stromzufuhr.
    Das ganze Konzept sollte halt so leicht wie möglich gehalten werden da ihr ja nicht gerade eine üppige
    Zuladung habt.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Es wäre zu überlegen, den Generator direkt in den USA zu kaufen und dort einbauen lassen. Weil die Winnebagos und Konsorten drüben alle mit großem Fridge auf 110 oder 220 V ausgestattet sind und 1 bis 3 Klimaanlagen an Bord haben, brauchen die ordentlich Strom und wenn die zum Dünensurfen mit den Buggies und Quads im Süden stehen am Rand der Wüsten (die Yuma ist da sehr beliebt), dann rödeln die gekapselten Generatoren ununterbrochen, ohne die Nachbarn zu stören. Allerdings laufen die meist auf Benzin, wie z.B. der Honda 20i auch. 2 mal 130 oder 170 AH Akkus sind mindestens so schwer wie ein Generator. Und die Preise in den USA für die Dinger dürften deutlich günstiger sein....also vorsichtshalber Strippen ziehen für den Anschluss ...und Platz für einen 20 oder 30 l Benzintank freilassen und um den Generator für die Kapselung. Aber die Amis haben zusätzlich Gas.


    24 und 12 V? Der MAN hat ja 24 V serienmäßig. Hänge zwei weitere Akkus mit zusammen nur 120 AH zusätzlich in den Motorraum mit Trennrelais, dann hast Du die ganze Lademimik mit 24 V und das durchgehend. Für 24 auf 12 V hängst Du nur schmalbrüstige Verbraucher dran, also Licht (Led), die shurflo(s), die Steuerungskreise für z.B. Boiler und Kühli sowie Radio + TV. Dazu bedienst Du Dich kleinerer Spannungswandler mit bis zu 30 Amp, die du in Funkläden oder im professionellen LKW-Handel bekommst. Denk dran, dass du die Leitungen vom Motorraum zu der Verteilerstelle, die dann die Wandler versorgt, dick genug machst...so 10 qmm sollten es schon sein.


    Bei der Lösung ohne großen Akku hast Du jedoch das Problem dass Du bei Einsatz von Großverbrauchern jedesmal den Jockel anwerfen musst. Großverbraucher mit 230 V aus den Komfortakkus zu versorgen, setzt eine große und sauschwere Akkubank voraus. Und ein Spannungswandler 24 auf 12 V für hohe Stromentnahmen ist eine dicke, schwere und teure Kiste, dito 24 auf 230 V.


    Aber, wenn Du Gas an Bord hast, dann brauchst Du keinen so dicken Jockel mehr. Die AMI Womos, die so komfortabel ausgestattet sind, haben aber nicht Deine Gewichtsprobleme, da kommt es auf ne Tonne mehr nicht an, die können auch mit nem normalen Führerschein gefahren werden, egal ob sie einen fetten Hänger für die Buggies oder ein Boot oder nen PKW am Dreieckslenker hinter sich herziehen. Nur das Gespann aus 60feet Womo, hinten dran ein Bronco mit Zwillingsbereifung und dahinter ein 13 m Cigarette - Offshore Rennboot brauchte eine extra Fahrerlaubnis wegen Länge von 36 m und 3,50 m Überbreite....hihi....hab ich auf der Intestate von LA zum Lake Powell mal gesehen.....aber da flackerten nur zwei gelbe Chaoslampen hinten auf dem Boot...kein Begleitkonvoi oder so...der rollte einfach mit 55 Miles dahin....Fahrer im Rentenalter. Nur für die Ausfahrt aus der Siedlung bis zur Interstate und für die Landstraße zu See musste das Gespann wegen der engen Kurven getrennt werden, da zog der Bronco das Boot und Mutti chauffierte das große Zugschiff... ich hab die auf eine Raststätte verfolgt und wir haben uns nett mit denen unterhalten. Leider ist der Film per Unglück von der Röntgenkontrolle auf dem Airport geschwärzt worden, hab die Bilder daher nicht mehr.

  • So, der Blumenkoffer steht auf dem Hof. Trotz Schnee und Eis.


    Bilder innen folgen in Kürze.


    @ Thomas: ...USA wird erst später was, wir bleiben erstmal im Dunstkreis von Europa, so ist zumindest der Plan. Batterie-Kapazität müssen wir noch genau rechnen, wenn die Aggregate gerechnet sind. Wir stellen unsere Pläne dann auch online, in der Hoffnung, größere Fehler zu vermeiden...;)


    Danke, bis dann
    Manfred


    Edit Mod Picco: Bildlink durch Bild ersetzt

  • Hallo Manfred,
    Der Blumenkoffer schaut ja ganz gut aus, was man so erkennen kann.
    Was mir zum Gewicht/Nutzlast noch so eingefallen ist:
    Die knapp 2t Nutzlast, die Du hast, hast Du ja nur zum Ausbau und zur Beladung zur Verfügung.
    Damit sollte das Ganze nicht ganz so kritisch sein, wie sich das im ersten Moment dargestellt hat. Die Standardzahlen über mögliche Gewichte, die man hier im Kopf hat, gehen immer davon aus, dass damit auch die (Roh-)Kabine realisiert werden muss. Aber die hast Du ja schon.


    Optimistische Grüße
    Herby

    Probier's mal mit Gemütlichkeit

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