richtige Kabelverlegung

  • Hallo Forum,


    mit Hilfe der Suchfunktion habe ich bisweilen herausgefunden, dass man 220V nicht direkt mit 12V zusammen verlegen darf.
    Um die nötige Isolation zu gewährleisten, habe ich vor, beide Kabel jeweils in einem eigenen Wellrohr (kein PE) zu verlegen. Soweit so gut, aber darf ich die Niederspannungskabel mehrerer Verbraucher in einem Wellrohr zusammen fassen oder sollte/muss ich hier mindestens Plus und Minus separieren? Wegen des Platzbedarfs möchte ich natürlich so wenig Wellrohre wie möglich verlegen.


    Folgende Kabelsorten möchte ich verwenden:


    12V = H07 V-K
    220V = H05 RN-F



    Danke für Eure Antworten.


    Capttravel

  • hallo Captravel ,
    die 220V-Leitungen müssen mit höherwertigerem Kabel verlegt sein H07- mindestens 1,5 qmm - ich habe bei mir die Hauptleitungen - zB zum Induktionsfeld und Mikrowelle in 3x 2,5 qmm verlegt , um die Erwärmung so gering wie möglich zu halten.


    http://www.yachtbatterie.de/installation/kabel/index.shtml


    eine zwar alte , aber immer noch ganz gute Orientierung findest Du vom TÜV hier :
    http://www.mallin.de/womo/Plan…hriften/TUEVInfoblatt.pdf


    und hier :


    http://www.mallin.de/womo/Plan…en/TUEVHandbroschuere.PDF


    und für die jetzt immer häufiger anfallenden Kabelquerschnittberechnungen findest Du hier den neuen Kabelrechner ( die gute Fassung von Huebner gibt es nicht mehr im Netz)


    http://www.yachtbatterie.de/cgi-bin/forms/querschnitt.pl


    viel Spaß - ich bin auch mitten in der Verkabelung...
    LG
    Ralf

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Hi,


    220V und 12V getrennt, auf jeden Fall. Ich habe 220V im Wellrohr verlegt und 12V in Kabelkanälen.
    Warum?
    220V sind einzelne Rundkabel, die lassen sich gut durchs Wellrohr schieben.
    12V sind Einzeladern, oder Zwillingslitze und die schieben sich nicht so gut, vor allem nicht nachträglich wenn das Wellrohr schon halb voll ist.
    Plus und Minus können schon zusammen verlegt werden, warum auch nicht. Alle Stränge sollten ja abgesichert sein, dann passiert nix.


    Bei einer Verbindung zwischen 220V und 12V Seite würde aber nicht unbedingt eine Sicherung fliegen, daher muss das getrennt sein.

    Gruß, Holger


  • Hí,


    betr.

    Zitat

    oder sollte/muss ich hier mindestens Plus und Minus separieren


    Klar kannst du für 12V (und wenn denn dito vorhanden 24V) über EINEN ausreichend dickes Ring-Masse-Kabel schleusen, würde ich aber nicht machen. Ein Kontaktproblem in diesem Ring und die gesamte Niederspannungselektrik liegt darnieder. Und dann in dem Ring den Fehler suchen .... :evil: .
    Daher kann ich nur empfehlen, alle 12V- (24V-) Verbraucher über zweiadrige Kabel anzuschließen.

  • Hallo Capttravel,


    derUrologe hatte ja schon fast alles geschrieben. Ich würde bei den Kabel, sofern sie zusammen in einem Rohr liegen - immer eine Quersschnittsklassen nach oben gehen. Das reduziert den Spannungsabfall über den Kabeln und reduziert auch die Wärmeentwicklung. Durch das Wellrohr ist die Kühlung der Kabel etwas reduziert.


    Das 220V Kabel muss H07 möglichst in Ausführung Gummi sein; bei einer Sicherung von 10A reicht dann 1,5mm² sonst ist 2,5 mm² zu wählen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo Forum,


    vielen Dank fuer die hilfreichen Tipps und Links. Da sieht die Welt gleich viel klarer aus. :D


    Unter Beruecksichtigung eurer Ratschlaege werde ich gleich die Kabel bestellen.


    Schoene Gruesse
    Capttravel

  • was spricht denn dagegen für 230 Volt z.B. Gummi-Ummanteltes Erdkabel zu nehmen ? jaja ich weiss der TÜV..aber mal so rein technisch finde ich nix was dagenen spricht... auch meine Gespäche mit Fachleuten (Autoelektriker, Bertiebsel.) ergaben keine Bedenken... Vorteile: man kann WAGO-Klemmen nehmen und muß nicht die besch... Lüsterklemmen nehmen, die sich mit der Zeit garantiert lösen.

    Direkteinspritzung, Turbo, Allradantrieb... hört sich garnicht mal schlecht an...;-))

  • @ Capttravel
    aber die ader-end hülsen nicht vergessen! hauptsächlich bei 230V.
    und lieber steckverbindungen nehmen, als geschraubte! schrauben rütteln sich los (sagt mein kumpel und der ist e-ing bei der u-bahn (nicht s-bahn))
    als zentralen masse-punkt 12v habe ich einen cu-bolzen genommen, die kabel mit angeklemmter ringöse drauf, cu-scheibe, cu-federring und ne selbstsichernde cu-mutter vom aspuf drauf. das wellwohr für 230v habe ich in rot genomen (so kann sogar ich es auf anhieb unterscheiden)


    gruß,chris

    wir sammeln abgelaufene Verbandskästen aus KfZ und alles medizinische Zeug, für unser Projekt in Gambia. Guckst Du: together-in-the-gambia.de :arrow: oder neu bei facebook :arrow: : together in The Gambia e.V.

    2 Mal editiert, zuletzt von chrisi ()

  • Zitat von guenster

    was spricht denn dagegen für 230 Volt z.B. Gummi-Ummanteltes Erdkabel zu nehmen ?


    bei 12v ist das egal, aber be 230v sollte man sich schon an die vogegebenen farben halten. bei notfälen bist du eventuell nicht der einzige, der da ran geht! und wenn der sich auf gelb-grün verlässt.......


    gruß chris

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  • Zitat von guenster

    was spricht denn dagegen für 230 Volt z.B. Gummi-Ummanteltes Erdkabel zu nehmen ?


    einfache Frage : ist das mehradrig ?
    wenn nein , spricht vieles dagegen - zB Vibrationsbruch der Einzelfaser , extrem mühsames Verlegen mit großen Radien....


    naja , soviel war´s auch nicht ... :lol:

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren


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  • Hallo !


    Das Kabel ist dreiadrig. Mit dem Vibrationsbruch das ist allerdings ein Problem. Wenn die Befestigungen eng genug liegen sollte das aber auch kein Problem darstellen.

    Direkteinspritzung, Turbo, Allradantrieb... hört sich garnicht mal schlecht an...;-))

  • Hi,


    nun ja, dreiadrig ist zwar schon mal was, aber nicht das, was FÜR die Verwendung im Fahrzeug spricht! :D


    meines Wissens gibt es kein feinadriges Erdkabel. Daher ist es im Wohnmobil dann auch nicht zugelassen.
    Grund: Bruchgefahr durch Vibrationen. Wenn es dann einen Bruch gegeben haben sollte, kommt es da zu schönen Funken, die einen Brand auslösen können - daher (NOCHMALS) ist es nicht zugelassen.


    Was Chris schrieb mit Endhülsen, ist schon richtig und saubere Lösung. Man kann allerdings bei den Wago-Klemmen für feinadrige Kabel meines Wissens auf die Endhülsen verzichten - ich habe sie aber trotzdem damit ausgestattet, sieht einfach besser aus.


    Ach ja, fällt mir gerade ein: Obige Wago's gibt es auch seit kurzem bei Bauhaus z. B. (zumindest gab es die vor ~ 1 Jahr noch NICHT hier in KH. Oder halt in größeren Packungen und dann auch günstiger beim Elektrogroßhandel.

  • Hy,


    mit Joe´s Wago Klemmen ist ja auch meine Lüsterklemmen-Allergie gelöst :wink: .


    Also doch besser flexibles Kabel...

    Direkteinspritzung, Turbo, Allradantrieb... hört sich garnicht mal schlecht an...;-))

  • Zitat von guenster

    Hy......



    Also doch besser flexibles Kabel...


    Hallo guentster,


    das feinadrige flexible Kabel (Litze) ist zwingend vorgeschrieben. Sollte man es nicht verwenden, riskiert man die Abnahme beim TÜV und später auch seinen Versicherungsschutz. Da die Litzen auch nur unwesentlich teuerer sind, sollte man da aus meiner Sicht nicht geizen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hi Martin,


    jepp, bin von den Wago's auch begeistert. Das einzige was nicht sooo schön ist, sie lassen sich nicht so gut befestigen. Ich hab's mit Sika 252 versucht (logo, vorher gereinigt) aber bei größerem Zug haben sie sich wieder gelöst.


    Letztlich hielt es dann aber doch, zur Not noch mal etwas mit Sika anbappen. Ich meine jemand hier aus dem Forum hat es mal mit Heißklebepistole versucht und hatte nichts negatives nachher geschrieben, das habe ich noch nicht selber ausprobiert. So sieht dann bei mir eine 230V Verteilung für die Schalttafel aus.

    (Hier die komplette Stroy)

  • Hallo Joe,


    bei meiner Kabelstory habe ich auch in den Unterverteilungen die Kabelklemmen genommen und war begeistert. Die Fixierung habe ich mit der Pattex-Klebepistole vorgenommen, da der Kunststoff leider nicht auf Sika haftet. Bisher hat sich noch keine der Klemmen losgerappelt. Wichitig ist nur, dass der Untergrund, auf den geklebt werden soll vorher etwas angewärmt wird (z.B. Leister-Gebläse oder Heissluft-Pistole)


    Besten Gruß


    HWK

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